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Beschreibung der Charakteristika invasiv beatmeter pflegebedürftiger Patient*innen in Bayern anhand der Nutzung von Routinedaten des MD Bayern

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2504-0513

Die Patient*innenzahl in invasiver häuslicher Beatmungspflege (IV-HBP) in Deutschland nimmt stark zu. Derzeit gibt es nur wenige Daten zu den Charakteristika dieser Patient*innen. Ziel der vorliegenden Studie ist es, IV-HBP-Patient*innen aus Routinedaten des Medizinischen Dienstes (MD) zu selektieren und deren Versorgungssituation zu beschreiben.Die Routinedaten stammen aus Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit des MD in Bayern (Jahre 2017–2020). IV-HBP-Patient*innen wurden mittels spezifischer Filtervariablen aus den Routinedaten selektiert und hinsichtlich soziodemografischer Merkmale, Diagnose, Mobilität, therapeutischer Maßnahmen und Pflegegrad analysiert.Der Datensatz umfasste 536 erwachsene IV-HBP-Patient*innen (34,5% weiblich, Alter Median 68, IQR 58–75). 13,1% lebten in Pflegeheimen (PH), 22,2 in häuslicher Pflege (HP) und 64,2% in Wohngemeinschaften (WGs). Zwischen 2017 bis 2020 stieg der prozentuale Anteil in WGs lebender Patient*innen kontinuierlich an. Die Wohnformen unterschieden sich in der Häufigkeit von durchgeführter Physiotherapie (PH 91,4%; HP 76,5%; WGs 90,4%; p<0,001) und Ergotherapie (PH 47,1%, HP 58,8%, WGs 69,8%, p<0,001). 69,4% der IV-HBP-Patient*innen wurden in Pflegegrad 4–5 eingestuft.IV-HBP-Patient*innen konnten aus den MD-Routinedaten selektiert und genutzt werden, um deren Versorgungssituation zu beschreiben. Um eine regelmäßige Beobachtung der Versorgungssituation zu ermöglichen, wäre eine genauere Erfassung der IV-HBP in MD-Daten wünschenswert.
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