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Received yesterday — 05. November 2026Fachinformationen

KRH Klinikum Siloah in Hannover von a|sh sander.hofrichter architekten

05. November 2026 um 17:16
Infrastrukturen |
Best Practice

KRH Klinikum Siloah in Hannover von a|sh sander.hofrichter architekten

Mit dem Neubau wurden die Krankenhäuser Siloah und Oststadt-Heidehaus am bestehenden Standort Siloah zusammengeführt. Die Architekt*innen a|sh sander.hofrichter haben 2007 den ersten Preis für ihren Entwurf sowie den Auftrag für die weitere Planung erhalten. Neben der neuen Organisation der medizinischen Bereiche war die Einbindung in das vorhandene Klinikgelände eine zentrale Aufgabe. Der neu entstandene Bau nimmt im Sockel die Traufhöhe der denkmalgeschützten Bestandsgebäude auf und ordnet sich entlang der neu entstandenen Klinikallee zwischen der Ihme und den Bestandsbauten an.

 

Informationen zum Projekt
Architekt*innen

a|sh sander.hofrichter architekten, Ludwigshafen

Gebäudetypologie

Krankenhaus

Grundrisstypologie

Kammstruktur auf einem Sockelbau

Bauvorhaben

Neubau

Fertigstellung

2014


Standort

Hannover, Deutschland

BGF

ca. 62.000 m2 im Neubau

Bettenanzahl

535 Planbetten und 40 Wahlleistungsbetten

Quelle: Wolfgang Fallier
Quelle: Wolfgang Fallier
Quelle: Markus Bachmann
Quelle: Markus Bachmann
Ankommen und Orientierung

Das KRH Klinikum Siloah liegt im hannoverschen Stadtteil Linden-Süd direkt an der Ihme. Der Neubau steht auf dem bestehenden Klinikgelände zwischen den historischen Krankenhausgebäuden und dem begrünten Flussufer der Ihme. Der Haupteingang, gesäumt von zwei alten Eichen, orientiert sich zur Klinikallee und stellt eine direkte Sichtbeziehung zwischen dem Altbau und dem Neubau her. Auf der Rückseite des Krankenhauses öffnet sich das Gelände zum Grünraum entlang der Ihme.

Von der Eingangshalle am Haupteingang erstreckt sich über zwei Geschosse eine große Erschließungsmagistrale, die einen offenen und gleichzeitig ruhigen Eindruck vermittelt. Direkt beim Betreten des Klinikums kann man bis in den grünen Hof der Cafeteria schauen und darüber hinaus einen Blick auf die Ihme bekommen.

Von der Mitte dieser Magistrale führt querliegend die Haupterschließungsachse des Krankenhauses in beide Richtungen. Von dieser Erschließungsachse führen Erschließungsbereiche in die einzelnen Abteilungen und Funktionsbereiche. In  regelmäßigen Abständen sind auf dieser Achse die Treppen und Aufzüge für die vertikale Erschließung verortet. Im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss des Sockelbaus befinden sich die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche. Auf dem Sockelbau liegt eine Kammstruktur, in deren Flügeln sich die Pflegestationen befinden.

Untersuchung und Behandlung

Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem die Notaufnahme, das Aufnahme- und Untersuchungszentrum sowie die Radiologie. Im ersten Obergeschoss sind die OP-Abteilung, die interventionelle Diagnostik und die Intensivmedizin zu finden. Die räumliche Nähe ermöglicht die Zusammenarbeit der Fachbereiche und begrenzt die Wege zwischen den Behandlungsschritten.

In der Grundrissstruktur ordnen sich die einzelnen Raumgruppen um sieben unterschiedlich große Innenhöfe an. So entstehen innerhalb des Sockels zusätzliche Außenfassaden, über die Tageslicht und ein Außenraumbezug in die angrenzenden Räume gelangen. Zudem unterbrechen die Innenhöfe die langen Flure und bieten den Patient*innen, Besuchenden und Mitarbeitenden Orientierungspunkte. Der Zugang zur Notaufnahme im Untergeschoss erfolgt über deinen direkten Weg vom Empfangstresen in der Eingangshalle oder über die dezentrale Zufahrt über die Querseite des Gebäudes, zum Eingang ds Krankenhausgeländes gerichtet.

Quelle: Wolfgang Fallier
Quelle: Markus Bachmann
Das Patient*innengeschoss und die Patient*innenzimmer

In den oberen Geschossen befinden sich die Pflegestationen, die über dezentrale Treppenhäuser und Aufzüge in der Erschließungsachse erschlossen werden. Die drei Bettenhausflügel sind durch einen gemeinsamen Querbau miteinander verbunden. In diesem Querbau sind die drei dezentralen Erschließungskerne verortet, die direkt gegenüber dem Zugang der Stationen liegen. Dort befinden sich die Pflegestützpunkte, sodass diese direkt beim Betreten der Station sichtbar sind und einen Orientierungspunkt für Patient*innen und Besuchende ausbilden.

Innerhalb der Flügel verläuft jeweils ein innenliegender Erschließungsbereich, von dem aus die beidseitig an der Fassade angeordneten Patient*innenzimmer erschlossen werden. Durch die Struktur erhalten alle Zimmer direktes Tageslicht. Die Zimmer sind als Zwei- und Vierbettzimmer ausgebildet. Die Sanitärräume liegen jeweils an der Flurseite, während sich der Aufenthaltsbereich mit einer kleinen Sitzgruppe, an der Fassade anordnet. Im Zweibettzimmer stehen die Betten parallel nebeneinander und ergänzend spiegeln sich im Vierbettzimmer noch zwei weitere Betten an der gegenüberliegenden Wand. Durch große Fensterflächen haben die Patient*innen einen Blick ins Grüne und auf die Ihme. Die Zimmer der Patient*innen sind mit hellen Möbeln ausgestattet, haben einen Boden in Holzoptik und hinter den Betten sind großformatige Pflanzenmotive in den passenden Farben zum jeweiligen Signaletikkonzept der Station angebracht.

Zwischen den Flügeln entstehen große Freiräume, die sich zur Ihme hin öffnen. Im Querbau der Kammstruktur ordnen sich weitere Pflegezimmer zwischen den Stationsstützpunkten an. Zwischen den dezentralen Erschließungskernen sind u.a. Sanitäranlagen und Lagerräume angeordnet. Zwei parallele Erschließungsbereiche verlaufen beidseitig entlang dieser dienenden Spange. Im rückwärtigen Bereich des Querbaus befinden sich, entlang der Fassade, Arzt- und Untersuchungszimmer, sowie weitere dienende Räumlichkeiten. An den äußeren Enden des Querbaus sind Aufenthaltsräume mit Sitzgruppen verortet.

Quelle: Wolfgang Fallier
Quelle: Wolfgang Fallier
Quelle: Wolfgang Fallier
Farbe als Orientierungshilfe

Ein starkes Signaletikkonzept unterstützt die Besuchenden und Patient*innen bei der Orientierung und Durchwegung des Gebäudes. So sind unterschiedliche Nutzungen und Funktionsbereiche durch Farben gekennzeichnet und werden durch das Farbkonzept leichter erkennbar. Grün kennzeichnet beispielsweise die Behandlungsbereiche im Sockelgeschoss, wohingegen Violett, Gelb und Rot die drei stationären Pflegestationen kennzeichnen. Die Farben Violett, Gelb und Rot beziehen sich auf die Heilpflanzen Lavendel, Ringelblume und Hibiskus. Durch farbige Wandflächen sind damit unter anderem die Aufzüge, Treppen und Stationszugänge markiert. Von dort wird die jeweilige Farbe vom Pflegestützpunkt bis in die Patientenzimmer weitergeführt.

In den Behandlungsbereichen findet sich das Grün unter anderem an der Anmeldung der Notaufnahme und an den Türen wieder. Großflächige Pflanzenzeichnungen und kurze Texte ergänzen die Beschilderung in den Fluren. In den Patient*innenzimmern werden die Pflanzen auch als Wandmotive hinter den Betten aufgegriffen. So begleitet das Farb- und Pflanzenkonzept den Weg durch das gesamte Klinikum bis hin zum einzelnen Bettplatz.

Fassade und Materialität

Der Aufbau des Krankenhauses lässt sich an den Fassaden ablesen. Der massive, zweigeschossige Sockel mit u.a. den Untersuchungs- und Behandlungsräumen ist mit einem hellen Klinker verkleidet. Über dem Sockelgeschoss liegt eine fünfgeschossige Kammstruktur, in der sich die Bettenstationen befinden. Eine zurückgesetzte, dunkel verglaste Etage trennt die oberen Baukörper optisch vom Sockel und zusammen mit den auskragenden Gebäudekanten verstärkt sie den Eindruck, dass die Bettenhäuser über dem unteren Gebäudeteil schweben. Die oberen vier Etagen sind mit einer hellen, grünschimmernden Fassade und grauen Fensterelementen verkleidet.

Quelle: Markus Bachmann
Warum handelt es sich um ein Best-Practice-Beispiel?

Das Siloah Klinikum in Hannover bietet seinen Patient*innen und Besuchenden von innen und außen eine gute Orientierung und Übersichtlichkeit. Dies hilft dabei, ungewollte Kontakte zu Personengruppen zu vermeiden und direkte Wege zunehmen. Im Siloah Klinikum kann die Aufteilung in Funktions- und Pflegebereiche bereits in der Fassade durch den massiven Sockel und die leichte Kammstruktur abgelesen werden. Die große Magistrale bietet eine gute Übersichtlichkeit und wird durch das Signaletikkonzept noch weiter unterstützt. Diese Magistrale kann im Akutfall auch zum Errichten von temporären Flächen genutzt werden. Der große Empfangsbereich auf der Magistrale und die Stationsstützpunkte, die jeweils gegenüber der dezentralen Erschließung liegen, bieten direkte Anlaufstellen und eine zusätzliche gute Überwachung. Die dezentrale Erschließung verringert die Kontaktzahl bzw. die Kontaktzeit von Personengruppen. Zusätzlich unterstützt diese die Möglichkeit der Kohortierung im Pandemiefall. Durch die dezentralen Erschließungskerne können die einzelnen Bettenflügel separat erschlossen werden. Durch die jeweils den Erschließungskernen u.a. zugeordneten Sanitäranlagen und Lagerflächen ist die Bildung von Kohorten möglich, sodass im Akutfall die einzelnen Funktionsbereiche losgelöst voneinander genutzt werden könnten.
Die Wege zwischen den Untersuchungs- und Behandlungsbereichen sind kurz. Dies reduziert die Laufwege zwischen unterschiedlichen Bereichen und optimiert die Prozesse der Mitarbeitenden. Die Funktionsbereiche sind so aufgebaut, dass das medizinische Personal zu den Patient*innen kommt, wodurch die Kontakte minimiert werden.

Erschließung EG
Temporäre Flächen EG
Orientierung EG
Erschließung OG
Orientierung OG
Nutzernahe Lagerflächen OG

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Umfrage zur räumlichen Qualität von Intensivstationen in Deutschland

04. November 2026 um 21:56
Umfrage zur räumlichen Qualität von Intensivstationen in Deutschland

Umfrage zur räumlichen Qualität von Intensivstationen in Deutschland

Patient*innen werden als Endnutzer der Intensivstation gesehen. Dennoch wird die Intensivstation (ITS)  tagtäglich auch von unterschiedlichen Berufsgruppen als Arbeitsort erlebt. Lange Wege und Lärm sind wesentliche Störfaktoren im Alltag mit möglichen Konsequenzen auf die Ausdauer- und Konzentrationsfähigkeit  der Mitarbeitenden. Die bauliche Umgebung kann also einen Einfluss auf die Lebens- und – konsequenterweise – Arbeitsqualität der ITS-Mitarbeitenden haben, deren frühzeitige Involvierung in den Planungsprozess deshalb in der Praxis immer berücksichtigt werden sollte.

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Die gesamten Umfrageergebnisse

Umfragemethodik

Das Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Charité und das Institut für konstruktives Entwerfen, Industrie- und Gesundheitsbau der TU Braunschweig haben im Rahmen des Forschungsprojektes „Intensivstation der Zukunft“ (FKZ 10.08.18.7-20.07) einen Fragenkatalog für die Planung von zukünftigen Intensivstationen t, in dem nicht nur die wissenschaftliche Evidenz zum Patienten Outcome sondern auch soziale Aspekte des Arbeitsplatzes berücksichtigt werden. Es wurden 280 Fragebögen auf 7 Intensivstationen der Charité Berlin, des Vivantes Klinikum Berlin und des Städtischen Klinikums Braunschweig ausgefüllt. Es wurde ein Fragebogen aus 21 Fragen über unterschiedliche Aspekte der Intensivstationsstruktur und deren Einfluss auf den Arbeitsalltag von ITS-Mitarbeitern erstellt. Die Fragebögen wurden auf 13 Intensivstationen in sechs Krankenhäusern (fünf in Berlin, eins in Braunschweig) verteilt. Die Teilnahme zur Umfrage war anonym und freiwillig.

Erkenntnisse

Die Umfrage zeigt, dass sich die meist genutzten Arbeitsplätze auf Intensivstationen im Patientenzimmer und im zentralen Pflegestützpunkt befinden, so dass diese zwei Bereiche das Herz der Station darstellen. Für Intensivpersonal ist die direkte Sichtbarkeit der Patient*innen vom Arbeitsplatz aus wichtig, um beispielsweise medizinische Notfälle schnell zu erfassen. Das sollte die Planende dazu anleiten, Arbeitsplätze eher in unmittelbarer Nähe der Patientenzimmer vorzusehen. Gleichzeitig wird aber dem zentralen Stützpunkt eine unverzichtbare Rolle als Dokumentationsplatz und Treffpunkt anerkannt. Dies suggeriert, dass eine Kombination aus „zentralen“ und „dezentralen“ Arbeitsplätzen die bessere Lösung ist.

 

73 % der Mitarbeiter  empfinden Lautstärke als ein relevantes Problem im Alltag, davon antworteten 70 %, dass dies vor allem in Patientenzimmern und im Stützpunkt belastend sei. Eine gute Abschirmung dieser Bereiche von äußeren Störfaktoren sollte also – durch technische und bauliche Hilfsmittel – gewährleistet werden. Platzmangel wird v.a. im Patientenzimmer und in Lagerräumen als Problem empfunden. Gleichzeitig besteht seitens der Mitarbeitenden der Wunsch, feste Flächen im Zimmer für die Vorbereitung und für die Lagerung von Medikamenten bzw. Materialien zu haben. Deutlicher wird der Widerspruch zur vorhandenen Evidenz beim Thema Waschbecken und Vorräumen. Die beiden werden als sinnvoll und nützlich erachtet. Aus infektionspräventiver Sicht ist allerdings kein klarerer Vorteil – außer in wenigen Situationen – der Vorräume nachweisbar (i. e. Isolierung bei Luftübertragung) und es gibt mehrere Hinweise , dass Waschbecken sogar ein Risiko für die Umgebungskontamination und für nosokomiale Infektionen sein könnten.

 

Aus diesen Beispielen kann abgeleitet werden, dass bei der Umsetzung von theoretischen Empfehlungen gezielte Lösungen gesucht werden sollten, die die Umstellung von gewöhnten Prozessen begleiten und die Akzeptanz neuerer Grundrissmodelle erhöhen.

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Geht von Waschbecken in Patientenzimmern auf Intensivstationen ein Infektionsrisiko aus?

03. November 2026 um 12:50
Geht von Waschbecken in Patientenzimmern auf Intensivstationen ein Infektionsrisiko aus?

Geht von Waschbecken in Patientenzimmern auf Intensivstationen ein Infektionsrisiko aus?

Nosokomiale Infektionen können zu einer erhöhten Krankheitslast führen und sogar das Risiko zu versterben erhöhen. Patient*innen, die auf Intensivstationen (ITS) behandelt werden, haben ein besonderes Risiko solche Infektionen zu erleiden.

Nosokomiale Infektionen können durch eine Vielzahl an Erregern verursacht werden. Darunter gibt es Erreger, welche bevorzugt in feuchten Milieus leben und sich dort vermehren können. Deswegen sind beispielsweise Waschbecken in Patientenzimmern ein mögliches Reservoir für solche „Nasskeime“ [Kanamori et al., 2016, Kizny et al, 2017]. In der Literatur sind Ausbrüche in Krankenhäusern beschrieben, die von solchen Bakterien ausgingen. Ein Vertreter dieser Nasskeime ist das Bakterium Pseudomonas aeruginosa (P. aeruginosa). Kontaminierte Waschbecken wurden bereits als mögliche Quelle für die Verbreitung von Erregern und Übertragung auf Patient*innen diskutiert [Avaness et al., 2020; Catho et al., 2021; De Geyter et al., 2017].

Ergebnisse einer Studie unter ITS-KISS Teilnehmenden

Im Zeitraum September – Oktober 2021 wurde eine Umfrage unter den Teilnehmenden von ITS-KISS zur räumlichen Ausstattung von Intensivstationen durchgeführt [Fucini et al., 2023]. Die Teilnehmenden von ITS-KISS, einem Modul des Krankenhaus-Infektions-Surveillance- System (KISS), erfassen einheitlich und systematisch nosokomiale Infektionen. In der Umfrage wurde unter anderem nach der Standard Ausstattung der ITS – Patientenzimmer mit Waschbecken gefragt und dementsprechend zwei Gruppen gebildet: Die Gruppe von ITS mit Waschbecken in den Patientenzimmern („SG“ – „sink group“) bzw. die Gruppe der ITS ohne Waschbecken in den Patientenzimmern („NSG“ – „no-sink group“). Es erfolgte eine statistische Analyse der Infektions-Daten von 552 Intensivstationen. Hierbei wurde unter anderem das Risiko für das Auftreten einer nosokomialen Infektion gesamt (alle Erreger) bzw. für Infektionen mit dem Erreger P. aeruginosa zwischen den beiden Gruppen verglichen. Die univariate Analyse hat gezeigt, dass die Inzidenzdichte, also die Infektionen pro 1000 Patiententage, von nosokomialen Infektionen (alle Erreger) in der Gruppe der ITS mit Waschbecken (SG) signifikant höher war (3,97 vs. 3,20, p=0,019). Ebenso war die Inzidenzdichte von nosokomialen Atemwegsinfektionen mit dem Bakterium P. aeruginosa in der SG signifikant höher (0,24 vs. 0,18, p=0,034). Das Risiko einer nosokomialen Infektion (alle Erreger) war in der SG insgesamt um 24% erhöht (Inzidenzraten Verhältnis IRR= 1,24). Die multivariate Analyse, bei der mögliche andere Einflussfaktoren auf dieses Ergebnis mit berücksichtigt werden, bestätigte das erhöhte Infektionsrisiko wenn Waschbecken in den Patientenzimmern vorhanden sind.

Die Autoren schlussfolgern, dass insbesondere bei dem Bau neuer Intensivstationen, sowie auch bei Umbauten bereits bestehender Intensivstationen das Risiko von Erregerübertragungen oder auch Infektionen, die mit Waschbecken in den Patientenzimmern zusammenhängen, bedacht werden sollten. Der Verzicht auf den Bau eines Waschbeckens in den Patientenzimmern könnte daher eine Maßnahme sein, um das Risiko für nosokomiale Infektionen zu senken.

Die vollständige Studie von Fucini et al. finden Sie unter dem folgenden Link.

 

 

 

 

 

 

Bild mit Darstellung einer hygienischen Händedesinfektion. Im Hintergrund ist ein Waschbecken mit einem Händedesinfektionsmittelspender zu sehen.
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Wo werden Spender für Händedesinfektionsmittel benötigt und wo reichen Wasser und Seife?
Grundlagen zum Händewaschen und der hygienischen Händedesinfektion mit Besonderheiten der verschiedenen Infrastrukturen.
Schwarz-Weiß Bild mit Darstellung eines laufenden Wasserhahnes
Hygiene
Was ist bei Wassersystemen zu beachten?
Hygienische Aspekte zur Infektionsprävention bei der Planung von Wassersystemen.

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