Kostensätze zur monetären Bewertung des Ressourcenverbrauchs von Menschen mit psychischen Erkrankungen im Gesundheits- und Sozialfürsorgesektor: Ergebnisse des EU-Projekts PECUNIA für Deutschland
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2951-8273
Bisher gab es keine einheitliche Methode zur Ermittlung von Kostensätzen (KS)
für den Ressourcenverbrauch von Menschen mit psychischen Erkrankungen im
Gesundheits- und Sozialsektor. Dadurch war ein länderübergreifender
Kostenvergleich schwierig.Basierend auf dem harmonisierten Vorgehen zur Kostenerhebung des
PECUNIA-Projekts wurden 23 KS zur Bewertung des Ressourcenverbrauchs
ermittelt. Die Daten zur Ermittlung der KS wurden durch Literatur- und
Internetrecherche sowie direkt mit Kostenträgern oder Proxys erhoben. Die KS
wurden in Euro berechnet und gegebenenfalls mithilfe des
Verbraucherpreisindexes auf das Jahr 2025 inflationiert.Es wurden KS für die Leistungen Krankenhaus, Hausarzt, Facharzt, Radiologie,
Zahnarzt, Informelle Pflege, Rettungs- und Krankenwagen, Ärztlicher
Hausbesuch, Notaufnahme, Ganzheitliche Medizin, Hospiz, Pflegeheim,
Betreutes Wohnen, Therapeutische Wohngruppe, Sozialarbeiter, Therapeutisches
Tageszentrum, Sorgentelefon, Psychologische Onlinebetreuung,
Berufsausbildung, Tagesförderstätten / Werkstatt, Inklusionsbetrieb und
betriebliche Eingliederungsmaßnahme berechnet.Die mit den PECUNIA Methoden ermittelten KS erlauben den internationalen
Vergleich von Ressourcenverbräuchen im Gesundheits- und
Sozialfürsorgesektor. Die KS aktualisieren und ergänzen die zuletzt 2017 für
Deutschland veröffentlichten KS für psychische Erkrankungen.
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