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Testing a model-based approach for planning and regional coordination of hospital service group offerings: A model project in the East Saxony healthcare clusterErprobung eines modellbasierten Ansatzes für die Planung und regionale Abstimmung von Leistungsgruppenangeboten im Krankenhaus: Ein Modellprojekt im Versorgungscluster Ostsachsen

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2771-8616

The hospital reform passed in 2024 will lead to regional and nationwide changes in the German hospital landscape. A joint project to examine the effects of the hospital reform on health care structures in the East Saxony region was initiated by the Center for Evidence-Based Health Care (ZEGV) at Dresden University Hospital, the regional health care coordinators of the four districts in the East Saxony care cluster and the city of Dresden, a statutory health insurance provider (AOK PLUS), and other regional stakeholders. In addition, the aim was to promote cooperation between the stakeholders for the purpose of future regionally coordinated planning for inpatient care. The project involved the application and validation of a model displaying a hospital’s relevance for stationary care provision (care relevance model), which was developed in cooperation with the GKV-Spitzenverband (National Association of Statutory Health Insurance Funds) and is based on the performance data of German hospitals in accordance with § 21 KHEntgG (Hospital Remuneration Act). Thirty of the 36 hospital locations in the project region agreed to participate in the project. Both in a questionnaire-based self-assessment provided by the clinics and during a joint cluster conference, the tension between the need for cooperation and individual interests became clear. At this point, the care relevance model developed can scientifically support the dialogue between the stakeholders and thus support inpatient planning.Im Zuge der im Jahr 2024 verabschiedeten Krankenhausreform wird es zu regionalen und deutschlandweiten Veränderungen der Krankenhauslandschaft kommen. Vor diesem Hintergrund wurde ein gemeinsames Projekt des Zentrums für Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (ZEGV) der Hochschulmedizin Dresden mit den Regionalkoordinator:innen für Gesundheit der vier Landkreise im Versorgungscluster Ostsachsen und der Stadt Dresden, der AOK PLUS und weiteren regionalen Akteuren initiiert, um die Auswirkungen der Krankenhausreform auf die Versorgungsstrukturen in der Region Ostsachsen zu untersuchen. Zudem sollte die Kooperation zwischen den Akteuren zum Zweck einer zukünftigen regional abgestimmten Planung für die stationäre Versorgung gefördert werden. Im Projekt erfolgte die Anwendung und Validierung eines Versorgungsrelevanzmodells, welches in Kooperation mit dem GKV-Spitzenverband entwickelt wurde und auf den Leistungsdaten deutscher Krankenhäuser nach § 21 KHEntgG basiert. Dreißig von 36 Krankenhausstandorten in der Projektregion konnten für eine Teilnahme am Projekt gewonnen werden. Sowohl in einer fragebogengestützten Selbstauskunft der Kliniken als auch im Rahmen der zusammenführenden Clusterkonferenz wurde das Spannungsfeld zwischen Kooperationsnotwendigkeiten und Partikularinteressen deutlich. An dieser Stelle kann das entwickelte Versorgungsrelevanzmodell den Dialog zwischen den Akteuren wissenschaftlich begleiten und so die stationäre Planung unterstützen.
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Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

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Sektorenübergreifende regionale Versorgungsnetzwerke zur Sicherstellung einer bedarfsgerechten (stationären) Versorgung in Krisenzeiten: Ergebnisse von Fokusgruppegesprächen mit Gesundheitsversorgern

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2776-6848

Pandemic Preparedness erfordert komplementäre Aufgaben und einen koordinierten Ansatz mit multidirektionaler Interaktion zwischen Forschung, beitragsfinanzierter Gesundheitsversorgung und öffentlichem Gesundheitsdienst. Der Nationale Pandemieplan bildet den strategischen Rahmen der Pandemievorbereitung und hebt die Relevanz sektorenübergreifender Kooperation hervor. Konkrete, praxisorientierte Ansätze zur regionalen Vernetzung relevanter Akteure werden bislang nur in Ansätzen beschrieben und durch die vorliegende Studie praxisnah weiterentwickelt.Im BMFTR geförderten Projekt PREPARED wurden u. a. Best-Practice-Beispiele aus drei Versorgungsregionen (Frankfurt, Dresden, Bonn) erfasst und Checklisten für regionale Netzwerke zur Pandemievorbereitung und -bewältigung abgeleitet. Hierzu fanden im Mai 2023 leitfadengestützte Fokusgruppengespräche mit 29 Gesundheitsexperten statt, diese inhaltsanalytisch ausgewertet wurden. Die Stakeholder-Auswahl erfolgte durch eine Kombination aus typischen Fällen und heterogenen Gruppen.Die Studie identifizierte fünf zentrale Akteursgruppen in regionalen Versorgungsnetzwerken: 1) Laborlogistik, 2) öffentliche Verwaltung, 3) Notfall- und Rettungsdienste, 4) medizinische Versorgung sowie 5) Pflege und soziale Unterstützung. Die Analyse von Best-Practice-Beispielen verdeutlichte die Bedeutung transparenter Informationsdarstellung, sektorenübergreifender Zusammenarbeit und standardisierter Vorgehensweisen. Daraus wurden Empfehlungen abgeleitet, die darauf abzielen, die Resilienz und Vernetzung auf Landesebene nachhaltig zu stärken. Dazu zählen die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle, die Vereinheitlichung von Hygienestandards, kontinuierliches Monitoring sowie die Integration von Rettungsdiensten und Schulungsangeboten. Auf Basis dieser Ergebnisse wurden praxisorientierte Checklisten entwickelt, die regionale Versorger bei der Krisenbewältigung unterstützen sollen.Im Rahmen der Untersuchung wurden zentrale Strategien für eine effektive regionale Pandemievorbereitung und -bewältigung identifiziert.: i) enge und verbindliche regionale Zusammenarbeit, ii) die Etablierung sektorenübergreifender Netzwerke und iii) standardisierte Kommunikations- und Koordinationsstrukturen sowie flexible Checklisten für das Pandemiemanagement. Der Fokus dieser Ansätze liegt auf der Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Gesundheitssystems und der Ermöglichung einer flexiblen Reaktion auf Krisensituationen.
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Position paper of the German Network for Health Care Research: What is health care research?Positionspapier des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V.: Was ist Versorgungsforschung?

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2592-5998

The scope and definition of health care research is a matter of discussion in our scientific community. The Board of the German Network for Health Care Research has drafted a position paper that was extensively reviewed and commented upon by all working groups and specialist groups of the network. The present version represents consented common grounds to a large degree but is neither complete nor final. We consider this position paper a living document that will evolve and further converge in an ongoing discussion in the network.Definition und Aufgaben der Versorgungsforschung werden in unserer wissenschaftlichen Gemeinschaft diskutiert. Der Vorstand des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung hat ein Positionspapier erarbeitet, das von allen Arbeits- und Fachgruppen des Netzwerks intensiv diskutiert und kommentiert wurde. Die vorliegende Fassung ist zu großen Teilen konsentiert. Sie ist aber weder vollständig noch abschließend. Vielmehr betrachten wir dieses Positionspapier als ein living document, das sich in der laufenden Diskussion im Netzwerk weiterentwickeln und weiter konvergieren soll.
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