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Europäische Impfwoche 2026: Impfstoffe wirken in jeder Generation – jetzt Impfstatus prüfen!
Wege zur großflächigen Renaturierung: Wie Europas Flüsse wieder lebendiger werden
Flüsse, Auen und Feuchtgebiete übernehmen essenzielle Funktionen wie Wasserreinigung, Hochwasserschutz und Lebensraum für zahlreiche Arten. Dennoch sind sie durch menschliche Eingriffe wie Verschmutzung, Flussregulierungen und Landnutzungsänderungen massiv beeinträchtigt. Obwohl sogenannte naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) als vielversprechender Ansatz gelten, bleibt ihre Umsetzung bislang oft lokal begrenzt und fragmentiert, mit entsprechend begrenzter Wirkung.
Fünf Bausteine für die Renaturierung
Die Studie basiert auf der Auswertung von 18 Renaturierungsmaßnahmen in Europa, die im Rahmen des EU-geförderten MERLIN-Projekt umgesetzt wurden. Das Projekt wird von der Universität Duisburg-Essen koordiniert und mit rund 21 Millionen Euro durch die Europäische Union gefördert.
Ziel war es, Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die eine Übertragung und Ausweitung solcher Maßnahmen ermöglichen. Die Analyse zeigt, dass erfolgreiche Renaturierung nicht auf Einzelmaßnahmen beruht, sondern auf dem Zusammenspiel mehrerer zentraler Elemente. Die Forschenden definieren fünf sogenannte „Bausteine“: eine fundierte Analyse des Ausgangszustands, die Entwicklung gemeinsamer Zukunftsvisionen, ein evidenzbasierter Ansatz, effektives Ressourcenmanagement sowie die aktive Einbindung relevanter Akteure.
Vom Einzelprojekt zur systemischen Transformation
Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist, dass Renaturierung nicht allein eine ökologische oder technische Aufgabe darstellt. Vielmehr handelt es sich um einen komplexen gesellschaftlichen Prozess. Die Umsetzung naturbasierter Lösungen ist stark von institutionellen Rahmenbedingungen, politischer Unterstützung und der Zusammenarbeit verschiedener Interessengruppen abhängig.
Die im Rahmen des MERLIN-Projekts untersuchten Fallstudien zeigen, dass Fortschritte insbesondere dort erzielt werden, wo langfristige Strategien, stabile Governance-Strukturen und verlässliche Finanzierungsmodelle vorhanden sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass großflächige Renaturierung nur gelingt, wenn Maßnahmen an lokale ökologische und gesellschaftliche Gegebenheiten angepasst werden, anstatt standardisierte Lösungen zu übertragen.
Darüber hinaus verändert sich die Rolle der Wissenschaft: Sie agiert zunehmend als vermittelnde Instanz, die unterschiedliche Perspektiven zusammenführt, Wissen bereitstellt und gemeinsame Lernprozesse unterstützt.
Neue Perspektiven für Politik und Praxis
Die Studie liefert wichtige Impulse für europäische Umweltstrategien wie den European Green Deal. Eine breit angelegte Wiederherstellung von Süßwasserökosystemen gilt als zentral, um Biodiversitätsziele zu erreichen, Klimafolgen abzumildern und die Versorgung mit sauberem Wasser langfristig zu sichern.
Anstatt einheitliche Lösungen vorzugeben, bietet der entwickelte Ansatz eine praxisnahe Orientierung, die unterschiedliche regionale Bedingungen berücksichtigt. Langfristig können diese Erkenntnisse dazu beitragen, Renaturierungsmaßnahmen effektiver zu planen, besser zu vernetzen und ihre Wirkung deutlich zu erhöhen – ein entscheidender Schritt hin zu resilienten Ökosystemen und nachhaltigen Lebensgrundlagen.
Originalpublikation:
Birk S, Anzaldua G, Baattrup-Pedersen A, et al. (2026) Building blocks for upscaling freshwater ecosystem restoration: Place-based strategies for a transdisciplinary challenge. In: Kaden US, Schmid S, Wulf S, Marsden K, Klusmann C, Bonn A, Tockner K, Scholz M (Eds) Wetlands in a Changing Climate: Restoring Coasts and Floodplains. Nature Conservation 62: 261-287. https://doi.org/10.3897/natureconservation.62.148938
Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Daniel Hering
Biologie
daniel.hering@uni-due.de
Quelle: Universität Duisburg-Essen
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GF und VAG bauen gemeinsam zuverlässige Wassernetze
GF positioniert sich neu als globaler Anbieter von Flow Solutions für Haustechnik, Industrie und Infrastruktur. Mit der Übernahme der VAG-Group im Oktober 2025 wurde das Portfolio gezielt um international etablierte Ventiltechnologien aus Metall erweitert und das Infrastrukturgeschäft gestärkt.
VAG mit Hauptsitz in Mannheim zählt weltweit zu den führenden Spezialisten für Metallarmaturen in kritischen Infrastrukturen. Ob Absperrschieber, Absperrklappen, Regel- oder Rückschlagventile – VAG-Lösungen kommen in Trinkwassernetzen, Staudämmen, Wasseraufbereitungsanlagen und Kraftwerken zum Einsatz.
In Kombination mit den Kunststoffrohrleitungssystemen und Verbindungstechnologien von GF entsteht ein integriertes Lösungsangebot für die gesamte Wertschöpfungskette. Kunden profitieren von besser aufeinander abgestimmten Komponenten, vereinfachter Beschaffung und langlebigen Lösungen, die Leckagen und Wartungskosten reduzieren. Dabei treffen Systemintegration, Polymerkompetenz und Automatisierung von GF auf das Ventil-Know-how und die Engineering-Expertise von VAG. Für Betreiber bedeutet das mehr Effizienz und Zuverlässigkeit.
Praxisbeispiel
Wie diese Integration funktioniert, zeigt ein Referenzprojekt in Frauenfeld. Die Schlossbadi, ein modernes öffentliches Schwimmbad, stellt hohe Anforderungen an Wasserqualität und Betriebssicherheit. Insgesamt 6.800 Kubikmeter Wasser werden etwa alle 1,5 Stunden umgewälzt.
Im Rahmen von Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen wurde 2024 ein umfassendes Rohrleitungs- und Armaturenkonzept umgesetzt. GF lieferte Industriearmaturen, darunter Kugelhähne, Absperrklappen bis DN 500, Membranventile sowie die passende Antriebstechnik und Zubehör. Neben rund 5,5 Kilometern installierter Rohrleitungen aus Polyethylen mit ecoFIT- und ELGEF-Plus-Komponenten wurde auch eine DN400-Testinstallation der Kunststoff-Absperrklappe 565 Big erfolgreich realisiert.
Im selben System wurden VAG-Absperrschieber integriert, die zentrale Absperrfunktionen übernehmen. Gerade in Schwimmbadanwendungen, in denen es auf die zuverlässige Trennung einzelner Kreisläufe, Wartungsfreundlichkeit und dauerhafte Dichtheit ankommt, spielen Absperrschieber ihre Stärken aus. Ihre robuste Bauweise und die bewährte Dichtungstechnologie ermöglichen einen sicheren Betrieb.
Das Projekt zeigt, wie Polymer- und Metalltechnologien synergetisch zusammenwirken: korrosionsfreie Rohrsysteme auf der einen, hochbelastbare Armaturen auf der anderen Seite – abgestimmt in Planung, Dimensionierung und Installation.
GF & VAG auf der IFAT 2026 in München:
GF Stand: B3.351
VAG Stand: C2.451
Mehr InformationenUnternehmensprofil
Mit einer reichen Tradition industrieller Innovation seit 1802 gestaltet GF die Zukunft von Flow Solutions und liefert Excellence in Flow durch geschäftskritische Produkte und Lösungen, die den sicheren und nachhaltigen Transport von Wasser und anderen Fluiden für Gebäude, Industrie und Infrastruktur ermöglichen. Mit Hauptsitz in der Schweiz beschäftigt GF rund 13’300 Mitarbeitende in 46 Ländern. Im Jahr 2025 erzielte das Flow-Solutions-Geschäft von GF einen Umsatz von CHF 3 Mrd. GF ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.
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