Patienten-, Selbsthilfe- und Bevölkerungsbeteiligung in Gremien: ein explorativer Überblick auf Bundesebene
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2925-3210
Patienten-, Selbsthilfe- und Bevölkerungsbeteiligung ist ein Ansatz, um
Entscheidungsprozesse transparenter zu gestalten, Akzeptanz zu erhöhen und
bedarfsgerechtere gesundheitspolitische Maßnahmen zu ermöglichen und Vertrauen
in Entscheidungen zu stärken. Die WHO empfiehlt eine regelmäßige und sinnvolle
Beteiligung. Eine frühere Studie zeigt, dass Gremienbeteiligung eine der
häufiger genutzten Beteiligungsmethoden in Österreich ist. Ausgehend von einer
Recherche von Gremien des Gesundheitsministeriums wurde untersucht, in welchen
Gremien auf Bundesebene und dem nationalen Public-Health-Institut, Vertretungen
der organisierten Öffentlichkeit und/der von Anwaltschaften zur Vertretung von
Bevölkerungs-gruppen (z. B. Patientinnen/Patienten, Menschen mit Behinderung)
sind. Von 105 untersuchten Gremien wurde in 44 Gremien eine Mitgliedschaft von
organisierter Öffentlichkeit und/oder Anwaltschaften belegt. Die Frage der
sinnvollen Beteiligung kann nicht auf die Beteiligung in einem einzigen Gremium
begrenzt werden, sondern ist im Gesamtkontext des jeweiligen Meinungsbildungs-
und Entscheidungsprozesses zu sehen.
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