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Psychiatrie: »Viele halten Menschen aus der Psychiatrie noch immer für Verrückte«

Therapien wären nachhaltiger, würde man auch die Familie einbeziehen, sagt der Psychiater Norman Sartorius. Denn auch das Umfeld entscheidet, wie schnell man gesund wird.

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15.07.2026 | S 20/2026 | Kernaufgaben und Krankheitsbilder - Die Arbeit im Sozialpsychiatrischen Dienst

Die Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDis) nehmen eine zentrale Rolle in der gemeindenahen Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ein. Ihre Arbeit zielt darauf ab, Betroffene in ihrem Lebensumfeld zu unterstützen, Teilhabe zu ermöglichen, Krisen frühzeitig zu erkennen und im besten Falle abzuwenden. Damit leisten die SpDis einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Klinikaufenthalten und zur Stabilisierung im Alltag. Kernaufgaben der SpDis sind Beratung, Krisenintervention, Begleitung in psychosozial belasteten Lebenssituationen sowie die Koordination von Hilfen im Netzwerk mit Ärztinnen und Ärzten, Kliniken, Mitarbeitenden der Eingliederungshilfe, Angehörigen und weiteren sozialen Diensten. Ein besonderes Augenmerk liegt auf niedrigschwelliger Erreichbarkeit, aufsuchender Arbeit und der Förderung von Selbstständigkeit. Die Fortbildung vermittelt Grundlagen zu diesen Kernaufgaben und stellt die wichtigsten psychiatrischen Krankheitsbilder vor, mit denen SpDi-Mitarbeitende regelmäßig konfrontiert sind - hierzu zählen affektive Störungen, Psychosen, Abhängigkeitserkrankungen und dementielle Störungen. Neben der Darstellung typischer Symptome und Verläufe wird aufgezeigt, welche Unterstützungs- und Interventionsmöglichkeiten in der sozialpsychiatrischen Praxis besonders relevant sind. Ziel der Fortbildung ist es, ein vertieftes Verständnis für die Arbeitsweise der SpDis und die Bedarfe der Klientinnen und Klienten zu schaffen sowie Handlungssicherheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen zu fördern.

Letzte Änderung: 27.03.2026

Politische Zwangseinweisungen: Die finstere Seite der Psychiatrie

Seit den Anfängen diente die Psychiatrie auch dazu, Gesellschaften zu normieren. So manches autoritäre Regime erfand Diagnosen für unbequeme Bürger und therapierte sie mit Gewalt.

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Neues aus der Medizin

20. März 2026 um 07:12
Wie können digitale Tools die mentale Gesundheit unterstützen? Und welches Potenzial bergen Peptide für die Antibiotikaforschung? Die Max-Planck-Gesellschaft bietet Antworten. 🎙️

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13.07.2026 | S 19/2026 | Psychosen verstehen - Klientinnen und Klienten gezielt unterstützen

Menschen mit psychotischen Erfahrungen begegnen Fachkräften in den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis) in unterschiedlichen Lebenssituationen - von akuten Krisen bis zu stabilen Phasen der Alltagsbewältigung. Die Fortbildung unterstützt (SpDi) Mitarbeitende dabei, psychotische Symptome besser einzuordnen, individuelle Belastungen zu verstehen und mit angemessenen Haltungs- und Handlungsstrategien darauf zu reagieren. Im Mittelpunkt steht das Erleben der Betroffenen: Wie fühlt sich eine psychotische Episode an? Welche Rolle spielen Angst, Misstrauen oder Rückzug? Durch praxisnahe Fallbeispiele, Gruppenarbeit und interaktive Übungen werden Situationen aus dem Arbeitsalltag aufgegriffen. Die Teilnehmenden reflektieren eigenes berufliches Handeln und erarbeiten gemeinsam Ansätze, wie sich Vertrauen, Orientierung und Sicherheit im Kontakt mit Klientinnen und Klienten fördern lassen. Anhand von Fallbeispielen besprechen wir, wie Gesprächsführung auch in besonders schwierigen Situationen, etwa bei Angst, Aggression oder Realitätsverkennung, gelingt - mit dem Ziel der Deeskalation, des Beziehungserhalts und um die Selbststeuerung der Klientinnen und Klienten zu unterstützen. Wir erarbeiten eine Erweiterung des professionellen Handlungsrepertoires im Umgang mit psychotischen Menschen, so dass Unsicherheiten im Kontakt reduziert werden. Spezifische Anforderungen an einzelne Mitarbeitende, an das Team und das Netzwerk zur Versorgung der Zielgruppe werden beschrieben, bearbeitet und reflektiert. Anhand der Arbeit mit Fallbeispielen werden mögliche Handlungswege dargestellt und diskutiert und die Sensibilität der Teilnehmenden für die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen hierdurch erhöht. Die Veranstaltung bietet Raum für fachlichen Austausch, Selbstreflexion und praxisnahe Entwicklung von Handlungskompetenzen - für mehr Sicherheit, Empathie und Wirksamkeit in der Begleitung psychoseerfahrener Menschen. Es kann Zeit für mitgebrachte Fälle eingerichtet werden. Eigene Fallbeispiele können bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail eingereicht werden an: folgner@akademie-oegw.de oder/und froehmel@akademie-oegw.de

Letzte Änderung: 12.03.2026

09.07.2026 | S 16/2026 | Schizophrenien und Psychose - Was ist was?

Das zweitägige Seminar „Schizophrenien und Psychose - Was ist was?“ bietet für Einsteigerinnen und Einsteiger einen praxisbezogenen Überblick über psychotische Störungsbilder und vor allem über die verschiedenen Formen der schizophrenen Störungen. Das Seminar richtet sich vorrangig an nicht ärztliche Berufsgruppen oder fachfremde Ärztinnen und Ärzte. Es handelt sich um ein Einstiegsseminar mit dem Ziel, das breite Spektrum der psychotischen Erkrankungen und deren vielfältige und sehr variable Ausgestaltung kennenzulernen. Symptome wie Wahnerleben, optische oder akustische Halluzinationen, formale Denkstörungen und sozialer Rückzug belasten Menschen, die an Psychose erkrankt sind, oft sehr. Im Seminar werden das Krankheitsbild und damit verbundene Verhaltensweisen der erkrankten Menschen besprochen. Dem Verständnis des Krankheitsbildes dient das biopsychosoziale Modell. Neben Ursachen und Symptomen werden Problemkonstellationen diskutiert. Wir wollen uns mit dem Erleben der Betroffenen anhand von Fallbeispielen auseinandersetzen und auch ihren Fallgeschichten und Erlebnissen Raum geben. Das Ziel ist die Entwicklung eines besseren Verständnisses für die Erkrankung und des damit verbundenen Verhaltens. Dabei ist uns die Darstellung multi- und interprofessioneller Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sozialpsychiatrischen Dienste und dem weiteren Hilfesystem wichtig. Nutzen: Reflexion der eigenen Haltung tiefergehendes Verstehen der verschiedenen Symptome Vernetzung Inhalt: theoretische Grundlagen zu Psychosen multi- und interdisziplinäre Zusammenarbeit praktische Übungen

Letzte Änderung: 12.03.2026

02.07.2026 | S 7(8)/2026 | Starterkit Kinder- und Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 8: „Systemsprenger:innen“

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrunde liegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der achte Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema „Systemsprenger:innen“. Immer häufiger berichten Fachkräfte aus verschiedenen Systemen, dass sie mit jungen Menschen arbeiten, die mit den bestehenden Strukturen und Angeboten nicht zurechtkommen. Diese Jugendlichen werden oftmals als „Systemsprenger:innen“ bezeichnet - ein Begriff, der kritisch hinterfragt werden sollte. Themenschwerpunkte der Veranstaltung Analyse der grundlegenden und konkreten Faktoren, die dazu führen, dass junge Menschen als nicht systemkonform wahrgenommen werden Vorstellung und Diskussion von Ansätzen und Strategien, um diesen Jugendlichen wirksam zu begegnen - sowohl präventiv als auch in akuten Situationen Einblick in die besonderen Bedarfe und Herausforderungen aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren und Institutionen des Gesundheitswesens Umgang mit eigenen Gefühlen von Resignation und Frustration im Berufsalltag - wie können wir auf der Beziehungsebene empathisch, wohlwollend und feinfühlig bleiben? Ziele der Fortbildung Sensibilisierung für die Lebenswelten und Bedarfe junger Menschen mit komplexem Hilfebedarf Stärkung der eigenen Handlungssicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen Förderung des fachlichen Austauschs und der interdisziplinären Zusammenarbeit Entwicklung neuer Perspektiven und Lösungsansätze für die Praxis

Letzte Änderung: 24.03.2026

30.06.2026 | S 15/2026 | Deeskalationstraining „Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag - Handeln in Krisen“

Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag: In verschiedenen Bereichen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Menschen mit individuell erhöhter Aggressions- und Gewaltbereitschaft treffen, die das Risiko physischer und psychischer Gewalt am Arbeitsplatz ausgesetzt zu sein erhöhen. Professionelle Qualität und Kompetenz zeigen sich darin, wie Beschäftigte mit heiklen und extrem herausfordernden Situationen und Personen in kritischem Zustand umgehen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Situationen werden grundsätzlich als weniger belastend wahrgenommen, wenn Mitarbeitende auf den Kontakt in und mit Menschen in aggressiven und/oder schwierigen Ausnahmesituation vorbereitet sind. Das Ziel der Veranstaltung ist, das Risiko verbaler und körperlicher Gewalt einschätzen zu können, um die damit verbundenen Belastungen zu reduzieren. Die Fortbildung orientiert sich an den beruflichen Erfahrungen und Notwendigkeiten der Teilnehmenden. Auf der Handlungsebene wird eine Checkliste zur Risikoeinschätzung und -minimierung erarbeitet. Daraus wiederum werden Handlungsoptionen erarbeitet und geübt. Die angebotenen Inhalte erfahren einen Abgleich mit den Wünschen der Teilnehmenden. Methodisch kommen Vortrag, Gruppen- und Kleingruppenarbeit sowie Rollenspiele zum Einsatz.

Letzte Änderung: 12.03.2026

25.06.2026 | S 17/2026 | Persönlichkeitsstörungen im ÖGD: ICD-10 Einordnung, sichere Kommunikation und rechtssichere Versorgungspfade

Mitarbeitende im öffentlichen Gesundheitsdienst stehen häufig vor komplexen Situationen mit Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Benötigt werden eine ICD-10-basierte, funktionsorientierte Einordnung, deeskalierende Gesprächsstrategien, strukturierte Risikoabwägung und rechtssichere Dokumentation - insbesondere an Schnittstellen zu Kliniken, Praxen und sozialen Diensten. Die Fortbildung vermittelt praxisnah die ICD-10-GM-Diagnostik (F60.*), typische Verlaufs- und Krisenbilder sowie DBT-/MBT-informierte Mikrointerventionen. Berücksichtigt werden die S3-Leitlinie zur Borderline-Persönlichkeitsstörung (DGPPN) sowie - zur Orientierung - zentrale Empfehlungen aus NICE (CG78/CG77) und ein kurzer Ausblick auf relevante Konzepte der ICD-11. Der Dozent leitet einen Sozialpsychiatrischen Dienst und bringt langjährige klinische Erfahrung aus einer BPS-Schwerpunktstation ein. Lernziele (kompetenzorientiert): Häufige Persönlichkeitsstörungen nach ICD-10-GM sicher einordnen und Fallkonstellationen im Gesundheitsamt erkennen Mindestens drei deeskalierende Gesprächsinterventionen anwenden (Validierung, klare Grenzen, verbindliche Absprachen) Akute Gefährdung strukturiert prüfen, PsychKG-Relevanz entscheiden und dokumentieren Versorgungspfade und Schnittstellen koordinieren (Krisendienste, ambulante Psychotherapie, Kliniken) Nutzen für die Praxis: Kompakte Checklisten für Risikoabwägung und Dokumentation Gesprächsleitfaden mit praxiserprobten Satzbausteinen Entscheidungsbaum für Alternativen zur Unterbringung und PsychKG-Schwellen Format/Methoden: Impuls mit Leitlinien-Update, Fallvignetten, Übungssequenzen zur Gesprächsstruktur sowie kollegialer Austausch mit Transferaufgaben für den Behördenalltag Leitlinienbezug: DGPPN S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (14.11.2022); NICE CG78/CG77, zuletzt überprüft am 30.07.2024; aktuelle ICD-10-GM 2025 (BfArM). (register.awmf.org)

Letzte Änderung: 24.03.2026

24.06.2026 | S 7(7)/2026 | Starterkit Kinder- und Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 7: Essstörungen

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrunde liegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der siebte Teil der Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Essstörungen: Nach einer Phase relativer Stagnation hat die Zahl betroffener überwiegend Mädchen und jungen Frauen in den letzten Jahren wieder zugenommen. Gesellschaftliche Bedingungen wie auch technologische Veränderungen sind gut untersuchte pathogene bzw. aufrechterhaltende Faktoren für die Entstehung dieser häufigen Erkrankung. Essstörungen treten überwiegend in der pubertären und adoleszenten Lebensphase auf, in der Körperbild und Selbstwertgefühl die wesentlichen Entwicklungsthemen darstellen. Die Anorexia nervosa ist die kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankung mit der höchsten Mortalität. Frühe Anzeichen wie starke Gewichtsveränderungen, heimliches Essen oder übermäßige Beschäftigung mit Kalorien fallen oft erstmals im schulischen Kontext auf - entsprechende Sensibilisierung von Fachpersonen ist daher besonders wichtig. Eine frühzeitige Diagnose und Leitlinien basierte psychotherapeutische Behandlung, die das System des betroffenen Kindes bzw. der Jugendlichen aktiv einbezieht, sind entscheidend für eine prognostisch erfolgreiche Behandlung. Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Gesundheitsdiensten, Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie sind im Bereich der Essstörungen besonders wichtig. Im Rahmen der Veranstaltung sollen bestehende und weiterzuentwickelnde Konzepte gerade auch im Bereich der Prävention und Früherkennung diskutiert werden.

Letzte Änderung: 24.03.2026

22.06.2026 | S 13/2026 | Psychische Störungen im Rahmen der Beratungen und des Sozialpsychiatrischen Dienstes

Fast jeder dritte Mensch leidet im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung. Rund zehn Prozent der Fehltage bei den Berufstätigen gehen auf Erkrankungen der Psyche zurück. Weltweit zählen Depressionen, Alkoholerkrankungen, bipolare Störungen und Schizophrenien zu den häufigsten Erkrankungen. Themenschwerpunkte sind u.a. Affektive Störungen und Alltag Suchterkrankungen und Alltag Psychosen und Alltag Psychosomatik und Herausforderung der Beratung

Letzte Änderung: 05.03.2026

15.04.2026 | S 31/2026 | Die Bedeutung von Datenschutz und Schweigepflicht im Sozialpsychiatrischen Dienst

Die Bedeutung von Datenschutz, Schweigepflicht und Dokumentation im Sozialpsychiatrischen Dienst Täglich befassen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sozialpsychiatrischen Diensten über alle Berufsgruppen hinweg mit sensiblen persönlichen Gesundheitsdaten und Informationen von Bürgerinnen und Bürgern. Was müssen Sie darüber wissen? Und wie sind die rechtlichen Grundlagen anzuwenden? In der Veranstaltung gehen wir auf die wichtigsten Datenschutzbestimmungen ein: Schweigepflicht, Erhebung, Speicherung und Löschung von personenbezogenen Daten. Daneben befassen wir uns mit möglichen Ausnahmen bei notwendiger Weitergabe von Daten bei Eigen- und Fremdgefährdung. Die Besprechung der rechtssicheren Dokumentation in den Fallakten rundet die Veranstaltung ab. Die Veranstaltung wird auch vertiefend auf einzelne Aspekte und komplexe Lagen eingehen können. Konkrete Fragen müssen –zur Beantwortung- mindestens 2 Wochen vorher an Frau Folgner gemailt werden. Kontaktdaten Kerstin Folgner: https://www.akademie-oegw.de/die-akademie/unser-team/kersting-folgner Ziel der Veranstaltung: Sichere Anwendung gesetzlicher Grundlagen zu Datenschutz, Schweigepflicht und Dokumentation im Sozialpsychiatrischen Dienst- Fallbeispiele

Letzte Änderung: 26.03.2026

29.06.2026 | S 14/2026 | Deeskalationstraining „Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag - Handeln in Krisen“

Umgang mit Konflikten, Aggression und Gewalt im beruflichen Alltag: In verschiedenen Bereichen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Menschen mit individuell erhöhter Aggressions- und Gewaltbereitschaft treffen, die das Risiko physischer und psychischer Gewalt am Arbeitsplatz ausgesetzt zu sein erhöhen. Professionelle Qualität und Kompetenz zeigen sich darin, wie Beschäftigte mit heiklen und extrem herausfordernden Situationen und Personen in kritischem Zustand umgehen, ohne sich dabei selbst zu gefährden. Situationen werden grundsätzlich als weniger belastend wahrgenommen, wenn Mitarbeitende auf den Kontakt in und mit Menschen in aggressiven und/oder schwierigen Ausnahmesituation vorbereitet sind. Das Ziel der Veranstaltung ist, das Risiko verbaler und körperlicher Gewalt einschätzen zu können, um die damit verbundenen Belastungen zu reduzieren. Die Fortbildung orientiert sich an den beruflichen Erfahrungen und Notwendigkeiten der Teilnehmenden. Auf der Handlungsebene wird eine Checkliste zur Risikoeinschätzung und -minimierung erarbeitet. Daraus wiederum werden Handlungsoptionen erarbeitet und geübt. Die angebotenen Inhalte erfahren einen Abgleich mit den Wünschen der Teilnehmenden. Methodisch kommen Vortrag, Gruppen- und Kleingruppenarbeit sowie Rollenspiele zum Einsatz.

Letzte Änderung: 09.02.2026

04.05.2026 | S 12/2026 | Ist das ein Messie-Syndrom oder das „Symptom Wohnung“? Vom Horten und Sammeln bis zur Wohnungsverwahrlosung

Das Sammeln und Aufbewahren von Gegenständen aller Art bei Vernachlässigung des persönlichen Lebensraumes führt dazu, dass Wohnungen unbewohnbar und darüber hinaus Menschen im näheren Wohnumfeld beeinträchtigt werden. Gleichzeitig ziehen sich die betroffenen Menschen häufig aus dem sozialen Umfeld zurück und wehren sich gegen Hilfen. Mitarbeitende von Gesundheitsämtern, Sozialämtern, Pflegediensten, des ambulant betreuten Wohnens ebenso wie gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer und Mitarbeitende anderer psychosozialer Institutionen stoßen in ihrer Arbeit immer wieder auf Menschen in desolaten Wohnverhältnissen. Diese Fälle sind nicht selten und bedürfen häufig eines großen Ressourceneinsatzes. In den vergangenen Jahren hat diese Problematik vermehrt Eingang gefunden in die wissenschaftliche Diskussion und die praktisch-sozialpsychiatrische Arbeit (Hoarding Disorder im DSM 5 und ICD 11 aber z. B. auch Vermüllungssyndrom nach Dettmering). Die Veranstaltung bietet einen Überblick über mögliche Ursachen und die damit am häufigsten assoziierten Krankheitsbilder, die in diesem Zusammenhang auftreten, um hieraus mögliche Hilfsmöglichkeiten ableiten zu können. Zur Veranschaulichung erfolgt die Erarbeitung des Themas an Fallbeispielen in der Großgruppe. Schwerpunkt werden dabei Fragestellungen und praktische sozialpsychiatrische Handlungsmöglichkeiten sein, die sich für Mitarbeitende des ÖGD aus den Bereichen Sozialpsychiatrie, Umweltschutz und Hygiene ergeben.

Letzte Änderung: 02.04.2026

08.05.2026 | S 7(6)/2026 | Starterkit Kinder- & Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 6: Fetale Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorders, FASD)

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrundeliegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der sechste Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Fetale Alkoholspektrum-Störungen (Fetal Alcohol Spectrum Disorders, FASD). Zahlreiche Kinder und Jugendliche mit Fetalem Alkoholsyndrom leben in Deutschland. Viele Betroffene bekommen nie oder nur sehr spät eine Diagnose. Kinder mit einer Fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) leiden oft unter veränderten Hirnfähigkeiten mit Einschränkungen in den Bereichen Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Konsequenzabschätzung oder Impulskontrolle mit entsprechenden Anpassungsschwierigkeiten in ihrer sozialen Umwelt. Die Fortbildung bietet einen Überblick über die Symptomatik, Diagnosestellung und mögliche Hilfen, um eine gesunde Entwicklung ohne reaktive Selbstabwertungen oder Verhaltensauffälligkeiten zu ermöglichen.

Letzte Änderung: 02.02.2026

24.04.2026 | S 7(5)/2026 | Starterkit Kinder- und Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 5: Nutzung digitaler Medien aus Kinder- & Jugendpsychiatrischer Sicht

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrundeliegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der fünfte Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit dem Thema Nutzung digitaler Medien. Die Lebenswirklichkeiten von uns allen haben sich durch die Intensivierung der Nutzungsmöglichkeiten von digitalen Medien stark verändert. Offen, kritisch und praxisorientiert werden in diesem Workshop verschiede Aspekte der digitalen Mediennutzung aus kinder- und jugendpsychiatrischer Sicht vorgestellt. Von digitalem Schnullern bis Elternschulungen, von Verwöhnung der Belohnungs- und Motivationssysteme bis hin zu der sozialen Teilhabeermöglichung durch digitale Medien für manche junge Menschen ist es das Ziel, die Beratungskompetenz in diesem uns alle betreffendem Bereich zu erhöhen.

Letzte Änderung: 30.03.2026

17.04.2026 | S 9/2026 | Ist das ein Messie-Syndrom oder das „Symptom Wohnung“? Vom Horten und Sammeln bis zur Wohnungsverwahrlosung

Das Sammeln und Aufbewahren von Gegenständen aller Art bei Vernachlässigung des persönlichen Lebensraumes führt dazu, dass Wohnungen unbewohnbar und darüber hinaus Menschen im näheren Wohnumfeld beeinträchtigt werden. Gleichzeitig ziehen sich die betroffenen Menschen häufig aus dem sozialen Umfeld zurück und wehren sich gegen Hilfen. Mitarbeitende von Gesundheitsämtern, Sozialämtern, Pflegediensten, des ambulant betreuten Wohnens ebenso wie gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer und Mitarbeitende anderer psychosozialer Institutionen stoßen in ihrer Arbeit immer wieder auf Menschen in desolaten Wohnverhältnissen. Diese Fälle sind nicht selten und bedürfen häufig eines großen Ressourceneinsatzes. In den vergangenen Jahren hat diese Problematik vermehrt Eingang gefunden in die wissenschaftliche Diskussion und die praktisch-sozialpsychiatrische Arbeit (Hoarding Disorder im DSM 5 und ICD 11 aber z. B. auch Vermüllungssyndrom nach Dettmering). Die Veranstaltung bietet einen Überblick über mögliche Ursachen und die damit am häufigsten assoziierten Krankheitsbilder, die in diesem Zusammenhang auftreten, um hieraus mögliche Hilfsmöglichkeiten ableiten zu können. Zur Veranschaulichung erfolgt die Erarbeitung des Themas an Fallbeispielen in der Großgruppe. Schwerpunkt werden dabei Fragestellungen und praktische sozialpsychiatrische Handlungsmöglichkeiten sein, die sich für Mitarbeitende des ÖGD aus den Bereichen Sozialpsychiatrie, Umweltschutz und Hygiene ergeben.

Letzte Änderung: 24.03.2026

13.04.2026 | S 11/2026 | „Freiheit, Freiheit ist das Einzige, was zählt“ - Unterbringung nach den Psych(K)(H)Gs und dem Betreuungsrecht

„Freiheit, Freiheit ist das Einzige, was zählt“ - Freiheit und Gesundheit (k)ein Widerspruch? Richterliche Unterbringungsentscheidungen und Entscheidungen zur Zwangsbehandlung werden von professionellen medizinischen Akteurinnen und Akteuren oftmals mit Erstaunen und manchmal auch mit Unverständnis zur Kenntnis genommen. Die Materie ist komplex und die zu diskutierenden Fragen sind auch für Juristinnen und Juristen herausfordernd. Ohne den medizinischen Sachverstand der professionellen medizinischen Akteurinnen und Akteure ist eine Entscheidung in Unterbringungs- und Zwangsbehandlungssachen nicht möglich. Die richterlichen Entscheidungen müssen aber immer auch die Freiheitsrechte der Betroffenen berücksichtigen und ihnen nicht selten - insbesondere in Zweifelsfällen - den Vorrang vor einer aus ärztlicher Sicht angezeigten Unterbringung/Behandlung einräumen. Zudem sind teilweise Verfahrenshandlungen geboten, die aus medizinischer Sicht nicht nachvollziehbar sind. Die unterschiedlichen Denk- und Arbeitsweisen von Medizin und Jurisprudenz erschweren zusätzlich das gegenseitige Verständnis der beiden Professionen. In dieser Fortbildung wird vermittelt, welche Feststellungen Gerichte zu treffen haben und wie sie zu ihren Entscheidungen gelangen. Die relevanten juristischen Fachbegriffe wie z. B. „gegenwärtige erhebliche Gefahr“ und „freie Willensbildung“ werden erklärt und diskutiert. Dabei werden anhand von typischen sowie besonders problematischen Fallbeispielen aus der Praxis die Überlegungen und die Vorgehensweise der Gerichtsbarkeit nachvollziehbar dargestellt. Es wird auch diskutiert, wie eine effektive Kommunikation zwischen Gericht und den Mitarbeitenden des Sozialpsychiatrischen Dienstes gelingen kann, um im Interesse der Betroffenen, unter Beachtung der rechtsstaatlichen Erfordernisse, eine möglichst gute Entscheidungsfindung zu gewährleisten.

Letzte Änderung: 01.04.2026

26.03.2026 | S 10/2026 | Persönlichkeitsstörungen im ÖGD: ICD-10 Einordnung, sichere Kommunikation und rechtssichere Versorgungspfade

Mitarbeitende im öffentlichen Gesundheitsdienst stehen häufig vor komplexen Situationen mit Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Benötigt werden eine ICD-10-basierte, funktionsorientierte Einordnung, deeskalierende Gesprächsstrategien, strukturierte Risikoabwägung und rechtssichere Dokumentation - insbesondere an Schnittstellen zu Kliniken, Praxen und sozialen Diensten. Die Fortbildung vermittelt praxisnah die ICD-10-GM-Diagnostik (F60.*), typische Verlaufs- und Krisenbilder sowie DBT-/MBT-informierte Mikrointerventionen. Berücksichtigt werden die S3-Leitlinie zur Borderline-Persönlichkeitsstörung (DGPPN) sowie - zur Orientierung - zentrale Empfehlungen aus NICE (CG78/CG77) und ein kurzer Ausblick auf relevante Konzepte der ICD-11. Der Dozent leitet einen Sozialpsychiatrischen Dienst und bringt langjährige klinische Erfahrung aus einer BPS-Schwerpunktstation ein. Lernziele (kompetenzorientiert): Häufige Persönlichkeitsstörungen nach ICD-10-GM sicher einordnen und Fallkonstellationen im Gesundheitsamt erkennen Mindestens drei deeskalierende Gesprächsinterventionen anwenden (Validierung, klare Grenzen, verbindliche Absprachen) Akute Gefährdung strukturiert prüfen, PsychKG-Relevanz entscheiden und dokumentieren Versorgungspfade und Schnittstellen koordinieren (Krisendienste, ambulante Psychotherapie, Kliniken) Nutzen für die Praxis: Kompakte Checklisten für Risikoabwägung und Dokumentation Gesprächsleitfaden mit praxiserprobten Satzbausteinen Entscheidungsbaum für Alternativen zur Unterbringung und PsychKG-Schwellen Format/Methoden: Impuls mit Leitlinien-Update, Fallvignetten, Übungssequenzen zur Gesprächsstruktur sowie kollegialer Austausch mit Transferaufgaben für den Behördenalltag Leitlinienbezug: DGPPN S3-Leitlinie Borderline-Persönlichkeitsstörung (14.11.2022); NICE CG78/CG77, zuletzt überprüft am 30.07.2024; aktuelle ICD-10-GM 2025 (BfArM). (register.awmf.org)

Letzte Änderung: 23.03.2026

27.03.2026 | S 7(4)/2026 | Starterkit Kinder- und Jugendpsychiatrie im ÖGD - Teil 4: geistige Behinderung und psychische Störungen

Die Aufgaben in den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensten (KJPDs) sind breit gefächert. Von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr werden Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie angegliederte Fachstellen und Institutionen beraten und begleitet. Innerhalb des Öffentlichen Gesundheitsdienstes besteht eine enge Zusammenarbeit und je nach zugrunde liegenden Psychisch-Kranken-(Hilfe-) Gesetzen auch gemeinsame Zuständigkeiten mit den Sozialpsychiatrischen Diensten (SpDis). In dieser elfteiligen Fortbildungsreihe lernen Sie grundlegende Störungsbilder im Kinder- und Jugendalter kennen. Es werden Beratungsanlässe behandelt und diskutiert, die Arbeits- und Herangehensweise der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Arbeit wird von Expertinnen und Experten vorgestellt. Im interkollegialen Austausch sollen Besonderheiten, die aus der Minderjährigkeit resultieren und bewährte Herangehensweisen der Begegnung in der Krise gemeinsam ausgearbeitet werden. Die Fortbildungsreihe behandelt häufige Vorstellungsanlässe und Störungsbilder, unter anderem die Themen FASD (Fetale Alkoholspektrumstörung), Geschlechtsinkongruenz, geistige Behinderung und psychische Störung, Schulabsentismus, Autismus-Spektrum-Störungen, emotionale Gewalt, Suizidalität und seelische Krisen. Der vierte Teil der Fortbildungsreihe beschäftigt sich mit den Themen geistige Behinderung und psychische Störungen. Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung haben ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung psychiatrischer Symptome und Erkrankungen. Die Schnittstellen zwischen Sozial- und Entwicklungspädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie sind im Bereich Verhaltensauffälligkeiten und geistiger Behinderung groß - heftige Auswirkungen auf das familiäre System, aber auch auf Kita und Schule sind oft die Folge. Immer noch gibt es aber auch im ambulanten Bereich hierfür wenig diagnostische und therapeutische oder Beratungsangebote. Die Fortbildung vermittelt einerseits einen praxisbezogenen Überblick zu häufigen Vorstellungsgründen, diagnostischen Abläufen, ätiologischen Aspekten und therapeutischen Interventionen. Sie soll andererseits unter Beleuchtung von „blinden Flecken“ im Gesundheitssystem dazu anregen, bisherige Versorgungsangebote kritisch zu hinterfragen und im Sinne einer höheren Teilhabeermöglichung für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung weiterzudenken. Hier wird zum interaktiven interdisziplinären Austausch unter den Teilnehmenden eingeladen.

Letzte Änderung: 10.03.2026
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