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Recht auf Reparatur: Ein zweites Leben für alte Geräte

Repaircafés sprießen aus dem Boden, der Handel mit gebrauchten PCs und Smartphones wächst – und bald tritt das »Recht auf Reparatur« in Kraft. Wird es halten, was es verspricht?

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NSDAP-Archiv: Wie internationale Medien über das NSDAP-Suchtool der ZEIT berichten

»CNN«, »Guardian«, »Le Monde«, Indiens Tageszeitung »Dainik Bhaskar«: Das ZEIT-Projekt zur NSDAP-Kartei sorgt weltweit für Aufsehen. Ein Blick in die Berichterstattung

NSDAP-Mitglieder: Wie DIE ZEIT die NSDAP-Kartei einfach zugänglich machte

Zehn Millionen Akten, Tausende PDF-Dateien, teils schwer lesbar: Wie ein Team der ZEIT die Nazi-Mitgliederkartei durchsuchbar machte – und welche Rolle KI dabei spielte.

Ticken wir im Herbst anders als im Sommer?

Ob Frühling, Sommer oder Winter: Die Jahreszeiten wirken stärker auf unser Denken, als uns bewusst ist. Studien zeigen, dass sich Werte und Moral im Jahresverlauf verschieben. 🎙️

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Prävention und Prädiktion von Nahrungsmittelallergien auf Instagram: eine systematische Evaluation

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2761-2238

Ausgehend von der zunehmenden Nutzung sozialer Medien und dem Paradigmenwechsel in der Allergieprävention war es das Ziel, Art und Inhalt von Instagram-Beiträgen zur Prävention und Prädiktion von Nahrungsmittelallergien zu untersuchen. Zudem wurde geprüft, inwieweit die Beiträge die aktuelle S3-Leitlinie Allergieprävention widerspiegeln.In Anlehnung an das Social Media Analytics Framework von Stieglitz und Dang-Xuan (2013) wurden vom 08.06.-15.06.2023 103 Instagram-Beiträge mittels Hashtag-Suche identifiziert und aufbereitet. Zur inhaltlichen Auswertung sowie zur Beschreibung der Verfasser:innen und Adressat:innen wurde eine inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018) durchgeführt. Die Bewertung der Aktualität der Inhalte in Bezug auf die aktuelle S3-Leitlinie Allergieprävention erfolgte mittels einer evaluativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2018).Ernährungsberater:innen bildeten mit 31,1% die größte Gruppe der Verfassenden, während die übrigen Verfassenden in 14 weitere Kategorien eingeordnet wurden. Hauptadressat:innen der Beiträge sind Eltern (81,6%). Die auf Instagram verfügbaren Informationen zur Prävention und Prädiktion von Nahrungsmittelallergien sind heterogen, jedoch mehrheitlich leitlinienkonform in Bezug auf die Themen Beikosteinführung und Stillen. Insgesamt 13,2% der Beiträge enthielten Aussagen zur Allergieprävention, die nicht der aktuellen S3-Leitlinie entsprechen. Dabei handelt es sich insbesondere um Beiträge zum Stillen, zu hydrolysierter Säuglingsnahrung und zur Einführung von Beikost, die vor der Veröffentlichung der aktuellen Leitlinie verfasst wurden. Weitere Themen waren neben Prävention und Vorhersage auch die Definition von Nahrungsmittelallergien inklusive der Beschreibung von Ursachen, Allergenen und Kreuzallergien sowie die Abgrenzung zu Unverträglichkeiten. In den Kommentaren berichteten vor allem Mütter über ihre Erfahrungen und stellten Fragen zur Beikosteinführung.Präventionsempfehlungen, die sich im Vergleich zur vorherigen Version der Leitlinie aktualisiert haben, werden auf Instagram häufig nicht in ihrer aktuellen Form dargestellt. Entsprechend sollten die Inhalte von Nutzenden kritisch geprüft werden. Weiterer Forschungsbedarf besteht im Bereich der Nutzer:innenperspektive, insbesondere hinsichtlich des Nutzungsverhaltens von Eltern und deren Auswirkungen auf die Prävention und Prädiktion von Nahrungsmittelallergien bei Kindern.
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Zwischen maximalem Einsatz und Herausforderungen: Interdisziplinäre Netzwerke in der ambulanten Palliativversorgung im Modell Westfalen-Lippe – Ergebnisse einer qualitativen Studie

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2801-0534

Die Palliativversorgung in Westfalen-Lippe zeichnet sich durch ein interdisziplinäres Netzwerk von Palliativmedizinischen Konsiliardiensten aus, das die Versorgung ohne strikte Unterscheidung zwischen Allgemeiner Ambulanter Palliativversorgung und Spezialisierter Ambulanter Palliativversorgung ermöglicht. Ziel dieser Studie war es, die Besonderheiten und Herausforderungen dieser Netzwerkarbeit zu analysieren.In einer qualitativen Studie innerhalb des VESPAL-Projekts (VESPAL – Versorgungsqualität in der ambulanten Palliativversorgung am Beispiel von Westfalen-Lippe) wurden 50 Versorger*innen im Palliativversorgungsmodell Westfalen-Lippe mithilfe von Einzelinterviews und Fokusgruppen interviewt. Zusätzlich wurden vorab nicht-teilnehmende Beobachtungen durchgeführt, um die Versorgungsrealität besser abbilden zu können. Anschließend wurden die Beobachtungen und Interviews mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse in Anlehnung an Kuckartz mit der Software MAXQDA ausgewertet.Die Versorger*innen betonten die Vorteile der interdisziplinären Zusammenarbeit, die schnelle Lösungen und eine individuelle und bedarfsgerechte Betreuung der Patient*innen ermögliche. Herausforderungen ergäben sich durch Rufbereitschaft, Koordinationsprobleme und logistische Schwierigkeiten, insbesondere im ländlichen Raum.Das Modell der Palliativversorgung in Westfalen-Lippe bietet eine flexible, bedürfnisorientierte Versorgung mit kurzen Dienstwegen und vernetzten Teams, erfordert jedoch Anpassungen, um die Kommunikation und Koordination zu verbessern.
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Zufriedenheit mit der Patientenbegleitung durch Schlaganfall-Lotsen – Befragungsergebnisse aus Betroffenenperspektive

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2776-2308

Viele Schlaganfall-Betroffene sind mit der Steuerung und Aufrechterhaltung ihrer komplexen Versorgung und Therapie in der Nachsorge überfordert [1]. Schlaganfall-Lotsen unterstützen und koordinieren den Übergang in die Nachsorge und stehen den Betroffenen für 12 Monate nach dem Schlaganfall, zu mindestens sechs Kontaktzeitpunkten, als Ansprechpartner zur Verfügung.Postalische Befragung von Schlaganfall-Betroffenen, die im Rahmen eines Selektivvertrages nach §140 SGB V in Ostwestfalen-Lippe durch Lotsen begleitet wurden. Berichtet werden die Ergebnisse der aktuellen Befragung (n=101) und in Summe die Gesamtergebnisse aller bisher befragten Personen (n=335), die durch einen Schlaganfall-Lotsen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe begleitet wurden.Die Begleitung durch einen Schlaganfall-Lotsen wird von den Betroffenen als nützliche und sinnvolle Unterstützung wahrgenommen. Die kumulierte Zufriedenheit (Zustimmung oder volle Zustimmung auf einer vierstufigen Likert-Skala) in Bezug auf die Kontakthäufigkeit (96%), die Erreichbarkeit (95%) und den persönlichen Umgang mit Betroffenen und ggf. Angehörigen (98%) wird sehr positiv bewertet. 82% der Befragten geben als größte wahrgenommene Unterstützung das Vorhandensein eines persönlichen Ansprechpartners an. Zudem melden die Betroffenen zurück, dass die Lotsen einen Einfluss auf die Achtsamkeit und den Umgang mit Risiko- und Lebensstilfaktoren haben. Es besteht eine hohe Zufriedenheit mit der Begleitung und die Befragten empfehlen auf Grund ihrer Erfahrungen eine Übernahme der Intervention in die Regelversorgung für alle Schlaganfall-Betroffenen (99%).Die entwickelte Intervention wird von den Betroffenen gut angenommen und führt zu einer Entlastung für Betroffene und Angehörige. Eine hohe Akzeptanz auf Seiten der Betroffenen und eine bedarfsgerechte Ausgestaltung der Lotsentätigkeit stellt eine zentrale Voraussetzung zur bundesweiten Etablierung von Schlaganfall-Lotsen in der Regelversorgung dar und ergänzt die bisherigen Ergebnisse des Lotsenmodells um den zentralen Aspekt der Betroffenenperspektive.
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Interdisziplinarität und ko-kreative Paradigmen angewandter Sozialmedizin

Gesundheitswesen 2026; 88: 16-21
DOI: 10.1055/a-2757-2684

Die Sozialmedizin bundesrepublikanischer Prägung ist interdisziplinär fundiert. In dem ihr durch die Sozialversicherung zugewiesenen facettenreichen Aufgabenspektrum realisiert sie in multiprofessioneller Kooperation und Ko-Kreation gleichermaßen partizipative wie transformative Gestaltungsprozesse. Der theoretischen wie praktischen Vielschichtigkeit der Sozialmedizin widmete sich auf der 60. Jahrestagung der DGSMP am 19. September 2025 in der Charité ein vom DGSMP-Ressort „Praktische Sozialmedizin und Rehabilitation“ unter maßgeblicher Mitwirkung seiner AG Pflege konzipiertes Symposium. Es war intendiert als Gestaltungsimpuls zur Konkretisierung eines zeitgemäßen Profils der Sozialmedizin und zum dann perspektivisch daran anzuknüpfenden konstruktiven Diskurs. Sechs Einzelbeiträge verwiesen auf wesentliche, die Sozialmedizin konstituierende Konzepte und sozialgesetzliche Maßgaben zur Typisierung der sozialmedizinisch-multiprofessionellen Praxis. Auf der interdisziplinären Agenda standen ausgewählte Themen aus epistemologischer, geschichts-, rechts-, gesundheits- und pflegewissenschaftlicher sowie medizinischer Perspektive.
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Einfluss der Krankenhausstrukturreform und sozio-ökonomischer Deprivation in NRW auf die Erreichbarkeit spezialisierter stationärer Palliativversorgung

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2633-5943

Palliativmedizin zielt darauf ab, die Lebensqualität von Patient*innen mit potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen und deren Angehörigen zu verbessern, indem Leiden und Symptome in körperlicher, psychosozialer und spiritueller Hinsicht frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen der am 01.04.2025 in Kraft getretenen Krankenhausstrukturreform in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf die Erreichbarkeit von Einrichtungen mit spezialisierter stationärer palliativmedizinischer Versorgung.Krankenhäuser mit spezialisierter stationärer Palliativversorgung wurden über das Palliativregister und die §136b Daten an den Gemeinsamen Bundesausschuss identifiziert. Mittlere gewichtete Fahrzeiten zu diesen Einrichtungen wurden ermittelt und mit den Standorten verglichen, die im Rahmen der Krankenhausstrukturreform NRW in der Leistungsgruppe 29 „Palliativmedizin“ vorgesehen sind. Die Erreichbarkeit wurde mit der sozioökonomischen Deprivation (German Index of Socioeconomic Deprivation, GISD) auf Gemeindeebene korreliert.Insgesamt wurden 162 Kliniken in NRW identifiziert, die spezialisierte palliativmedizinische Versorgung anbieten. Im Jahr 2022 betrug die mittlere gewichtete Fahrzeit zu diesen Kliniken 11,4 min, wobei 53% der Bevölkerung eine Klinik innerhalb von 10 Minuten und 97% in 30 min erreichen konnten. Es zeigte sich keine signifikante Korrelation zwischen der Erreichbarkeit spezialisierter stationärer palliativmedizinischer Einrichtungen und der sozioökonomischen Deprivation. Im Rahmen der Krankenhausstrukturreform wird die mittlere Fahrzeit auf 12,2 min ansteigen. 48% der Bevölkerung werden eine Klinik mit Palliativmedizin innerhalb von knapp 10 min und 96% in 30 min erreichen.Die Ergebnisse legen nahe, dass die geplante Reform nur einen marginalen Einfluss auf die Erreichbarkeit spezialisierter palliativmedizinischer Versorgung in NRW haben wird. Obwohl die durchschnittlichen Fahrzeiten geringfügig ansteigen, bleibt der Zugang für die Mehrheit der Bevölkerung weiterhin innerhalb kurzer Zeit realisierbar.
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Herausforderungen in der rehabilitativen Versorgung von Menschen mit kognitiven und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen – ein Erfahrungsbericht aus einer Pilotstudie

Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2675-0855

Die Studie befasst sich mit der rehabilitativen Versorgungslücke für Menschen mit kognitiven und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen. Die herkömmlichen medizinischen Versorgungsstrukturen sind häufig unzureichend an die Bedürfnisse dieser Patientinnen- und Patientengruppe angepasst. In diesem Projekt wird die rehabilitative Versorgungslücke mit einem sozialraumorientierten Rehabilitationskonzept für Menschen mit kognitiven und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen praktisch geschlossen und wissenschaftlich begleitet, um die bestehende Versorgungslücke in der Rehabilitation dieser Patientinnen- und Patientengruppe zu adressieren und nachhaltige Lösungsansätze zu schaffen. Es werden die Herausforderungen einer bedarfsorientierten rehabilitativen Versorgung und die Lösungsansätze aus dem experimentellen Pilotprojekt dargestellt und diskutiert.Diese Studie wurde als prospektive, monozentrische Pilotstudie mit explorativem Charakter konzipiert. Ein interprofessionelles Team dokumentierte systematisch die Herausforderungen und hemmenden Faktoren während der Implementierung und Interventionsphase in einem Laborbuch.Es nahmen 15 Menschen mit unterschiedlichen kognitiven und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen und Kontextfaktoren an der Pilotstudie teil. Bereits in der Vorbereitung der Interventionsphase gab es herausfordernde strukturelle Aspekte, insbesondere bei der Ressourcen- und Ablaufplanung. Während der Interventionsphase traten organisatorische Herausforderungen in den Vordergrund, z. B. die Terminplanung mit Zugehörigen, Transportdiensten und die Raumplanung. Im direkten Kontakt mit den Patientinnen und Patienten waren Spontaneität und Improvisation erforderlich, um auf individuelles Verhalten und herausfordernde Situationen flexibel reagieren zu können.Das sozialraumorientierte Rehabilitationskonzept zeigt, dass die heterogenen Bedürfnisse von Menschen mit kognitiven und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen individuell adressiert werden können und die Teilnehmenden beim Erreichen ihrer Teilhabeziele erfolgreich unterstützt werden. Das sozialraumorientierte Rehabilitationskonzept ist praktisch umsetzbar. Es erscheint im Kontext des demografischen Wandels, der Zunahme chronischer Erkrankungen sowie der verstärkten Ambulantisierung medizinischer Behandlungen als eine vielversprechende Entwicklung im Gesundheitssystem.
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