Fragen und Antworten: Bluttests bei Schwangeren: Darum geht es im Bundestag

© Andrey Popov / stock.adobe.com

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Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit stellt aktuelle Daten zur Studie Jugendsexualität vor
Köln, 22. Januar 2026. Jugendliche werden immer später sexuell aktiv – zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Jugendsexualitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Während junge Menschen bei der letzten Erhebung 2019 bereits mit 17 Jahren mehrheitlich sexuell aktiv waren, zeigt die aktuelle Befragung, dass sie sich inzwischen mehr Zeit lassen. Heute haben die meisten mit 19 Jahren ihr erstes Mal erlebt. Auch beim ersten Kuss lassen sich die Befragten mehr Zeit. Zudem zeigt die Studie mit mehr als 5.800 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 25 Jahren: Meist haben junge Menschen ihren ersten Sex in einer festen Beziehung und verhüten sicher und zuverlässig. In knapp neun von zehn Beziehungen sprechen junge Menschen selbstverständlich über Verhütung und ein Großteil (67 %) thematisiert auch den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.
Mechthild Paul, Abteilungsleiterin Sexualaufklärung, Verhütung, Familienplanung und stellvertretende Leiterin des BIÖG: „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Junge Menschen lassen sich heute generell mehr Zeit und treffen bewusste Entscheidungen, wenn es um Sexualität geht. Sie warten auf den für sie richtigen Moment, sprechen offen über Verhütung und schützen sich zuverlässig. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher und faktenbasierter Aufklärung − in der Schule, im Elternhaus, in Beratungsstellen, in ärztlichen Praxen und durch unsere Angebote. Der gesetzliche Auftrag des BIÖG hat sich bewährt: Gemeinsam mit Ländern und Verbänden entwickeln wir Konzepte zur Sexualaufklärung und stellen verlässliche, kostenfreie Informationen zur Verhütung bereit. Umfassende Sexualaufklärung trägt dazu bei, dass Jugendliche und junge Erwachsene verantwortungsvoll, selbstbestimmt und gesundheitsbewusst mit Partnerschaft, Sexualität und Verhütung umgehen.“
Die Ergebnisse im Überblick:
Informationen zur Studie:
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, ehemals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) führt regelmäßig die repräsentative Wiederholungsbefragung „Jugendsexualität“ durch. Die aktuelle Studie ist die zehnte Befragungswelle und schließt methodisch an die Vorgängerstudien von 1980 bis 2019 an. Datengrundlage sind 5.855 bundesweit geführte Interviews. Der Erhebungszeitraum lag zwischen Februar und Juli 2025. Befragt wurden 3.514 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren und 2.341 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren. Untersucht wurden unter anderem Einstellungen und Verhaltensweisen in Bezug auf Sexualität, Verhütung und Sexualaufklärung. 5.313 Jugendliche und junge Erwachsene gaben an, (vorwiegend) heterosexuell orientiert zu sein. 418 Befragte gaben eine (vorwiegende) homosexuelle oder bisexuelle Orientierung an, während 124 eine andere sexuelle Orientierung nannten oder keine Angabe machten. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit führt die Studie gemäß seinem gesetzlichen Auftrag zur Prävention von Schwangerschaftskonflikten durch. In den nächsten Monaten folgen weitere vertiefende Auswertungen zu Themen wie sexualisierte Gewalterfahrungen, sexuelle Orientierung, der Besuch von Beratungsstellen bzw. gynäkologischen Praxen und dem soziokulturellen Einfluss u.a. auf Sexual-, Verhütungs- und Informationsverhalten.
Presse-Kit mit Grafiken und weiteren Informationen:
https://transfer.bzga.de/index.php/s/Qo3JYwQPyTWDW7o
(Passwort: Bundesinstitut_2026)
Weitere Informationen zum Thema:
Über Themen der sexuellen Bildung informiert das BIÖG auf den Onlineportalen und www.loveline.de, www.sexualaufklaerung.de sowie über einen Newsletter (www.sexualaufklaerung.de/ueber-das-portal/service-und-kontakt/newsletter-bestellen) und einen WhatsApp-Kanal (www.whatsapp.com/channel/0029Vb6Z38yATRSwsIHVAR13).
Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Fachtagung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit stellt neue Erkenntnisse zu reproduktiver Gesundheit in Berlin vor
Köln/Berlin, 22. Juli 2025. Fast die Hälfte der Berliner Mütter bekommt ihr erstes Kind, ohne verheiratet zu sein. Dennoch sind stabile Partnerschaften und Lebensbedingungen Voraussetzung für die Familiengründung. Außerdem werden Berlinerinnen immer später Mütter. Das sind zwei Ergebnisse des Forschungsprojekts „frauen leben 4“, die heute auf der „Fachtagung zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Familienplanung im Lebenslauf“ vorgestellt werden.
Die Tagung, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege veranstaltet, präsentiert zentrale Ergebnisse der neuen Studie für das Bundesland Berlin. Sie zeigen, wie Frauen im reproduktiven Alter leben – und wie stark ihre Entscheidungen zur Familienplanung von gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Die länderspezifische Auswertung beruht auf einer repräsentativen Befragung von 1.476 Frauen im Alter von 20 bis 44 Jahren mit Wohnsitz in Berlin. Durchgeführt wurde sie vom Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen Freiburg (SOFFI F).
Mechthild Paul, stellvertretende Leiterin des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die Ergebnisse von ‚frauen leben 4‘ zeigen, wie unterschiedlich Frauen heute ihr Leben mit oder ohne Kinder planen. Das hängt stark von ihrer Bildung, ihrem Einkommen und den Lebensumständen ab. Uns im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit helfen diese Informationen, Maßnahmen passend zu gestalten. Denn nur wenn wir wissen, was Frauen bewegt, können wir unsere Angebote an ihren Lebensrealitäten ausrichten. Wir freuen uns, diese Daten jetzt in Berlin vorzustellen, gemeinsam mit den Ländern zu schauen, was konkret gebraucht wird – und es dann in konkrete Angebote umzusetzen.“
Zentrale Ergebnisse für Berlin im Überblick:
Neben Berlin auch Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen im Fokus
Bereits im Juni 2025 wurde der Studienbericht „frauen leben 4“ für Baden-Württemberg veröffentlicht. Auch dort zeigt sich: Lebensentwürfe, Kinderwunsch und Familiengründung werden maßgeblich durch Bildung, ökonomische Sicherheit und gesellschaftlichen Wandel geprägt. Der Vergleich der Ergebnisse zwischen verschiedenen Bundesländern ermöglicht fundierte regionale Einschätzungen für Wissenschaft, Praxis und Politik. Weitere Ergebnisse werden in diesem Jahr noch für Niedersachsen und im nächsten Jahr für Sachsen veröffentlicht. Die Studien im Überblick finden Sie hier: www.sexualaufklaerung.de/familienplanung-im-lebenslauf/
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Pressekontakt
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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