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Lese-Ansicht

Neue Daten geben Auskunft über regionale Unterschiede in der Verfügbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2957-3282

Seit einer Gesetzesänderung im November 2024 darf das Statistische Bundesamt (StBA) Daten der Schwangerschaftsabbruchstatistik unterhalb der Bundeslandebene auswerten. Ziel dieser Analyse ist es, regionale Unterschiede in der Verfügbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland zu beschreiben und die Aussagekraft der neuen regionalisierten Daten zu bewerten.Ausgewertet wurden die erstmals vorliegenden regionalisierten Daten für das Berichtsjahr 2023 auf Ebene der Raumordnungsregionen. Die Analyse basiert auf zwei Indikatoren: dem Verfügbarkeitsindex, der regionale Kapazitäten ins Verhältnis zum landesspezifischen Bedarf setzt, und der Anteil der grenzüberschreitenden Mitversorgung. Auf dieser Grundlage wurde eine Regionstypologie im Anschluss an Gannon und Pullan (2025) entwickelt.Es zeigen sich ausgeprägte regionale Unterschiede. Insbesondere in Westdeutschland finden sich viele versorgungsarme Regionen neben wenigen regionalen und überregionalen Versorgungszentren, die benachbarte Regionen oder Bundesländer mitversorgen. In Ostdeutschland überwiegen selbstversorgte Regionen. Insgesamt konnten rund zwei Drittel der Regionen typisiert werden.Die neuen Daten ermöglichen differenzierte Aussagen zu regionalen Verfügbarkeiten von Schwangerschaftsabbrüchen. Ihre Aussagekraft ist jedoch durch vom StBA vorgenommene Rundungen und räumliche Aggregationen begrenzt. Weitere Indikatoren und ergänzende Analysen sind notwendig, um regionale Versorgungslagen bei Schwangerschaftsabbruch umfassend zu bewerten.
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Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

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