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Hitzeschutz für Obdach- und Wohnungslose

Hitzeschutz für Obdach- und Wohnungslose

Obdach- und Wohnungslose sind durch Hitze besonders gefährdet, da sie sich die meiste Zeit im Freien aufhalten und keinen sicheren und geschützten Rückzugsort haben. Zu den Symptomen, die bei obdachlosen Menschen beobachtet werden, gehören u. a. Flüssigkeitsmangel, Schwindel, Kreislaufzusammenbruch, Sonnenbrand und Infektionen. Durchgeschwitzte Kleidung erschwert die Heilung offener Wunden.

Um obdach- und wohnungslose Menschen besser vor Hitze zu schützen, haben Sie folgende Handlungsmöglichkeiten:

  • Schaffen Sie kühle Räume, an denen sich die Menschen aufhalten können. Sie können z. B. den Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden gestatten oder Pavillons und Sonnensegel an bekannten Aufenthaltsorten einrichten.
  • Schaffen Sie zusätzliche Dusch- und Waschmöglichkeiten, um die Hygienesituation zu verbessern.
  • Bieten Sie Aufbewahrungsmöglichkeiten an, damit Obdachlose ihre Winterbekleidung sicher verwahren können.
  • Organisieren Sie die Ausgabe von Wasser, Sonnenmilch und Kopfbedeckungen, z. B. in Beratungsstellen, in Notunterkünften oder über eine mobile Ausgabe.
  • Weiten Sie das Angebot des Streetworkings aus. Streetworker*innen können helfen, Gefahren durch Dehydrierung und Hitzeerkrankungen bei gefährdeten Menschen rechtzeitig zu erkennen und Hitzeschutzmaßnahmen einzuleiten. Sie können zudem direkt vor Ort Trinkwasser, Sonnenmilch und Kopfbedeckungen ausgeben.

Hitzebus Stuttgart

Das Deutsche Rote Kreuz Stuttgart fährt an heißen Tagen mit dem DRK Hitzebus durch das Stadtgebiet und versorgt hilfsbedürftige Menschen mit ausreichend Wasser und Hilfsmitteln zum Schutz gegen die Sonne. Der Hitzebus fährt bei über 30°C von 13 bis 17 Uhr und ist mit ehrenamtlichen Kräften besetzt.

Berliner Hitzehilfe für obdachlose Menschen

Die Berliner Hitzehilfe unterstützt obdachlose Menschen zwischen Juni und August bei extremer Hitze durch mobile Versorgung (Busse, Trinkwasser, Sonnenschutz), kühle Tagesräume mit Ausstattung (Dusche, Essen, Beratung), Notrufnummern, medizinische Hilfe sowie Öffentlichkeitsarbeit.

Hilfreiche Materialien

Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.6 MB, nicht barrierefrei)  von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet allgemeine Informationen zur Gefährdung von wohnungslosen Menschen durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, diese Risikogruppe zu erreichen und für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.

Die praktische Arbeitshilfe Hitzekonzept – Obdach- und Wohnungslose bei Hitzewellen schützen (PDF, 0.1 MB, nicht barrierefrei)  der Stadt Bochum gibt Hinweise auf Angebote für wohnungslose Menschen während Hitzeperioden.

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Kostenloses Trinkwasser

Kostenloses Trinkwasser

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Hitzevorsorge an heißen Tagen lautet: Viel Trinken. Besonders im Sommer während extremer Hitzetage stellt sich dabei oft die Frage: Wo kann ich unterwegs meine Trinkflasche mit Trinkwasser auffüllen?

In vielen Kommunen werden sogenannte Refill-Stationen angeboten, Orte in der Stadt, an denen kostenlos Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird und mitgebrachte Trinkflaschen oder sonstige Trinkgefäße mit Leitungswasser aufgefüllt werden können. Standorte für derartige Stationen sind öffentliche Einrichtungen wie Rathäuser, Bibliotheken, Schulen und Gesundheitszentren oder anderen Einrichtungen, die für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sind, wie Freizeiteinrichtungen, Cafés und Einkaufszentren. Die Idee der Refill-Stationen trägt neben der Trinkwasserversorgung zur Umweltfreundlichkeit bei, indem es den Verbrauch von Einweg-Plastikflaschen reduziert.

Prüfen Sie für Ihre Kommune, welche kommunalen Gebäude und Einrichtungen als Refill-Station in Frage kommen.

Initiative Refill

Die Initiative Refill, im März 2017 in Hamburg als ehrenamtliches Projekt gestartet, ist inzwischen zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden und existiert in über 40 deutschen Städten mit über 6.000 Refill Stationen. Auf der Website der Initiative Refill  können Sie Ihre Refill-Stationen eintragen. Sie werden in einer Karte erfasst und sind dann online und per App abrufbar, mit Adresse, Öffnungszeiten und Wegbeschreibung.

 

Refill Veitshöchheim

Die Gemeinde Veitshöchheim beteiligt sich seit 2019 unter dem Slogan Refill Veitshöchheim an der deutschlandweiten Initiative Refill. Kostenloses Trinkwasser steht in einigen öffentlichen Gebäuden kostenlos zur Verfügung, u. a. in einer Bücherei, im Rathaus und Jüdisches Kulturmuseum sowie im Sportzentrum.

 

Hilfreiche Materialien

Die Faktenblätter „Was ist Refill“ (PDF, 0.8 MB, nicht barrierefrei) und „Wir sind Refill Station“ (PDF, 0.6 MB, nicht barrierefrei) erläutern kurz und knapp wofür Refill steht und was die wesentlichen Ziele sind.

Eine interaktive Karte zeigt Ihnen den Zugang zu Refill Stationen deutschlandweit. Unter Refill Station eintragen finden sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie Ihre Station eintragen können.

Ähnliche Maßnahmen


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Hitzeschutz für Menschen, die im Freien arbeiten

Hitzeschutz für Menschen, die im Freien arbeiten

Menschen, die im Freien arbeiten, sind von den gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitze besonders betroffen. Besonders geschützt werden müssen Beschäftigte aus der Landwirtschaft, dem Gartenbau sowie dem Straßen- und Bauwesen. Das gesundheitliche Risiko der Hitzeexposition wird durch weitere Risikofaktoren verstärkt, wie z. B. körperlich anstrengende Arbeiten, Arbeitsschutzkleidung oder auch prekäre Arbeitsverhältnisse.

Kommunen sind Arbeitgeber einer Vielzahl von Draußenarbeitenden und sollten Hitzeschutzmaßnahmen an ihre Beschäftigten weitergeben, wie unter anderem:

  • Adaptierung der Arbeitszeiten, beispielsweise die Möglichkeit, den Dienst früher zu beenden (Zeitausgleich, Urlaub)
  • Ausweitung eines flächendeckenden Angebots von „kühlen Orten“ (mit Toiletten und Trinkwasserstellen) für die Draußen-Arbeitenden, die unterwegs sind (z. B. Entsorgungsbetriebe, Grünflächenpflege)
  • Anbieten von Mineralwasser für alle Beschäftigen
  • Berücksichtigung von Sprachbarrieren und Anbieten der Informationen in relevanten Sprachen
  • Ergänzende Empfehlungen zum UV-Schutz

Als Kommune haben Sie zudem die Möglichkeit nicht nur Ihre Beschäftigten, sondern auch weitere Arbeitgeber über die Notwendigkeit des Hitzeschutzes zu informieren.

Hitzeschutz in der Abfallwirtschaft

team orange – der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Würzburg – nutzt mobiles Grün zur Beschattung der Wertstoffhöfe und stellt den Mitarbeitenden Hitzeschutzausrüstung zur Verfügung. 

Hilfreiche Materialien

KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. hat einen Musterhitzeschutzplan für Baustellen (PDF, 0.6 MB, nicht barrierefrei)  entwickelt, der als Vorlage für Unternehmen dient und an individuelle Bedürfnisse und Arbeitsbedingungen angepasst werden kann. 

Der Kommunikationsleitfaden „Im Freien Arbeitende vor Hitze schützen“ (PDF, 0.6 MB, nicht barrierefrei)   von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet allgemeine Informationen zur Gefährdung von im Freien Arbeitenden durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, Arbeitnehmende für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat Empfehlungen des Arbeitsschutzes für heiße Sommertage in Arbeitsstätten , als auch für im Freien Arbeitende auf ihrer Website zusammengetragen.

Der Hitzeaktionsplan Outdoor-Baustellen  wurde von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft erstellt. Er besteht aus einer interaktiven Checkliste, mit der Unternehmen die Gefährdung durch beurteilen und Maßanhmen entwickeln können.

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau stellt mehrspachiges Informationsmaterial zu Hitze- und Sonnenschutz für Arbeiten im Freien  zur Verfügung. Dazu gehören Filme, Betriebsanweisungen, Flyer, Broschüren und Plakate.

Für Menschen, die im Freien arbeiten, sowie zum Schutz vor weiteren klimabedingten Gesundheitsauswirkungen (z. B. UV-Schutz, Schutz vor Mücken und Zecken, Schutz vor Allergien) stehen die kostenfreien Materialien und Informationen zum Hitzeschutz des PECO – Instituts e. V.  zur Verfügung.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gibt auf der Website „Klima-Mensch-Gesundheit“ Verhaltenstipps für Menschen, die im Freien arbeiten .

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Hausbesuche bei älteren Menschen

Hausbesuche bei älteren Menschen

Ein Großteil der Menschen über 85 Jahre lebt ohne Partner*in und überwiegend im eigenen Haushalt. Daraus ergibt sich eine große Personengruppe hochaltriger, alleinlebender Menschen, die aufgrund ihres Alters und weitere Co-Risikofaktoren besonders von hitzebedingten Gesundheitsgefahren betroffen sind.

Oftmals ist es dieser Personengruppe nicht möglich, Maßnahmen des Hitzeschutzes umzusetzen. Sei es die Wohnung durch Lüftung und Verschattung kühl zu halten, sich angemessen luftig zu kleiden, ausreichend zu trinken oder auch eine ggf. überhitze Wohnung zu verlassen und den Körper an kühlen Orten der nahen Umgebung von der Hitze zu entlasten. Auch besteht oftmals eine eingeschränkte Risikowahrnehmung und erste Anzeichen von Hitzeerkrankungen können nicht rechtzeitig wahrgenommen werden.

Ärzt*innen, Praxismitarbeitende und Pflegepersonal gelten als wichtiger Zugangsweg zur Erreichung hitzevulnerabler Personengruppen im häuslichen Umfeld durch Hausbesuche oder ambulante Dienste.

Informieren Sie diese Berufsgruppen in Ihrer Kommune über die Notwendigkeit und Bedeutung von Hausbesuchen im Akutfall von Hitzeereignissen und unterstützen Sie wenn nötig mit ehrenamtlichen Organisationen Ihrer Kommune.

Hilfreiche Materialien

Die Deutsche Akademie für Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter e.V. bietet in Kooperation mit der Landesärztekammer Hessen den Qualifizierungslehrgang „Klimawandel und Gesundheit“ für interessierte MFA aus allen Arztpraxen an.

KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. stellt kostenlose Schulungsmaterialien für Ärzt*innen und ärztliche Praxen bereit.

Der Foliensatz ist als Fortbildung für Hausärzt*innen zur Prävention gesundheitlicher Hitzeschäden (PDF, 0.7 MB, nicht barrierefrei)  angelegt und stellt Handlungsmöglichkeiten dar, wie ältere Menschen bei Hitze geschützt werden können.

Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München stellt kostenlose Broschüren und Materialien für Gesundheits- und Pflegeberufe  bereit.

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Hitzeschutz für Menschen mit Behinderung

Hitzeschutz für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung sind durch Hitze besonders gefährdet, da sie häufig auf Unterstützung angewiesen sind und ihre Selbstschutzmöglichkeiten eingeschränkt sein können. Einschränkungen in der Mobilität, bei der Kommunikation oder beim Erkennen von Gefahrensignalen erschweren es, rechtzeitig auf Hitze zu reagieren. Besonders gefährdet sind Menschen, die auf Hilfsmittel oder die Unterstützung anderer angewiesen sind, Medikamente einnehmen müssen oder in Einrichtungen leben, die nicht ausreichend auf Hitze vorbereitet sind.

Um Menschen mit Behinderung besser vor Hitze zu schützen, haben Sie folgende Handlungsmöglichkeiten:

  • Sorgen Sie in kommunalen Einrichtungen, Begegnungsstätten oder Tagesförderstätten für kühle, barrierefreie Rückzugsorte.
  • Richten Sie öffentliche Trinkbrunnen ein und stellen Sie barrierefreie Zugänge zu kostenlosem Trinkwasser bereit.
  • Erstellen und verbreiten Sie Hitzeschutzhinweise in Leichter Sprache und mit Piktogrammen.
  • Erstellen und verbreiten Sie Hitzeschutzhinweise in Leichter Sprache und mit Piktogrammen. Achten Sie darauf, dass Informationen auch in Gebärdensprache und Blindenschrift zugänglich gemacht werden.
  • Schulen Sie Mitarbeitende in kommunalen Einrichtungen und sensibilisieren Sie Träger von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im Umgang mit Hitze.
  • Entwickeln Sie kommunale Hitzeschutzpläne, die die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigen, und binden Sie Behindertenbeiräte aktiv ein.

Hilfreiche Materialien

  • Kommunikationsleitfaden „Menschen mit Behinderungen vor Hitze schützen“

Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.8 MB, nicht barrierefrei) von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet Informationen zur Gefährdung von Menschen mit Behinderung durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, diese Risikogruppe zu erreichen und für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.

  • Klimawandel und Selbsthilfearbeit

Das Projekt „Klimawandel und Selbsthilfearbeit“ der BAG SELBSTHILFE unterstützt Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen dabei, klimafreundlich und gesundheitsorientiert zu agieren. Es bietet praxisnahe Arbeits- und Informationsmaterialien – etwa zur Hitze, psychischen Belastung oder klimafreundlicher Verbandsarbeit – sowie begleitende Workshops an.


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Checklisten für hitzegerechte Veranstaltungen

Checklisten für hitzegerechte Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen im Freien wie Sportwettkämpfen, Volksfesten oder Open-Air-Konzerten sind Menschen oft stundenlang der Hitze ausgesetzt. Mit immer höheren Temperaturen steigt auch das Risiko, dass Menschen bei Veranstaltungen zum Beispiel dehydrieren oder kollabieren und medizinisch versorgt werden müssen. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, da sie die mit Hitze verbundenen Gesundheitsrisiken nicht selbst einschätzen können.

Hitzeschutz sollte also fester Bestandteil der Planung von Veranstaltungen im Sommer sein, idealerweise über das im Rahmen der Fürsorgepflicht des Veranstalters vorgesehene Maß hinaus. Im Vorfeld können Ort und Zeit so gewählt werden, dass die Menschen so wenig wie möglich hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Außerdem muss die Versorgung der Menschen mit geeigneten Speisen und Getränken sichergestellt sein und es müssen Hilfsmittel zur Kühlung und Verschattung vor Ort bereitstehen.

Sowohl kommunale Einrichtungen als auch Veranstaltende von örtlichen Vereinen oder Unternehmen profitieren von Checklisten mit Tipps zum Hitzeschutz für verschiedene Veranstaltungsarten und Zielgruppen. Beim Erstellen dieser Listen ist zu berücksichtigen, dass es nicht nur im Freien, sondern auch in geschlossenen Räumen zu einer Überwärmung kommen kann.

Leitfragen für eine Hitze-Checkliste können sein:

  • Ist laut Wetterdiensten mit Hitze zu rechnen?
  • Kann die Veranstaltung auf eine kühlere Tageszeit verlegt werden?
  • Ist ein Veranstaltungsort außerhalb innerstädtischer Hitzeinseln möglich?
  • Ist ausreichend Trinkwasser oder alkoholfreie Getränke vorhanden bzw. erhalten die Besucher*innen leichten Zugang dazu, wenn z. B. das Mitbringen eigener Getränke verboten ist?
  • Sind ausreichend Pausen oder Gelegenheiten für Abkühlung und Erfrischung vorgesehen?
  • Ist zusätzlich zu den vorgeschriebenen Rettungskräften speziell für den gesundheitlichen Hitzeschutz geschultes Personal vor Ort?
  • Bei Veranstaltungen mit Kindern: Ist geschultes Personal zur Betreuung vor Ort, das auf Hitzeschutz und Flüssigkeitsaufnahme achtet?
  • Sind Steh- und Sitzplätze im Schatten bzw. in kühlen Bereichen vorhanden?
  • Lassen sich Hilfsmittel zur Abkühlung bereitstellen, zum Beispiel Kopfbedeckungen oder Nebelduschen?

Checkliste der Stadt Straubing

Mit „sechs schnellen Fragen für Veranstaltungen im Sommer“ bietet die Stadt Straubing auf ihrer Website eine Hilfestellung für Veranstaltende an.

Hilfreiche Materialien

Der Flyer „Klimaangepasste Veranstaltungen“ (PDF, 4.0 MB, nicht barrierefrei)  des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie listet die wichtigsten Maßnahmen zur Hitzeprävention auf.

Das Landesnetzwerk Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz gibt in einem Handout „Was tun bei Hitze?“ (PDF, 0.2 MB, nicht barrierefrei)  Tipps zur Durchführung von Veranstaltungen mit älteren Menschen.

Im Projekt „Klimaanpassung von Großveranstaltungen“ wurden mehr als 40 Maßnahmen entwickelt, die sich vor allem auf Anpassungen an die Klimasignale Hitze, Starkregen, Sturm und Gewitter beziehen. Die Maßnahmen wurden bei der Veranstaltung des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund umgesetzt und im Nachgang auf ihre Effektivität geprüft.

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Öffentliche Verbreitung der Hitzewarnung des Deutschen Wetterdiensts

Öffentliche Verbreitung der Hitzewarnung des Deutschen Wetterdiensts

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt in den Sommermonaten Hitzewarnungen heraus, wenn eine starke Wärmebelastung für mindestens 2 Tage in Folge vorhergesagt wird und eine ausreichende nächtliche Auskühlung der Wohnräume nicht mehr gewährleistet ist. Die Hitzewarnungen sensibilisieren die Bevölkerung für ein Hitzeereignis und regen zu Hitzevorsorge- und Hitzeschutzmaßnahmen an.

Abonnieren Sie den Hitzewarn-Newsletter des DWD und verbreiten Sie die Hitzewarnung in Ihrer Kommune über unterschiedliche Kanäle, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Geben Sie klare und einfache Anweisungen zum richtigen Verhalten bei Hitze.

Beispiele für Kommunikationskanäle können sein:

  • Automatische Einblendung der Hitzewarnungen auf der Internetseite Ihrer Kommune
  • Einträge der Hitzewarnungen in Social-Media-Kanäle
  • Meldung über lokale/regionale Rundfunksender
  • Anzeigen auf elektronischen Werbetafeln sowie auf Werbetafeln an ÖPNV-Haltestellen
  • Anzeigen auf elektronischen Infoscreens in öffentlichen Einrichtungen
  • Info-Mailing an relevante Institutionen wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindertagesstätten und Schulen

Um im Falle einer Hitzewarnung alle Kommunikationskanäle kurzfristig bedienen zu können, ist es hilfreich, wenn Sie im Vorfeld die Kommunikationswege bzw. -kaskade in Ihrer Kommune genau festlegen und definieren: Wer leitet die Hitzewarnung an wen weiter? Alle eingebundenen Akteur*innen sollten darüber informiert sein. Ob die Kommunikationskaskade funktioniert, sollten Sie regelmäßig überprüfen und anschließend ggfs. Kommunikationswege anpassen.

Optimierung der Hitzewarnung in Stuttgart

Das Beispiel Stuttgart zeigt Ihnen, wie Sie einen geeigneten Informationsfluss zum Thema Hitze aufbauen können. In Stuttgart wurde untersucht, wie die Informationen zum Thema Hitze die Bevölkerung erreichen und was getan werden kann, um die Hitzeinformation der Bevölkerung zu optimieren.


Zum Umsetzungsbeispiel  

Hilfreiche Materialien

  • Hitzewarnung

Über den Newsletter des DWD erhalten Sie in den Monaten Mai bis August regionale Hitzewarnungen . Im Warnfall werden die Hitzewarnungen bis 10 Uhr des entsprechenden Tages versendet.

  • Der Klima-Michel und das neue Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes

Der DWD stellt ein Video zur Erklärung der „gefühlten Temperatur“ bereit. Auf dieser basiert das Hitzewarnsystem des DWD. Außerdem erläutert das Video die Auswirkungen einer hohen Hitzebelastung auf den menschlichen Körper.

  • Evaluation von Informationssystemen zu Klimawandel und Gesundheit (Band 1)

In der Publikation des Umweltbundesamtes (PDF, 3.3 MB, nicht barrierefrei) wurde das Hitzewarnsystem des DWD hinsichtlich des Bekanntheitsgrades und der Nutzung durch die Bevölkerung sowie des Auslösens von Anpassungsmaßnahmen evaluiert. Die Publikation unterstützt Sie bei der Frage, wie Sie die empfindlichen Bevölkerungsgruppen erreichen können.


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Hitzeschutzpläne in Krankenhäusern, Senior*innen- und Pflegeeinrichtungen und bei ambulanten Diensten

Hitzeschutzpläne in Krankenhäusern, Senior*innen- und Pflegeeinrichtungen und bei ambulanten Diensten

Pflegebedürftige und hochaltrige Menschen zählen zur Hochrisikogruppe für hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle. Meist vereinen sich hier unterschiedliche Risikofaktoren wie beispielsweise eine Einschränkung in der Selbstversorgung, chronische Erkrankungen oder auch Medikamenteneinnahme. Aber auch die Beschäftigten von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und ambulanten Diensten sind aufgrund ihrer Tätigkeit sowie des Tragens von Berufskleidung besonders durch Hitze belastet.

Durch das Einführen von Hitzeschutzplänen in Senior*innen- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern sowie bei ambulanten Diensten können Sie den Hitzeschutz der Bewohner*innen, Patient*innen und Beschäftigten maßgeblich erhöhen.

Ein Hitzeschutzplan sollte kurz-, mittel- und langfristige Hitzeschutzmaßnahmen enthalten:

  • Langfristige Maßnahmen: Umsetzung baulicher Maßnahmen wie Beschattungen, Lüftungssysteme, klimaschonende Klimatisierung, Gestaltungen von kühlen Außenbereichen
  • Mittelfristige Maßnahmen vor dem Sommer: Schulung des Personals, Einführung eines Sommerspeisenplans, Etablierung von kühlen Pausenräumen, Informationsweitergabe über Aushänge oder Informationsschreiben an interne (z. B. Beschäftigte) und externe (z. B. Besucher) Personengruppen, Planung von kürzeren Einsatztouren
  • Kurzfristige Maßnahmen im Akutfall der Hitzeperiode: Anpassung des Betreuungsschlüssels bzw. Mobilisierung von Ehrenamtlichen, um Kapazitäten bei Pflegekräften freizusetzen, Reduzierung der Hitze in den Innenräumen durch Verschattung und aktive Kühlung, auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme der Patient*innen und Bewohner*innen achten, um eine Dehydration zu vermeiden, Umsetzung pflegerischer Maßnahmen, Anpassung der Pausenregelung

Hilfreiche Materialien

  • Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser

Das Bundesministerium für Gesundheit hat gemeinsam mit verantwortlichen Akteuren eine Bundesempfehlung „Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser“ (PDF, 1.9 MB, barrierefrei/barrierearm)  erarbeitet. Diese steht als unverbindliche Unterstützung für die Kliniken zur Verfügung.

  • Hitzemaßnahmenplan

Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München hat einen Hitzemaßnahmenplan für stationäre Einrichtungen (PDF, 2.4 MB, nicht barrierefrei) der Altenpflege entwickelt und stellt Informations- und Schulungsmaterial zur Verfügung.

  • Musterhitzeschutzpläne

Das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin stellt Vorlagen für Hitzeschutzpläne für Krankenhäuser, ambulante Praxen, stationäre Pflege, ambulante Pflege, Einrichtungen zur med. Versorgung von obdach- bzw. wohnungslosen Menschen sowie Apotheken zur Verfügung.

  • Arbeitshilfen für den einrichtungsbezogenen Hitzeschutz

Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen hat Arbeitshilfen für den Hitzeschutz in Krankenhäusern sowie in stationären Pflege- und Wohneinrichtungen erstellt. Sie enthalten eine Checkliste für den Schnelleinstieg, verschiedene Grundlagendokumente sowie detaillierte Handlungsinformationen inklusive einzelner Materialien zur direkten Nutzung.

  • Kommunikationsleitfaden "Pflegebedürftige Menschen vor Hitze schützen"

Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.5 MB, nicht barrierefrei)  von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet allgemeine Informationen zur Gefährdung von pflegebedürftigen Menschen durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, pflegebedürftige Menschen und Beschäftigte für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.

cool pflegen bündelt Wissen, praxistaugliche Maßnahmen, Hitzeschutzkonzepte sowie Schulungs- und Beratungsangebote, um Pflegekräfte und pflegebedürftige Menschen besser vor Hitze zu schützen. Die Website entstand im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten Projekts „Hitzeschutz – Pflege in Bayern (Hitzeprävention von Pflegekräften stärken)”.

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Sommerlicher Wärmeschutz an Gebäuden

Sommerlicher Wärmeschutz an Gebäuden

Der Schutz vor der Hitze an Gebäuden wird immer wichtiger, denn die Sommer werden klimawandelbedingt zunehmend wärmer und Hitzeperioden halten länger an. Bevor Sie als Kommune Klimaanlagen in Ihren öffentlichen Gebäuden installieren, kann mit einer Vielzahl von passiven Maßnahmen das Innenraumklima auf einer angenehmen Temperatur gehalten werden. Ziel ist es, den aktiven technischen Kühlbedarf (z. B. durch Klimaanlagen) auf ein Minimum zu reduzieren.

Folgende passive Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz sind möglich:

  • Hitzeadäquate Gebäudeplanung bei Neubauten: optimierte Ausrichtung besonnter Gebäudeflächen, insbesondere der Gebäudeöffnungen (Fenster)
  • Eigenverschattung der Gebäude: Balkone, Vorbauten, Außendächer auf der Südseite
  • angemessene Fenstergrößen in Relation zur Grundfläche des Gebäudes
  • Einsatz einer Sonnenschutzverglasung
  • außenliegender Sonnenschutz: Klapp- und Schiebeläden, Rollläden, Markisen, Raffstores, Sonnensegel
  • außenliegende Verschattung durch Laubbäume
  • innenliegender Sonnenschutz: Innenjalousien, vertikale und horizontale Lamellen, Folienplissees
  • Fassaden- und Dachdämmung
  • Verschattung durch Fassadenbegrünung
  • Dachbegrünung
  • Massive Baumaterialien zur Erhöhung der Wärmespeicherfähigkeit: Ziegel, Kalkstein
  • durch helle Farbgestaltung der Gebäude durch Ausnutzung des Albedo-Effektes
  • Lüftungskonzepte, optimale Nachtlüftung

Der Sommerliche Wärmeschutz an Gebäuden ist in Deutschland mittlerweile gesetzlich gefordert. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt in § 14 für den Neubau und in § 51 für ein bestehendes Gebäude bei Erweiterung und Ausbau die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz. Der Nachweis bezieht sich auf DIN 4108-2:2013-02 (Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden) .

Sommerlicher Wärmeschutz in Dresden

Im Rahmen des Projekts HeatResilientCity (HRC) wurden Maßnahmen zur Optimierung des sommerlichen Wärmeschutzes (PDF, 1.6 MB) erarbeitet und bei der Sanierung eines Plattenbaus der Eisenbahner Wohnungsgenossenschaft im Quartier Dresden-Gorbitz umgesetzt.

Hilfreiche Materialien

Das HRC-Hitzetool des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung ist ein browserbasiertes Tool zur Bewertung von Hitzeanpassungsmaßnahmen im Freiraum und in Wohngebäuden.

Der Leitfaden zum sommerlichen Wärmeschutz (PDF, 6.2 MB, nicht barrierefrei)  für Unternehmen, kommunale Verwaltungen und öffentliche Einrichtungen der LandesEnergieAgentur Hessen informiert Sie über verschiedene Aspekte und Möglichkeiten des sommerlichen Wärmeschutzes in Kommunen und Unternehmen.

In der vom Umweltbundesamt herausgegebenen Studie „Kühle Gebäude im Sommer – Anforderungen und Methoden des sommerlichen Wärmeschutzes“ (PDF, 11.9 MB, nicht barrierefrei)  wurde der Einfluss von passiven Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz, von Klimadaten sowie von Nutzungs- und Fassadentypen untersucht.

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Zusammenstellung von kühlen Orten in der Stadt

Zusammenstellung von kühlen Orten in der Stadt

Vielen Menschen fehlt in der Stadt eine eigene grüne Oase, ein schattiges Plätzchen oder ein Ort am Wasser zur Erfrischung. Sie sind auf öffentliche Freiräume angewiesen, an denen sie sich abkühlen können. In jeder Kommune gibt es Orte, die im Sommer und besonders bei extremer Hitze einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Meist befinden sich diese draußen im Grünen (z. B. Park, Stadtwald, schattige Grünanlage, Freibad, Badesee, Wasserspielplatz, Friedhof, Bank im Schatten), aber auch innerhalb von Gebäuden (z. B. Gemeindezentrum, Museum, Kirche, Bibliothek, Vereinsheim, klimatisiertes Einkaufszentrum).

  • Veröffentlichen Sie eine Zusammenstellung von kühlen Orten im Stadtgebiet, z. B. als Faltplan oder Online-Stadtplan. Dies hilft den Menschen, diese Orte zu finden, und kann sie dazu motivieren, die Orte gezielt aufzusuchen, um Abkühlung und Erholung zu finden.
  • Veranstalten Sie vorbereitend auf Hitzeperioden Hitzespaziergänge, bei denen Sie zusammen mit Bürger*innen kühle Orte in deren Quartier besichtigen. Zusätzlich können Sie Informationen zum Hitzeschutz weitergeben und für das Thema Hitze sensibilisieren.
  • Treffen Sie Absprachen mit den Orten, ob die Öffnungszeiten während einer Hitzewelle verlängert werden können.
  • Identifizieren Sie weitere klimatisierte Räume, die während einer Hitzewelle für die Öffentlichkeit geöffnet werden können.

Stadtplan für heiße Tage

Die Stadt Karlsruhe zeigt im Online-Stadtplan für heiße Tage, an welchen Orten man sich im Stadtgebiet an heißen Tagen abkühlen kann. Dies sind Grünanlagen, Spielplätze, klimatisierte Räume, Wasserstellen und Brunnen. Darüber hinaus werden Tipps gegeben, wie man sich und andere an heißen Tagen vor gesundheitlichen Gefahren schützen kann. Der Stadtplan ist auch als Print-Version erhältlich.

Kühle Orte

Die Stadt Kaiserslautern hat Kühle Orte im Geoportal Kaiserslautern zusammengestellt. Dies sind Orte im öffentlichen Raum, an denen trotz hoher Temperaturen eine hohe Aufenthaltsqualität besteht beziehungsweise die als kühler empfunden werden als die Umgebung. Zu finden sind kühle, klimatisierte, öffentliche Gebäude sowie Grünanlagen und Trinkwasserbrunnen.

Ähnliche Maßnahmen


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Hitzeangepasste Betreuungsschlüssel

Hitzeangepasste Betreuungsschlüssel

Pflegebedürftige Menschen zählen zur Hochrisikogruppe für hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle. Meist vereinen sich hier unterschiedliche Risikofaktoren wie beispielsweise ein hohes Alter, chronische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme. Um den durch Hitze steigenden Herausforderungen in der Pflege besser gerecht zu werden, sollten während extremer Hitzewellen die Pflege- bzw. Betreuungsschlüssel in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht bzw. entsprechend angepasst werden. Auf diese Weise ist es möglich, der intensiveren Betreuung der Bewohner*innen während einer Hitzeperiode gerecht zu werden.

Vor dem Hintergrund einer angespannten Personalsituation im Pflegebereich ist dies kein leichtes Unterfangen. Durch die Aktivierung von Ehrenamtlichen und Angehörigen können Kapazitäten für die Pflegekräfte geschaffen werden.

Beispielhafte Unterstützungsmöglichkeiten durch Ehrenamtliche:

  • Hol- und Bringdienste
  • Gestaltung schattenspendender und kühlender Außenanlagen (z. B. Aufstellen von kühlenden Fußbädern, Sonnenschirmen)
  • Begleitung von Bewohner*innen in kühle Außenanlagen und Unterstützung der Hitzeschutzmaßnahmen, wie Motivation zur Flüssigkeitsaufnahme durch Trinkrituale und Anbieten von wasserreichem Obst oder Wasserei, kühlende Fußbäder oder kühlende Wickel auf Unterarme oder in den Nacken

Hilfreiche Materialien

Die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) informiert in dem Foliensatz „Prävention gesundheitlicher Hitzeschäden“ (PDF, 0.5 MB, nicht barrierefrei) über Handlungsmöglichkeiten in der Pflege.
Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU Klinikum) hat einen Hitzemaßnahmenplan für stationäre Einrichtungen der Altenpflege (PDF 2.4 MB, nicht barrierefrei) entwickelt und stellt Informations- und Schulungsmaterial zur Verfügung.
Die Informationen für Ehrenamtliche des LMU Klinikums informiert Ehrenamtliche über Möglichkeiten des Hitzeschutzes.

Ähnliche Maßnahmen


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Schulung von Personal in Pflegeeinrichtungen

Schulung von Personal in Pflegeeinrichtungen

Pflegebedürftige Menschen zählen zur Hochrisikogruppe für hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle. Meist vereinen sich hier unterschiedliche Risikofaktoren wie beispielsweise ein hohes Alter, chronische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme. Das Personal in Pflegeeinrichtungen sollte auf das besondere gesundheitliche Risiko der Bewohner*innen vorbereitet sein, aber auch Maßnahmen des Selbstschutzes bei Hitze kennen.

Etablieren Sie in den Pflegeeinrichtungen in Ihrer Kommune mit Hilfe der jeweiligen Träger die Schulung des Personals.

Hilfreiche Tipps:

  • Sprechen Sie alle Berufsgruppen der Einrichtung an von der Pforte, über die Hauswirtschaft bis hin zur Pflege, denn Hitzeschutz funktioniert am besten, wenn alle mitmachen.
  • Ergänzen Sie die Schulungen mit weiteren Informationsmaterialien.
  • Nehmen Sie auch Einrichtungsexterne mit ins Boot, wie den Besuchsdienst, An- und Zugehörige oder externe Ärzt*innen und Therapeut*innen.
  • Wählen Sie für jede Berufs- oder Personengruppe das richtige Informationsformat von Präsenzschulungen, über Aushänge, Poster, Infos für die Hosentasche bis hin zu Informationsschreiben.

Hilfreiche Materialien

Der Hitzemaßnahmenplan der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU Klinikum) (PDF, 2.4 MB, nicht barrierefrei) des Klinikums der LMU beinhaltet Informationen für alle Berufsgruppen der Einrichtung sowie Kopiervorlagen von Informationsschreiben für Einrichtungsinterne sowie -externe.

Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.5 MB, nicht barrierefrei)  von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet allgemeine Informationen zur Gefährdung von pflegebedürftigen Menschen durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, pflegebedürftige Menschen und Beschäftigte für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.

  • Online-Schulung "Pflege bei Hitze"

Die Online-Schulung für pflegende Angehörige und beruflich Pflegende  vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt als Kurzfassung (1-2 Stunden) und als Langfassung (4-5 Stunden) vor.

cool pflegen bündelt Wissen, praxistaugliche Maßnahmen, Hitzeschutzkonzepte sowie Schulungs- und Beratungsangebote, um Pflegekräfte und pflegebedürftige Menschen besser vor Hitze zu schützen. Die Website entstand im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten Projekts „Hitzeschutz – Pflege in Bayern (Hitzeprävention von Pflegekräften stärken)”.

Ähnliche Maßnahmen


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Schulung von Ärzt*innen und ambulantem Pflegepersonal

Schulung von Ärzt*innen und Pflegepersonal der ambulanten Pflege

Ärzt*innen und Pflegekräfte der ambulanten Pflege gelten als wichtiger Zugangsweg zur Erreichung hitzevulnerabler Personengruppen sowohl in der Arztpraxis als auch im häuslichen Umfeld durch Hausbesuche oder ambulante Dienste. Die Sensibilisierung und Befähigung dieser Berufsgruppen in Bezug auf hitzebedingte Gesundheitsrisiken sind somit von großer Bedeutung.

Hilfreiche Tipps für Schulungen von ambulantem Pflegepersonal:

  • Nehmen Sie Kontakt zu Trägern wie Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas oder Johanniter sowie zu ambulanten Pflegedienste auf.
  • Etablieren Sie neue Angebote mit relevanten Organisationen oder Einrichtungen, z. B. Seniorenbeiräten.
  • Bieten Sie Schulungen vor dem Sommer zur Sensibilisierung und Befähigung in Bezug auf den Hitzeschutz von betreuten Personen an, aber auch in Bezug auf den Selbstschutz während Hitzewellen.

 

Hilfreiche Tipps für Schulung von Ärzt*innen:

  • Nutzen Sie bereits bestehende Strukturen wie ärztliche Qualitätszirkel oder etablieren Sie neue Angebote z. B. über den öffentlichen Gesundheitsdienst, Ärztenetzwerke oder Ärztekammern.

Hitzeschutz von älteren Menschen

Das Recklinghäuser Ärztenetz für Information und Qualität (RANIQ) und der Seniorenbeirat Recklinghausen organisieren den Hitzeschutz für ältere Menschen in Recklinghausen.

Hilfreiche Materialien

KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. stellt kostenlose Schulungsmaterialien für Ärzt*innen und ärztliche Praxen bereit.

Der Foliensatz ist als Fortbildung für Hausärzt*innen angelegt und stellt Handlungsmöglichkeiten dar, wie ältere Menschen bei Hitze geschützt werden können.

  • Online-Schulung "Pflege bei Hitze"
Die Online-Schulung vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit richtet sich an pflegende Angehörige und beruflich Pflegende. Sie liegt als Kurzfassung (1-2 Stunden) und als Langfassung (4-5 Stunden) vor.

Das Klinikum der LMU stellt kostenlose Informationsmaterialien für Gesundheitsberufe bereit.

Die Klima-Toolbox für die Arztpraxis aus dem Projekt AdaptNet stellt Arztpraxen kostenlose Materialien und Schulungen zum Thema Klimawandel und Gesundheit zur Verfügung. Sie umfasst eine Online-Basisschulung, praxisnahe Checklisten, vertiefende Module sowie Infomaterialien für Patient*innen. Alle Inhalte können direkt im Praxisalltag genutzt werden.

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat gemeinsam mit der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) einen „Musterhitzeschutzplan für ambulante psychotherapeutische Praxen“ als Bundesempfehlung entwickelt. Dieser soll Inhaber*innen einer psychotherapeutischen Praxis als Orientierung dienen, um Hitzegefahren bei Patient*innen sowie Praxis-Mitarbeitenden während der Sommermonate zu reduzieren.

© Bundesministerium für Gesundheit
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