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Um ihre Vorhaben zu erreichen, wird das Team aus sechs Ländern eine einzigartige Kombination aus Feldarbeit, physikalisch basierter Modellierung und KI nutzen – und zudem mit den betroffenen Regionen und Gemeinschaften zusammenarbeiten. Darüber hinaus werden ihre Ergebnisse eine entscheidende Ressource für die Bewältigung künftiger Herausforderungen im Bereich der Wasserversorgungssicherheit darstellen.
Rund ein Drittel der Weltbevölkerung ist abhängig von Wasser aus den Bergen. Ein Wasserlauf im Einzugsgebiet von Kyzylsu mit den ihn speisenden Gebirgsgletschern und Schnee im Hintergrund. © Jason Klimatsas | ISTA
Die Stiftung Schmidt Sciences, gegründet von Eric und Wendy Schmidt, fördert mit ihrem Programm „VIEW“ innovative Wasserforschung. Kurz vor dem UN-Weltwassertag 2026 kündigte sie Fördermittel von insgesamt 33 Millionen US-Dollar für vier Projekte an. Eines davon ist „MountAInWater“ unter Leitung des ISTA, das mit 9,5 Millionen US-Dollar unterstützt wird.
Das MountAInWater-Projekt bringt mehrere innovative und neuartige Elemente in die Erforschung der Wasserressourcen in Bergregionen ein.
„Wir verfolgen einen mehr-skaligen Modellierungsansatz, ausgehend von ‚Supersites‘ in den kanadischen Rocky Mountains, den Anden, dem Pamir und dem Himalaya“, erklärt die das Gesamtprojekt leitende ISTA-Professorin Francesca Pellicciotti, und weist darauf hin, dass diese hochgelegenen Gebiete als wichtige Knotenpunkte für detaillierte Feldforschung und Modellierungsaktivitäten dienen. „Hier gehen wir wirklich vor Ort, richten vier außergewöhnliche, hochgelegene Beobachtungsstationen für Gebirgsprozesse ein und sammeln einzigartige Daten. Dabei bauen wir auf unseren Erfahrungen aus früheren Exkursionen in diese Regionen auf“, erklärt die Gletscherforscherin.
Das Projekt untersucht Wasserressourcen in Gebirgen weltweit – von lokalen „Supersites“ in den Rocky Mountains, Anden, Pamir und Himalaya bis hin zu globalen Analysen. Vor Ort werden Daten gesammelt, um physikalische Modelle zu verbessern und mithilfe von KI auf globale Maßstäbe zu übertragen. So können erstmals hochauflösende Simulationen von Wasserflüssen und Veränderungen in der Kryosphäre (Gletscher, Schnee, Permafrost) weltweit erstellt werden.
„Hier gehen wir wirklich vor Ort, richten vier außergewöhnliche, hochgelegene Beobachtungsstationen für Gebirgsprozesse ein und sammeln einzigartige Daten. Dabei bauen wir auf unseren Erfahrungen aus früheren Exkursionen in diese Regionen auf“, erklärt die Gletscherforscherin ISTA-Professorin Francesca Pellicciotti.
Ein Fokus liegt auf Nichtlinearitäten und „Kipppunkten“ in der Kryosphäre, die bisher kaum berücksichtigt wurden. Ziel ist es, präzisere Vorhersagen zur globalen Wasserverfügbarkeit zu ermöglichen. Anschließend identifiziert das Team besonders betroffene Regionen („Hotspots“) und untersucht dort ökologische und gesellschaftliche Folgen.
Gemeinsam mit lokalen Akteuren entwickeln die Forschenden nachhaltige Strategien für das Wassermanagement. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein „Mountain Digital Twin“, der Klimafolgen visualisiert und Entscheidungsprozesse unterstützt.
Am Projekt beteiligt sind internationale Partner, darunter Universitäten und Forschungsinstitutionen aus Europa und Kanada. Denn sie bringen Expertise in den Bereichen KI, Hydrologie, Ökologie und Fernerkundung ein. Zusammen wollen sie globale Verwundbarkeiten kartieren und Lösungen für den Umgang mit zunehmendem Wasserstress entwickeln.
Gemeinsam wird dieses Konsortium Verwundbarkeiten kartieren und umsetzbare Strategien entwickeln, um die zu erwartenden Auswirkungen von Wasserstress auf Gesellschaften zu bewältigen – von der Pflanzenproduktion über die Wasserkraft bis hin zu Ökosystemen.
„Bei MountAInWater geht es darum, völlig neue Erkenntnisse über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der in den Bergen entstehenden Wasserressourcen zu gewinnen, um umsetzbare wissenschaftliche Erkenntnisse im Dienste der Gesellschaft zu liefern“, sagt Pellicciotti. „Wir haben hier innovative Spitzenforschung als Ziel. So können wir die wissenschaftlichen Grundlagen für einen systemischen Wandel bei der Bewältigung künftiger Herausforderungen der Wassersicherheit liefern.“
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"Wir sollten sie nicht verteufeln"
Author: Amelie Kaiser