Wetterphänomen: Mittelmeerstaaten droht ein Medicane

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Wirkt wie 90-Minuten-Nap
Author: Eva Grossmann
Heißes Wasser liegt im Trend
Author: undefined
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2904-3017
The development of regionally tailored healthcare goals and targets shared by all
stakeholders is essential for a high-quality healthcare system. This study
outlines the development of a generic framework for creating patient-centered,
cross-sectoral healthcare targets, applying a multi-stage, hybrid Delphi process
and using Saxony, Germany as an example. The process involved key stakeholders,
including policymakers, healthcare providers, and patient representatives, and
focused on two use cases: child and adolescent health and dementia. Through
expert interviews, online surveys, and workshops, five thematic domains were
identified: digitalization, patient orientation, cross-sectoral care, securing
skilled workers, and health(-system) competence. A total of 15 healthcare
targets were developed, addressing structural and process improvements at macro,
meso, and micro levels. While digitalization targets were rated highest in
alignment with SMART criteria, patient orientation targets showed room for
improvement. The study highlights the importance of stakeholder consensus,
measurable indicators, and iterative adjustments to ensure effective
implementation. Despite challenges such as limited measurability and tight
timelines, the results provide a transferable framework for developing
healthcare targets that can guide strategic planning and resource allocation.
This approach contributes to optimizing healthcare delivery and achieving
equitable, needs-based care in Saxony and beyond.
[...]
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
Table of contents | Abstract | open access Full text
Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2846-4412
The model project “Post-COVID Kids Bavaria” aimed to provide comprehensive
healthcare care for children and young people (CYP) with post-COVID-19
syndrome (PCS). The multi-method evaluation included stakeholder workshops
with CYP and their parents as well as healthcare providers.The objective of this study was to collaboratively evaluate the care provided
in the model project and to identify potential areas for improving care.Three online workshops were conducted, each lasting two hours, with a total
of 26 participants (3 CYP, 10 parents, 13 healthcare providers). The
workshops followed the methodology of “future workshops”, including distinct
phases: preparation, critique, fantasy and implementation. Results were
documented using digital padlets and detailed written minutes. The data were
analyzed using qualitative content analysis.CYP with PCS, their parents and healthcare professionals expressed needs for
improvement regarding the scope of the diagnostic process, knowledge of
healthcare professionals, patient information and communication, access to
and continuity of healthcare, effective therapies, social participation and
education as well as financial, legal and structural conditions. CYP and
their parents additionally pointed to the importance of centralized
healthcare coordination. Healthcare professionals addressed potential
improvements through digital solutions and increased cooperation between the
outpatient and inpatient sectors, as well as between stakeholders in
education and medicine. Specific ideas were developed concerning access to
healthcare (e. g., map of healthcare services), continuity of healthcare
(e. g. training and certification), quality of healthcare and
patient/layperson education (information materials, also on complex
topics).The participants reported that the model project had facilitated access to
diagnosis and specialized healthcare for CYP with PCS. However, need for
healthcare improvement was perceived on different levels, among others
regarding access to healthcare. The issues raised by CYP/ their parents
partly differed from those of healthcare professionals; sometimes they
complemented each other. Some workshops yielded solutions that should be
taken into account when planning future care for CYP affected by PCS.Das Modellprojekt „Post-COVID Kids Bavaria“ zielte darauf ab, eine
flächendeckende und sektorenübergreifende Versorgung für Kinder, Jugendliche
und junge Erwachsene mit Post-COVID-19-Syndrom (PCS) anzubieten. Zur
multimethodischen Evaluation des Modellprojekts gehörten
Stakeholder-Workshops mit Betroffenen und Behandelnden.Das Ziel dieser Studie war die gemeinsame Evaluation der Versorgung im
Modellprojekt sowie das Identifizieren von Potenzialen für eine Optimierung
der Versorgung.An drei Workshops nahmen insgesamt 26 Personen teil (drei von PCS betroffene
Jugendliche/junge Erwachsene, zehn Elternteile von Betroffenen, 13
Behandelnde). Die Workshops wurden online durchgeführt, dauerten je zwei
Stunden und orientierten sich an der Methode der Zukunftswerkstatt mit
Vorbereitungs-, Kritik-, Visions- und Realisierungsphasen. Beiträge der
Teilnehmenden wurden in „Padlets“ sowie in detaillierten Protokollen
dokumentiert und im Anschluss inhaltsanalytisch ausgewertet.Betroffene und Behandelnde äußerten sich zu Umfang der Diagnostik, Wissen von
Behandelnden, Informationen für und Kommunikation mit Betroffenen,
Versorgungskontinuität und Zugang zur Versorgung, Notwendigkeit wirksamer
Therapien, Teilhabe und Bildung sowie zu finanziellen, gesetzlichen oder
strukturellen Rahmenbedingungen. Die Betroffenen gingen zusätzlich auf eine
zentrierte Versorgungskoordination ein, während die Behandelnden
Verbesserungspotenziale auch in digitalen Lösungen sowie verstärkter
Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und stationären Sektor sowie
Akteur:innen aus Bildung und Medizin thematisierten. Spezifische
Lösungsvorschläge wurden vor allem in den Bereichen Zugang zur Versorgung
und Versorgungskontinuität (z. B. Versorgungslandkarte), Versorgungsqualität
(z. B. Fortbildung und Zertifizierung) sowie Aufklärung für Betroffene und
Gesellschaft (z. B. Materialien mit Informationen auch zu komplexen Themen)
entwickelt.Die Teilnehmenden berichteten insgesamt von verbessertem Zugang zu Diagnostik
und spezialisierter Versorgung für die Betroffenen durch das Modellprojekt.
Trotzdem nahmen sie Verbesserungspotenziale wahr, unter anderem in Bezug auf
Versorgungskontinuität. Die Kritikpunkte von Betroffenen und Behandelnden
unterschieden sich teilweise, jedoch ergänzten sie auch einander. Teilweise
konnten in den Workshops erste Lösungsansätze entwickelt werden, die bei der
Gestaltung der zukünftigen Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit PCS
berücksichtigt werden sollten.
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Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
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Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2918-6488
Bei Überführungsentscheidungen zu Innovationsfondsprojekten in die
Regelversorgung reicht Wirksamkeitsevidenz allein häufig nicht aus, weil
auch unbeabsichtigte Folgen und Systemeffekte entscheidungsrelevant sein
können. Ziel dieser Arbeit ist es, systematisch zu charakterisieren, in
welchem Umfang Harms bzw. Balancing Measures in abgeschlossenen
Innovationsfondsprojekten mit Überführungsempfehlung definiert, erhoben und
berichtet werden.Systematische Dokumentenanalyse abgeschlossener Innovationsfondsprojekte mit
positiver Überführungsempfehlung (Stichtag 09.01.2026; n=28). Die Ergebnis-
und Evaluationsberichte wurden anhand einer dreistufigen
Harms-/Balancing-Blaupause (Tier 1: Safety, Tier 2:
Rechte/Access/Trust/Equity, Tier 3: Feasibility/Ressourcen) kodiert.
Bewertet wurden Berichtsstatus (Y/N/NA), Berichtsqualität (RQ 0–2) und
praktische Relevanz potenzieller negativer Effekte bzw. Trade-offs (M
1–3/U); die Auswertung erfolgte deskriptiv.17/28 Projekte nutzten randomisierte Designs, darunter 7 Cluster- bzw.
Stepped-Wedge-Cluster-RCTs, und boten damit potenziell eine stärkere
Grundlage für die kausale Bewertung von Harms; 11/28 waren nicht
randomisiert. Angaben zur Definition bzw. Überwachung sicherheitsrelevanter
Ereignisse fehlten in 4/28 Projekten (RESIST, PROMPt, ZSE-DUO,
TRANSLATE-NAMSE). Harms- und Balancing-Domänen wurden insgesamt häufig
adressiert, jedoch variierte die Berichtsqualität zwischen Projekten und
Domänen beträchtlich.Die untersuchten Innovationsfondsprojekte mit positiver
Überführungsempfehlung weisen einen hohen Anteil randomisierter
Studiendesigns auf; zugleich bleiben für Skalierungsentscheidungen relevante
Unsicherheiten zu Harms und Balancing Measures teilweise bestehen. Für
künftige Förderung und Überführung sollte ein verpflichtendes Core-Set an
Harms/Balancing-Indikatoren einschließlich definierter
Surveillance-/Incident-Prozesse etabliert werden.
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Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2904-5141
Aus anderen einkommensstarken Industrienationen ist bekannt, dass die
ländliche Bevölkerung meist stärker von Übergewicht und Adipositas betroffen
ist als die städtische Bevölkerung, woraus sich ein erhöhter
Präventionsbedarf ergibt. Zu dieser Thematik liegen in Deutschland nur
wenige Befunde aus räumlichen Analysen vor. In dieser Studie wurden daher
Stadt-Land-Unterschiede beschrieben und auf mögliche Erklärungsfaktoren hin
untersucht.In einer Sekundärdatenanalyse wurden die bevölkerungsrepräsentativen Daten
der GEDA 2019/2020-EHIS-Studie ausgewertet. Zunächst erfolgte eine bivariate
Analyse zum Vergleich der übergewichtigen und adipösen Bevölkerungsanteile
nach Kreistypen und anschließend eine Schätzung von Zusammenhängen zwischen
den Kreistypen und der Chance von Übergewicht und Adipositas anhand
multinomialer logistischer Regressionsmodelle unter Adjustierung bekannter
Erklärungsfaktoren.Die bivariate Analyse zeigte einen statistisch signifikanten Zusammenhang
zwischen der Siedlungsstruktur des Wohnortes und der Prävalenz von
Übergewicht und Adipositas. Besonders betroffen waren dabei die ländlichen
Kreise mit Verdichtungsansätzen (36,6%, Übergewicht) und die dünn
besiedelten ländlichen Kreise (22,2%, Adipositas). Gegenüber den kreisfreien
Großstädten war die relative Chance in diesen Kreisen mit einem Odds Ratio
von 1,43 (Übergewicht) bzw. 1,71 (Adipositas) signifikant erhöht mit
p<0,001. Unter Adjustierung sozio-demographischer und sozio-ökonomischer
Merkmale sowie des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens reduzierten sich
diese Unterschiede, blieben aber statistisch signifikant.Die ländliche Bevölkerung in Deutschland ist häufiger übergewichtig oder
adipös. Dieser Zusammenhang ist nicht ausschließlich auf die Altersstruktur
und den sozio-ökonomischen Status zurückzuführen. Die Ergebnisse geben
Hinweise auf einen erhöhten Bedarf an gezielten Präventions- und
Gesundheitsförderungsstrategien für die ländliche Bevölkerung, der in
Längsschnittstudien weiter untersucht werden sollte.
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Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2924-0374
Der Hausarztvermittlungsfall wurde 2019 eingeführt, um medizinisch dringliche
Fälle schneller von der hausärztlichen in die spezialisiert fachärztliche
Versorgung zu überführen. Mit der Reform 2023 gewann das Instrument an
Bedeutung – sowohl gesundheitspolitisch als auch im Versorgungsgeschehen.
Ziel der Studie war es, die ärztliche Wahrnehmung, die Umsetzung in der
Praxis sowie mögliche Auswirkungen auf Versorgung, interdisziplinäre
Zusammenarbeit und das Arzt-Patienten-Verhältnis zu untersuchen.Es wurden acht qualitative Fokusgruppen mit 40 Ärztinnen und Ärzten
verschiedener Fachrichtungen durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mittels
qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz.Es wurde betont, dass Patientinnen und Patienten mit HAFA schneller Termine
bei unterversorgten Fachrichtungen bekommen. Hausärztinnen und Hausärzte
empfinden den mit dem Hausarztvermittlungsfall verbundenen zusätzlichen
organisatorischen Aufwand als Belastung. Die Regelung verändert die Dynamik
zwischen Haus- und spezialisierter Fachärzteschaft – sowohl kooperativ als
auch konflikthaft. Zudem zeigen sich unerwünschte Effekte wie
Zweckentfremdung.Der Hausarztvermittlungsfall sorgt für eine schnellere Terminvergabe mit
höherer Verbindlichkeit, offenbart aber auch strukturelle Spannungen im
ambulanten Versorgungssystem. Um Zweckentfremdung zu verhindern, bedarf es
einer Weiterentwicklung mit klareren Kriterien und eindeutigen
Steuerungsmechanismen.
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Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
Article in Thieme eJournals:
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Gesundheitswesen
DOI: 10.1055/a-2918-6521
Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany
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