Das Gesundheitswesen 2026; S 01Article in Thieme eJournals:Table of content…
Das Gesundheitswesen 2026; S 01
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Congress
Das Gesundheitswesen 2026; S 01
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Congress
Gesundheitswesen 2026; 88: 217-217
DOI: 10.1055/a-2816-6429
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 217-217
DOI: 10.1055/a-2826-7053
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 218-218
DOI: 10.1055/a-2816-2296
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 219-219
DOI: 10.1055/a-2778-6913
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 219-220
DOI: 10.1055/a-2784-5688
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 220-221
DOI: 10.1055/a-2755-4816
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 222-224
DOI: 10.1055/a-2815-6538
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2761-2238
Ausgehend von der zunehmenden Nutzung sozialer Medien und dem
Paradigmenwechsel in der Allergieprävention war es das Ziel, Art und Inhalt
von Instagram-Beiträgen zur Prävention und Prädiktion von
Nahrungsmittelallergien zu untersuchen. Zudem wurde geprüft, inwieweit die
Beiträge die aktuelle S3-Leitlinie Allergieprävention widerspiegeln.In Anlehnung an das Social Media Analytics Framework von Stieglitz und
Dang-Xuan (2013) wurden vom 08.06.-15.06.2023 103 Instagram-Beiträge mittels
Hashtag-Suche identifiziert und aufbereitet. Zur inhaltlichen Auswertung
sowie zur Beschreibung der Verfasser:innen und Adressat:innen wurde eine
inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) durchgeführt.
Die Bewertung der Aktualität der Inhalte in Bezug auf die aktuelle
S3-Leitlinie Allergieprävention erfolgte mittels einer evaluativen
Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018).Ernährungsberater:innen bildeten mit 31,1% die größte Gruppe der
Verfassenden, während die übrigen Verfassenden in 14 weitere Kategorien
eingeordnet wurden. Hauptadressat:innen der Beiträge sind Eltern (81,6%).
Die auf Instagram verfügbaren Informationen zur Prävention und Prädiktion
von Nahrungsmittelallergien sind heterogen, jedoch mehrheitlich
leitlinienkonform in Bezug auf die Themen Beikosteinführung und Stillen.
Insgesamt 13,2% der Beiträge enthielten Aussagen zur Allergieprävention, die
nicht der aktuellen S3-Leitlinie entsprechen. Dabei handelt es sich
insbesondere um Beiträge zum Stillen, zu hydrolysierter Säuglingsnahrung und
zur Einführung von Beikost, die vor der Veröffentlichung der aktuellen
Leitlinie verfasst wurden. Weitere Themen waren neben Prävention und
Vorhersage auch die Definition von Nahrungsmittelallergien inklusive der
Beschreibung von Ursachen, Allergenen und Kreuzallergien sowie die
Abgrenzung zu Unverträglichkeiten. In den Kommentaren berichteten vor allem
Mütter über ihre Erfahrungen und stellten Fragen zur Beikosteinführung.Präventionsempfehlungen, die sich im Vergleich zur vorherigen Version der
Leitlinie aktualisiert haben, werden auf Instagram häufig nicht in ihrer
aktuellen Form dargestellt. Entsprechend sollten die Inhalte von Nutzenden
kritisch geprüft werden. Weiterer Forschungsbedarf besteht im Bereich der
Nutzer:innenperspektive, insbesondere hinsichtlich des Nutzungsverhaltens
von Eltern und deren Auswirkungen auf die Prävention und Prädiktion von
Nahrungsmittelallergien bei Kindern.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2761-2117
Menschen mit Behinderung stoßen in Krankenhäusern auf vielfältige Barrieren,
etwa in Form von unzureichender Beschilderung, fehlenden barrierefreien
Zugängen und mangelnden Kommunikationshilfen. Trotz gesetzlicher Vorgaben
zum Abbau von Barrieren im Gesundheitswesen fehlen strukturierte
Informationen zur Barrierefreiheit in deutschen Krankenhäusern.Die vorliegende Studie zielt darauf ab, diese Lücken zu schließen und einen
Überblick über die Barrierefreiheit in Krankenhäusern in Deutschland zu
geben. Es wurde eine Sekundärdatenanalyse der verpflichtenden
Qualitätsberichte 2019 von 2242 Krankenhäusern in Deutschland durchgeführt
und 40 Selbstangaben zur Barrierefreiheit aus acht Bereichen mittels
deskriptiver Statistik analysiert.Nach den Qualitätsberichten erfüllen die Krankenhäuser im Durchschnitt 17,2
von 40 abgefragten Kriterien zur Barrierefreiheit. Dabei werden Maßnahmen
für Sinnes- und geistige Behinderungen seltener vorgehalten als für
körperliche Beeinträchtigungen. Viele Krankenhäuser sind weder barrierefrei
zugänglich noch bieten sie barrierefreie Kommunikationssysteme an.Die selbstberichtete Barrierefreiheit in deutschen Krankenhäusern steht im
Widerspruch zu modernen Standards für eine patientenorientierte
Gesundheitsversorgung. Es besteht Entwicklungspotenzial. Weiterer
Forschungsbedarf besteht zu Gesundheitseffekten der Barrierefreiheit in
Krankenhäusern.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2771-8616
The hospital reform passed in 2024 will lead to regional and nationwide changes
in the German hospital landscape. A joint project to examine the effects of the
hospital reform on health care structures in the East Saxony region was
initiated by the Center for Evidence-Based Health Care (ZEGV) at Dresden
University Hospital, the regional health care coordinators of the four districts
in the East Saxony care cluster and the city of Dresden, a statutory health
insurance provider (AOK PLUS), and other regional stakeholders. In addition, the
aim was to promote cooperation between the stakeholders for the purpose of
future regionally coordinated planning for inpatient care. The project involved
the application and validation of a model displaying a hospital’s relevance for
stationary care provision (care relevance model), which was developed in
cooperation with the GKV-Spitzenverband (National Association of Statutory
Health Insurance Funds) and is based on the performance data of German hospitals
in accordance with § 21 KHEntgG (Hospital Remuneration Act). Thirty of the 36
hospital locations in the project region agreed to participate in the project.
Both in a questionnaire-based self-assessment provided by the clinics and during
a joint cluster conference, the tension between the need for cooperation and
individual interests became clear. At this point, the care relevance model
developed can scientifically support the dialogue between the stakeholders and
thus support inpatient planning.Im Zuge der im Jahr 2024 verabschiedeten Krankenhausreform wird es zu regionalen
und deutschlandweiten Veränderungen der Krankenhauslandschaft kommen. Vor diesem
Hintergrund wurde ein gemeinsames Projekt des Zentrums für Evidenzbasierte
Gesundheitsversorgung (ZEGV) der Hochschulmedizin Dresden mit den
Regionalkoordinator:innen für Gesundheit der vier Landkreise im
Versorgungscluster Ostsachsen und der Stadt Dresden, der AOK PLUS und weiteren
regionalen Akteuren initiiert, um die Auswirkungen der Krankenhausreform auf die
Versorgungsstrukturen in der Region Ostsachsen zu untersuchen. Zudem sollte die
Kooperation zwischen den Akteuren zum Zweck einer zukünftigen regional
abgestimmten Planung für die stationäre Versorgung gefördert werden. Im Projekt
erfolgte die Anwendung und Validierung eines Versorgungsrelevanzmodells, welches
in Kooperation mit dem GKV-Spitzenverband entwickelt wurde und auf den
Leistungsdaten deutscher Krankenhäuser nach § 21 KHEntgG basiert. Dreißig von 36
Krankenhausstandorten in der Projektregion konnten für eine Teilnahme am Projekt
gewonnen werden. Sowohl in einer fragebogengestützten Selbstauskunft der
Kliniken als auch im Rahmen der zusammenführenden Clusterkonferenz wurde das
Spannungsfeld zwischen Kooperationsnotwendigkeiten und Partikularinteressen
deutlich. An dieser Stelle kann das entwickelte Versorgungsrelevanzmodell den
Dialog zwischen den Akteuren wissenschaftlich begleiten und so die stationäre
Planung unterstützen.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | open access Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2801-0534
Die Palliativversorgung in Westfalen-Lippe zeichnet sich durch ein
interdisziplinäres Netzwerk von Palliativmedizinischen Konsiliardiensten
aus, das die Versorgung ohne strikte Unterscheidung zwischen Allgemeiner
Ambulanter Palliativversorgung und Spezialisierter Ambulanter
Palliativversorgung ermöglicht. Ziel dieser Studie war es, die
Besonderheiten und Herausforderungen dieser Netzwerkarbeit zu
analysieren.In einer qualitativen Studie innerhalb des VESPAL-Projekts (VESPAL –
Versorgungsqualität in der ambulanten Palliativversorgung am Beispiel von
Westfalen-Lippe) wurden 50 Versorger*innen im Palliativversorgungsmodell
Westfalen-Lippe mithilfe von Einzelinterviews und Fokusgruppen interviewt.
Zusätzlich wurden vorab nicht-teilnehmende Beobachtungen durchgeführt, um
die Versorgungsrealität besser abbilden zu können. Anschließend wurden die
Beobachtungen und Interviews mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse in
Anlehnung an Kuckartz mit der Software MAXQDA ausgewertet.Die Versorger*innen betonten die Vorteile der interdisziplinären
Zusammenarbeit, die schnelle Lösungen und eine individuelle und
bedarfsgerechte Betreuung der Patient*innen ermögliche. Herausforderungen
ergäben sich durch Rufbereitschaft, Koordinationsprobleme und logistische
Schwierigkeiten, insbesondere im ländlichen Raum.Das Modell der Palliativversorgung in Westfalen-Lippe bietet eine flexible,
bedürfnisorientierte Versorgung mit kurzen Dienstwegen und vernetzten Teams,
erfordert jedoch Anpassungen, um die Kommunikation und Koordination zu
verbessern.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | open access Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2765-8811
Health services research faces the challenge of providing sound
recommendations for action for the further development of health systems and
care. The application of causal inference methods offers health services
researchers an excellent opportunity to identify causal relationships under
everyday conditions. The role of clinical trials with a classic randomised
controlled trial (RCT) design is recognised as suitable for gaining insights
that help establish causal inference, but other methodological approaches to
generating evidence also play an important role in health services
research.The discussion paper presents key concepts and assumptions of causal
inference and highlights their relevance for health services research. The
paper makes it clear that in order to fulfil the assumptions, it is
necessary to integrate theory, contextual knowledge, understanding of
mechanisms and formal concepts, such as directed acyclic graphs (DAGs), into
a suitable empirical study design. To this end, RCTs, quasi-experimental
methods, causal machine learning, target trial emulation, in silico trials
and the mixed-methods approach of integrated inference are presented and
discussed in terms of their applicability in health services research and
their internal and external validity.All of the approaches presented here can contribute to the estimation of
causal effects when used in a targeted manner and in accordance with the
central assumptions. Their suitability depends largely on the research
question, data quality, theoretical modelling and contextual knowledge. The
combination of complementary designs and high quality data sources can
increase the robustness of causal conclusions.Causal inference in health services research is not only a methodological
procedure, but an integrative process that systematically combines theory,
methodology and contextual knowledge. By consistently linking these aspects,
health services research can generate differentiated and actionable insights
that go beyond correlative analyses and enable an understanding of the
mechanisms of causal processes. This can lead, for example, to
evidence-supported recommendations that critically examine the often
non-evidence-based status quo and reliably evaluate the benefits of new
models.Die Versorgungsforschung steht vor der Herausforderung, fundierte
Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung von Gesundheitssystem und
-versorgung zu geben. Die Anwendung von Methoden der kausalen Inferenz
bietet Versorgungsforschern eine exzellente Möglichkeit, um kausale
Zusammenhänge unter Alltagsbedingungen zu identifizieren. Die Rolle von
klinischen Studien mit klassisch randomisiert-kontrolliertem Studiendesign
(RCTs) wird in der Erkenntnisgewinnung für die Feststellung kausaler
Inferenz anerkannt, jedoch haben in der Versorgungsforschung weitere
methodische Ansätze zur Evidenzgenerierung eine wichtige Rolle.Das Diskussionspapier stellt zentrale Konzepte und Annahmen der kausalen
Inferenz dar und beleuchtet deren Relevanz für die Versorgungsforschung. Das
Papier verdeutlicht, dass für die Erfüllung der Annahmen die Integration von
Theorie, Kontextwissen, Mechanismenverständnis und formalen Konzepten, wie
etwa die Directed Acyclic Graphs (DAGs), in ein passendes empirisches
Studiendesign notwendig ist. Dazu werden u. a. RCTs, quasi-experimentelle
Methoden, Causal Machine Learning, Target-Trial Emulation, In-Silico Trials
sowie der Mixed-Methods-Ansatz der integrierten Inferenz vorgestellt und im
Hinblick auf ihre Anwendbarkeit in der Versorgungsforschung und ihrer
internen und externen Validität diskutiert.Alle vorgestellten Ansätze können bei gezieltem Einsatz und unter Beachtung
der zentralen Annahmen einen Beitrag zur Schätzung kausaler Effekte leisten.
Ihre Eignung ist maßgeblich abhängig von Fragestellung, Datenqualität,
theoretischer Modellbildung und Kontextwissen. Die Kombination
komplementärer Designs und qualitativ hochwertiger Datenquellen kann die
Robustheit kausaler Schlussfolgerungen erhöhen.Kausale Inferenz in der Versorgungsforschung ist nicht nur ein methodisches
Verfahren, sondern ein integrativer Prozess, der Theorie, Methodologie und
Kontextwissen systematisch verbindet. Durch die konsequente Verknüpfung
dieser Aspekte kann die Versorgungsforschung differenzierte und
handlungsrelevante Erkenntnisse generieren, die über korrelative Analysen
hinausgehen und ein Verständnis der Mechanismen kausaler Prozesse
ermöglichen. So können z. B. evidenzgestützte Empfehlungen entstehen, die
den oft nicht evidenzbasierte Status quo kritisch prüfen und den Nutzen
neuer Modelle zuverlässig bewerten.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | open access Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2786-4697
Pediatric cancer leads to various health issues that call for long-term,
cross-sectoral aftercare. Physical activity and exercise are effective
regarding many outcomes, but remain underused in pediatric oncology.
Initiatives like the German ActiveOncoKids network (NAOK) aim to integrate
physical activity into usual care. Effective cross-sectoral networks require
coordination and leadership. NAOK has made recent advancements in network
coordination. This study aimed to better understand the role of network
coordination to strengthen future network development and explored the tasks
of network coordination and the required competencies from the viewpoint of
NAOK stakeholders.In an exploratory approach, qualitative, partly structured interviews were
led with 23 stakeholders of NAOK: members of the project team and the
advisory board, physicians and exercise therapists from acute clinics and
aftercare as well as affected families. The interviews were analyzed using
structuring content analysis with concurrent deductive and inductive
creation of main categories, dimensions and expressions.Based on the interviews, 3 main categories were created: current tasks on an
organizational level, current tasks on an individual level and required
competencies with 11 dimensions and 33 expressions overall. Regarding
organizational-level tasks, network management as well as public relations
were mentioned. Additionally, contact with locations such as clinics and
both research and implementation efforts were stressed. Tasks at the
individual level were identified by interviewees in counseling for both
affected families as well as professionals. Mentioned competencies stretched
across professional, socio-communicative and personal ones.The findings provide first insights into tasks and competencies in network
coordination at NAOK. Both tasks and competencies that are being mentioned
are very broad, which reflects the nature of pediatric oncology and
cross-sectoral physical activity promotion. The study offers hints for
future task allocation of network coordination and indicates the need for a
competency framework.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | open access Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2754-1400
Grundsätzlich besteht ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und der
Gesundheit der von Arbeitslosigkeit Betroffenen. Für Deutschland fehlen für
diesen Zusammenhang aktuelle Daten, insbesondere auf der Basis ärztlich
gestellter Diagnosen und unter Berücksichtigung regionaler
Besonderheiten.Bundesweit wurden alle sozialmedizinischen Begutachtungen des Ärztlichen
Dienstes der Bundesagentur für Arbeit zwischen 2016–2021 hinsichtlich
Diagnosen, Beurteilung der Leistungsfähigkeit und regionaler Zuordnungen
analysiert.Insgesamt wurden 4.249.028 Begutachtungen ausgewertet. Im Jahr 2021 wurden
durchschnittlich 1,4% der erwerbsfähigen arbeitslosen Personen begutachtet,
relativ am meisten in der Region Berlin-Brandenburg (1,9%), absolut am
meisten in Nordrhein-Westfalen (19,2%). Relativ zur Arbeitslosenquote fanden
die meisten Begutachtungen in Baden-Württemberg statt. In allen Regionen
sind F-Diagnosen (psychische Erkrankungen) am häufigsten – vor allem bei den
unter 25-Jährigen (3/4) und in Berlin-Brandenburg (62,4%). Am
zweithäufigsten sind M-Diagnosen (muskulo-skelettale Erkrankungen) mit den
höchsten Werten (35,9%) in Niedersachsen-Bremen und I-Diagnosen
(Herz-/Kreislauferkrankungen) mit den höchsten Werten (14,8%) in
Sachsen-Anhalt und Thüringen. Während die gesamte Krankheitslast in
Nordrhein-Westfalen am höchsten liegt, hat Berlin-Brandenburg mit 40,7% die
höchste Anzahl von leistungsunfähigen arbeitslosen Personen, wobei
bundesweit insgesamt 33,9% aller begutachteten arbeitslosen Personen als
leistungsunfähig (<3 Stunden arbeitsfähig/Tag) eingestuft wurden.Erkrankungen sind ein wichtiges Hindernis für das Durchbrechen von
Arbeitslosigkeit. Entsprechend kann eine Behandlung helfen, in den
Arbeitsmarkt zurückzukehren. Die hier aufgezeigten regionalen Varianzen
weisen auf nur schwer erklärbare Unterschiede hin.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | open access Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2776-2308
Viele Schlaganfall-Betroffene sind mit der Steuerung und Aufrechterhaltung
ihrer komplexen Versorgung und Therapie in der Nachsorge überfordert [1].
Schlaganfall-Lotsen unterstützen und koordinieren den Übergang in die
Nachsorge und stehen den Betroffenen für 12 Monate nach dem Schlaganfall, zu
mindestens sechs Kontaktzeitpunkten, als Ansprechpartner zur Verfügung.Postalische Befragung von Schlaganfall-Betroffenen, die im Rahmen eines
Selektivvertrages nach §140 SGB V in Ostwestfalen-Lippe durch Lotsen
begleitet wurden. Berichtet werden die Ergebnisse der aktuellen Befragung
(n=101) und in Summe die Gesamtergebnisse aller bisher befragten Personen
(n=335), die durch einen Schlaganfall-Lotsen der Stiftung Deutsche
Schlaganfall-Hilfe begleitet wurden.Die Begleitung durch einen Schlaganfall-Lotsen wird von den Betroffenen als
nützliche und sinnvolle Unterstützung wahrgenommen. Die kumulierte
Zufriedenheit (Zustimmung oder volle Zustimmung auf einer vierstufigen
Likert-Skala) in Bezug auf die Kontakthäufigkeit (96%), die Erreichbarkeit
(95%) und den persönlichen Umgang mit Betroffenen und ggf. Angehörigen (98%)
wird sehr positiv bewertet. 82% der Befragten geben als größte wahrgenommene
Unterstützung das Vorhandensein eines persönlichen Ansprechpartners an.
Zudem melden die Betroffenen zurück, dass die Lotsen einen Einfluss auf die
Achtsamkeit und den Umgang mit Risiko- und Lebensstilfaktoren haben. Es
besteht eine hohe Zufriedenheit mit der Begleitung und die Befragten
empfehlen auf Grund ihrer Erfahrungen eine Übernahme der Intervention in die
Regelversorgung für alle Schlaganfall-Betroffenen (99%).Die entwickelte Intervention wird von den Betroffenen gut angenommen und
führt zu einer Entlastung für Betroffene und Angehörige. Eine hohe Akzeptanz
auf Seiten der Betroffenen und eine bedarfsgerechte Ausgestaltung der
Lotsentätigkeit stellt eine zentrale Voraussetzung zur bundesweiten
Etablierung von Schlaganfall-Lotsen in der Regelversorgung dar und ergänzt
die bisherigen Ergebnisse des Lotsenmodells um den zentralen Aspekt der
Betroffenenperspektive.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 141-142
DOI: 10.1055/a-2739-6927
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 142-143
DOI: 10.1055/a-2771-5520
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 142-142
DOI: 10.1055/a-2776-2833
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text
Gesundheitswesen 2026; 88: 143-145
DOI: 10.1055/a-2784-5575
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Full text