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Ältere BeiträgeRobert Koch-Institut: News

Epidemiologisches Bulletin 29/2026

16. Juli 2026 um 14:00
Epidemiologie von Hepatitis-B- und Hepatitis-D-Virus­infektionen in Deutsch­land im Jahr 2025: Eine Auswertung der Melde­daten gemäß Infektions­schutz­gesetz Flughafen­malaria bei Beschäftigten am inter­nationalen Flug­hafen Frankfurt/Main Publikations­hinweis: Krisen­management im Gesundheits­wesen – Leit­faden zur Vorbereitung, Durch­führung und Nach­bereitung von Simulations­übungen

Sozialräumliche Unterschiede von Übergewicht und Adipositas im Vorschulalter: Ein Überblick mit Daten der Schuleingangs­untersuchung

15. Juli 2026 um 09:00
Abstract: Hintergrund: Aus Schuleingangsuntersuchungen (SEU) der Länder liegen Messdaten zu Körpergröße und -gewicht von Kindern im Vorschulalter vor. Die Übergewichts- und Adipositasprävalenzen stehen für die Gesundheitsberichterstattung (GBE) zur Verfügung und können auf aggregierter Ebene mit weiteren Faktoren verknüpft werden. Der Beitrag beschreibt Übergewichts -und Adipositasprävalenzen bei Vorschulkindern anhand aggregierter SEU-Daten, differenziert nach zwei sozialräumlichen Indikatoren. Methode: Im Projekt AdiRaum 2.0 wurden aggregierte SEU-Daten der Einschulungsjahre 2006 – 2024 zu Übergewicht und Adipositas aus 13 Ländern (sofern verfügbar) zusammengeführt. Exemplarisch wurden die Übergewichts- und Adipositasprävalenzen für das Einschulungsjahr 2019 mit Indikatoren der Siedlungsstruktur und der sozioökonomischen Deprivation verknüpft. Ergebnisse: Es wurden Daten von 4.269.299 Kindern im Alter von 4 bis 7 Jahren zusammengefügt. Die Prävalenz von Übergewicht (inkl. Adipositas) lag im Zeitraum 2006 – 2024 zwischen 8,6 % und 13,4 % und die Adipositasprävalenz zwischen 3,7 % und 5,9 %. Im Jahr 2019 waren Kinder aus Kreisen mit hoher sozioökonomischer Deprivation häufiger von Adipositas betroffen als Kinder anderer Kreise. Schlussfolgerungen: Die Analysen bestätigen, dass hohe sozioökonomische Deprivation bereits im Kindesalter ein zentraler Risikofaktor für Übergewicht und Adipositas ist. Zur Darstellung sind aggregierte SEU-Daten von Kindern im Vorschulalter geeignet. Prävention sollte gesundheitliche Ungleichheit im Kindesalter auf Verhältnisebene in den Blick nehmen und reduzieren.

Zeitliche Trends bei Risiko­faktoren und Komorbiditäten bei Personen mit einem erstmaligen, im Krankenhaus behandelten Herzinfarkt zwischen 1985 und 2023 – Ergebnisse aus dem Herzinfarkt­register Augsburg

15. Juli 2026 um 09:00
Abstract: Hintergrund: Seit 40 Jahren erfasst das Augsburger Herzinfarktregister alle Fälle von stationär behandelten akuten Herzinfarkten (AHI) sowie prähospitalen Todesfällen aufgrund einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Adipositas, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus und Rauchen sind wichtige Risikofaktoren für KHK und AHI. Methode: Es wurden die Häufigkeiten sowie zeitlichen Trends der oben genannten Begleiterkrankungen und Risikofaktoren bei stationär behandelten Personen mit einem erstmaligen AHI analysiert. Ergebnisse: Die Prävalenz von Adipositas (BMI > 30 kg/m²) bei AHI-Patientinnen und -Patienten stieg zwischen 1985 und 2023 stetig an. Bei Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten war von 1985 bis in die frühen 2000er Jahre ein Anstieg zu verzeichnen, gefolgt von einem anschließenden Rückgang bis 2023. Ebenso nahm die Prävalenz von Diabetes bei männlichen AHI-Patienten nach einem Anstieg in den ersten beiden Jahrzehnten in den letzten Jahren leicht ab. Bei Frauen blieb der Anteil der Patientinnen mit bekanntem Diabetes in den ersten beiden Jahrzehnten unverändert, ging jedoch seit der Jahrtausendwende ebenfalls zurück. Während sich die Zahl der AHI-Patienten, die aktuelle oder ehemalige Raucher waren, im Zeitverlauf kaum veränderte, zeigte sich bei den Patientinnen in beiden Gruppen ein deutlicher Anstieg. Schlussfolgerungen: Die Prävalenz wichtiger Begleiterkrankungen und Risikofaktoren bei stationär behandelten AHI-Patientinnen und -Patienten hat sich in den letzten vier Jahrzehnten verändert. Insbesondere der stetige Anstieg von Adipositas sowie des Rauchens bei AHI-Patientinnen macht deutlich, dass Präventionsmaßnahmen verstärkt werden müssen, um die negativen Auswirkungen nicht nur auf die koronare, sondern auch auf die kardiovaskuläre Gesundheit und den allgemeinen Gesundheitszustand zu verringern.

Adipositas und Über­gewicht im Vor­schul­alter: Daten aus Schul­eingangs­unter­suchungen bis auf Land­kreis­ebene abrufbar

15. Juli 2026 um 09:00
In den Schuleingangsuntersuchungen werden u. a. Messdaten zu Körpergröße und -gewicht von Vorschul­kindern erhoben. Daraus werden Kennzahlen für Übergewicht und Adipositas bestimmt, die für die Gesundheits­berichterstattung der Länder aggregiert auf Kreisebene ausgewiesen werden. Im Rahmen des Projekts AdiRaum 2.0 haben Forschende des RKI die auf Land­kreisebene aggregierten Daten der Einschulungs­jahre 2006 bis 2024 aus 13 Bundesländern zusammen­getragen. Die Ergebnisse wurden jetzt im Journal of Health Monitoring veröffentlicht.

Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen, Bundes­gesund­heits­blatt 2026

13. Juli 2026 um 15:00
Empfehlung der Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe (KRINKO) beim Robert Koch-Institut Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://doi.org/10.1007/s00103-026-04261-3) enthalten.

Kurzprotokoll zur 98. Sitzung des Arbeitskreises Blut am 14. November 2025

09. Juli 2026 um 16:30
Am 14.11.2025 hat der Arbeitskreis Blut getagt. Folgende wesentliche Themen wurden besprochen: Neu auftretende, so genannte „Emerging Infections“ Mpox Evaluation Transfusionsgesetz Umsetzung SoHO-Verordnung Anpassung Votum 48 Lookback hinsichtlich Nachuntersuchungsproben (Votum 49) Diskussion zur Aufwandsentschädigung für Blut- und Plasmaspenden Vollblut für militärische Einsatzbereiche

Epidemiologisches Bulletin 28/2026

09. Juli 2026 um 14:00
Beschluss und wissenschaftliche Begründung zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung der STIKO und zum Wegfall der Empfehlung zur Erlangung einer Basisimmunität Anhang der wissenschaftlichen Begründung der STIKO zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung mit dem Wegfall der Basisimmunität

Neuer Wochenbericht zur Hitzemortalität

09. Juli 2026 um 08:59
Die Hitzeperiode Ende Juni 2026 hat in Deutschland neue Höchstwerte erreicht und war auch bezüglich der Wochen­­mittel­­temperatur außergewöhnlich heiß. Das zeigt der neue Wochenbericht zur Hitzemortalität, den das Robert Koch-Institut am 9.7.2026 veröffentlicht hat. Das vom RKI entwickelte Hitzemodell schätzt, dass diese Hitzeperiode bisher zu etwa 5.100 hitzebedingten Sterbefällen in Deutschland geführt hat.

Krisenmanagement im Gesundheitswesen: Leitfaden zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Simulationsübungen

08. Juli 2026 um 15:00
Der vorliegende Leitfaden soll insbesondere Institutionen aus dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in Deutschland unterstützen, Simulationsübungen zu planen, durchzuführen und nachzubereiten. Er bietet eine Zusammenfassung des aktuellen Wissensstands zur Konzeption, Durchführung und Evaluation von Simulationsübungen. Neben verschiedenen Vorlagen zur Unterstützung beinhaltet der Leitfaden auch gute Praxisbeispiele und Empfehlungen zur praktischen Umsetzung, die Mitarbeitende des Robert Koch-Instituts (RKI) in selbst durchgeführten Simulationsübungen gesammelt haben.

Epidemiologisches Bulletin 27/2026

02. Juli 2026 um 14:00
Empfeh­lungen der Ständigen Impf­kommission (STIKO) und der Deutschen Gesell­schaft für Tropen­medizin, Reise­medizin und Globale Gesund­heit e. V. (DTG) zu Reise­impfungen Anhang: Ländertabellen (inkl. WHO-Polio-Statement 03-2026) Anhang: Aktuelle Statistik melde­pflichtiger Infektions­krank­heiten & Monats­statistik nicht­nament­licher Meldungen aus­gewählter Infektionen gemäß § 7 (3) IfSG nach Bundes­ländern (April)

Beauftragter für Informations­sicherheit (ISB)

01. Juli 2026 um 16:00
Der Informationssicherheitsbeauftragte des Robert Koch-Instituts (RKI) unterstützt die Leitung des Instituts bei der Sicherstellung und Weiterentwicklung der Informationssicherheit. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Koordination von Sicherheitsmaßnahmen, die Beratung zu sicherheitsrelevanten Fragestellungen sowie die Entgegennahme und Begleitung der Bearbeitung von Meldungen zu Sicherheitsvorfällen und möglichen Schwachstellen.

Drogen und chronische Infektions­krankheiten bei Menschen in Haft – Pilotstudie DRUCK-Haft in der JVA Bremen

01. Juli 2026 um 16:00
Das RKI hat das Vorkommen von HIV, Hepatitis B und C und die Versorgungssituation dieser Infektionen bei inhaftierten Menschen, die Drogen konsumieren, untersucht. Mit der Pilotstudie „DRUCK-Haft“ in der Justizvollzugsanstalt Bremen im Sommer 2025 wurden auch Machbarkeit und Akzeptanz einer solchen Studie in einer JVA getestet.

Doping, Infektionshygiene in Deutsch­land, zahn­ärztliche Kontroll­unter­suchungen und HPV-Impfung im Bundes­gesund­heits­blatt

01. Juli 2026 um 11:00
Doping ist nicht nur ein Problem im Spitzensport. Es kommt im Breitensport vor, und auch außerhalb des Sports sind Stimulanzien und anderen Substanzen zur Leistungs­steigerung oder zur Verbesserung des subjektiven Wohl­befindens verbreitet. Im Leitthema Doping beleuchten insgesamt acht Beiträge in der Juli-Ausgabe des Bundes­gesund­heitsblatts ausgewählte Frage­stellungen zu Doping im Spitzensport und in weiteren Lebens­bereichen.

Ein Jahr nach der Teillegalisierung in Deutschland: Trends des Cannabiskonsums junger Menschen von 2008 bis 2025

01. Juli 2026 um 09:00
Abstract: Hintergrund: Ein Jahr nach der Teillegalisierung von Cannabis wurden Auswirkungen auf den Cannabiskonsum junger Menschen in Deutschland untersucht. Methode: Auf Grundlage von zwölf repräsentativen Studien aus den Jahren 2008 bis 2025 wurden Veränderungen der 12-Monats-Prävalenz des Cannabiskonsums von 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen dargestellt und zeitliche Trendverläufe geschätzt. Ergebnisse: Bei weiblichen und männlichen Jugendlichen sowie jungen Frauen kam es zwischen 2023 und 2025 zu keiner statistisch signifikanten Veränderung der 12-Monats-Prävalenz des Cannabiskonsums. Bei jungen Männern zeigte sich hingegen ein statistisch signifikanter Anstieg des Konsums. Dieser stellt jedoch keine neue Entwicklung dar, sondern setzt einen Trend fort, der in dieser Gruppe seit 2008 zu beobachten ist. Schlussfolgerungen: Ein Jahr nach der Teillegalisierung fand sich kein Hinweis eines unmittelbaren Effekts auf die Verbreitung des Cannabiskonsums unter jungen Menschen in Deutschland. Weitere Studien sollten die zukünftige Entwicklung beobachten.

Psychische Gesundheit geflüchteter Menschen aus der Ukraine in Deutschland im Vergleich mit anderen Bevölkerungs­gruppen – Ergebnisse der IAB-BAMF-SOEP-Befragung 2023

01. Juli 2026 um 09:00
Abstract: Hintergrund: Bislang ist wenig über die psychische Gesundheit von geflüchteten Menschen aus der Ukraine in Deutschland bekannt. Ziel ist es daher, das Vorliegen einer depressiven (DS) und Angstsymptomatik (AS) bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine zu beschreiben, relevante Einflussfaktoren zu identifizieren und die Prävalenzen psychischer Belastungen mit anderen Herkunftsgruppen zu vergleichen. Methode: Die Auswertungen basieren auf der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (2023), ergänzt um Daten der SOEP-Hauptbefragung. Es wurden altersadjustierte Prävalenzen der psychischen Belastungen von Menschen ohne Migrationsgeschichte (n =13.210), mit eigener Migrationserfahrung (n = 4.889) sowie von geflüchteten Menschen aus der Ukraine (n = 3.039) und jenen aus Afghanistan, Irak, Iran und Syrien (n = 3.011) berechnet. Um Zusammenhänge zwischen den psychischen Belastungen und ausgewählten sozialen Determinanten zu untersuchen, wurden Prevalence Ratios mittels Poisson-Regressionen geschätzt. Ergebnisse: Die altersadjustierten Prävalenzen einer DS (21 %) und AS (13 %) sind bei geflüchteten Menschen aus der Ukraine höher als bei Menschen mit und ohne Migrationserfahrung. Insgesamt berichten Frauen – unabhängig vom Vorliegen einer Migrations- oder Fluchterfahrung – häufiger von psychischen Belastungen als Männer. Soziale Einbindung, Diskriminierungserfahrungen sowie Erwerbstätigkeit stellen für geflüchtete Menschen aller betrachteten Herkunftsländer relevante Determinanten der psychischen Gesundheit dar. Bei Ukrainerinnen und Ukrainern zeigen sich zudem Zusammenhänge mit Alter, Geschlecht, Einkommen sowie Wohnzufriedenheit, während Deutschkenntnisse für geflüchtete Menschen aus anderen Herkunftsländern bedeutsam waren. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse verweisen auf einen hohen psychosozialen Versorgungsbedarf. Zudem sind postmigratorische Faktoren eng mit den psychischen Belastungen verbunden, wobei insbesondere Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen mit einer schlechteren psychischen Gesundheit assoziiert sind.
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