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Gestern — 29. Mai 2026Das Gesundheitswesen

Einschätzung hausärztlich tätiger Ärzt*innen zur Reform der Psychotherapie-Richtlinie

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2826-9180

Hausärzt*innen nehmen in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eine wichtige Rolle ein. Sie sind in den überwiegenden Fällen die Eintrittspforte ins System. Häufig koordinieren sie die Weiterleitung in eine psychotherapeutische Behandlung. Entsprechend hat die Reform der Psychotherapie-Richtlinie (2017) mit der Einführung der psychotherapeutischen Sprechstunde als neue Leistung eine direkte Auswirkung auf die Hausärzt*innen. Ziel dieses Artikels ist es, die Einschätzung der Hausärzt*innen zu dieser Reform abzubilden.Im Rahmen des Projekts „Evaluation der Psychotherapie-Richtlinie“ wurde eine standardisierte Querschnittbefragung von 3400 Hausärzt*innen in der vertragsärztlichen Versorgung durchgeführt. Die Auswertung der Befragung erfolgte deskriptiv.Es nahmen 256 Hausärzt*innen an der Befragung teil. 72,7% der Teilnehmenden waren 51 Jahre und älter, 53,8% waren weiblich. Während der Großteil der Hausärzt*innen den Zeitraum bis zu einer psychotherapeutischen Sprechstunde mit 4 Wochen oder länger angibt, sind ebenfalls etwa zwei Drittel der Ansicht, dass bis zum Beginn einer Richtlinientherapie 9 oder mehr Wochen vergehen. Eine Verbesserung der Situation nach der Reform wird nur von einigen gesehen.Aus Sicht der Hausärzt*innen besteht weiterhin Verbesserungspotenzial im Zugang der Patient*innen zur psychotherapeutischen Versorgung. Daneben ist auch die Kommunikation über die Patientenpfade optimierungsfähig, da Hausärzt*innen angeben, nur von etwa einem Viertel der Patient*innen eine Rückmeldung nach der Sprechstunde zu erhalten.
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Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

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