Lese-Ansicht

Epidemiologisches Bulletin 25/2026

Heraus­forderungen im Ausbruchs­management – am Beispiel eines großen Influenza-Ausbruchs in einer Pflege­einrichtung Saison 2026 stech­mücken­über­tragener Krank­heits­erreger in Deutsch­land beginnt Publikations­hinweis: Rahmen­konzept „Epidemisch bedeutsame Lagen erkennen, bewerten und gemein­sam erfolg­reich bewältigen“

Neuer Sonderforschungsbereich „VirusREvolution“: Werkzeuge zur Erforschung der Virus-Evolution

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den neuen Sonderforschungsbereich „VirusREvolution: Decoding tools for virus research“. Das Robert Koch-Institut (RKI) ist als Partner beteiligt und entwickelt in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) Tools zur Analyse funktioneller Sequenzelemente in Virusgenomen und zum Verständnis ihrer Evolution.

Zwei Jahre RKI-Panel „Gesundheit in Deutschland“

Mit dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ hat das RKI innerhalb kurzer Zeit eine große bevölkerungsbezogene Gesundheitsstudie aufgebaut. Seit dem Start des Regelbetriebs im Mai 2024 liefert das Panel kontinuierlich Daten zur gesundheitlichen Lage der Bevölkerung und unterstützt Forschung, Gesundheitsberichterstattung und gesundheitspolitische Entscheidungen.

Wahrgenommener Stress und Coping bei Erwachsenen in Deutschland: Ergebnisse aus dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024

Abstract: Hintergrund: Stress und Coping sind zentrale Determinanten der psychischen Gesundheit, jedoch liegen für Deutschland kaum repräsentative Daten vor. Diese Studie liefert bevölkerungsbezogene Ergebnisse zur Häufigkeit von Stress, Coping und deren Zusammenhang. Methode: Datengrundlage war die repräsentative Studienreihe „Gesundheit in Deutschland“ des Robert Koch-Instituts (Welle 2024; n = 27.102, 51,1 % Frauen, 18 – 99 Jahre). Es erfolgten deskriptive Analysen von Stress (Perceived Stress Scale; PSS-10) und Coping (Short Adult Coping Scale; SACS-16) nach Geschlecht, Alter und Bildung sowie Regressionsanalysen zu deren Zusammenhängen. Ergebnisse: Etwa 20 % der Befragten wiesen eine erhöhte Stressbelastung auf, insbesondere Frauen, Personen im erwerbsfähigen Alter und Personen mit niedrigen und mittleren formalen Bildungsabschlüssen. Problemlösen, proaktives Coping und Coping-Flexibilität waren mit geringerem, Verdrängung und Wunschdenken mit höherem Stresserleben assoziiert. Unterschiede in Copingstrategien zeigten sich vor allem nach Altersgruppen. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse unterstreichen die Public-Health-Relevanz von Stress und weisen auf mögliche Ansatzpunkte für Präventionsmaßnahmen durch die Förderung geeigneter und zielgruppenspezifischer Copingstrategien hin.

Stress und Stressbewältigung: Neue Daten aus dem RKI-Panel

Neue Daten des RKI-Panels "Gesundheit in Deutsch­land" zeigen, dass etwa jede fünfte Person eine erhöhte Stress­belastung berichtet, ins­besondere Frauen, Erwerbs­tätige und Menschen mit niedrigem und mittlerem Bildungs­abschluss. Verdrängung und Wunsch­denken bei der Stress­bewältigung (Coping) waren mit höherem Stress assoziiert, Problem­lösen und die Möglich­keit auf verschiedene Strategien zurück­zugreifen (Coping-Flexibilität) mit geringerem Stress. Die Ergeb­nisse wurden im Journal of Health Monitoring veröffentlicht.

RKI IPC expert supports EMT training deployment in Sudan

From 30 May to 6 June, 2026, German EMT organization Malteser International deployed a 7-person team, upon request by the Sudanese Ministry of Health and in close cooperation with WHO, to facilitate a training for HCW in Infection Prevention and Control (IPC), among other things, in Port Sudan. An IPC expert from RKI’s National Focal Point for Emergency Medical Teams at ZIG 3 joined and supported the EMT deployment, which was financed by Aktion Deutschland Hilft.

IPC-Experte des RKI unterstützt EMT-Schulungseinsatz im Sudan

Vom 30. Mai bis zum 06. Juni entsandte die deutsche EMT-Organisation Malteser International auf Anfrage des sudanesischen Gesundheitsministeriums und in enger Kooperation mit der WHO ein 7-köpfiges Team nach Port Sudan, um sudanesisches Krankenhauspersonal u.a. in Krankenhaushygiene (engl. Infection Prevention and Control, IPC) zu schulen. Das Team wurde von einem IPC-Experten des National Focal Point für Emergency Medical Teams (EMT NFP) von ZIG 3 begleitet und unterstützt.
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