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Der Förderverein des IWW Instituts für Wasserforschung stellt sich vor

Der Förderverein des IWW Zentrum Wasser unterstützt das IWW Institut für Wasserforschung sowohl ideell als auch finanziell. Ziel des Vereins ist es, Forschung, Entwicklung und Weiterbildung in der Wasserwirtschaft nachhaltig zu fördern und zu stärken. Im Rahmen des Fördervereins pflegt das IWW einen intensiven Austausch mit relevanten Akteuren der Branche. Dazu zählen Unternehmen aus dem Anlagenbau, Ausrüster, Lieferanten, Gerätehersteller sowie Beratungs- und Planungsbüros. Aktuell engagieren sich über 60 Unternehmen aktiv im Verein. Im Vorstand des Fördervereins sind Dr. Achim Gahr, Thomas Bittinger und Dr. Helmut Uhlmann tätig. Sie haben uns freundlicherweise einige Fragen zur Mitgliedschaft und zur Arbeit des Vereins beantwortet.

Was hat Sie dazu bewegt, Mitglied im Förderverein des IWW Zentrum Wasser zu werden?

Dr. Helmut Uhlmann: Vor meinem Eintritt in die a.p.f Aqua System AG – zunächst als Aufsichtsratsmitglied, dann als Vorstand und später als Miteigentümer – leitete ich viele Jahre die Abteilung Organik eines privaten Laboratoriums. Aus dieser Zeit kannte ich das IWW eher als Mitbewerber, dessen hohe fachliche Kompetenz schon damals bekannt war. Durch gemeinsame Forschungsvorhaben meiner Firma mit Prof. Dr. Thorsten Schmidt aus der Analytischen Chemie der Universität Essen wurde ich auf den Förderverein aufmerksam und zu einer Mitarbeit eingeladen. Die Offenheit in der Kommunikation mit den Mitgliedern, die Vielschichtigkeit der Themen – von politischen Vorhaben bis hin zu praxisbezogenen analytischen Umsetzungen – sowie die Nähe zu Entscheidungsträgern beeindrucken mich bis heute. All das hat meine Entscheidung für eine Fördermitgliedschaft bestärkt.

Dr. Achim Gahr: In meiner nunmehr 30-jährigen Tätigkeit im Bereich der Wasser- und Abwasserwirtschaft ist mir das IWW als wasserforschende Institution mit starkem Praxisbezug und einem engen Netzwerk in die Branche seit Langem bekannt. Seit wann genau, kann ich rückblickend allerdings nicht mehr genau sagen; ich denke aber, es sind etwa 25 Jahre. Das technologisch breit aufgestellte Profil, die kompetenten Kontaktpersonen und die fachlich neutrale, also sich der reinen Sache widmende Position habe ich immer als großen Anreiz empfunden, in einen engeren kooperativen Austausch mit dem IWW zu gehen. Und genau dafür bieten sich der Förderverein und eine Mitgliedschaft an.

Thomas Bittinger: Wir sind bereits vor etlichen Jahren als damalige inge GmbH dem Förderverein des IWW Zentrum Wasser beigetreten. Ausschlaggebend war für uns der Wunsch, das IWW gezielt zu fördern und als starken wissenschaftlichen Partner weiter auszubauen. Uns war es wichtig, gemeinschaftliche Projekte fachlich zu stärken und eine solide wissenschaftliche Basis für neue Entwicklungen zu schaffen. Gerade das Thema Ultrafiltration, das zu diesem Zeitpunkt noch eine vergleichsweise neue Innovation war, sollte durch fundierte Forschung besser belegt und weiter vorangebracht werden. Zudem konnten wir durch die enge Zusammenarbeit mit dem IWW wissenschaftliche Erkenntnisse deutlich schneller gewinnen, bewerten und in die Praxis überführen – insbesondere bei Pilotierungen direkt bei Betreibern, bei denen sich neue Lösungen unter realen Bedingungen testen und gemeinsam weiterentwickeln ließen.

Was für einen Mehrwert für Ihr Unternehmen ziehen Sie aus der Mitgliedschaft?

Dr. Helmut Uhlmann: Als Teil des DVGW-Netzwerks ist das IWW national wie europäisch hervorragend vernetzt und stets am Puls relevanter Entwicklungen. Die hohe fachliche Kompetenz des IWW ermöglicht es uns, rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können und sicherzugehen, keine Trends zu verpassen. Dies wird durch die zahlreichen Veranstaltungen des IWW unterstützt. Ein Höhepunkt für mich persönlich ist jedes Jahr der IWW-Innovationstag, der stets Besonderes und Außergewöhnliches bietet.

Dr. Achim Gahr: Die Frage würde ich gerne in beide Richtungen beantworten, denn Unternehmen können von der Mitgliedschaft profitieren, gleichzeitig können sie mit ihrer Erfahrung aber auch das IWW unterstützen. Als Vertreter von Endress+Hauser sehen wir einen sehr großen Mehrwert in den hervorragenden Chancen für einen fachlichen Austausch und das Kennenlernen von Kompetenzträgern. Damit sind wir unmittelbar am Puls der Wasserforschung, verstehen Trends besser und können unsere Weichen für Kooperationen zielgerichteter stellen. Das steigert die Produktivität in der Umsetzung von Technologieprojekten und stellt sicher, dass sie ein hohes Verwertungspotenzial haben. Genau hier können wir einen Beitrag für das IWW leisten. Denn Projektergebnisse in die industrielle Praxis zu bringen und anschließend zu kommerzialisieren, ist Teil unserer täglichen Arbeit. Diese Erfahrungen können wir einbringen.

Thomas Bittinger: Aus der Mitgliedschaft im Förderverein des IWW Zentrum Wasser ziehen wir als Membranhersteller einen klaren Mehrwert in mehrfacher Hinsicht. Zum einen profitieren wir von der direkten Anbindung an neueste wissenschaftliche Erkenntnisse im nationalen, aber auch im internationalen Bereich, die wir gemeinsam mit dem IWW in konkrete Anwendungen überführen können – insbesondere bei der Entwicklung und Validierung unserer Membranen oder Ionentauscherharze. Darüber hinaus sind das starke Netzwerk und der intensive technische Austausch unschätzbar wertvoll. Besonders die regelmäßigen Veranstaltungen wie der Innovationsabend, der einmal im Jahr stattfindet, bieten ideale Gelegenheiten, andere Firmen kennenzulernen, die oft ganz andere Lösungsansätze verfolgen. In diesen lebhaften Diskussionen entstehen neue Ideen, Kooperationen und Perspektiven, die unsere Arbeit im Membranbereich bereichern und vorantreiben.

Welche Rolle spielt Wasserforschung Ihrer Meinung nach in der heutigen Zeit?

Dr. Helmut Uhlmann: Was uns alle in den letzten Jahren in der Wasserforschung umtreibt, überrascht mich selbst. Die rasanten Fortschritte in der Verbesserung der analytischen Nachweisgrenzen haben uns beispielsweise die Tür zur Non-Target-Analytik und zur Untersuchung polarer, mobiler Stoffe geöffnet, die in der aquatischen Umwelt kaum als existent galten. Unser Kernthema – Hygienisierung, Desinfektion und Sterilisation mit Chlordioxid und dessen Wirkungsmechanismen – konnte erst mit den Neuentwicklungen der Mikrobiologie analytisch belastbar beantwortet werden. Die Fortschritte in der Analytik verbessern fortlaufend die Bewertung der Wasserqualitäten. Verbraucher müssen allerdings verstehen, dass heute nahezu alles messbar geworden ist, wodurch der früher übliche Wert „null“ in der analytischen Bewertung nicht mehr vorkommen kann.

Dr. Achim Gahr: Kurz gesagt: eine außerordentlich große und immer wichtigere. Ich glaube, diese Antwort überrascht Sie nicht. Aus den Medien ist bekannt, dass die Umweltbelastungen zunehmen, die Veränderungen des Klimas ernst zu nehmende Folgen haben und die Ressource Wasser vielerorts immer knapper wird. Die Herausforderungen sind enorm, daran besteht kein Zweifel. Die Wasserforschung muss daher einen sehr hohen Stellenwert haben, denn sie muss zukunftsfähige Lösungen für die Gesellschaft entwickeln. Doch eine Frage stellt sich mir bei solchen Diskussionen immer: Wer muss die Lösungen denn entwickeln? Auch auf diese Frage ist die Antwort wieder einfach: wir selbst! Also all die Experten der Wasserwirtschaft sowie der Technologie- und Kompetenzzentren. Daher ist die Rolle der Wasserforschung nicht nur eine technologische, sondern sie wirkt sich auch darauf aus, wie wir in Zukunft zusammenarbeiten müssen, um die Herausforderungen zu lösen.

Thomas Bittinger: Meiner Meinung nach spielt Wasserforschung in der heutigen Zeit eine zentrale Rolle für die nachhaltige Sicherung unserer Wasserressourcen. Angesichts globaler Herausforderungen wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum und zunehmender Verschmutzung durch persistente Schadstoffe sind innovative Analytik- und Aufbereitungsmethoden unerlässlich. Fortschritte wie die präzise PFAS-Analytik, die vor einem Jahrzehnt noch nicht in diesem Umfang möglich war, verdeutlichen, wie wasserforschungsbasierte Innovationen messbare Grenzwerte ermöglichen und die Trinkwasserqualität objektiv verbessern. Ohne diese systematische Forschung blieben wir auf unzureichende Technologien beschränkt und könnten die drängenden Umwelt- und Gesundheitsrisiken nicht proaktiv adressieren.

Was war für Sie persönlich das schönste oder bedeutendste Erlebnis im Rahmen Ihrer Vereinsarbeit?

Dr. Helmut Uhlmann: Das ist leicht: Ich durfte beim IWW-Innovationstag 2018 die Zeche Prosper-Haniel in Bottrop vor deren Schließung besuchen. Wir konnten unter Tage einfahren und den im Akkord laufenden Kohleabbau mit anderen IWW-Fördervereinsmitgliedern erleben – eine unglaubliche Erfahrung mit unvergesslichen Einblicken in die daraus resultierenden Ewigkeitsaufgaben. Dieser Tag ist kaum zu toppen. Dennoch arbeiten wir im Vorstand des IWW-Innovationsvereins daran und sind offen dafür, die Wünsche und Anregungen unserer Mitglieder umzusetzen.

Dr. Achim Gahr: Ganz ehrlich? Das schönste Erlebnis ist immer die Zusammenkunft am Vorabend des Innovationstages. Das ist eine wunderbare Gelegenheit, meine Vorstandskollegen zu treffen sowie – wie man so schön sagt – „alte Bekannte“ vom IWW oder aus dem Kreis der Vereinsmitglieder. Was mir besonders an diesen Begegnungen gefällt, ist der unkomplizierte Umgang, die mittlerweile sehr vertraute Atmosphäre und die offenen Gespräche. Die Unterhaltungen können fachlich, aber auch anspruchsvoll sein und fördern das Netzwerken, was ja auch eine wichtige Absicht des Fördervereins und des Innovationstages ist.

Thomas Bittinger: Für mich persönlich ist die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen Achim Gahr, Helmut Uhlmann und unserem ehemaligen Vorstandsmitglied Christoph Sailer das Schönste und Bedeutendste in der Vereinsarbeit. Wir diskutieren leidenschaftlich über Themen – sei es am Vorabend oder am Innovationstag selbst, außerhalb der Veranstaltungszeiten oder wenn wir uns treffen, um neue Erweiterungen oder Mitglieder zu gewinnen. Dadurch entstehen immer wieder neue Ideen, wo wir unseren Innovationstag durchführen können. Gerne nehmen wir auch Vorschläge unserer Mitglieder für Exkursionsorte und Themengebiete auf. Diese Begegnungen waren – und sind es immer noch – unglaublich unterhaltsam und bereichernd, weil wir gemeinsam über den Tellerrand hinausschauen.

Welche Entwicklungen wünschen Sie sich für die Zukunft des Fördervereins?

Dr. Helmut Uhlmann: Wir leben in einer global vernetzten Welt mit globalen Herausforderungen – allein geht nichts mehr. Interdisziplinäres Arbeiten und das Denken weit über den Tellerrand hinaus sind unsere neue Realität. Als Vorstandsmitglied wünsche ich mir, diese Vielfalt gemeinsam mit ebenso motivierten Personen und Unternehmen weiter auszubauen.

Dr. Achim Gahr: Bei dieser Frage möchte ich gerne wieder auf einen Aspekt zurückkommen, den ich bereits genannt habe, und zwar die Rolle der Wasserforschung. Diese ist nicht nur technologisch, sondern vor allem auch kommunikativ orientiert. Der Förderverein könnte und sollte in Zukunft eine wesentlich stärkere Rolle dabei spielen, die richtigen Personen zusammenzubringen, um technologische Ideen und Neuerungen schneller in die Praxis zu überführen. In diesem Punkt sind wir meines Erachtens vor allem im internationalen Wettbewerb zu langsam. Administrative Hürden können wir natürlich nicht ändern, aber funktionierende Teams mit den richtigen Kompetenzen sowie Menschen, die für das Thema brennen, Verantwortung übernehmen und gleichzeitig den Spaß nicht aus dem Auge verlieren, sind nach meiner Erfahrung ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor für Projekterfolge. Ich wünsche mir, dass der Förderverein hierfür zur idealen Plattform wird.

Thomas Bittinger: Für die Zukunft des Fördervereins wünsche ich mir eine stärkere Digitalisierung, die die Zusammenarbeit außerhalb der Innovationstage erleichtert. So könnten unsere Mitglieder noch enger und einfacher miteinander arbeiten – etwa in Fachteams, um Problemstellungen auf wissenschaftlicher Ebene zu diskutieren. Gerne würde ich sehen, dass durch den externen Blick eines anderen Mitglieds Hilfestellungen entstehen, um solche Herausforderungen gezielt zu lösen. Das würde unseren Austausch noch effektiver und dynamischer gestalten.

Wenn auch Sie Mitglied des IWW-Fördervereins werden möchten finden Sie weitere Information hier. Wir würden uns freuen, Sie in unserer Runde begrüßen zu dürfen.

Auf dem Bild zu sehen von links nach rechts sind: Dr. Helmut Uhlmann, Dr. Achim Gahr und Thomas Bittinger

 

 

 

 

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IWW bei Berufsorientierungsveranstaltung ROBIS an der HRW

Am vergangenen Samstag fand die jährliche Berufsorientierungsveranstaltung ROBIS der Mülheimer Rotary-Klubs an der Hochschule Ruhr West (HRW) statt. Rund 550 Schülerinnen und Schüler der Mülheimer Gymnasien und Gesamtschulen nahmen teil.

Das IWW präsentierte im Berufsfeld „Karriere in naturwissenschaftlichen Berufen“ die Ausbildung zur Chemielaborantin bzw. zum Chemielaboranten sowie die möglichen Karrierewege für Chemiker:innen und Water-Science-Studierende – bis hin zu Führungspositionen im Laborbereich.

Auf dem Podium vertreten waren Laura Wiegand (4. von links) aus der organischen Spurenanalytik sowie unser ehemaliger Auszubildender Jan Steinbring (2. von links). In persönlichen Gesprächen berichteten beide von ihrem Werdegang, erläuterten die Anforderungen verschiedener chemischer Berufe und beantworteten zahlreiche Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Die Veranstaltung leistete einen wichtigen Beitrag dazu, motivierten Nachwuchs für das IWW zu begeistern – ein entscheidender Faktor, um den anstehenden Generationswechsel am Institut erfolgreich zu gestalten.

Bereichsleiter Ulrich Borchers war als Mitglied des Rotary-Klubs maßgeblich an der Organisation der Veranstaltung beteiligt.

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Legionellen in Abwasser – LANUK NRW veröffentlicht überarbeitete Fassung des Arbeitsblatts 44

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klimaschutz Nordrhein-Westfalen (LANUK NRW) hat eine umfassend überarbeitete Version des Arbeitsblatts 44 veröffentlicht. Fachleute des IWW haben maßgeblich an der Überarbeitung mitgewirkt.

Das aktualisierte Dokument präzisiert die fachlichen Anforderungen an die Probenahme und Analytik von Legionellen in Abwasser sowie in Oberflächengewässern. Es richtet sich vor allem an Prüflaboratorien, die entsprechende Untersuchungen durchführen. Die neue Fassung ist ab sofort online hier verfügbar.

Unternehmen und Institutionen, die Probenahmen oder Analysen zum Nachweis von Legionellen in Oberflächengewässern oder industriellem Abwasser durchführen lassen möchten, können sich direkt an Dr. Jan Frösler (j.froesler@iww-online.de) vom IWW wenden.

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PARZELL Projekt: Wegweisende Forschung zur Reduktion von PFAS-Emissionen in Wasserstoffsystemen

Mit dem Wachstum der Wasserstoffwirtschaft gewinnen Technologien wie die membranbasierte Wasserelektrolyse und Brennstoffzelle zunehmend an Bedeutung. Sie ermöglichen eine flexible, saubere und hochdynamische Energieversorgung, sowohl stationär als auch mobil. Gleichzeitig stehen Hersteller und Betreiber jedoch vor einer zentralen Herausforderung: Beide Systeme basieren auf PFAS‑haltigen Membranen, deren langfristige Stabilität und Umweltverträglichkeit kritisch untersucht werden muss. Erste Studien belegen, dass diese Materialien während des Betriebs abgebaut werden können und dabei PFAS freisetzen. Aufgrund ihrer Persistenz und Gesundheits- und Umweltrisiken steht diese Substanzklasse im Fokus der regulatorischen Diskussion.

Um dieses Zukunftsthema wissenschaftlich fundiert zu untersuchen, arbeiten im PARZELL-Projekt drei starke Partner zusammen: Das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) GmbH bringt seine langjährige Expertise in der Entwicklung und Charakterisierung von Brennstoffzellen- und Elektrolysesystemen ein, während das IUTA – Institut für Umwelt & Energie, Technik & Analytik e. V. über umfassende Erfahrung in der Umweltanalytik, insbesondere im Bereich Luftreinhaltung, verfügt. Das IWW Institut für Wasserforschung gGmbH stärkt das Projekt mit seiner umfassenden Erfahrung in der Wasseranalyse, insbesondere bei komplexen Spurenstoffen und ihrem Verhalten in wasserführenden Systemen. Gemeinsam entwickeln die Partner innovative Methoden zur Probenahme, Probenvorbereitung und Analyse, um PFAS‑Emissionen in Prozesswasser und Abluft zuverlässig erfassen zu können. Darauf aufbauend werden die Emissionen bewertet und erste Gegenmaßnahmen diskutiert.

Um die fluorierten Substanzen möglichst umfangreich zu erfassen und aufgrund ihrer Diversität kommen unterschiedliche Analysetechniken zum Einsatz. Summenparameter und hochauflösende Massenspektrometrie kommen ebenso zum Einsatz wie quantitative Verfahren mittels Flüssigchromatografie und Tandem-Massenspektrometrie. Die daraus gewonnenen Daten bilden die Grundlage für eine differenzierte Risikobewertung. Darüber hinaus untersucht das Projektteam, unter welchen Betriebsbedingungen sich Emissionen minimieren lassen und welche technischen Maßnahmen, wie spezielle Filter- oder Abscheidesysteme, zur Emissionsreduktion beitragen können.

Das Projekt läuft von 2026 bis 2028 und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Mit seinen Ergebnissen leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur sicheren Weiterentwicklung von Wasserstofftechnologien und unterstützt die Branche auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit.

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Drei neue DVGW-Projekte am IWW

Mit den Projekten InfraRisk, SOLVE-Trink und BioAktiv starten in diesem Jahr gleich drei neue, vom DVGW geförderte Forschungsvorhaben mit Beteiligung des IWW.

BioAktiv untersucht praxisorientierte mikrobiologische Aspekte der Aktivkohlefiltration in der Trinkwasseraufbereitung. Im Fokus steht die Dynamik der Entfernung bzw. Bildung biologisch verwertbarer Nährstoffe über die Laufzeit von Aktivkohlefiltern, die eng mit deren mikrobiologischer Besiedlung verknüpft ist. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Veränderung der mikrobiellen Gemeinschaft im Filtrat in Abhängigkeit von Filtermaterial, Alter und Betriebsparametern zu gewinnen. Das Projekt ergänzt das bestehende Regelwerk um Empfehlungen zur mikrobiologisch sicheren Inbetriebnahme von Aktivkohlefiltern. Im Idealfall tragen diese zur biologischen Stabilisierung des Trinkwassers bei. Laufzeit ist vom 01.01.2026 bis zum 31.12.2027. Praxispartner sind die Stadtwerke Düsseldorf, Stadtwerke Solingen und die Wasserbeschaffung Niederrhein Westfalen GmbH aus Duisburg.

InfraRisk widmet sich den Auswirkungen von Großbaumaßnahmen in Trinkwasserschutzgebieten. Untersucht wird unter anderem, welche Folgen die Verlegung von Kabeln für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung auf Boden und Grundwasser hat. Zwei Großprojekte werden dazu mit gezieltem Monitoring begleitet. Projektpartner sind die Stadtwerke Geldern und der Wasserverband Garbsen-Neustadt. Die Laufzeit des Projektes geht bis zum Sommer 2028.

SOLVE-Trink erforscht Potenziale für Wasserrückhalt in Wassergewinnungsgebieten im Einzugsgebiet der Elbe. Mithilfe von Bodenwasserhaushaltsmodellen sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserverfügbarkeit an zwei Standorten getestet werden. Das Projekt ist Teil eines übergeordneten Forschungsvorhabens der Helmholtz-Institute für Umweltforschung, das den gesamten Wasserkreislauf im Elbegebiet betrachtet. Praxispartner sind die Berliner Wasserbetriebe und die Stadtwerke Leipzig. Die Laufzeit des Projekts beträgt 2,5 Jahre.

Gefördert vom DVGW

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Wie Städte unser Grundwasser beeinflussen

Copyright Bild: Hannover Marketing und Tourismus GmbH, Christian Wyrwa.

Grundwasser ist die wichtigste Quelle für unser Trinkwasser. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass städtische Räume die Qualität dieser Ressource erheblich beeinflussen. Über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren wurde das Grundwasser im Rahmen einer Studie an 73 Messstellen im Stadtgebiet von Hannover untersucht.

Keine einzige der analysierten Proben war frei von Schadstoffen. Besonders häufig fanden sich per- und polyfluorierte Substanzen (sogenannte „Ewigkeitschemikalien“), Industriechemikalien, Arzneimittelrückstände sowie Pestizide. Alarmierend ist dabei, dass selbst Pestizide nachgewiesen wurden, deren Zulassung bereits vor Jahrzehnten ausgelaufen ist.

Welche Auswirkungen diese Stoffe haben, ist bislang weitgehend unklar. Eine verlässliche Bewertung ist kaum möglich, da für viele der nachgewiesenen Substanzen keine gesetzlich vorgegebenen Regelungswerte existieren. Angesichts der Vielzahl umweltrelevanter Chemikalien ist es für Behörden und Gesetzgeber nahezu unmöglich, jeden einzelnen Stoff aktuell zu bewerten. Entsprechend lassen sich die Folgen für Mensch und Ökosystem bislang nur abschätzen. Weitere Untersuchungen sollen nun klären, wie sich die gefundenen Stoffe auf die Grundwasserökosysteme auswirken.

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass das Grundwasser unter Städten stärker geschützt werden muss. Bestehende Regelwerke, etwa die europäische Wasserrahmenrichtlinie, sollten den Einfluss von Siedlungsräumen auf unsere Wasserressourcen ausdrücklich und konsequenter berücksichtigen.

Zur vollständige Studie in der Zeitschrift Grundwasser geht es hier.

 

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Veranstaltungen des IWW Zentrum Wasser 2026

Seit knapp 40 Jahren veranstaltet das IWW Zentrum Wasser Fachkonferenzen, Seminare und Kolloquien, um den wissenschaftlichen Austausch zu fördern und Erfahrungswissen weiterzugeben. Der Austausch, egal ob vor Ort oder online, ist unersetzlich und immer eine Bereicherung. Thematisch werden die verschiedenen Bereiche des IWW fokussiert bedient, so dass sich eine abwechslungsreiche Bandbreite an Veranstaltungen ergibt. Das IWW Zentrum Wasser präsentiert auch in diesem Jahr wieder spannende Themen:

23. April 2026 | IWW-Kolloquium (online) „Energetische und hygienische Aspekte der dezentralen Trinkwassererwärmung“

21. Mai 2026 | IWW-Kolloquium (online) „Von Daten zu Entscheidungen – Analyse und nachhaltige Verbesserung des Netzzustandes“

2. Juli 2026 | IWW-Kolloquium (online) „Water reuse – Hürden und Chancen“

16. – 17. September 2026 | 7. Mülheimer Wasseranalytisches Seminar mit Fach- und Posterausstellung

15. Oktober 2026 | IWW-Kolloquium (online) „EHV und 4. Reinigungsstufe – Die neue KARL im Kontext der Wasserwirtschaft“

05. November 2026 | IWW-Kolloquium (online) „Daten für eine effiziente Wasserversorgung“

12. November 2026 | 23. DVGW Forum Wasseraufbereitung „Locker-flockige Aufbereitungsstoffe, Membranen und ein Blick in die Zukunft“

19. November 2026 | IWW-Kolloquium (online) „Wasserbedarf im Wandel: Wasserbedarfsprognosen als Schlüssel für Versorgungssicherheit“

26. November 2026 | IWW-Kolloquium (online) „Biologische Stabilität von Trinkwasser“

Die Reihe der IWW-Kolloquien wird kontinuierlich über das Jahr fortgesetzt und aktualisiert.

Weitere Informationen und die Anmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie immer online hier.  

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

 

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Der neue Bereichsleiter der Wassertechnologie stellt sich vor

Volkmar Keuter ist seit zwei Monaten neuer Bereichsleiter der Wassertechnologie (WT) am IWW Institut für Wasserforschung in Mülheim. Vorher war er in unterschiedlichen Unternehmen beschäftigt. Zuletzt war er am Fraunhofer-Institut UMSICHT in Oberhausen tätig, wo er seit 2016 die Abteilung Umwelt und Ressourcennutzung leitete. Er studierte Bioverfahrenstechnik in Berlin und Maschinenbau an der Universität Essen. Gerne beantwortet er ein paar Fragen für uns.

Volkmar, du bist nun seit fast zwei Monaten am IWW. Wie hast du die Anfangszeit erlebt, und konntest du dich gut in deinem neuen Umfeld einfinden?

Ja, im Großen und Ganzen fühle ich mich gut angekommen. Wenn man aus dem außeruniversitären Forschungsumfeld kommt, geht man natürlich davon aus, dass die äußeren Rahmenbedingungen und Prozesse vergleichbar sind. Das trifft aber nur zum Teil zu. Die ersten Wochen waren daher natürlich vom Lernen und Kennenlernen geprägt, und ehrlich gesagt ist das zu einem Stück weit immer noch so, aber die Kolleginnen und Kollegen machen es mir sehr leicht.

Welchen Eindruck hast du vom IWW als Forschungs- und Innovationsstandort gewonnen – sowohl fachlich als auch kulturell?

„Die IWW Institut für Wasserforschung gGmbH zählt zu den führenden Instituten für Forschung, Beratung und Weiterbildung in der Wasserversorgung in Deutschland“, so ist es auf unserer Internetseite zu lesen. Was sich häufig wie eine vollmundige Marketingaussage anhört, hat sich schon in den ersten Wochen für mich unter Beweis gestellt. Ich nehme das IWW als Partner der Wasserversorgungsunternehmen und der Industrie wahr. Das zeigt sich für mich durch die langjährigen und engen Beziehungen zu Universitäten und den Unternehmen, nicht nur über die DVGW-Gremienarbeit und die Netzwerkpflege, sondern beispielsweise in meinem Bereich, durch immer wiederkehrende Test- und Beratungsanfragen. Aber auch über Deutschland hinaus sehe ich das IWW, beispielsweise auf europäischer Ebene über die Aqua Research Collaboration, als Forschungsstandort sehr gut aufgestellt und vernetzt.

Mir fällt auf, dass das IWW für viele Menschen von großer Bedeutung ist. Hierzu tragen sicherlich die Offenheit, Zusammenarbeit und Wertschätzung in der täglichen Arbeit bei.

Welche Schwerpunkte möchtest du mittel- und langfristig mit deinem Team im Bereich der Wassertechnologie am IWW setzen?

Im Wesentlichen werden uns die Schwerpunkte von außen vorgegeben (lacht). Was ich damit meine? Nun, wir sehen, dass die gesamte Wasserwirtschaft unter einem enormen Druck steht. Der Druck wird sowohl durch die veränderte regulatorische Seite, die heute schon spürbaren Auswirkungen des Klimawandels auf die Aufbereitung und Bereitstellung, aber auch Nutzung von Wasser sowie eine teilweise in die Jahre gekommene Infrastruktur ausgelöst. Ich möchte das an einigen Beispielen erläutern.

Im Bereich der Regulatorik sehen wir neue Anforderungen, die sich direkt auf Maßnahmen hinsichtlich der Aufbereitung auswirken, beispielsweise bezüglich PFAS-20 und PFAS-4 im Rahmen der Trinkwasserverordnung. Seit mehreren Jahren wird aber beispielsweise auch über eine Beschränkung der Verwendung von quecksilberhaltigen Lampen mit UV-Emission debattiert. Die aktuellen Ausnahmeregelungen laufen am 24. Februar 2027 aus und hätten direkte Auswirkungen auf die gesamte Trinkwasserdesinfektion.

Der Verband der kommunalen Unternehmen VKU hat in diesem Jahr in einer viel beachteten Studie abgeschätzt, dass in der (Ab-)Wasserwirtschaft in den kommenden 20 Jahren ein Investitionsbedarf von rund 800 Milliarden Euro besteht. Eingerechnet sind Anpassungen an den Klimawandel, aber auch Erneuerungen aufgrund der Altersstruktur der Infrastruktur. Gleichzeitig bietet dies natürlich die Chance in einigen Bereichen neue technologische Ansätze zu realisieren.

Strengere Umweltqualitätsnormen, Energie- und Klimaneutralität sowie eine Klimaanpassung sind weitere Stichworte, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen.

Welche Themen in der Wassertechnologie sind aus deiner Sicht aktuell besonders relevant, und wo siehst du die größten Herausforderungen für die kommenden Jahre?

Wie vorher erläutert sehe ich erhebliche Anforderungen auf die (Ab-)Wasserwirtschaft zukommen. Diese Liste ist vermutlich noch nicht einmal vollständig. Gleichzeitig zeigen Publikationen und Beiträge, dass aufgrund der zunehmenden Anforderungen viele der etablierten Verfahren entweder nicht effizient genug sind oder gar vollständig an ihre Leistungsgrenzen kommen. Ich gehe davon aus, dass wir „out of the box“ denken müssen und auch Verfahrenstechniken, die bisher nicht verbreitet den Weg in den Markt gefunden haben, häufig aufgrund von ökonomischen Faktoren zum Zeitpunkt der Betrachtung, neu bewerten sollten bzw. müssen. Hier möchte ich mit meinem Team ansetzen. Mit den Forschungs- und Technologietrends werden wir uns intern eingehend zu Beginn des kommenden Jahres auseinandersetzen, weshalb ich an dieser Stelle auch nicht vorgreifen möchte, aber als Leitthema, mit dem wir uns in den kommenden Jahren auseinandersetzen werden, finde ich einen Begriff, wie „efficient water (re)use“ sehr passend.

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Innovation im Fokus: Mülheim Water Award startet in die zehnte Runde

Der Mülheim Water Award feiert 2026 sein zehnjähriges Jubiläum und würdigt erneut Innovationen in der europäischen Wasserwirtschaft.

Bewerbungsstart: Am 1. Dezember 2025 beginnt die dreimonatige Bewerbungsphase für den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Gesucht werden praxisorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie innovative Konzepte zur Verbesserung der Wasseranalytik und Trinkwasserversorgung.

Das Ausschreibungsthema lautet: „Innovationen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und sichere Trinkwasserversorgung“.

Teilnehmen können natürliche und juristische Personen, Institutionen und Projektgruppen aus Europa und Israel. Im Fokus stehen anwendungsreife Lösungen, die aktuelle Herausforderungen der Wasserversorgung und -analytik aktiv adressieren.

Einreichung: Vom 1.12.2025 bis 28.2.2026 über ein Online-Formular unter www.muelheim-water-award.com/bewerben.

Die Preisverleihung findet am 16. September 2026 im Rahmen des Conference Dinners des 7. Mülheimer Wasseranalytischen Seminars (MWAS 2026) in Mülheim an der Ruhr statt.

Seit 2006 wurden bereits 190 Bewerbungen aus 25 europäischen Ländern eingereicht – ein starkes Zeichen für die Innovationskraft der Branche.

Gestiftet wird der Award von RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH und GERSTEL GmbH & Co. KG (unterstützt durch die Skalar Group). Die Koordination übernimmt das IWW Zentrum Wasser.

Mehr Infos: www.muelheim-water-award.com

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Das 32. Mülheimer Wassertechnische Seminar: Fortschritt, Dialog, Innovation

Das diesjährige Mülheimer Wassertechnische Seminar war erneut ein bedeutendes Branchenereignis, das Fachleute aus Wissenschaft, Forschung, Praxis und Behörden zusammenführte. Unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr.-Ing. Stefan Panglisch widmete sich das Seminar am 6. November 2025 in der Mülheimer Stadthalle den drängenden Herausforderungen und aktuellen Fragestellungen der Trinkwasseraufbereitung – und das mit großem Erfolg: Über 100 engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten ein hochkarätiges, abwechslungsreiches Programm und einen inspirierenden Dialog auf Augenhöhe.

Im Mittelpunkt stand das Leitmotiv „Trinkwasseraufbereitung im Spannungsfeld steigender Anforderungen“. Das Seminar bot anerkannte Plattform für die Präsentation und intensive Diskussion von innovativen Lösungsansätzen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Zwei inspirierende Keynotes von Dr.-Ing. Jan Ruppelt (Ruhrverband) und Björn Wölfel (Gelsenwasser AG) spannten den Bogen von komplexen Wechselwirkungen in der Wasseraufbereitung bis zu den Zielkonflikten zwischen Qualitätsanforderungen und Nachhaltigkeit.

Die darauffolgenden Fachvorträge setzten gezielte Impulse zu aktuellen Herausforderungen wie neuen gesetzlichen, sich verändernder Rohwasserqualität, neuen Aufbereitungsstoffen und Energieeffizienz. Themen wie der Umgang mit PFAS und Microcystin, die Weiterentwicklung des technischen Regelwerks, innovative Monitoringkonzepte, mobile Aufbereitung und weitergehende Abwasseraufbereitung sowie die Risikobewertung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Trinkwasserversorgung wurden praxisnah beleuchtet. Hochaktuell war der Vortrag zur Bildung von Glyphosat und dessen Metaboliten aus bspw. in Waschmitteln eingesetzten Komplexbildnern. Prof. Dr. Carolin Huhn (Universität Tübingen) gelang es, die Bedeutung dieser neuen Erkenntnisse für das Monitoring und die Eintragsbewertung in der Trinkwasseraufbereitung nachvollziehbar darzustellen und einen bislang wenig beachteten Eintragspfad von Glyphosat anschaulich zu beleuchten.

Ergänzend dazu präsentierten zwei Preisträger des DVGW Studienpreises Wasser 2025 ihre herausragenden Masterarbeiten. Jon Wullenweber (Technische Universität Hamburg) stellte die Implementierung und Validierung von Echtzeit-Sensorik zur Trinkwasserqualitätsbestimmung an einer Pilotanlage vor. Gabriel Elena-Manthey (IWW Zentrum Wasser) präsentierte die Entwicklung eines Online-Tools zur Abschätzung der Rehabilitationsrate in Trinkwassernetzen anhand unterschiedlicher Bestandsdatenqualitäten.

Besonders hervorzuheben ist die lebendige und kritische Diskussionskultur, die das Seminar prägte. In den Vortragsrunden und den großzügigen Pausen kam es zu einem intensiven kollegialen Austausch, bei dem Erfahrungen, Projektideen und kontroverse Einschätzungen offen geteilt wurden. Studierende der Universität Duisburg-Essen, deren Teilnahme durch DVGW-Sponsoring ermöglicht wurde, brachten frische Perspektiven in die Diskussionen ein und sorgten für einen gelungenen Brückenschlag zur akademischen Nachwuchsförderung.

Das große Engagement der Referentinnen und Referenten, der Diskussionsbeiträge aus dem Plenum sowie die hervorragende Organisation durch das IWW-Team machten das Seminar zu einem echten Branchentreffpunkt mit Vorbildcharakter für den anstehenden Wandel in der Wasserbranche. Die inspirierende Atmosphäre und die positive Resonanz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben Rückenwind für künftige Veranstaltungen und machen Vorfreude auf viele weitere gemeinsame Schritte für eine nachhaltige Wasserversorgung. Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Erfolg des Seminars beigetragen haben.

Autor: Prof. Dr. Stefan Panglisch

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Erfolgreiches Audit zur ISO 27001 Zertifizierung

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitungszeit hat IWW das Erstaudit zur ISO 27001 Zertifizierung mit Bravour absolviert. Die Auditor:innen der GUTcert GmbH konnten keine Abweichungen zur Norm feststellen, so dass wir mit einer Ausstellung des Zertifikats zum Jahresende rechnen dürfen.

Mit dem Aufbau unseres Managementsystems für Informationssicherheit stellt sich IWW den wachsenden Bedrohungen durch Cyberangriffe und der Gefahr von Datenpannen, um die Daten unserer Kunden vertraulich, integer und verfügbar aufzubewahren.

 

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IWW-Masterarbeit erhält zweiten Platz des DVGW-Studienpreises Wasser 2025

Wir freuen uns sehr, dass Gabriel Elena Manthey, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Wasserökonomie & Management, mit seiner Masterarbeit beim diesjährigen DVGW-Studienpreises Wasser ausgezeichnet wurde. Die Verleihung erfolgte im festlichen Rahmen auf der Abendveranstaltung des diesjährigen DVGW-Kongresses am 24.09.2025. Herzlichen Glückwunsch zur zweitbesten Masterarbeit im Bereich Wasser!

Die Masterarbeit mit Titel „Abschätzung des Rehabilitationsbedarfs in Trinkwassernetzen bei unterschiedlicher Qualität der Bestandsdaten“ beschäftigt sich mit dem größten Anlagenvermögen von Wasserversorgungsunternehmen und rückt die langfristige Substanzerhaltung durch Rehabilitation in den Mittelpunkt. Der Einsatz verschiedener Methoden zur Erarbeitung langfristiger Rehabilitationsstrategien wird jedoch vielerorts durch einen unzureichenden Datenbestand erschwert, somit auch die Einschätzung des zukünftigen Instandhaltungsaufwands. Dies war der Ausgangspunkt für die Entwicklung eines Online-Tools, das eine belastbare Abschätzung des langfristigen Rehabilitationsbedarfs ermöglicht – auch bei begrenzter Datenverfügbarkeit. Die Anwendung erfordert keine zusätzlichen Datenerhebungen und orientiert sich an den Regelwerken DVGW W 403 und W 402, wodurch eine praxisnahe und regelkonforme Nutzung gewährleistet wird.

Diesen praxisnahen Ansatz hat die Jury honoriert – nochmals herzlichen Glückwunsch.

Und natürliche können auch unsere Kunden von dem Ansatz profitieren, bitte sprechen Sie uns an.

Bildunterschrift: DVGW-Studienpreisverleihung 2025 (v.l.n.r.) Dr. Dirk Waider (DVGW-Vizepräsident Wasser), Hendrik Wolf (1. Platz Gas/Energie), Gabriel Elena Manthey (2. Platz Wasser), Anna Linnea Rieck (2. Platz Gas/Energie), David Trietsch (3. Platz Wasser), Tim Wrobel (3. Platz Gas/Energie), Gunar Schmidt (DVGW-Vizepräsident Gas/Energie). Copyright: DVGW Nothers/Hempel

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Nachholtermin zum Mülheimer Firmenlauf 2025 war klasse

IWW nimmt jedes Jahr am Mülheimer Firmenlauf teil – und das mit wachsender Begeisterung. Wir waren mit 17 Personen bestens vorbereitet und dann musste der Lauf einen Tag zuvor wegen Hitzewelle und Unwetter zum Startzeitpunkt verschoben werden. Und nun war es am 18. September endlich so weit. Wie im Vorjahr gingen wir zu zehnt an den Start, da ein paar Abwesenheiten das IWW-Team dezimierten.

Die inzwischen bestens bekannte Strecke von 5,6 km entlang der Ruhr nahmen wir direkt in Angriff. Wir waren wieder aus allen IWW-Gesellschaften zusammengesetzt, was auch den internen Austausch fördert und uns weiter zusammenschweißt. Mit dabei waren sowohl routinierte Läuferinnen und Läufer als auch Teilnehmende, die sich für den Firmenlauf zum ersten Wettbewerb motivieren ließen.

Wir hatten viel Spaß und finden, dass wir auch im Ziel noch sehr gut aussahen. Die Ergebnisse sind eine Randnotiz…so hätten es zumindest gerne die drei schnellsten IWW-Männer, aber das schnellste IWW-Frauenteam ist wieder besser platziert. Ehre wem Ehre gebührt und herzlichen Glückwunsch an die Running-Mädels.

Bis zum nächsten Mal, wir bleiben dran!

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Langenauer Wasserforum: Trinkwasseranalytik aktuell – Daten, Fakten, Trends

Das Langenauer Wasserforum (LWF) widmet sich aktuellen Entwicklungen im Bereich der Wasser- und Umweltanalytik und deren Bedeutung für die Wasserwirtschaft. Es soll eine Diskussionsplattform für Anwender:innen, Wissenschaftler:innen und  herstellende Unternehmen bieten und den Erfahrungsaustausch fördern. Das LWF wird von der Landeswasserversorgung alle zwei Jahre veranstaltet.

Das 16. Langenauer Wasserforum findet am 17. und 18. November 2025 statt. Unter dem Motto „Trinkwasseranalytik aktuell: Daten, Fakten, Trends“ geht es in einem Vortrags- und Diskussionsprogramm um folgende Themen:

  • Trinkwasser aktuell: Was bleibt, was kommt?
  • Spurenstoffe aktuell: Immer polarer, immer relevanter?
  • Analytik aktuell: Was online?
  • Labor aktuell: Alles digital?

Beim Abendvortrag wird der Blick auf Chancen und Risiken der Faszination Künstlicher Intelligenz gerichtet.

Auch in diesem Jahr setzen die Veranstalter auf die bewährte Kombination aus einer Präsenzveranstaltung in Langenau und der Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme via Webkonferenz.

Aktuelle Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite der Landeswasserversorgung.

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Erfahrungsaustausch und Netzwerkprojekte starten mit neuen Themen

Unsere beliebten Netzwerkprojekte starten im Herbst erneut durch. Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen – definieren Sie selbst die Themen, bei denen sie gerade Hilfe benötigen und profitieren Sie vom IWW-Netzwerk!

Im Angebot haben wir aktuell wieder das Prozessbenchmarking Wasserwerke (Infos: Prozessbenchmarking Wasserwerke – IWW Wasserforschung) – diesmal mit zwei verschiedenen Schwerpunkten: einmal für Grundwasserwerke mit den Verfahrensstufen Enteisenung/Entmanganung sowie ein spezifischer Erfahrungsaustausch zu Schnellentkarbonisierungsanlagen (SEC). Ganz neu ist auch unser Erfahrungsaustausch Brunnenbetrieb, den wir erstmalig auf Kundenwunsch ins Leben rufen. Wenn Sie hier Interesse haben, bitte unbedingt melden.

Für die Betreiber von Trinkwassernetzen ist der Start der neunten Runde mit den Versorgern mit ländlich-städtischen Netzen vorgesehen. Weitere Infos: Moderierter Erfahrungsaustausch (ERFA) – IWW Wasserforschung

 

 

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BMFTR fördert neues IWW-Forschungsprojekt BioStabil

Durch den Klimawandel bedingte wärmere Sommer führen sowohl zu einem Anstieg der Kaltwassertemperatur als auch zum Teil zu Veränderungen der Rohwasserqualität. Dies kann mikrobiologische Veränderungen des Trinkwassers zur Folge haben. Der Zusatz chemischer Desinfektionsmittel zum Trinkwasser ist hierbei meist keine Lösung, da moderate Konzentrationen dieser Desinfektionsmittel über lange Strecken in den Transportnetzen gezehrt werden. Die Zehrung erfolgt schneller bei höheren Temperaturen. Es werden daher Alternativen getestet, um in Anbetracht der zukünftig zu erwartenden klimatischen Bedingungen einen ausreichenden Schutz vor mikrobiologischen Risiken bis zum Zapfhahn zu gewährleisten. Gegenstand des neuen Verbundvorhabens ‚BioStabil‘ ist dabei die Testung der biologischen Stabilisierung von Trinkwasser. Das Konsortium beinhaltet neben dem IWW Institut für Wasserforschung folgende Verbundpartner:  Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Universität Duisburg-Essen, Zweckverband Landeswasserversorgung, Gelsenwasser AG und die Avacon Wasser GmbH.

Der Hintergrund ist dabei, dass bei der Trinkwasseraufbereitung häufig zuvor biologisch fixierte Nährstoffe in eine gelöste Form überführt, zum Teil werden auch zuvor mikrobiologisch schlecht verwertbare Substanzen besser verwertbar gemacht. Dies triff insbesondere auf die Aufbereitung von Oberflächenwässern zu. Der Anstieg an gelösten, bioverfügbaren Nährstoffen führt zu einer biologischen Destabilisierung des Wassers. In der Folge kann es, insbesondere nach Zehrung des Desinfektionsmittels, zu einer mikrobiologischen Aufkeimung kommen.

Ziel von ‚BioStabil‘ ist die Entwicklung eines biologisch stabilen Trinkwassers auf dem Transportweg vom Wasserwerk bis zum Verbraucher. Eine zusätzliche Aufbereitungsstufe am Wasserwerksausgang soll die im Wasser befindlichen gelösten Nährstoffe in hygienisch unbedenkliche Biomasse umwandeln, so dass die spätere Besetzung ökologischer Nischen durch unerwünschte Mikroorganismen verhindert wird, indem man ihnen die Nährstoff- und Aufkeimungsbasis entzieht. Dieses Konzept wird in einer Pilotanlage getestet.

Durch sensitive und innovative Monitoring-Technologien werden die mikrobiologischen Trinkwasserprofile in bestehenden Systemen sowie in der Pilotanlage erfasst. Das zu entwickelnde Bewertungstool zur Quantifizierung der biologischen Stabilität soll auch auf seine Wirtschaftlichkeit im Vergleich zur aktuellen Situation hin überprüft werden. Erreicht werden soll damit eine nachhaltige Erhöhung der Resilienz gegenüber dem Klimawandel bei gleichzeitiger Erhöhung der Wirtschaftlichkeit durch langjährige Senkung der Betriebskosten. Die Vision ist die verfahrenstechnische Etablierung der biologischen Trinkwasserstabilisierung im Aufbereitungsprozess zusammen mit moderner Messtechnik zur Echtzeit-Quantifizierung der biologischen Stabilität und KI-basierter Prognose der hygienischen Resilienz im Leitungsnetz.

„Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Verbundprojekt „BioStabil“ zur Fördermaßnahme „Wasserversorgung der Zukunft (WaZ)“ im Rahmen des Bundesprogramms „Wasser: N“. Wasser: N ist Teil der BMFTR-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)“.

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Aquamasters 2025 in Berlin

Am Samstag fanden bei bestem Wetter auf der Sportanlage am Südkreuz des FC Internationale in Berlin die diesjährigen Aquamasters statt.

In einem spannenden Auslosungsverfahren blieb uns leider die mit viel Spannung erwarteten Duelle mit dem TZW und dem „Jungen DVGW“ verwehrt. Stattdessen ging es in der Vorrunde in drei Spielen gegen die Uni Rostock, das „falsche“ IWW (die diesmal als Turbine Wasserbau antraten) und gegen die Gastgeber von TUBA (TU Berlin + Umweltbundesamt).

In den ersten beiden Spielen bewies unser Team starke Moral: Nach Rückständen erkämpften wir uns jeweils ein verdientes 1:1-Unentschieden. Im dritten Spiel gelang uns dann ein souveräner 1:0-Sieg gegen die Gastgeber.

Da unser Torverhältnis gegenüber den Rostockern um ein Tor schlechter war, zogen wir als Gruppenzweiter ins Viertelfinale ein – Gegner: BfG (und nein, DOOM wurde nicht gespielt!). Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1, sodass ein Neunmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Phillip verwandelte seinen Versuch sicher, BfG traf nur den Pfosten. Unser Gastspieler Nick scheiterte leider am gegnerischen Keeper, während BfG ausglich. Im letzten Durchgang zeigte Mirko, der schon im Vorjahr unser Team verstärkte, Nervenstärke und netzte ein. Der Gegner patzte – Micha hielt stark! Halbfinale erreicht!

Dort wartete erneut die Uni Rostock. Es entwickelte sich ein packendes Spiel, in dem die Rostocker regelrecht an Micha verzweifelten, der sich in jeden Ball warf und keinen Zweikampf scheute. Das Tor des Spiels erzielte Lisa nach einem perfekt ausgespielten Konter und einem traumhaften Zuspiel von Mirko – eiskalt vollendet!

Finale!!!

Im Endspiel trafen wir auf die Berliner Wasserbetriebe, die spielerisch stärkste Mannschaft des Turniers. BWB ging früh durch einen schön herausgespielten Angriff in Führung. Trotz druckvollen Spiels hatten sie danach nur noch eine klare Chance. Wir hingegen konnten unsere wenigen Gelegenheiten leider nicht nutzen. Am Ende blieb es bei einem leistungsgerechten 0:1 – ein starker zweiter Platz!

Alles in allem war es ein großartiges, erfolgreiches Turnier. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir uns um einen Platz verbessern. Jede*r hat sich in die Zweikämpfe geworfen und alles für das Team gegeben. Ein riesiges Dankeschön an unsere vier Gastspieler, die unser Team so stark unterstützt haben!

Die diesjährige Truppe: Annette, Barbara, Lisa, Carl, Fabian, Marc-Phillip, Philipp, Peter, Micha, Marcel, Tom, Mirko, Nick (und natürlich ein besonderer Dank an unsere mitgereisten, lautstarken Unterstützer Till und Robin!)

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IWW überzeugt im JRF-Evaluationsverfahren

Die Mitgliederversammlung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) hat das unabhängige Evaluierungsverfahren des IWW Zentrum Wasser abgeschlossen. Das Institut hat gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt – ein großartiger Erfolg.

Ein Evaluierungsverfahren ist ein mehrstufiger Prozess, an dessen Anfang ein Eigenbericht des Instituts anhand eines Fragenkatalogs und an dessen Ende der Evaluationsbericht der externen Gutachterinnen und Gutachter nach einer Vor-Ort-Begehung steht. Die externe Evaluation ist ein zentrales Qualitätssicherungsinstrument der JRF. Sie macht die Stärken und Entwicklungs­potenziale der Mitgliedsinstitute sichtbar und schafft eine verlässliche Grundlage für die strategische Weiterentwicklung.

Forschung mit Qualität: Erfolgreiche Evaluation durch die JRF mit hervorragendem Ergebnis für das die IWW Forschungsgesellschaft!

In der Beurteilung steht unter anderem: „Das Institut wird den Zielen in ausgezeichneter Weise gerecht.“ Oder: „Das IWW erzielt in allen seinen Fachbereichen qualitativ hochwertige Arbeitsergebnisse.“ Und weiter heißt es: „Das IWW kann mit seinen Tätigkeiten die komplette Trinkwasserversorgungskette abbilden und verfügt damit über ein wichtiges Erkennungsmerkmal in Deutschland. Das IWW genießt im nationalen Umfeld eine herausragende Stellung in allen seinen Tätigkeitsfeldern in Bezug auf Wasserversorgungstechnologie und Wasserressourcenmanagement. Der Bereich Wasserökonomie ist in Deutschland einzigartig. Das IWW bearbeitet auch Nischenthemen, wie etwa Korrosion im Bereich der Wassertechnologie.“

Die nächste reguläre Evaluation des IWW durch die JRF findet im Jahr 2031 statt.

Hier geht es zum vollständigen Evaluationsbericht der JRF. 

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WRAP GH2 Projekt gestartet

WRAP GH2 beschäftigt sich mit der Identifizierung von Wasserressourcen in Kombination mit Agrivoltaik für dezentrale Anwendungen von grünem Wasserstoff in Jordanien.

Jordanien und andere Länder der MENA-Region zeigen aufgrund der Klimaschutzziele zunehmend Interesse an der Produktion von grünem Wasserstoff (H₂). In den Diskussionen liegt der Fokus bislang meist auf großskaligen Anlagen zur Wasserstofferzeugung für den Export. Doch auch dezentrale, kleinere Systeme zur lokalen Nutzung könnten einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Energieversorgung leisten.

Die Rahmenbedingungen für die Erzeugung von grünem Wasserstoff per Elektrolyse in Jordanien sind jedoch ambivalent. Zwar bietet das Land hervorragende Voraussetzungen für die Nutzung von Sonnenenergie, doch die dafür benötigte Ressource Wasser ist äußerst knapp. Um die ohnehin angespannte Wassersituation nicht weiter zu belasten, werden alternative Quellen wie entsalztes Meerwasser und aufbereitetes Abwasser in Betracht gezogen und ein effizienterer Wasserumgang beleuchtet.

Im Rahmen des Projekts WRAP-GH2 untersucht das Projektteam, bestehend aus Mitarbeitenden des Wuppertal Institut und der IWW Institut für Wasserforschung gGmbh in enger Kooperation mit lokalen Partnern, ob und wie die lokale Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff in Jordanien sinnvoll umgesetzt werden kann. Der benötigte Strom soll dabei über eine Agri-Photovoltaikanlage bereitgestellt werden. Zur Deckung des notwendigen Wasserbedarfs für die Wasserstoffproduktion werden alternative Wasserquellen identifiziert und mögliche Geschäftsmodelle entwickelt, die anschließend gemeinsam mit jordanischen und deutschen Partnern diskutiert werden.

Das Vorhaben ist Teil der Exportinitiative Umweltschutz des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz und nukleare Sicherheit. Während IWW seine Expertise im Bereich Ressourcenmanagement und Verfahrenstechnik einbringt, konzentriert sich das Wuppertal Institut auf sozioökonomische Aspekte rund um Wasserstoff und Agri-PV.

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Integrales Wassermanagement für die Wasserstoffproduktion

Die IWW Institut für Wasserforschung gGmbH arbeitet in Kooperation mit dem Wasserversorger OOWV an einem zukunftsweisenden, von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Forschungsprojekt zur nachhaltigen Nutzung von Wasserressourcen für die Produktion von grünem Wasserstoff. Ziel des Projekts ist es, innovative Ansätze zu entwickeln, um verschiedene Wasserquellen in der Region Wilhelmshaven umwelt- und sozialverträglich zu nutzen, ohne die lokale Wasserwirtschaft zu gefährden.

Wasserstoff ist ein Schlüssel zur Dekarbonisierung und spielt eine zentrale Rolle in der Energiewende. Für die geplante Produktion von 5 Gigawatt grünem Wasserstoff in Deutschland bis 2030 wird eine enorme Menge Wasser benötigt – eine Herausforderung, besonders in Regionen wie Wilhelmshaven. Herkömmliche Wasserquellen wie Grundwasser reichen hierfür nicht aus und sind ohnehin vorrangig für die Trinkwasserversorgung vorgesehen. Daher wird im Rahmen des Projekts die Nutzung alternativer Wasserressourcen wie Meerwasser, Oberflächenwasser und geklärtem Abwasser untersucht.

Im Fokus stehen dabei nicht nur die Verfügbarkeit und Menge der Ressourcen, sondern auch die ökologischen Auswirkungen, die bei deren Nutzung entstehen. Aufgrund der unterschiedlichen Qualitäten der Wasserquellen werden individuelle und nachhaltige Verfahrenskonzepte entwickelt. Eine praxisorientierte Methodik zur Bewertung, Aufbereitung und Nutzung dieser Ressourcen wird erarbeitet, die auf andere Regionen übertragbar ist. Die enge Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren gewährleistet, dass Lösungen gefunden werden, die sowohl die Wasserstoffproduktion als auch die ökologische und wasserwirtschaftliche Nachhaltigkeit langfristig sichern.

 

 

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