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Bundled Payment – ein vielversprechender Ansatz in der Kostenerstattung? Ergebnisse aus dem sekTOR-HF-Projekt für die linksseitige Herzinsuffizienz in Deutschland

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2808-9797

Vergütungssysteme können wesentliche Anreize für die Leistungserbringung setzen. Aus theoretischer Perspektive ist der Reformbedarf der Vergütungssysteme an der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung bekannt, aber es fehlen realisierbare Vorschläge. Im Rahmen des sekTOR-HF-Projekts wurde ein Konzept für ein Bundled-Payment-System entwickelt und dessen Machbarkeit in Deutschland gezeigt.Das Rahmengerüst für ein Bundled-Payment-System wurde durch einen partizipativen Gestaltungsprozess entwickelt. Eine retrospektive Analyse von GKV-Leistungsdaten (2018–2019) diente zur Berechnung von Bundle-Preisen für Patienten mit linksseitiger Herzinsuffizienz. Generalisierte lineare Modelle mit Gamma-Verteilung und Link-Funktion wurden für die Preisberechnung und die Identifikation von Kostentreibern verwendet.Vier Bundled-Payment-Szenarien basierend auf den NYHA-Klassen wurden ermittelt. Bei 129.262 analysierten Patienten mit linksseitiger Herzinsuffizienz lagen die jährlichen Erstattungspreise pro Patient für ein Bundled Payment zwischen 1.928 € (NYHA I) und 5.567 € (NYHA IV). Mehrere kostensteigernde Komorbiditäten („Bundle-Breaker“) wie Nierenversagen, multiples Myelom und Herzstillstand wurden identifiziert.Wir haben einen ersten Proof-of-Concept für die Einführung von Bundled Payments im deutschen Gesundheitssystem erstellt und gezeigt, dass sich praktikable Gestaltungsoptionen eröffnen und die Schätzung von Erstattungspreisen auf der Basis vorhandener Routinedaten möglich erscheint.
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