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Ältere BeiträgeDas Gesundheitswesen

Methods for health economic evaluation of complex interventions in healthcare: current practice, challenges and guidance for future researchMethoden zur gesundheitsökonomischen Evaluation komplexer Interventionen in der Gesundheitsversorgung: aktuelle Praxis, Herausforderungen und Weiterentwicklungsbedarf

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2569-9765

Health economic methods can support the development and evaluation of new healthcare interventions by generating data on the resources used and relating these to a defined benefit. However, the standard methodology of health economic evaluation that is usually used does not do justice to the high degree of complexity of interventions in healthcare. As a result, there is a lack of decision-relevant information, for example, on the preferences of the target group, on spillover effects on the part of carers, or on implementation costs and the role of different contexts in the implementation of interventions into routine care. The UK Medical Research Council’s (MRC) standard-setting framework for complex interventions therefore emphasises the need to incorporate health economic aspects more strongly into all phases of the development and evaluation of complex interventions. To make this possible, the MRC’s recommendations for expanding and adapting the standard methodology of health economic evaluation must be concretised and supplemented. Building on already established methodological procedures, recommendations should be developed and proposals for necessary further research formulated.Gesundheitsökonomische Methoden können die Entwicklung und Evaluation von neuen Versorgungskonzepten unterstützen, indem sie Daten zu eingesetzten Ressourcen genieren und diese ins Verhältnis zu einem definierten Nutzen setzen. Die meist angewendete Standardmethodik der gesundheitsökonomischen Evaluation wird dabei jedoch dem hohen Komplexitätsgrad von Interventionen in der Gesundheitsversorgung nicht gerecht. Dadurch fehlen entscheidungsrelevante Informationen, beispielsweise zu Präferenzen der Zielgruppe, zu Spillover-Effekten auf Seiten pflegender Angehöriger, oder zu Implementierungskosten und der Rolle unterschiedlicher Kontexte bei der Überführung von Interventionen in die Regelversorgung. Das Standard setzende Rahmenwerk des britischen Medical Research Councils (MRC) für komplexe Interventionen betont daher die Notwendigkeit, gesundheitsökonomische Aspekte stärker in alle Phasen der Entwicklung und Evaluation komplexer versorgungsbezogener Interventionen einzubeziehen. Um dies zu ermöglichen müssen die Empfehlungen des MRC zur Erweiterung und Anpassung der Standardmethodik der gesundheitsökonomischen Evaluation konkretisiert und ergänzt werden. Aufbauend auf bereits etablierten methodischen Verfahren sollen hierzu Empfehlungen entwickelt sowie Vorschläge für erforderliche weitere Forschung formuliert werden.
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Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

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Anwendung von qualitativen Evidenzsynthesen in der deutschsprachigen Versorgungsforschung – Ergebnisse einer Onlinebefragung

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2549-0493

Qualitative Evidenzsynthesen können qualitativ gelagerte Fragestellungen über verschiedene qualitative Studien hinweg beantworten und bieten somit einen wichtigen Baustein in der Zusammentragung von Evidenz. Während qualitative Evidenzsynthesen international ein gängiges Methodenset darstellen, scheinen sie in der deutschsprachigen Versorgungsforschung bisher wenig genutzt zu werden.Das Ziel der Studie bestand in der Untersuchung des bisherigen Einsatzes von qualitativen Evidenzsynthesen in der deutschsprachigen Versorgungsforschung, um Schlussfolgerungen für die Etablierung dieser Methodik zu ziehen.Es wurde eine Onlinebefragung durch die Kleingruppe Qualitative Evidenzsynthesen der AG Qualitative Methoden im Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. durchgeführt. Dabei wurden Versorgungsforscher*innen im deutschsprachigen Raum zu ihren Erfahrungen mit qualitativen Evidenzsynthesen sowie Barrieren und Förderfaktoren bei der Durchführung befragt. Die Daten wurden mittels deskriptiver Statistik bzw. inhaltlich strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.N=103 Personen nahmen an der Befragung teil, wovon n=45 Personen bereits an qualitativen Evidenzsynthese beteiligt waren. Diese wurden zur Untersuchung der Perspektiven von Zielgruppen, der Beschreibung und Evaluation der Versorgung, der (Weiter-)Entwicklung von Modellen und Konzepten sowie der Implementierung und Evaluation von Interventionen genutzt. Die Befragten verwiesen auf einen hohen Mehrwert der qualitativen Evidenzsynthesen, insbesondere durch die große Praxisnähe, aber auch auf methodische Schwierigkeiten in der Durchführung und den Wunsch nach besseren Fortbildungsangeboten.Qualitative Evidenzsynthesen bieten ein in der Versorgungsforschung noch unzureichend genutztes Potenzial, das insbesondere in der Entwicklung und Evaluation von Interventionen und der Untersuchung von Kontexten und Komplexität Anwendung finden kann.
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