Lese-Ansicht

Studie zeigt: Jüngere Generationen liegen beim Faktenwissen zu Organspende vorn

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit veröffentlicht Gesamtbericht zur Repräsentativbefragung zur Organ- und Gewebespende

Köln, 18. Dezember 2025. Die Organ- und Gewebespende ist ein Thema, zu dem viele Menschen klare, verlässliche Informationen wünschen. Eine aktuelle repräsentative Befragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gibt nun einen umfassenden Überblick darüber, wie gut Bürgerinnen und Bürger in Deutschland tatsächlich informiert sind – und zeigt bemerkenswerte Unterschiede zwischen den Generationen. Besonders die Altersgruppen bis 35 Jahre sind über das Thema gut informiert, wie der aktuelle Gesamtforschungsbericht zur Repräsentativbefragung Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende zeigt. Fast die Hälfte der befragten 26- bis 35-Jährigen (49 %) wird in der Studie als „gut informiert“ eingestuft.

Ebenfalls auffällig ist der Wissenszuwachs der „Generation Z“: Der Anteil der 14- bis 25-Jährigen, die „gut informiert“ sind, ist seit 2016 deutlich gestiegen. Während 2016 lediglich 32 Prozent der 14- bis 25-Jährigen als „gut informiert“ galten, stieg dieser Anteil in der neuesten Erhebung auf 45 Prozent. Der Wissensstand der Gesamtbevölkerung ist seit 2016 laut Studie dagegen nur leicht angestiegen.

Insgesamt sind knapp 40 Prozent der Befragten „gut informiert“, während etwas mehr als die Hälfte (57 %) als „mäßig informiert“ eingestuft werden. Vier Prozent der Befragten zeigen deutliche Wissenslücken und werden daher als „schlecht informiert“ eingeschätzt. Fast die Hälfte der Befragten (48 %) weiß nicht, dass es keine Altersgrenze für die Organ- oder Gewebespende gibt.

79 Prozent der Befragten wissen, dass der irreversible Ausfall aller Hirnfunktionen – der sogenannte Hirntod – die zentrale Voraussetzung für eine Organentnahme ist. 17 Prozent hingegen denken, der Herztod sei Voraussetzung – das ist jedoch falsch. Zudem zeigt die Studie: Bei den Befragten gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen dazu, was der Hirntod eigentlich ist. Um hier mehr Orientierung zu geben, hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit vier Erklärfilme produziert – darunter ein Film, der Social-Media-Diskussionen zum Thema Hirntod aufgreift.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende ist sehr persönlich. Wer jedoch die medizinischen Grundlagen kennt, kann diese Entscheidung besser im Einklang mit den eigenen Werten treffen. Wer sich bereits zu Lebzeiten mit dem Thema beschäftigt, erspart zudem seinen Angehörigen die Last, im Ernstfall unter großer emotionaler Belastung entscheiden zu müssen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und den eigenen Willen zu dokumentieren – im Organspendeausweis, in der Patientenverfügung oder im Organspende-Register.“

Für die Studie „Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 2024“ hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit im vergangenen Jahr 4001 Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren befragt. Während eine erste Auswertung Anfang des Jahres bereits Trends zeigte, ermöglicht der neu veröffentlichte Abschlussbericht tiefergehende Analysen.

Der barrierefreie Bericht zum Download: Wissen, Einstellung und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 2024

Die Erklärvideos zum Hirntod sind auf der Video-Plattform Youtube zu sehen:

Weitere Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zur Organ- und Gewebespende unter: www.organspende-info.de 

Dokumentation der eigenen Entscheidung im Organspende-Register www.organspende-register.de oder im Organspendeausweis.
Zum Download oder zur kostenfreien Bestellung unter: www.organspende-info.de/organspendeausweis-download-und-bestellen.

Wer Fragen zur Organ- und Gewebespende hat und diese gerne persönlich besprechen möchte, kann unser gebührenfreies Infotelefon Organspende unter der Rufnummer 0800 90 40 400 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr nutzen.

Pressekontakt
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


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Organspendeausweis in der EU: Darauf sollten Sie im Urlaub achten

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet Dokumente in 29 Sprachen an

Köln, 30. Juni 2025. Wer in den Sommerferien ins europäische Ausland reist, sollte sich vorab informieren, welche Regelungen zur Organspende im Urlaubsland gelten – denn bei einem Todesfall gilt das jeweilige Landesgesetz, unabhängig von der Nationalität der verstorbenen Person. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) rät Reisenden deshalb dazu, ihre Entscheidung auf einem gültigen Organspendeausweis in der jeweiligen Landessprache festzuhalten und immer dabei zu haben. Dafür gibt es kostenlose Vorlagen in 29 Sprachen zum Download.

Diese Regelungen zur Organentnahme gelten in Europa:

  • Entscheidungslösung (Deutschland): Nur wer zu Lebzeiten seine Zustimmung schriftlich dokumentiert oder einer Vertrauensperson mündlich mitgeteilt hat – im Organspende-Register, mit einem Organspendeausweis oder in der Patientenverfügung – kommt als Spender oder Spenderin in Frage. Ist der Wille der verstorbenen Person nicht bekannt, müssen die nächsten Angehörigen stellvertretend die Entscheidung treffen.
  • (Erweiterte) Zustimmungslösung (u. a. Dänemark, Griechenland): Eine Organspende erfolgt ebenfalls ausschließlich bei vorliegender Zustimmung der verstorbenen Person. Der Zusatz „erweitert“ bedeutet, dass auch die Angehörigen über eine Organspende bestimmen können, wenn keine Dokumentation über die Entscheidung der oder des Verstorbenen vorliegt. Im Unterschied zur Entscheidungslösung gibt es keine gesetzliche Vorschrift, Bürgerinnen und Bürger regelmäßig umfassend über die Organspende zu informieren.
  • Widerspruchslösung (u. a. Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Ungarn): In diesen Ländern dürfen einer verstorbenen Person Organe entnommen werden, sofern sie dem zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat.

Für Urlauber im EU-Ausland gilt: Der ausgefüllte und unterschriebene Organspendeausweis aus Deutschland dokumentiert die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organspende. Es ist bei einem Auslandsaufenthalt ratsam, neben einem Organspendeausweis in deutscher Sprache auch einen Ausweis in der Landessprache dabei zu haben. So wird die persönliche Entscheidung für oder gegen die Organspende auch im Ausland sicher verstanden.

Den Organspendeausweis in 29 Sprachen zum Herunterladen und Ausdrucken finden Sie hier:
https://shop.bioeg.de/der-organspendeausweis-in-verschiedenen-sprachen-c-425/
Sobald er ausgefüllt und von Ihnen unterschrieben ist, ist der Organspendeausweis gültig.

Informationen zur Organ- und Gewebespende finden Sie unter:
www.organspende-info.de

Gesetzliche Regelungen in Europa:
https://www.organspende-info.de/infothek/gesetze/europa-regelungen 

Weitere Informationen gibt es unter:
www.bundesgesundheitsministerium.de/Organspende 

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

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„Ein neues Herz für Hubert K.“ - Start der Aktion zur Organspende

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und Katholischer Krankenhausverband Deutschland e. V. motivieren mit Graphic Novel zur Entscheidung bei der Organ- und Gewebespende

Köln, 6. Mai 2025. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Katholische Krankenhausverband Deutschland e. V. (KKVD) starten heute die gemeinsame Aktion zur Graphic Novel „Ein neues Herz für Hubert K. – Organspende: Verstehen. Entscheiden. Dokumentieren“ im Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis in Köln.

Im Zentrum der Auftaktveranstaltung steht die Vorstellung der neuen Graphic Novel mit dem echten herztransplantierten Hubert Knicker und dem Illustrator Jakob Hinrichs. Knicker ist das Vorbild der Comicfigur „Hubert K.“. Sie berichten, wie die Geschichte entstanden ist und warum ihnen das Thema Organspende so am Herzen liegt. Ihr persönlicher Blick macht die Erzählung authentisch und lebensnah – und eröffnet einen emotionalen Zugang zu einem oft verdrängten Thema.

Mit der Aktion ermutigen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, der Katholische Krankenhausverband Deutschland e. V. sowie 90 teilnehmende katholische Krankenhäuser und Pflegeschulen Menschen in ganz Deutschland, sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese auch zu dokumentieren.

Die Graphic Novel erzählt Hubert Knickers wahre Geschichte. Nach einem Mückenstich erkrankt er schwer, lebt mit einem Kunstherz und wartet schließlich auf ein Spenderorgan. Die Geschichte zeigt, was es bedeutet, in dieser Situation zu sein – und wie existenziell eine getroffene Entscheidung zur Organspende sein kann. Das Comic-Format spricht Menschen direkt an, regt Gespräche mit Familie, dem Freundeskreis und Kolleginnen und Kollegen an und bietet einen leicht verständlichen Einstieg in ein komplexes Thema.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die meisten Menschen stehen dem Thema Organ- und Gewebespende eindeutig positiv gegenüber. Doch zu wenige haben ihre persönliche Entscheidung festgehalten – möglicherweise, weil sie bisher keine Berührungspunkte mit dem Thema hatten. Die reale Geschichte von Hubert K. als Graphic Novel bietet einen neuen Zugang zur Organ- und Gewebespende. Sie zeigt, was es heißt, auf ein Spenderorgan zu warten. Wir ermutigen alle Bürgerinnen und Bürger, ihre Entscheidung zu treffen – egal wie sie ausfällt – und sie im Organspende-Register oder auf einem Ausweis festzuhalten.“

Dr. med. Dirk Albrecht, Vorsitzender Katholischer Krankenhausverband Deutschland e. V. (KKVD): „Die Geschichte von Hubert K. zeigt eindrucksvoll, wie schnell und unerwartet man durch eine Kleinigkeit und einen Zufall von einem gesunden Menschen zu einem Menschen werden kann, der auf eine ganz besondere Form der Hilfe angewiesen ist. Und die Zahl der Menschen, die ein solches Schicksal teilen, ist leider nicht so klein, wie man vermuten mag. Wir alle wissen, dass und wie wir helfen können. Und dass es nicht viel mehr braucht, als eine eigene, innere Überzeugung. Für mich ist die Bereitschaft zur Organspende auch ein starker Ausdruck von Nächstenliebe.“

Prof. Dr. med. Tobias Beckurts, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Cellitinnen-Krankenhauses St. Hildegardis: „Geschichten wie die von Hubert Knicker zeigen: Organspenden retten Leben. In Deutschland diskutieren wir viel darüber, wie Organspenden gesetzlich geregelt sein könnten. Selbstverständlich muss die Entscheidung freiwillig sein – aber sie sollte getroffen werden. Zwischen Bereitschaft zur Organspende und tatsächlichen Spenden besteht bei uns eine große Diskrepanz. Ich wünsche mir sehr, dass diese aufgelöst wird und mehr Menschen sich bewusst für eine Spende – oder auch dagegen – entscheiden, damit wir Ärzte mehr Menschen mit Geschichten wie Hubert Knicker helfen können.“

Hubert Knicker, Vorbild für die Graphic Novel „Ein neues Herz für Hubert K.“: „Eine Organspende sollte immer freiwillig und ohne Zwang geschehen. Doch es sollte sich jeder einmal Gedanken machen: Auch ich kann mal erkranken. Was ist dann? Nehme ich ein Spenderorgan oder sterbe ich lieber? Diese Frage sollte sich jeder früh zu Lebzeiten stellen, seine Entscheidung treffen und sie auch festhalten. Und wenn wir uns über Tod und Leben einmal Gedanken machen würden und feststellen, wir sind nicht unsterblich, dann würde die Bereitschaft für eine Organspende wahrscheinlich stärker sein.“

Zum Auftakt der Aktion können sich heute im Foyer des St. Hildegardis Krankenhauses Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher zur Organ- und Gewebespende informieren und Informationsmaterialien und Organspendeausweise erhalten.

Die Graphic Novel ist online verfügbar unter www.organspende-info.de/erfahrungen-und-meinungen/graphic-novel/. Mit einem Plakat sowie einem Video zur Graphic Novel können Krankenhäuser z.B. in ihrem Warte- oder Empfangsbereichen auf das Thema aufmerksam machen. Krankenhäuser und Institutionen, die die Materialien zur Graphic Novel für die eigene Öffentlichkeitsarbeit zur Organ- und Gewebespende nutzen wollen, können diese herunterladen: www.organspende-info.de/kkvd-downloads.

Die digitale Pressemappe mit allen Informationen zur Aktion steht unter folgendem Link zur Verfügung: www.organspende-info.de/mediathek/presse/pressematerialien-graphic-novel/. Fotos zur Aktion werden dort im Anschluss an die Veranstaltung zum Download bereitgestellt.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit informiert mit www.organspende-info.de zu allen Fragen rund um die Organ- und Gewebespende. Unter www.organspende-info.de/organspende-register/ werden umfangreiche Informationen zur digitalen Dokumentationsmöglichkeit der Entscheidung im Organspende-Register zur Verfügung gestellt. Kostenlos bestellbare Broschüren, Flyer und Organspendeausweise sowie die Plakate zur Graphic Novel „Ein neues Herz für Hubert K.“ stehen im Online-Bestellsystem des Bundesinstituts bereit unter: https://shop.bioeg.de/themen/organspende/.

Persönliche Beratung bietet das kostenfreie Infotelefon Organspende des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit montags bis freitags unter der Rufnummer 0800 90 40 400 von 9:00 bis 18:00 Uhr. Außerdem können sich Bürgerinnen und Bürger auch bei ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt zur Organ- und Gewebespende beraten lassen.

Erste Ergebnisse der BIÖG-Repräsentativbefragung „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2024“ stehen unter: www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/organ-und-gewebespende/ bereit.
Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass 85 Prozent der Befragten der Organ- und Gewebespende gegenüber positiv eingestellt sind. Knapp 62 Prozent haben bereits eine Entscheidung getroffen und 45 Prozent habe diese in einem Organspendeausweis oder einer Patientenverfügung dokumentiert.

 

Bestellung der kostenlosen BIÖG-Materialien
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Pressekontakte:
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Katholischer Krankenhausverband Deutschland e. V.
Pressekontakt Herbert Möller
Große Hamburger Straße 5
10115 Berlin
presse.kkvd(at)caritas.de
die-katholischen-krankenhaeuser.de

Cellitinnen Krankenhaus St. Hildegardis
Pressekontakt Eva Lippert
Bachemer Straße 29-33
50931 Köln
elippert(at)sthildegardis.de
www.hildegardis-krankenhaus.de/


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GZSZ & BIÖG: Gemeinsam für Organ- und Gewebespende

Neue Storyline bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ setzt Zeichen für Aufklärung

Köln, 16. April 2025. In Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) widmet sich die RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ) in den nächsten Wochen einem gesellschaftlich relevanten Thema: Organ- und Gewebespende. GZSZ, produziert von UFA Serial Drama, bringt das Thema auf die Bildschirme von Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern – emotional erzählt, authentisch recherchiert und mit einer klaren Botschaft: Organspende kann Leben retten!

Und darum geht es ab Folge 8.258 (am 24.04.2025 bei RTL und eine Woche vorab auf RTL+) in der Serie: Dramatische Wendung – John muss eine Entscheidung treffen. In der kommenden GZSZ-Story benötigt die kleine Clara dringend eine Leberspende. Ein postmortal gespendetes Organ steht nicht zur Verfügung. Eine Lebendorganspende ist nötig. Doch ihre leibliche Mutter Zoe, gespielt von Lara Dandelion Seibert, scheidet als Spenderin aus. In dieser existenziellen Situation erfährt John, gespielt von Felix von Jascheroff, dass er infrage kommt und helfen könnte. Wird er sich der Verantwortung stellen und seiner Tochter das Leben retten? 

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet eine Organ- und Gewebespende. Doch eine positive Haltung allein reicht nicht: Es zählt, eine bewusste Entscheidung zu treffen und diese auch zu dokumentieren – im Organspendeausweis, in der Patientenverfügung oder im Organspende-Register. Denn wenn niemand die eigene Entscheidung kennt, müssen im Ernstfall Angehörige über eine mögliche Spende entscheiden. Nehmen Sie sich die Zeit, sich zu informieren. Denn noch immer warten rund 8.500 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan.“

Christiane Ghosh, RTL Executive Producerin: „Viele Menschen wissen nicht genau, was eine Organspende und insbesondere eine Lebendspende für sie und andere bedeutet – oder sie setzen sich erst dann mit dem Thema auseinander, wenn sie selbst oder Menschen in ihrem Umfeld betroffen sind. Mit dieser Storyline möchten wir Denkanstöße geben und zeigen, wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen.“

Katja Bäuerle, Produzentin von GZSZ bei UFA Serial Drama: „Wir möchten mit dieser Geschichte nicht nur berühren, sondern auch sensibilisieren. Organspende ist ein wichtiges Thema, das in der Gesellschaft oft noch zu wenig Beachtung findet. In Kooperation mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit erzählen wir eine Geschichte, die aufklärt und zum Nachdenken über die eigene Spendenbereitschaft anregt.“

Um die Storyline realitätsnah und einfühlsam umzusetzen, arbeitet GZSZ eng mit medizinischen Fachleuten und dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit zusammen, um weiter aufzuklären und zu informieren. Die Kooperation soll nicht nur kurzfristig Aufmerksamkeit schaffen, sondern das Thema Organ- und Gewebespende nachhaltig bei den RTL-Zuschauenden verankern.

Lara Dandelion Seibert, Schauspielerin: „Diese Geschichte zeigt, wie tief Organ- und Gewebespende bzw. die Frage nach einer Lebendspende in das Leben der Betroffenen eingreift – und wie wichtig es ist, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen, da es Leben retten kann. Ich freue mich sehr darauf, Teil dieser wichtigen Storyline zu sein.“

Zusätzlich zur GZSZ-Storyline wird das Thema durch eine umfassende Awareness-Kampagne verstärkt:

  • Aufklärungsclips und Q&A auf Social Media mit Felix von Jascheroff und Lara Dandelion Seibert, die über Organ- und Gewebespende sprechen.
  • Behind-the-Scenes-Berichterstattung: Interviews mit Schauspieler*innen auf RTL.de und in RTL-Formaten wie Punkt 12.

Felix von Jascheroff, Schauspieler: „Diese Story hat mich als Vater schon beim ersten Lesen der Drehbücher persönlich sehr berührt. Ich hoffe, dass wir damit Menschen ermutigen, sich mit dem Thema Organ- und Gewebespende auseinanderzusetzen. Denn jede*r könnte einmal darauf angewiesen sein und dann muss es schnell gehen.“

Über GZSZ
„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, produziert von UFA Serial Drama, ist Deutschlands erfolgreichste tägliche Serie und erreicht seit 33 Jahren ein Millionenpublikum. Die Daily greift regelmäßig gesellschaftlich relevante Themen auf und engagiert sich aktiv für Aufklärung und Prävention.

Über das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut schafft Strukturen, in denen wegweisende Ansätze für Gesundheitsförderung und Prävention entwickelt und diskutiert werden. Ziel ist es, allen Menschen dabei zu helfen, gesund zu bleiben und länger zu leben.

Informationsangebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Thema Organ- und Gewebespende:

  • Informationen zur Organspende nach dem Tod und zur Lebendorganspende unter: www.organspende-info.de  
  • Broschüren und Flyer zum Thema können kostenfrei bestellt werden unter: https://shop.bioeg.de/themen/organspende/
  • Pressemotive können kostenfrei heruntergeladen werden unter: www.bioeg.de/presse/pressemotive/organspende/
  • Fragen rund um das Thema Organspende werden am Infotelefon Organspende beantwortet. Das Infotelefon ist montags bis freitags von 9-18 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 90 40 400 zu erreichen. Das Team des Infotelefons nimmt auch Bestellungen von Informationsmaterialien entgegen.


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Befragung zeigt: Hausärzteschaft leistet wichtigen Beitrag zur Aufklärung über Organ- und Gewebespende

Unterstützungspaket des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit kommt in vielen Praxen zum Einsatz

Köln, 8. April 2025. Rund 82 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte haben in einem Zeitraum von zwei Jahren Informationsgespräche mit ihren Patientinnen und Patienten zum Thema Organ- und Gewebespende geführt. Etwa die Hälfte der Hausärzteschaft gibt an, dass ihre Patientinnen und Patienten dem Thema in den Gesprächen positiv gegenübersteht und nach ihrer Einschätzung zur Spende bereit wäre. Weitere 43 Prozent der Befragten berichten von unterschiedlichen Reaktionen in den Gesprächen und nur drei Prozent von negativen Haltungen. Diese positive Bilanz belegen die ersten Ergebnisse der Studie „Befragung von Hausärztinnen und Hausärzten zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2024“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).

Seit März 2022 können Hausärztinnen und Hausärzte im Rahmen einer neuen Leistung Patientinnen und Patienten alle zwei Jahre zur Organ- und Gewebespende beraten. Seitdem informiert die Hausärzteschaft verstärkt zum Thema und greift dabei auf das Unterstützungsangebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zurück. Ein umfangreiches Informationsangebot wurde gemeinsam mit dem Hausärztinnen- und Hausärzteverband für die Praxen entwickelt und kann direkt an die Patientinnen und Patienten weitergegeben werden.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Hausärztinnen und Hausärzte helfen ihren Patientinnen und Patienten, eine informierte Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu treffen. Wir als Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützen sie mit unseren Informationsmaterialien gerne dabei. Die positiven Reaktionen von Patientinnen und Patienten auf die proaktive Ansprache durch die Hausärzteschaft zeigen, wie wichtig dieses Angebot ist. Vielen Dank an alle Hausärztinnen und Hausärzte für ihr Engagement!“

Dr. Markus Beier, Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes: „Wir Hausärztinnen und Hausärzte sowie unsere Praxisteams nehmen unsere Verantwortung beim Thema Organ- und Gewebespende sehr ernst und informieren die Patientinnen und Patienten aktiv. Die Informationsmaterialien, die wir gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit entwickelt haben, sind hierfür eine hervorragende Unterstützung. Es ist außerdem positiv, dass der Gesetzgeber vor knapp drei Jahren eine neue Beratungsleistung eingeführt hat. Klar ist aber auch: Die Beratung und Aufklärung bei diesem sehr persönlichen und sensiblen Thema braucht deutlich mehr Zeit als im Rahmen der Beratungsleistung aktuell dafür vorgesehen ist.“

Weitere Ergebnisse der Befragung:

  • 87 Prozent der befragten Hausärzteschaft fühlt sich ausreichend informiert, um ihre Patientinnen und Patienten umfassend zur Organ- und Gewebespende zu beraten.
  • 59 Prozent der Hausarztpraxen liegt das Standardinformationspaket des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit vor. Davon haben 72 Prozent Informationsmaterialien an Patientinnen und Patienten weitergegeben.
  • 61 Prozent der Patientinnen und Patienten reagierten nach Einschätzung der befragten Hausärzteschaft positiv auf die proaktive Ansprache zum Thema Organ- und Gewebespende und 43 Prozent neutral mit der Bereitschaft, über das Thema zu sprechen.

Für die Repräsentativbefragung „Befragung von Hausärztinnen und Hausärzten zur Organ- und Gewebespende“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit wurden 359 praktizierende Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner, hausärztlich tätige Internistinnen und Internisten sowie praktische Ärztinnen und Ärzte befragt.

Ein Informationsblatt mit ersten Studienergebnissen steht zum Download unter: bioeg.de/presse/daten-und-fakten/organ-und-gewebespende

Weiterführende Informationen:

Zur Unterstützung der Hausarztpraxen stellt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Materialien zur Weitergabe an Patientinnen und Patienten bereit. Zudem wird für die Hausärzteschaft die Broschüre „Beratung zur Organ- und Gewebespende. Manual für das Arzt-Patienten-Gespräch“ angeboten. Auf www.organspende-info.de/hausaerzte/ können sich Hausärztinnen und Hausärzte informieren.

Mit organspende-info.de informiert das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit zu allen Fragen rund um die Organ- und Gewebespende und bietet kostenlos über das Online-Bestellsystem https://shop.bioeg.de/themen/organspende/ Broschüren, Flyer, Plakate und Organspendeausweise zur Bestellung an.

Persönliche Beratung für Patientinnen und Patienten sowie für die Hausärzteschaft inklusive der Möglichkeit, Informationsmaterialien zu bestellen, bietet das kostenfreie Infotelefon Organspende des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, montags bis freitags unter der Rufnummer 0800 90 40 400 von 9:00 bis 18:00 Uhr.


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