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7. Mülheimer Wasseranalytisches Seminar mit rund 200 Teilnehmern wieder ein großer Erfolg

Das mittlerweile siebte Mülheimer Wasseranalytische Seminar am 16. und 17. September war ein großer Erfolg. Fast 200 Analytiker*innen diskutierten zwei Tage lang über neueste analytische Themen und Ergebnisse. Die Stadthalle Mülheim bot wiederum ein perfektes Setting und Catering für die besondere Mischung von Vortragsprogramm, Posterausstellung und Fachmesse, die das MWAS seit Beginn auszeichnet und von allen Besuchern geschätzt wird.

In 16 Vorträgen und den wissenschaftlichen Postern setzte die Konferenz einen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen und Ergebnisse der Wasseranalytik. Zwei Schwerpunkte waren die Nutzung der hochauflösenden MS (HRMS), diesmal vor allem zur Analyse von Transformationsprodukten, und die Analyse und Bewertung perfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS). Ergänzt wurde dies mit Vorträgen zur Bewertung von analytischen Befunden in Grundwasser und der Dimensionierung von Infektionsbarrieren sowie erstmals einer eigenen Session zur digitalen Transformation und Automation. Letztere stieß auf sehr positive Resonanz und spiegelte sich auch in den in der Fachausstellung vertretenen Unternehmen und Produkten wider.

Das MWAS umfasste auch wieder die Vergabe des Mülheim Water Awards am Konferenzabend, nun schon zum zehnten Mal. Der Preis wurde an eine Gruppe der GCI GmbH und der Berliner Wasserbetriebe für die Entwicklung und den erfolgreichen Einsatz von Rohrpassivsammlern im Wasser- und Abwassermonitoring vergeben. Der vielversprechende Ansatz wurde am zweiten Konferenztag von den drei Preisträgern Jörg-Helge Hein, Tobias Hensel und Frederik Zietzschmann gemeinsam präsentiert und im weiteren Verlauf des Seminars intensiv diskutiert. 

Posterpreis Mülheimer Wasseranalytisches Seminar

Der von SHIMADZU gestiftete Preis für die besten wissenschaftlichen Poster ging an junge Wissenschaftler:innen der Hochschule Niederrhein in Krefeld (HNR) und der Instrumentellen Analytischen Chemie der Universität Duisburg-Essen (IAC UDE). Dr. Melanie Voigt (HNR) zeigte Ergebnisse zur Untersuchung der Transformation von Velafaxin mittels elektrochemischer Oxidation in einer μ-Durchflusszelle und anschließender HRMS. Im Poster von Daniel Höhn (IAC UDE) wurde eine schnelle Datenprozessierung in der Non-Target-Analyse mittels HRMS vorgestellt, die ohne nutzerspezifische Parameter auskommt.

Von links nach rechts: Melanie Voigt (Hochschule Niederrhein), Daniel Höhn & Prof. Dr. Torsten Schmidt (beide Universität Duisburg-Essen) und Dr. Eliane Frimmersdorf (Shimadzu).

Falls Sie an den Vorträgen interessiert sind, wenden Sie sich gerne an Janine Rosen aus unserem Tagungsteam unter: j.rosen@iww-online.de

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Unser neues Planetary Health Update ist da

Die neue Ausgabe unseres Newsletters ist online! Im aktuellen Planetary Health Update #9 geht es um Hitzeschutz, gesündere Luft bis 2030 und eine wirksamere Chemikalienpolitik. Außerdem geben wir Einblicke in unser Projekt „Natur als Gesundheitsressource“ sowie aktuelle politische Gespräche und Veranstaltungen. Jetzt lesen!
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Erfahrungsaustausch zu Ultrafiltration in der Trinkwasseraufbereitung: Betreiber treffen sich in Luxemburg

Wie lassen sich Ultrafiltrationsanlagen noch effizienter betreiben? Welche Erfahrungen gibt es mit Membrandefekten, Reinigungsverfahren und der Anlagenüberwachung? Diese und weitere Fragestellungen standen im Mittelpunkt des zweiten ERFA-Workshops für Betreiber von Ultrafiltrationsanlagen (UF) zur Trinkwasseraufbereitung, der in der vergangenen Woche bei SEBES in Luxemburg stattfand.

Der von IWW koordinierte und durch das TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser unterstützte Workshop brachte Betreiber verschiedener Wasserwerke zum fachlichen Austausch zusammen. Zum Auftakt besichtigten die Teilnehmenden das Wasserwerk in Eschdorf, bevor ein gemeinsames Abendessen Gelegenheit zum persönlichen Kennenlernen und Netzwerken bot.

Am zweiten Veranstaltungstag standen intensive Fachgespräche und praxisnahe Erfahrungsberichte im Fokus. Diskutiert wurden unter anderem die Auslegung und Fahrweise von UF-Anlagen, Wartungs- und Reinigungsstrategien, Sensorik und Überwachungssysteme sowie Fragen rund um Membrandefekte, Nutzungsdauern und den Umgang mit Spülwässern und Schlämmen. Die Ergebnisse einer vorab durchgeführten Betreiberbefragung dienten dabei als wichtiger Leitfaden für die Diskussionen.

Besonders geschätzt wurde der offene Austausch unter den Teilnehmenden. Der direkte Vergleich unterschiedlicher Herangehensweisen, praktische Einblicke aus dem Anlagenbetrieb und die gemeinsame Diskussion von Herausforderungen lieferten wertvolle Impulse für die Optimierung der eigenen Prozesse.

Das große Interesse und die positiven Rückmeldungen zeigen den hohen Bedarf an einem solchen Netzwerk. Entsprechend wünschen sich die Teilnehmenden bereits jetzt eine Fortsetzung des Erfahrungsaustauschs im kommenden Jahr. Gleichzeitig steht die Runde weiteren Betreibern von UF-Anlagen offen. Interessierte können sich gerne an p.levai@iww-online.de wenden.

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40 Jahre IWW: Ein Jubiläum voller Impulse für die Zukunft der Wasserforschung

Am 8. Oktober 2026 feierte das IWW sein 40-jähriges Bestehen mit einem festlichen Jubiläum in der Stadthalle Mülheim an der Ruhr. Gemeinsam mit Gästen aus Wissenschaft, Politik und Wasserwirtschaft blickte das Institut auf vier Jahrzehnte erfolgreicher Forschungsarbeit zurück und diskutierte zugleich die Herausforderungen und Chancen der zukünftigen Wasserversorgung.

Vier Jahrzehnte Kompetenz und Leidenschaft

Unter dem Motto „40 Jahre Kompetenz und Leidenschaft“ stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Bedeutung unabhängiger und praxisnaher Wasserforschung. Seit vier Jahrzehnten begleitet das IWW die Entwicklung der Wasserwirtschaft mit wissenschaftlicher Expertise und innovativen Lösungen. Das Jubiläum bot die Gelegenheit, diesen Weg gemeinsam mit langjährigen Partnern und Wegbegleitern zu würdigen.

Feierliche Eröffnung und prominente Grußworte

Die Jubiläumsveranstaltung wurde von Dr. Kristina Baillot vom IWW, Ramona Fels von der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft (JRF) und Monika Kluge von der IWW Holding eröffnet. In ihren Beiträgen hoben sie die Rolle des IWW als wichtige Brücke zwischen Forschung und Praxis hervor.

Zu den Gratulanten, die auch Grußworte hielten, gehörten außerdem Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Matthias Hauer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, der per Videobotschaft zugeschaltet war, sowie Prof. Dr. Andrea Kienle vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.

Wasserforschung von NRW nach Europa

Ein zentraler Programmpunkt war die Vortragsreihe „Wasserforschung von NRW nach Europa und zurück“. Dabei beleuchteten renommierte Fachleute unterschiedliche Perspektiven auf die zukünftige Entwicklung der Wasserforschung.

Prof. Dr. Dieter Bathen von der JRF sprach über die Bedeutung von „Wasserforschung made in NRW“, während Frau Dr. Verena Höckele vom Projektträger Karlsruhe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Verbindung zwischen Wasserforschung und der High-Tech-Agenda Deutschlands aufzeigte. Internationale Impulse setzte Rita Ugarelli von SINTEF in Norwegen mit ihrem Beitrag „Water Research beyond borders“.

Forschung für die Wasserversorgung von morgen

Besonders lebhaft verlief die Podiumsdiskussion unter dem Titel „Wasserversorgung der Zukunft – Die Wasserforschung liefert, was die Praxis braucht“. Unter der Moderation von Dr. Mathis Keller vom DVGW diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wasserwirtschaft und Forschung über aktuelle Herausforderungen und zukünftige Lösungsansätze für eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung. Zu den Teilnehmenden gehörten Leif Frederik Blum, Prof. Dr. Christoph Donner, Walter Dautzenberg und Matthias Partetzke.

Austausch in besonderer Atmosphäre

Neben den fachlichen Beiträgen bot das Jubiläum außerdem zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch. Bei Flying Dinner, Musik und Kunst kamen Gäste aus den unterschiedlichen Bereichen miteinander ins Gespräch und nutzten die Gelegenheit, bestehende Netzwerke zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.

Gemeinsam in die Zukunft

Die Feier zum 40-jährigen Bestehen machte deutlich, welche wichtige Rolle das IWW für die Wasserforschung und die praktische Wasserwirtschaft spielt. Die Veranstaltung verband Rückblick und Zukunftsperspektive auf gelungene Weise und zeigte, dass die großen Herausforderungen rund um Wasserqualität, Versorgungssicherheit und Klimawandel nur durch die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Politik und Praxis erfolgreich bewältigt werden können.

Hier gibt es eine Sonderausgabe des IWW-Journals zum 40-jährigen Jubiläum.

Beitragsbilder ©JRF e.V.

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Neue Publikation: Chemikalienpolitik muss Gesundheit und Planet besser schützen

Chemikalien sind aus unserem Alltag nicht wegzudenken, ihre Folgen für Umwelt und Gesundheit werden jedoch zunehmend zum Problem. In unserem neuen Policy Brief untersuchen die Autorinnen Marie Jung und Lena Tischler die gesundheitlichen Risiken von Umweltchemikalien und zeigen, wo die Chemikalienpolitik auf Bundes- und EU-Ebene nachsteuern muss.
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IWW bringt seine Expertise in der Wasserwiederverwendung in die Entwicklung eines »Agrarsystems der Zukunft« ein

Wasser in ausreichendem Maß und hoher Qualität ist für die Bevölkerung und die Wirtschaft ein essenzielles Gut. Durch Klimawandel, steigende Bevölkerungszahlen und zunehmende Industrialisierung verschärft sich jedoch die globale Wasserknappheit, was neue Strategien und oftmals eine Mehrfachnutzung von Wasser erforderlich macht oder sinnvoll erscheinen lässt. Verschiedene Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt bzw. noch verschärfen wird. Unter diesem Aspekt nehmen alternative Wasserressourcen, insbesondere die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser, als Ersatz für Trink- und Grundwässer in ihrer Bedeutung zu.

Im Fokus der wissenschaftlichen und fachlichen Diskussion steht seit geraumer Zeit die Wasserwiederverwendung im landwirtschaftlichen Umfeld. Die im Jahr 2020 verabschiedete EU-Verordnung 2020/741 zum »Water Reuse« ist seit dem 25. Juni 2023 in Kraft. Auf nationaler Ebene steht die Integration in das deutsche Wasserrecht zwar noch aus, die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser wird jedoch auch für weitere Wirtschaftssektoren von erheblicher Bedeutung werden.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Forschungsprojekts SUSKULT entwickelt seit 2019 ein Konsortium aus naturwissenschaftlich-technischen und sozialwissenschaftlichen Disziplinen, Unternehmen sowie gesellschaftlichen Anspruchsgruppen unter der Leitung des Fraunhofer UMSICHT ein »Agrarsystem der Zukunft«. In der auf das Jahr 2050 ausgerichteten Transformation werden Kläranlagen zukünftig zentrale Schnittstellen für die metropolintegrierte Rückgewinnung und Valorisierung von Ressourcen wie Wasser, Stickstoff, Phosphor, Kalium und Energie für die zukunftsfähige und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion in Deutschland sein.

Im zurückliegenden Verlauf des Projekts wurde erfolgreich gezeigt, dass Trübwasser kommunaler Kläranlagen nach der Schlammentwässerung eine vielversprechende Ressource für die Rückgewinnung eines flüssigen Mehrkomponentendüngers ist. Der Hauptstrom einer Kläranlage bietet jedoch deutlich größere Rückgewinnungspotentiale, was jedoch mit einer erheblichen Änderung der konventionellen Behandlungsstränge verbunden ist. In bisherigen Analysen der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) wurden verschiedene Transformationsschritte zur Erreichung dieses Ziels betrachtet, beispielsweise die Integration von Nährstoffrückgewinnungsverfahren in Kombination mit Membranen, Adsorption/Desorption oder Ionenaustausch.

In der Folge forscht die IWW Institut für Wasserforschung gGmbH seit August diesen Jahres gemeinsam mit der RPTU an der Aufbereitung des Kläranlagenhauptstroms mittels Membrantechnologie und Nutzung der erzeugten Konzentrate und Filtrate. Im Fokus der Arbeiten am IWW stehen die Aufbereitung mittels Membranverfahren und deren Optimierung, die chemische Qualitäts- und Integritätskontrolle, die Beurteilung mikrobieller Risiken und Wiederverkeimungspotentiale sowie eine Sektoren- und Bedarfsanalyse für die Nutzung des qualitativ hochwertigen Filtrats. Die Arbeiten der RPTU konzentrieren sich auf die Rückgewinnung von Nährstoffen, insbesondere Kalium, aus dem Umkehrosmosekonzentrat und die Abstimmung der Verfahrenskette im Hauptstrom zusammen mit dem IWW. Im Projekt werden diese technologischen Entwicklungen an der RPTU in die Konzeption der Kläranlage der Zukunft und in die Arbeiten zur Transition heutiger Kläranlagen zu Nährstoffzentren einfließen.

»Wir sind sehr froh unsere Expertise an der Schnittstelle von Technologie, Mikrobiologie, Water Reuse und dadurch der Sicherung der Trinkwasserversorgung für die Gestaltung eines visionären Agrarsystems der Zukunft einbringen zu können«, erklärt der Projektleiter am IWW Institut für Wasserforschung, Volkmar Keuter. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende 2028.

 

 

 

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IWW mit drei Projekten in der aktuellen ewp-Ausgabe vertreten

In der aktuellen Sonderausgabe „Energielösungen für die Wasserwirtschaft“ der Fachzeitschrift energie | wasser-praxis (ewp) ist das IWW Institut für Wasserforschung gleich mit mehreren Forschungsprojekten vertreten. Damit wird die wichtige Rolle des Instituts bei der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Lösungen an der Schnittstelle von Wasserwirtschaft, Energieeffizienz und Versorgungssicherheit hervorgehoben. Zudem unterstreicht die Präsenz in der Ausgabe die hohe fachliche Expertise des IWW.

Das Projekt SmartWaterOpt beschäftigt sich mit der Integration von Qualitätsparametern in die Energieoptimierung von Wassergewinnungen. Ziel ist es, den Betrieb von Wassergewinnungsanlagen sowohl energieeffizient als auch qualitätsorientiert zu gestalten.

Darüber hinaus werden die Projekte Trans2NT-TWW und WaTsup präsentiert. Beide Vorhaben leisten wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen Wasserversorgung und greifen aktuelle Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenschonung und nachhaltige Betriebsstrategien auf.

Die komplette Ausgabe „Energielösungen für die Wasserwirtschaft“ ist online unter dem folgenden Link verfügbar und bietet einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und innovative Lösungsansätze in der Branche: energie | wasser-praxis (ewp)

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Ergebnisse von PFAS-Projekt werden vorgestellt

Bei der Trinkwasseraufbereitung mittels Membranverfahren wird die Einleitung von PFAS-haltigen Konzentraten in Fließgewässer ohne vorherige Behandlung zunehmend kritisch gesehen und gewinnt an politischer Relevanz.

Im DVGW-Projekt PFAS-Konz C/DAF untersuchte das IWW Institut für Wasserforschung gGmbH gemeinsam mit der Cornelsen Umwelttechnik GmbH am Standort Baden-Baden, inwieweit sich die Aufbereitungsmethoden kationische Koagulation mit PerfluorAd®/(Plus) und nachfolgende Dissolved Air Flotation (DAF) zur Entfernung von PFAS aus Konzentraten eignen. Das Projekt ergänzte das laufende DVGW-Vorhaben PFAS-Konz, in dem die Abscheideleistung einer Schaumfraktionierung betrachtet wird.

Die spezifischen Fragestellungen des Projekts umfassten die Effektivität der PerfluorAd®/(Plus)-DAF-Kombination bei der Entfernung von PFAS aus UO-Konzentraten, insbesondere im Vergleich zum bisherigen Stand der Technik (Filtration/Sedimentation), die potenzielle Reduzierung der Gesamtbelastung mit PFAS im Wasserwerk sowie die Untersuchung betrieblicher Parameter, die im Hinblick auf die Abscheidung von kurzkettigen PFAS-Verbindungen besonders relevant sind.

Durch die neuen Erkenntnisse dient das Projekt als Fundament für die Entwicklung effizienter und praxisgerechter Verfahren zur Entfernung von PFAS aus Trinkwasser und verbessert somit die Sicherheit der Wasserversorgung.

Gemeinsam mit Marcel Riegel vom TZW stellt Dominic Röher vom IWW am 21.10.2026 um 10 Uhr die Projektergebnisse in einem kostenlosen DVGW-Forschungsseminar online vor. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier.

 

 

 

 

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Neue Studie deckt bislang unterschätzte Belastung von Oberflächengewässern mit „Ewigkeitschemikalien“ auf

Per- und polyfluorierte Substanzen (PFAS), auch als „Ewigkeitschemikalien“ bekannt, gehören zur Stoffgruppe der organischen Fluorverbindungen. Aufgrund ihrer hohen Persistenz und weiten Verbreitung in der Umwelt sowie ihrer toxikologischen Eigenschaften werden sie als besonders bedenklich eingestuft.

In einer aktuelle Studie wurden entlang eines Fließgewässers Wasserproben entnommen und mit unterschiedlichen Methoden analysiert. Es zeigte sich, dass über die gängigen Routineanalysen von etwa 20 PFAS, weniger als fünf Prozent des Anteils am organischen Fluor erklärbar sind. Damit wird der überwiegende Teil dieser Stoffgruppe mit den derzeit üblichen Untersuchungsmethoden nicht erfasst. Die Routineanalysen bilden somit lediglich die Spitze des Eisbergs ab.

Zudem konnten über effektbasierte Untersuchungen Proben identifiziert werden, in denen bisher unbekannte, toxikologisch relevante, fluorierte Verbindungen enthalten sind.

Die Studienergebnisse werfen zahlreiche neue Fragen auf, die in weiteren Untersuchungen beantwortet werden müssen. Dazu gehört neben der Identifizierung von bislang unbekannten organischen Fluorverbindungen auch die Klärung ihrer Eintragspfade und ihr Transport und Verbleib im Fließgewässer. Zudem stellt sich die Frage, wie Gewässer künftig besser überwacht und wie Umwelt und Mensch wirksamer vor Chemikalien geschützt werden können.

Die vollständige Studie wurde in der Fachzeitschrift Toxics veröffentlicht (Link zur Publikation).

 

 

 

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Neuer Policy Brief: Gesündere Luft bis 2030

Mit der neuen EU-Luftqualitätsrichtlinie steigen ab 2030 die Anforderungen an die Luftqualität. In einigen Städten werden die neuen Grenzwerte jedoch derzeit überschritten. Unser neuer Policy Brief "Gesündere Luft bis 2030: Gemeinsam für eine ambitionierte Umsetzung der Luftqualitätsrichtlinie" zeigt, wie Deutschland die neuen Vorgaben erfolgreich und gerecht umsetzen kann.
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Neues Verfahren zur Erkennung von Schadstoffen im Wasser gewinnt Mülheim Water Award 2026

Zum zehnten Mal wurde am 16. September 2026 der Mülheim Water Award verliehen. Der von der GERSTEL GmbH & Co. KG, unterstützt durch Velaris, und der RWW Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft mbH gestiftete und mit 10.000 Euro dotierte Preis ging an das Projekt „GCI-Rohrpassivsammler“. Die Auszeichnung wurde von Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz als Schirmherr des Awards im Rahmen des Mülheimer Wasseranalytischen Seminars in der Stadthalle Mülheim überreicht.

Das ausgezeichnete Projekt „GCI-Rohrpassivsammler“ erweitert die Möglichkeiten des Wasser-Monitorings durch einen innovativen Passivsammler für Schadstoffe in einem Bypass-System mit geregeltem Messwasserstrom. Das patentierte und bereits erfolgreich erprobte Verfahren eignet sich für den Einsatz in Roh-, Trink- und Klarwasser sowie im Grundwasser-, Brunnen- und Kläranlagenmonitoring.

Durch die zeitintegrierte Probenahme können auch sehr niedrige oder stark schwankende Schadstoffbelastungen zuverlässiger erfasst werden als mit klassischen Stichproben. Gleichzeitig reduziert sich der Aufwand für Probenahme und Analytik. Dank eines übertragbaren Kalibrierungskonzepts und der Nutzung kommerzieller Extraktionsmaterialien lässt sich ein breites Spektrum an Stoffen an unterschiedlichen Standorten überwachen. Damit verbessert das Verfahren die Datengrundlage für Risikobewertungen und Schutzmaßnahmen und leistet einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Schutz von Wasserressourcen.

Eingereicht wurde das Projekt von Jörg-Helge Hein von der GCI GmbH aus Königs Wusterhausen gemeinsam mit Dr. Frederik Zietzschmann und Tobias Hensel von den Berliner Wasserbetrieben.

In seiner Laudatio würdigte Oberbürgermeister Marc Buchholz die besondere Rolle des Awards für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Forschungsthemen in der Wasserwirtschaft entstünden häufig unmittelbar aus den Herausforderungen der praktischen Anwendung, während Forschungsergebnisse vielfach direkt in die Praxis überführt werden könnten. Der Mülheim Water Award leiste seit zwei Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag, diese Verbindung zu stärken und Innovationen für eine sichere und nachhaltige Wasserversorgung zu fördern.

Für den Mülheim Water Award 2026 konnten sich Interessierte aus Europa mit Projekten zum übergeordneten Thema „Innovationen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und sichere Trinkwasserversorgung“ bewerben. Der Award wurde erstmals 2006 verliehen und feierte 2026 seine zehnte Auslobung. In bislang zehn Wettbewerbsrunden wurden rund 200 Bewerbungen aus 25 europäischen Ländern eingereicht. Die ausgezeichneten Projekte repräsentieren die gesamte Bandbreite wasserwirtschaftlicher Innovationen, von neuen Technologien und analytischen Verfahren bis hin zu digitalen und interdisziplinären Lösungsansätzen.

Mit dem Mülheim Water Award zeichnen die Stifter GERSTEL GmbH & Co. KG, unterstützt durch Velaris, und die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH praxisorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie innovative Konzepte in den Bereichen Trinkwasserversorgung und Wasseranalytik aus. Ziel des Preises ist es, Innovationen in der europäischen Wasserwirtschaft zu fördern und den Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung zu unterstützen.

Weitere Informationen unter www.muelheim-water-award.com.

 

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Online-Ausgabe der Laborpraxis zum MWAS 2026 verfügbar

Das MWAS 2026 inklusive der Verleihung des Mülheim Water Award steht vor der Tür. Wer sich bereits zum Ende der Sommerferien auf unsere Tagung am 16. und 17. September 2026 einstimmen möchte, kann jetzt einen ersten Blick in die Sonderausgabe der Laborpraxis werfen.

Neben Informationen zu unseren Ausstellern finden sich spannende Fachartikel zu aktuellen Forschungsprojekten mit analytischem Schwerpunkt. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Thema Labordigitalisierung, das auch auf dem MWAS 2026 eine wichtige Rolle spielt. Ergänzend zur Vortragssession konnten wir fünf Aussteller gewinnen, die an ihren Ständen die neuesten Entwicklungen im Bereich Labor-Informations- und Managementsysteme (LIMS) präsentieren und für Fragen sowie den fachlichen Austausch zur Verfügung stehen.

Wer sich noch nicht angemeldet hat, sollte die Gelegenheit nutzen und sich jetzt seinen Platz sichern: Hier geht es zur Anmeldung. 

Wir freuen uns auf spannende Diskussionen, neue Impulse und das persönliche Netzwerken. Bis bald in Mülheim an der Ruhr, der Stadt am Fluss!

 

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Neues Factsheet zu Umweltchemikalien im Hautkontakt

Über die Haut gelangen zahlreiche Chemikalien in den menschlichen Körper . Es geschieht oft unbemerkt und über Alltagsprodukte wie Kosmetika, Kleidung oder Hygieneartikel. Dennoch fehlen für viele Produkte mit direktem Hautkontakt verbindliche Grenzwerte ode r Verbote bedenklicher Stoffe. Unser Factsheet gibt einen Überblick über die gesundheitlichen Risiken durch Hautkontakt mit Umweltchemikalien und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten - besonders für gesundheitsberufe.
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Projekt WaTsup gestartet: Wärme aus Trinkwasser für die Wärmewende erschließen

Im Mai 2026 ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Forschungsprojekt WaTsup – Wärmegewinnung aus Trinkwasser: sicher und praktikabel offiziell gestartet. Ziel des Verbundprojekts ist es, das bisher weitgehend ungenutzte Potenzial von Trinkwasser als regenerative Wärmequelle für die Wärmewende zu erschließen und gleichzeitig höchste Anforderungen an Trinkwasserhygiene und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Ein erster wichtiger Meilenstein wurde am 24. Juli 2026 erreicht: Auf dem Gelände des Avacon-Wasserwerks in Lüneburg wurde die Pilotanlage zur Wärmegewinnung aus Trinkwasser feierlich in Betrieb genommen. Zu den Gästen der Veranstaltung zählten auch der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Christian Meyer und Lüneburgs Oberbürgermeisterin, Claudia Kalisch.

Gemeinsam an innovativen Lösungen für die Wärmeversorgung arbeiten

Das Verbundprojekt wird von IWW Zentrum Wasser, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Avacon Wasser GmbH und swb Services GmbH gemeinsam bearbeitet. Das IWW übernimmt die Projektkoordination. Darüber hinaus unterstützen zahlreiche Wasserversorgungsunternehmen, Stadtwerke, Verbände und Netzbetreiber das Vorhaben als assoziierte Partner.

Trinkwasser als regenerative Wärmequelle nutzen

Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung gehört zu den größten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten stehen häufig nur begrenzte Flächen für Geothermie oder andere erneuerbare Wärmequellen zur Verfügung. Trinkwassernetze bieten dagegen eine nahezu flächendeckend vorhandene Infrastruktur mit einem vergleichsweise stabilen Temperaturniveau.

Vor diesem Hintergrund untersucht WaTsup, wie Wärme aus Trinkwasser künftig sicher, wirtschaftlich und nachhaltig genutzt werden kann. Neben ihrem Beitrag zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung könnte die Technologie auch dabei helfen, den klimawandelbedingten Temperaturanstieg im Trinkwasserverteilnetz zu begrenzen.

Forschung unter realen Betriebsbedingungen

Die Forschungsarbeiten basieren auf insgesamt vier Fallstudien. Die neue Pilotanlage in Lüneburg dient dabei als Demonstrations- und Forschungsstandort für den Einsatz der Technologie unter realen Betriebsbedingungen.

Ergänzend werden zwei bestehende Anlagen in Warringholz und Neumünster wissenschaftlich begleitet. Darüber hinaus untersucht das Projekt am Beispiel Bremen das Potenzial einer großskaligen Wärmegewinnung aus Trinkwasser für die Versorgung ganzer Quartiere.

Mit den verschiedenen Fallstudien sollen wissenschaftliche, technische und betriebliche Erkenntnisse gewonnen werden, die eine sichere und breite Anwendung der Technologie in Zukunft unterstützen.

Auf dem Bild zu sehen sind: Geschäftsführer Avacon Wasser Thomas Meyer (v. l.), BDEW Mitglied der Hauptgeschäftsführung und Hauptgeschäftsführer Wasser und Abwasser Martin Weyand, Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Avacon-CEO-Matthias Boxberger, Geschäftsführer Avacon Wasser Thorsten von Neubeck und der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Christian Meyer. 
Copyright Bild: Avacon GmbH

 

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„Die Planetary Health-Brille werde ich für den Rest meiner beruflichen Laufbahn mit mir tragen.“ — Einblicke in ein Praktikum beim CPHP

Hawi Melka und Leonie Bernhard haben zeitgleich ihr Praktikum beim CPHP absolviert, kommen aber aus ganz unterschiedlichen Richtungen: Hawi als Ärztin aus Äthiopien, Leonie ist gelernte Ergotherapeutin. Im Gespräch erzählen sie, wie sie aus der Praxis zum CPHP gefunden haben, was sie in den Monaten gelernt haben und warum sie die „Planetary Health-Brille" so schnell nicht mehr ablegen werden.
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Zwischenstand von WRAP-GH2 Projekt nach einem Jahr Laufzeit

Das vom Bundeministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz, und nukleare Sicherheit geförderte Projekt beschäftigt sich mit der Identifizierung von Wasserressourcen in Kombination mit Agrivoltaik für dezentrale Anwendungen von grünem Wasserstoff in Jordanien. Jordanien gehört zu den wasserärmsten Ländern der Welt und steht gleichzeitig vor der Herausforderung, seine Energieversorgung klimaneutral und krisenfest aufzustellen. Hier setzt das Projekt WRAP-GH2 an: Im Rahmen einer zweijährigen Machbarkeitsstudie untersucht das Konsortium, wie die Erzeugung von grünem Wasserstoff (H2) in ariden Gebieten gelingen kann, ohne kostbare Frischwasserressourcen zu verbrauchen. Dabei liegt der innovative Kern des Projekts in der Kopplung dreier Subsysteme:

  • der Nutzung von alternativen Wasserressourcen wie beispielsweise Abwasser,
  • dem Einsatz von Agrivoltaik-Anlagen (AV) zur klimaschonenden Stromerzeugung und
  • die Erzeugung und Nutzung von grünem H2 mittels dezentraler Wasserstofftechnologien.

In einem Erklärvideo, das im Rahmen der initialen Projektphase erstellt wurde, erklärt das Projektteam, wie diese innovative Systemkopplung ineinandergreifen kann. Da der Austausch mit Stakeholdern vor Ort für das Projekt von großer Bedeutung ist, dient das Erklärvideo auch als strategisches Werkzeug, um die komplexe Thematik näher zu bringen. Der Link zum Video findet sich hier: Youtube-Video.

Wichtige Wegmarken im ersten Projektjahr waren:

  • PESTEL-Analyse: Zur systematischen Bewertung potenzieller Anwendungsfälle nach politischen, wirtschaftlichen, sozialen, technologischen, ökologischen und rechtlichen Kriterien (PESTEL) wurde zunächst ein umfassendes Excel-basiertes Analyseraster entwickelt und es wurden fünf potenzielle Standorte in Jordanien hinsichtlich der Umsetzung des betrachteten Gesamtsystems untersucht wurden;
  • GIS-Analysen: Für die Entwicklung der Anwendungsfälle wurden im Vorfeld zwei umfassende GIS-Projekte aufgesetzt zur Identifikation geeigneter Standorte hinsichtlich der Verfügbarkeit alternativer Wasserressourcen und Potentialflächen für AV.

In diesem Zusammenhang wurde der Campus der Jordan University of Science and Technology (JUST) als vielversprechender Standort für die Umsetzung des Systems identifiziert. Auf dem Campusgelände wird ein Klärwerk betrieben. In unmittelbarer Umgebung erfolgt zudem der Anbau von Oliven, wodurch sich für die verschiedenen Subsysteme wichtige Voraussetzungen ergeben. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Vertreter*innen der JUST und dem Wuppertal Institut mündete in einem Memorandum of Understanding (MoU), das Ende 2025 unterzeichnet wurde. Das MoU bildet den Grundstein für den reibungslosen Daten- und Informationsaustausch zwischen den beiden Kooperationspartnern.

Der Austausch mit der JUST dient einer genauen Analyse der Machbarkeit des Gesamtsystems, die im Laufe des Jahres 2026 mit jordanischen und deutschen Stakeholdern diskutiert werden soll. Im Zentrum der Diskussion steht dabei auch das Thema Akzeptanz. Zunächst sollen dafür bilaterale Expert*inneninterviews genutzt werden, darüber hinaus ist auch ein Workshop geplant. Die Projektbeteiligten beobachten derzeit die geopolitische Lage in der Region und passen das Umsetzungsformat entsprechend an.

Darüber hinaus trägt das WRAP-GH2-Projektteam die gewonnenen Erkenntnisse aktiv in das Wissenschaftssystem hinein:

  • Akademischer Nachwuchs: Zwei Promotionsvorhaben am Wuppertal Institut sind mit dem Projekt verknüpft. Dabei wird eine Innovationssystemanalyse zur Abwasserwiederverwendung für die grüne H2-Erzeugung an der Leuphana Universität Lüneburg umgesetzt. Daneben wird zu Agrivoltaik-Innovationen an der Universität Hohenheim in Stuttgart geforscht.
  • Dissemination: Für das Jahr 2026 sind bereits ein wissenschaftlicher Fachartikel sowie ein weiterer Konferenzbeitrag fest eingeplant, um den langfristigen Wissenstransfer abzusichern.

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Young Scientist Award für Masterarbeit von Saeedeh Lordan

Im Rahmen des Sommerfestes der Universität Duisburg‑Essen am Campus Essen wurde am 25. Juni 2026 der Young Scientist Award des Zentrums für Wasser- und Umweltforschung ZWU verliehen. Den zweiten Platz in der Kategorie „Masterarbeiten“ erhielt Saeedeh Lordan (2. v. r.) für ihre Arbeit „Investigating Ferrous Slags in an In-vitro Study: Chemical Profile and Toxicity“, angefertigt im Rahmen des Studiengangs „Environmental Toxicology“ der Universität Duisburg Essen. Durchgeführt wurde die Arbeit am FEhS – Institut für Baustoff-Forschung e.V. und im Bereich Wasserressourcenmanagement im Geschäftsfeld Toxikologie und Stoffbewertung des IWW.

Ihre Untersuchung zu Schlackeneluaten liefert erstmals belastbare Daten für die Risikobewertung beim Einsatz von Schlacken als Sekundärrohstoffe, etwa in Bau- und Straßenmaterialien oder in der Landwirtschaft. Im Fokus steht die potenzielle Auswaschung toxischer Substanzen in Boden und Grundwasser – ein relevantes Risiko für aquatische Ökosysteme und die Trinkwassergewinnung. Gleichzeitig leisten die Ergebnisse einen wichtigen Beitrag zur REACH-Registrierung von Eisenhüttenschlacken.

Die Arbeit überzeugte durch ihren interdisziplinären Ansatz indem chemische Analytik mit in-vitro Toxizitätstests (u. a. ERα- und AR-CALUX-Bioassays, Mikrokerntest, MTT-Test) kombiniert wurde. Die am IWW durchgeführten toxikologischen Untersuchungen dienten der Bestimmung etwaiger endokriner, gentoxischer und zytotoxischer Wirkungen in den Schlackeneluaten. Die einstimmige Bestnote 1,0 würdigt die hohe wissenschaftliche Qualität, methodische Exzellenz und Eigenständigkeit von Frau Lordan. Herzlichen Glückwunsch von allen IWW-Mitarbeitenden!

 

 

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