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Kostenloses Trinkwasser

13. Juni 2024 um 13:35

Kostenloses Trinkwasser

Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Hitzevorsorge an heißen Tagen lautet: Viel Trinken. Besonders im Sommer während extremer Hitzetage stellt sich dabei oft die Frage: Wo kann ich unterwegs meine Trinkflasche mit Trinkwasser auffüllen?

In vielen Kommunen werden sogenannte Refill-Stationen angeboten, Orte in der Stadt, an denen kostenlos Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird und mitgebrachte Trinkflaschen oder sonstige Trinkgefäße mit Leitungswasser aufgefüllt werden können. Standorte für derartige Stationen sind öffentliche Einrichtungen wie Rathäuser, Bibliotheken, Schulen und Gesundheitszentren oder anderen Einrichtungen, die für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sind, wie Freizeiteinrichtungen, Cafés und Einkaufszentren. Die Idee der Refill-Stationen trägt neben der Trinkwasserversorgung zur Umweltfreundlichkeit bei, indem es den Verbrauch von Einweg-Plastikflaschen reduziert.

Prüfen Sie für Ihre Kommune, welche kommunalen Gebäude und Einrichtungen als Refill-Station in Frage kommen.

Initiative Refill

Die Initiative Refill, im März 2017 in Hamburg als ehrenamtliches Projekt gestartet, ist inzwischen zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden und existiert in über 40 deutschen Städten mit über 6.000 Refill Stationen. Auf der Website der Initiative Refill  können Sie Ihre Refill-Stationen eintragen. Sie werden in einer Karte erfasst und sind dann online und per App abrufbar, mit Adresse, Öffnungszeiten und Wegbeschreibung.

 

Refill Veitshöchheim

Die Gemeinde Veitshöchheim beteiligt sich seit 2019 unter dem Slogan Refill Veitshöchheim an der deutschlandweiten Initiative Refill. Kostenloses Trinkwasser steht in einigen öffentlichen Gebäuden kostenlos zur Verfügung, u. a. in einer Bücherei, im Rathaus und Jüdisches Kulturmuseum sowie im Sportzentrum.

 

Hilfreiche Materialien

Die Faktenblätter „Was ist Refill“ (PDF, 0.8 MB, nicht barrierefrei) und „Wir sind Refill Station“ (PDF, 0.6 MB, nicht barrierefrei) erläutern kurz und knapp wofür Refill steht und was die wesentlichen Ziele sind.

Eine interaktive Karte zeigt Ihnen den Zugang zu Refill Stationen deutschlandweit. Unter Refill Station eintragen finden sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie Ihre Station eintragen können.

Ähnliche Maßnahmen


Hitzeschutz für Menschen mit Behinderung

26. September 2025 um 10:42

Hitzeschutz für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung sind durch Hitze besonders gefährdet, da sie häufig auf Unterstützung angewiesen sind und ihre Selbstschutzmöglichkeiten eingeschränkt sein können. Einschränkungen in der Mobilität, bei der Kommunikation oder beim Erkennen von Gefahrensignalen erschweren es, rechtzeitig auf Hitze zu reagieren. Besonders gefährdet sind Menschen, die auf Hilfsmittel oder die Unterstützung anderer angewiesen sind, Medikamente einnehmen müssen oder in Einrichtungen leben, die nicht ausreichend auf Hitze vorbereitet sind.

Um Menschen mit Behinderung besser vor Hitze zu schützen, haben Sie folgende Handlungsmöglichkeiten:

  • Sorgen Sie in kommunalen Einrichtungen, Begegnungsstätten oder Tagesförderstätten für kühle, barrierefreie Rückzugsorte.
  • Richten Sie öffentliche Trinkbrunnen ein und stellen Sie barrierefreie Zugänge zu kostenlosem Trinkwasser bereit.
  • Erstellen und verbreiten Sie Hitzeschutzhinweise in Leichter Sprache und mit Piktogrammen.
  • Erstellen und verbreiten Sie Hitzeschutzhinweise in Leichter Sprache und mit Piktogrammen. Achten Sie darauf, dass Informationen auch in Gebärdensprache und Blindenschrift zugänglich gemacht werden.
  • Schulen Sie Mitarbeitende in kommunalen Einrichtungen und sensibilisieren Sie Träger von Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im Umgang mit Hitze.
  • Entwickeln Sie kommunale Hitzeschutzpläne, die die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigen, und binden Sie Behindertenbeiräte aktiv ein.

Hilfreiche Materialien

  • Kommunikationsleitfaden „Menschen mit Behinderungen vor Hitze schützen“

Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.8 MB, nicht barrierefrei) von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet Informationen zur Gefährdung von Menschen mit Behinderung durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, diese Risikogruppe zu erreichen und für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.

  • Klimawandel und Selbsthilfearbeit

Das Projekt „Klimawandel und Selbsthilfearbeit“ der BAG SELBSTHILFE unterstützt Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen dabei, klimafreundlich und gesundheitsorientiert zu agieren. Es bietet praxisnahe Arbeits- und Informationsmaterialien – etwa zur Hitze, psychischen Belastung oder klimafreundlicher Verbandsarbeit – sowie begleitende Workshops an.


© Bundesministerium für Gesundheit

Checklisten für hitzegerechte Veranstaltungen

25. Oktober 2024 um 12:05

Checklisten für hitzegerechte Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen im Freien wie Sportwettkämpfen, Volksfesten oder Open-Air-Konzerten sind Menschen oft stundenlang der Hitze ausgesetzt. Mit immer höheren Temperaturen steigt auch das Risiko, dass Menschen bei Veranstaltungen zum Beispiel dehydrieren oder kollabieren und medizinisch versorgt werden müssen. Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, da sie die mit Hitze verbundenen Gesundheitsrisiken nicht selbst einschätzen können.

Hitzeschutz sollte also fester Bestandteil der Planung von Veranstaltungen im Sommer sein, idealerweise über das im Rahmen der Fürsorgepflicht des Veranstalters vorgesehene Maß hinaus. Im Vorfeld können Ort und Zeit so gewählt werden, dass die Menschen so wenig wie möglich hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Außerdem muss die Versorgung der Menschen mit geeigneten Speisen und Getränken sichergestellt sein und es müssen Hilfsmittel zur Kühlung und Verschattung vor Ort bereitstehen.

Sowohl kommunale Einrichtungen als auch Veranstaltende von örtlichen Vereinen oder Unternehmen profitieren von Checklisten mit Tipps zum Hitzeschutz für verschiedene Veranstaltungsarten und Zielgruppen. Beim Erstellen dieser Listen ist zu berücksichtigen, dass es nicht nur im Freien, sondern auch in geschlossenen Räumen zu einer Überwärmung kommen kann.

Leitfragen für eine Hitze-Checkliste können sein:

  • Ist laut Wetterdiensten mit Hitze zu rechnen?
  • Kann die Veranstaltung auf eine kühlere Tageszeit verlegt werden?
  • Ist ein Veranstaltungsort außerhalb innerstädtischer Hitzeinseln möglich?
  • Ist ausreichend Trinkwasser oder alkoholfreie Getränke vorhanden bzw. erhalten die Besucher*innen leichten Zugang dazu, wenn z. B. das Mitbringen eigener Getränke verboten ist?
  • Sind ausreichend Pausen oder Gelegenheiten für Abkühlung und Erfrischung vorgesehen?
  • Ist zusätzlich zu den vorgeschriebenen Rettungskräften speziell für den gesundheitlichen Hitzeschutz geschultes Personal vor Ort?
  • Bei Veranstaltungen mit Kindern: Ist geschultes Personal zur Betreuung vor Ort, das auf Hitzeschutz und Flüssigkeitsaufnahme achtet?
  • Sind Steh- und Sitzplätze im Schatten bzw. in kühlen Bereichen vorhanden?
  • Lassen sich Hilfsmittel zur Abkühlung bereitstellen, zum Beispiel Kopfbedeckungen oder Nebelduschen?

Checkliste der Stadt Straubing

Mit „sechs schnellen Fragen für Veranstaltungen im Sommer“ bietet die Stadt Straubing auf ihrer Website eine Hilfestellung für Veranstaltende an.

Hilfreiche Materialien

Der Flyer „Klimaangepasste Veranstaltungen“ (PDF, 4.0 MB, nicht barrierefrei)  des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie listet die wichtigsten Maßnahmen zur Hitzeprävention auf.

Das Landesnetzwerk Anlaufstellen für ältere Menschen in Rheinland-Pfalz gibt in einem Handout „Was tun bei Hitze?“ (PDF, 0.2 MB, nicht barrierefrei)  Tipps zur Durchführung von Veranstaltungen mit älteren Menschen.

Im Projekt „Klimaanpassung von Großveranstaltungen“ wurden mehr als 40 Maßnahmen entwickelt, die sich vor allem auf Anpassungen an die Klimasignale Hitze, Starkregen, Sturm und Gewitter beziehen. Die Maßnahmen wurden bei der Veranstaltung des 37. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Dortmund umgesetzt und im Nachgang auf ihre Effektivität geprüft.

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© Bundesministerium für Gesundheit
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