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Viel hilft immer viel? Mythen rund ums Händewaschen im Faktencheck

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit startet zum Welthändewaschtag am 15. Oktober 2026 seine Plakatkampagne „Wo waren deine Hände heute?“ und räumt mit Irrtümern auf

Köln, 13. Oktober 2026. Gründliches Händewaschen dauert eine Minute und braucht nur Wasser und Seife. Die einfache Hygienemaßnahme ist gerade zu Beginn der kalten Jahreszeit besonders wichtig: Sie kann das Risiko einer Ansteckung mit Krankheitserregern deutlich verringern und trägt dazu bei, sich selbst und andere vor Infektionen zu schützen. Wer sich die Hände wäscht, schützt damit vielleicht einen Säugling oder die 85-jährige Nachbarin. Passend dazu steht der diesjährige Welthändewaschtag am 15. Oktober unter dem Motto „Be a handwashing hero!“. Denn schon am Waschbecken kann jeder zum Alltagshelden werden. 

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) nimmt den Aktionstag zum Anlass, mit seiner Plakatkampagne „Wo waren deine Hände heute?“ für richtiges Händewaschen zu sensibilisieren und verbreitete Mythen aufzuklären.

Mythos 1: „Mit heißem Wasser werden die Hände sauberer als mit kaltem.“
Ob die Hände mit warmem oder kaltem Wasser gewaschen werden, hat keinen Einfluss darauf, wie viele Krankheitserreger entfernt werden. Wichtiger ist es, die Hände 20 bis 30 Sekunden gründlich und an allen Stellen einzuseifen. Die Temperatur kann so gewählt werden, dass sie angenehm ist. 

Mythos 2: „Wasser allein reicht auch aus.“
Händewaschen mit Seife und Wasser löst Krankheitserreger deutlich besser von der Haut als Wasser allein. Steht keine Seife zur Verfügung, ist Händewaschen trotzdem sehr sinnvoll: Ein Teil der Erreger wird auch durch Wasser allein entfernt. 

Gut zu wissen: Für gesunde Menschen in Privathaushalten haben Seifen mit antimikrobiellen Zusätzen in der Regel keinen zusätzlichen Nutzen für die Gesundheit. Auch Desinfektionsmittel sollten in Privathaushalten nur in begründeten Ausnahmefällen und nicht als Ersatz für gründliches Händewaschen verwendet werden. 

Mythos 3: „Je öfter, desto besser.“
Händewaschen ist wichtig, zu häufiges Waschen mit starken Reinigungsmitteln strapaziert jedoch die Haut unnötig. Der natürliche Säureschutzmantel hat eine wichtige Abwehrfunktion gegen Krankheitserreger und sollte durch das Waschen möglichst nicht zu stark angegriffen werden. Im privaten Alltag reichen Wasser und milde, pH-neutrale Seife aus. Entscheidend ist auch, sich die Hände in den richtigen Situationen zu waschen.

Mehr Informationen und Antworten auf häufige Fragen rund ums Händewaschen bietet das BIÖG hier: 
www.infektionsschutz.de/haendewaschen/

 „Wo waren deine Hände heute?“ – Plakatkampagne
Am besten erinnert man ans Händewaschen dort, wo man es auch direkt umsetzen kann. Deshalb bringt das BIÖG die Informationen auf Plakaten in die Sanitärräume. Dazu passende Aufkleber lassen sich direkt am Spiegel, am Waschbecken oder an der Tür des Waschraumes anbringen und ergänzen die Plakate um eine Erinnerung.

Einrichtungen und Betriebe können die Materialien kostenfrei im Medienshop des BIÖG bestellen. 

Bestellung der kostenfreien Plakate für Sanitärräume zur Information über persönlichen Infektionsschutz durch Händewaschen:
https://shop.bioeg.de/wo-waren-deine-haende-heute/

Bestellung der kostenfreien, dazu passenden Aufkleber zum Thema Hygiene und Händewaschen: 
https://shop.bioeg.de/aufkleberbogen-hygiene/ und 
https://shop.bioeg.de/aufkleber-richtig-haende-waschen-fuer-erwachsene-62100204/

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Impfschutz im Herbst: Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Grippe, Corona, RSV und Pneumokokken

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit startet mit bundesweiter Kampagne „Zusammen geschützt“ in die kalte Jahreszeit und informiert über digitale Impf-Checks

Köln, 6. Oktober 2026. Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken, haben Atemwegsinfektionen Hochsaison: Grippeviren, Coronaviren, RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) und Pneumokokken-Bakterien verbreiten sich in der kalten Jahreszeit besonders leicht. Für ältere Menschen, chronisch Kranke und Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen stellen diese Erreger ein besonderes Risiko dar. In der Wintersaison 2025/26 gab es in der Bevölkerung rund 180 Millionen akute Atemwegserkrankungen – circa 429.000 Menschen wurden mit schweren akuten respiratorischen Infektionen in Kliniken behandelt, rund 22.700 von ihnen starben, so der aktuelle Saisonbericht des Robert Koch-Instituts (RKI). 

Mit der Kampagne „Zusammen geschützt“ ruft das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit dem RKI deshalb auch in diesem Herbst wieder zum rechtzeitigen Impfen auf. Ab Anfang Oktober 2026 sind die aktualisierten Plakate und Anzeigen der Kampagne „Zusammen geschützt“ bundesweit im öffentlichen Raum sowie in den Medien zu sehen. 

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Grippe, COVID-19, RSV- und Pneumokokken-Infektionen sind mehr als ein lästiger Infekt. Gerade bei älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen können die Erreger schwere und teilweise lebensbedrohliche Krankheitsverläufe verursachen und auch langfristig zu Komplikationen führen. Gezielte und rechtzeitige Impfungen bieten den besten Schutz. Mein Rat: Nutzen Sie unsere Online-Impfchecks zu Beginn der Infektzeit, um Ihren Impfschutz zu überprüfen. Ergänzende Beratung dazu erhalten Sie entweder in der hausärztlichen Praxis oder in Ihrer Apotheke.“

Zum Auftakt der Kampagne „Zusammen geschützt“ gibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) verständliche Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Impfungen im Herbst.

Frage 1: „Warum ist die Pneumokokken-Impfung wichtig?“
Pneumokokken sind die häufigsten bakteriellen Erreger von Lungenentzündungen außerhalb des Krankenhauses. Sie können auch eine Sepsis (Blutvergiftung) oder Hirnhautentzündung (Meningitis) auslösen. Da Pneumokokken sehr verbreitet sind und besonders schwere Erkrankungen verursachen können, ist die Impfung gegen Pneumokokken für alle, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, wichtig. Die STIKO empfiehlt die Pneumokokken-Impfung allen Kindern bis 2 Jahre und Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder beruflichem Risiko. Die Pneumokokken-Impfung kann gemeinsam mit anderen Impfungen im Herbst verabreicht werden.

Frage 2: „Wer braucht eine RSV-Impfung?“
Die STIKO empfiehlt allen Menschen ab 75 Jahren eine einmalige RSV-Impfung. Menschen zwischen 60 und 74 Jahren mit bestimmten schweren Grunderkrankungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sollten ebenfalls geimpft werden. Am besten erfolgt die Impfung vor Beginn der RSV-Saison im September oder Anfang Oktober. Neugeborene und Säuglinge sollten zum Schutz in der ersten RSV-Saison eine Prophylaxe mit einem Antikörper erhalten.

Frage 3: „Was ändert sich bei der Corona-Impfung?“
Die STIKO hat ihre Empfehlung im Juli 2026 angepasst. Die jährliche Auffrischimpfung wird nun allen Personen ab 75 Jahren empfohlen, bisher lag die Altersgrenze bei 60 Jahren. Die Empfehlung für gesunde Erwachsene, eine Basisimmunität aufzubauen, entfällt: Die meisten Erwachsenen sind durch Impfungen und durchgemachte Infektionen gut vor schweren Verläufen geschützt. Weiterhin gilt: Jährlich geimpft werden sollten unter anderem Menschen mit bestimmten Grunderkrankungen, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Schwangere bei einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung sowie bestimmtes medizinisches und pflegerisches Personal. 

Frage 4: „Wann ist der beste Zeitpunkt für die Corona-Impfung?“
COVID-19 tritt wie viele andere Atemwegserkrankungen inzwischen vermehrt im Herbst und Winter auf. Die STIKO empfiehlt die Impfung deshalb möglichst zu Beginn der Saison im Spätsommer oder Frühherbst. Eine fehlende Impfung sollte möglichst rasch während der Saison nachgeholt werden. Wer ein gesundes Immunsystem hat und sich im Laufe des Jahres bereits angesteckt hat, kann in der Regel auf die Auffrischung verzichten.

Frage 5: „Warum sollte ich mich gerade jetzt impfen lassen?“ 
Zwischen Herbst und Frühjahr treten viele ansteckende Atemwegserkrankungen gehäuft auf. Dann halten sich viele Personen häufiger in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen auf. Die Luft ist trockener, sodass sich Erreger leichter verbreiten. Bis der Impfschutz aufgebaut ist, dauert es etwa zwei Wochen. Deshalb ist es sinnvoll, sich rechtzeitig vor Beginn der Infektionswellen impfen zu lassen.

Frage 6: „Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen – und wann?“ 
Die STIKO empfiehlt die jährliche Grippeimpfung allen Menschen ab 60 Jahren, Menschen jeden Alters mit bestimmten Grunderkrankungen, Schwangeren, Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeeinrichtungen sowie medizinischem und pflegerischem Personal. Ein guter Zeitpunkt ist Oktober bis Mitte Dezember, doch auch später ist die Impfung noch sinnvoll. 

Frage 7: „Schützen die Impfungen nur vor Atemwegserkrankungen?“ 
Nein, Impfungen können mehr. So gibt es Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang zwischen Grippeerkrankungen und Herzinfarkten sowie Schlaganfällen besteht. Bei Vorliegen von anderen Risikofaktoren kann eine Grippe Herzinfarkte oder Schlaganfälle begünstigen. Das Risiko kann durch die Grippeimpfung gesenkt werden.

Frage 8: „Kann ich mehrere Impfungen an einem Termin bekommen?“ 
Ja, laut STIKO ist es bei entsprechender Empfehlung möglich am selben Termin gleichzeitig gegen Grippe, Corona, RSV oder Pneumokokken zu impfen. Welche Kombination sinnvoll ist, sollte im Gespräch mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt geklärt werden.

Frage 9: „Wo kann ich mich impfen lassen und wer übernimmt die Kosten?“ 
Anlaufstelle kann die hausärztliche bzw. kinderärztliche Praxis sein. Auch andere Fachärztinnen und Fachärzte sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzte dürfen impfen. Zudem bieten einige Apotheken Grippe- und COVID-19-Impfungen für Erwachsene an. Die Kosten für von der STIKO empfohlene Impfungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen und in der Regel auch die privaten Krankenversicherungen.

Frage 10: „Wie finde ich heraus, welche Impfungen ich brauche?“ 
Mit den Online-Impfchecks des BIÖG lässt sich der Impfschutz gegen Grippe, Corona, RSV und Pneumokokken schnell überprüfen. Nach wenigen Klicks erhalten Nutzerinnen und Nutzer eine individuelle Empfehlung auf Grundlage der aktuellen STIKO-Empfehlungen. Das Ergebnis kann eine gute Grundlage für das Gespräch in der Arztpraxis bieten.

Online-Impfchecks und weitere Materialien für Fachkräfte 
Mit den Online-Impfchecks des BIÖG lässt sich der eigene Impfschutz rasch und unkompliziert überprüfen. Für Arztpraxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen, Kommunen sowie weitere Multiplikatorinnen und Multiplikatoren stehen Plakate, Flyer und Broschüren zum Download und zur kostenlosen Bestellung bereit. Die Impfchecks sowie verschiedene häufig gestellte Fragen (FAQs), unter anderem zu Erregern, Impfempfehlungen und Impfstoffen, lassen sich zudem per Code-Snippet auf der eigenen Website einbinden.

Weitere Informationen
Auf der Seite www.infektionsschutz.de/atemwegserkrankungen bündelt das BIÖG alle Informationen zur Kampagne: Wissenswertes zu den Erregern, Impfempfehlungen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Schwangere, Erregersteckbriefe zum Herunterladen, den aktuellen Impfkalender sowie passende Hygienetipps. 

Kostenlose Infomaterialien zu Atemwegsinfektionen:  
https://shop.bioeg.de/themen/impfungen-und-persoenlicher-infektionsschutz/schutz-vor-atemwegsinfektionen/   

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
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Maarweg 149-161, 50825 Köln
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

19.10.2026 | H 13/2026 | „Zertifikat: Qualität in der STI/HIV-Beratung im ÖGD“ Modul 3: STI/HIV-Beratung für Fortgeschrittene

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) können die sexuelle Gesundheit und sexuelle Beziehungen beeinträchtigen und sich damit negativ auf das gesamte physische, psychische und soziale Wohlergehen auswirken. Angesichts der anhaltenden globalen Prävalenz von HIV und der teils zunehmenden Infektionszahlen für weitere sexuell übertragbare Infektionen (STIs) ist die frühzeitige Prävention und Aufklärung von entscheidender Bedeutung. Daher kommt der Förderung der sexuellen Gesundheit und der Prävention von Infektionen mit STI eine wichtige Rolle zu. Präventionsstrategien sollen das Bewusstsein für HIV und STIs bei unterschiedlichen Zielgruppen schärfen und auf deren spezifische Bedürfnisse abgestimmt sein. Eine wichtige Säule der HIV-Prävention ist die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP), die sich seit ihrer EU-Zulassung im Jahr 2016 zu einer etablierten und zuverlässigen Therapie zur Vermeidung einer HIV-Infektion entwickelt hat. Für Menschen, die eine belastbare Krankenversicherung in Deutschland haben, werden seit September 2019 die Kosten des Medikaments und teilweise der begleitenden Untersuchungen durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Doch wie sieht es für Menschen aus, die in Deutschland keinen Zugang in das Regelgesundheitssystem haben? Die Fortbildung baut auf den grundlegenden Kenntnissen zur STI-Beratung im ÖGD auf und vermittelt vertiefende und weiterführende Inhalte zum Thema sexuelle Gesundheit, insbesondere zur Prävention sexuell übertragbarer Infektionen. Eine weitere wichtige Präventionsstrategie in der HIV- und STI-Beratung ist die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) und Hepatitis B (HBV). Die HPV-Impfung reduziert das Risiko von HPV-bedingten Krebserkrankungen, während die HBV-Impfung eine effektive Prävention vor einer chronischen Leberinfektion bietet. Im ÖGD kann durch gezielte Impfberatung und -durchführung eine umfassende Prävention erreicht werden, die nicht nur die individuelle Gesundheit stärkt, sondern auch dazu beiträgt, die Ausbreitung dieser Infektionen in der Bevölkerung zu verringern. In der Fortbildung werden die aktuellen Impfempfehlungen sowie die Bedeutung der HPV- und HBV-Impfung im Kontext der HIV- und STI-Prävention vermittelt, um Fachkräfte im ÖGD für diese wichtigen Präventionsmaßnahmen zu sensibilisieren. Lernziele Modul 3: Präventionsstrategien Die TN:innen kennen das Prinzip und die aktuelle Leitlinie zur PrEP. Die TN:innen können die Empfehlungen zur PrEP leitlinien-konform und zielgruppen-spezifisch erläutern. Die TN:innen wissen, welche Erreger mit Relevanz zur sexuellen Gesundheit impräventabel sind. Die TN:innen kennen die aktuellen Imfpempfehlungen zu HPV. Die TN:innen kennen zielgruppen-spezifische Bedarfe der sexuellen Gesundheit. Die TN:innen können die Infektionsrisiken zu Syphilis und Gonoröh zielgruppen-spezifisch erläutern. Die TN:innen kennen die spezifischen Bedarfe zur gesundheitlichen Beratung von Personen in der Sexarbeit (§ 10 ProstSchG)

Letzte Änderung: 06.10.2026

03.11.2026 | H 31/2026 | Präsenzfortbildung: Entnahme von Trinkwasserproben für die Durchführung von Untersuchungen TrinkwV (Auffrischungs-/Wiederholungskurs)

Die fachgerechte Probenahme bildet die Grundlage für verlässliche und aussagekräftige Untersuchungsergebnisse im Bereich der Trinkwasserüberwachung. Fehler bei der Planung, Durchführung oder Dokumentation können zu verfälschten Ergebnissen, fehlerhaften Bewertungen und ungeeigneten oder unnötigen Maßnahmen führen. Der Auffrischungs- und Wiederholungskurs richtet sich an Personen, die bereits einen Basislehrgang zur Trinkwasserprobenahme absolviert haben und ihre Kenntnisse aktualisieren, festigen und vertiefen möchten. Im Mittelpunkt stehen die Wiederholung der wesentlichen Grundlagen, aktuelle rechtliche und fachliche Anforderungen sowie typische Fehlerquellen aus der Probenahmepraxis. Berücksichtigt werden insbesondere die Anforderungen der Trinkwasserverordnung, der zuständigen Behörden und der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Praktische Übungen, Fallbeispiele und der Erfahrungsaustausch unterstützen die sichere Anwendung der vermittelten Inhalte im beruflichen Alltag.

Letzte Änderung: 26.08.2026

06.10.2026 | H 21/2026 | Präsenzfortbildung: Netzwerkarbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst: Fokus Multiresistente Erreger-Netzwerke

Die Netzwerkarbeit innerhalb der Kommunen hat eine zentrale Bedeutung u. a. für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der Bekämpfung der Verbreitung von Multiresistenten Erregern (MRE). Die Teilnehmenden erhalten zunächst eine Einführung in die Grundlagen und die Bedeutung der Netzwerkarbeit im Bereich des Infektionsschutzes. Anschließend werden relevante Prozesse, wie das Gewinnen und die Einbindung von Netzwerkpartner:innen, sowie die Steuerung von (MRE-)Netzwerken thematisiert. Zusätzlich widmen wir uns der Rolle und Haltung von Moderator:innen in Netzwerken, speziell auch in MRE-Netzwerken.

Letzte Änderung: 09.09.2026

14.10.2026 | H 29(1)/2026 | TBC - Grundlagen der Anamnese und Begegnung mit den Betroffenen

Jede Patientenakte hat eine eigene Historie zu erzählen und die Krankheiten verlaufen unterschiedlich und stellen die Betroffenen vor einer Herausforderung. Der Umgang mit Patienten sollte immer der Grundsatz des Bio-Psycho- Soziales Konzept im Hintergrund haben und sämtliche Faktoren der Diversität und Vielfalt mitberücksichtigen. Die Veranstaltung sollte einen Austausch über die aktuelle TBC-Lage in Deutschland und Europa wiedergeben und sich mit den typischen Konformitäten der Erkrankungen wie etwa Update- der Diagnostik Nebenwirkungen der Therapie Isolation und Stigmatisierung Psychische und soziale Belastungen der Betroffen

Letzte Änderung: 07.10.2026

30.09.2026 | H 11(5)/2026 | Infektionsschutz für Fortgeschrittene: "Hilfe es krabbelt" – Umgang mit Läusen, Skabies und Co.

Ob Kopfläuse, Krätzmilben oder andere Ektoparasiten – der ÖGD wird regelmäßig mit Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen konfrontiert. Diese Fortbildung vermittelt aktuelles Wissen zur Diagnostik, Meldepflicht, Behandlung, Prävention und Kommunikation mit betroffenen Einrichtungen und Eltern.

Letzte Änderung: 24.09.2026

16.09.2026 | H 14/2026 | Präsenzfortbildung: Hafentage 2026 - Aufgaben des Hafenärztlichen Dienstes (HÄD) im Infektions- und Gesundheitsschutz im Hafen und auf Schiffen

Die Veranstaltung greift die verschiedenen Themen des Hafenärztlichen Dienstes (HÄD) auf. Ziel der Veranstaltung ist es, die Aufgaben des Infektions- und Gesundheitsschutzes im Hafen und auf Schiffen kennenzulernen bzw. neue Erkenntnisse zu erhalten. Die Veranstaltung findet an 3 Tagen in Form von Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops statt, in denen die Teilnehmenden ihr Wissen intensivieren und Praxiserfahrungen teilen. Die gemeinsame Zeit vor Ort beinhaltet auch Zeit für Austausch und Vernetzung.

Letzte Änderung: 11.09.2026

02.09.2026 | H 11(4)/2026 | Infektionsschutz für Fortgeschrittene: TBC bei Kindern aus Sicht des ÖGD

Tuberkulose im Kindesalter stellt besondere Anforderungen an Diagnostik, Kontaktpersonenmanagement und Prävention. Die Fortbildung bietet praxisrelevantes Wissen für den ÖGD im Umgang mit pädiatrischen TBC-Fällen, inklusive rechtlicher Grundlagen und Schutzmaßnahmen.

Letzte Änderung: 28.08.2026

Zecken überall: Warum der Schutz vor FSME und Borreliose nicht nur in Risikogebieten wichtig ist

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit informiert über Risiken, neue FSME-Gebiete und wirksamen Zeckenschutz

Köln, 09. April 2026. Mit steigenden Temperaturen zieht es viele Menschen wieder nach draußen – in Parks, Wälder oder in den Urlaub. Damit beginnt auch die Zeckensaison. Zeckenstiche sind nicht nur lästig, sie können auch Krankheiten übertragen. Dazu gehören auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Virusinfektion, sowie die Lyme-Borreliose, eine bakterielle Erkrankung.

Warum ist FSME so gefährlich?
FSME wird durch Viren verursacht und kann schwere Krankheitsverläufe auslösen – etwa Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks. Eine gezielte Behandlung gegen das Virus gibt es nicht, eine Impfung kann schützen.

Wer sollte sich gegen FSME impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten und Zeckenstichen ausgesetzt sein können. Dazu zählen auch Menschen, die beruflich gefährdet sind, zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft oder im Labor. Auch für Reisende in FSME-Risikogebiete im In- und Ausland (z. B. Österreich) wird die Impfung empfohlen. Orientierung bietet der digitale Impfcheck des Bundesinstituts: www.infektionsschutz.de/impfchecks/fsme-impfcheck/

Lohnt sich die Impfung jetzt noch?
Ja, auch zum Start der Zeckensaison ist eine Impfung sinnvoll: Bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht bei den meisten Geimpften ein Schutz, der für die laufende Saison zunächst ausreichend ist. Für eine länger anhaltende Schutzwirkung ist die dritte Impfung erforderlich.

Können Kinder gegen FSME geimpft werden?
Ja, Kinder können ab dem ersten Lebensjahr gegen FSME geimpft werden. Eltern sollten sich dazu bei ihrer Kinderärztin oder ihrem Kinderarzt beraten lassen.

Wo liegen die Risikogebiete?
In Deutschland sind vor allem Baden-Württemberg, Bayern, das südliche Hessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen und das südöstliche Brandenburg Risikogebiete. Darüber hinaus sind einzelne Kreise in fünf weiteren Bundesländern betroffen und die Zahl der Risikogebiete wächst weiter. Neu hinzugekommen sind 2026:

  •  Sachsen: Landkreis Nordsachsen
  •  Sachsen-Anhalt: Stadtkreis Halle (Saale)

Grundsätzlich gilt: Zecken kommen in ganz Deutschland vor und ein Stich ist auch außerhalb ausgewiesener Risikogebiete möglich.

Wie kann ich mich vor Zeckenstichen schützen?
Einfache Maßnahmen können das Risiko deutlich senken:

  • Geschlossene Kleidung tragen (lange Hosen und Ärmel, feste Schuhe, Hosenbeine in die Strümpfe stecken)
  • Helle Kleidung wählen, um Zecken schneller zu entdecken
  • Zeckenabweisende Mittel auf Haut und Kleidung auftragen (wirken nur einige Stunden)
  • Nach dem Aufenthalt im Freien, Körper und Kleidung gründlich absuchen

Wichtig: Zecken sitzen meist in Gras, Gebüsch oder Unterholz – sie fallen nicht von Bäumen.

Wie entfernt man eine Zecke richtig?
Zecken sollten möglichst schnell entfernt werden, da sie Krankheitserreger übertragen können. Dafür eignet sich eine Pinzette oder eine Zeckenkarte: Die Zecke nah an der Haut greifen und langsam herausziehen. Da Borreliose-Erreger oft erst nach mehreren Stunden übertragen werden, kann schnelles Entfernen das Risiko verringern. Bei FSME gilt das jedoch nicht: Die Viren können bereits zu Beginn des Stichs übertragen werden.

Wer sich schützt und seinen Impfschutz rechtzeitig überprüft, kann die Zeit im Freien genießen. Weitere Hintergrundinformationen und Gesundheitstipps zum Thema finden Sie hier:

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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


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12.11.2026 | H 16/2026 | STI/HIV im Dialog: Fallbesprechung und Netzwerken im ÖGD – 3

Zur Vernetzung und zur Besprechung von besonderen oder schwierigen Fällen in der STI-/HIV-Beratung möchte die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in regelmäßigen Abständen einen Webex-Raum zur Verfügung stellen, in dem eine kollegiale Fachberatung stattfinden kann. Die Fälle sollen von den Teilnehmenden selbst eingebracht und untereinander diskutiert werden.

Letzte Änderung: 09.09.2026

24.09.2026 | H 15/2026 | STI/HIV im Dialog: Fallbesprechung und Netzwerken im ÖGD – 2

Zur Vernetzung und zur Besprechung von besonderen oder schwierigen Fällen in der STI-/HIV-Beratung möchte die Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen in regelmäßigen Abständen einen Webex-Raum zur Verfügung stellen, in dem eine kollegiale Fachberatung stattfinden kann. Die Fälle sollen von den Teilnehmenden selbst eingebracht und untereinander diskutiert werden.

Letzte Änderung: 15.09.2026

Welt-HPV-Tag: Früh impfen schützt vor Krebs

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ruft Eltern zur HPV-Impfung für 9- bis 14-Jährige auf

Köln, 26. Februar 2026. Acht von zehn Menschen in Deutschland stecken sich mindestens einmal in ihrem Leben mit Humanen Papillomviren (HPV) an.
Obwohl die Infektion meist unbemerkt bleibt und oft von selbst abheilt, kann sie schwerwiegende Langzeitfolgen nach sich ziehen. So erkranken jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen an Krebs infolge einer HPV-Infektion, schätzt das Robert Koch-Institut. Dabei ließe sich in Zukunft ein Großteil dieser Erkrankungen vermeiden. Eine Impfung im Kindes- und Jugendalter kann eine spätere Infektion mit den HPV-Typen verhindern, die am häufigsten zu Krebs führen. Anlässlich des Welt‑HPV‑Tages am 4. März weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf die Bedeutung der frühen Impfung hin.

HPV gilt als Auslöser verschiedener Krebsarten. Am bekanntesten ist Gebärmutterhalskrebs, doch das Virus betrifft auch andere Bereiche des Körpers. Die Viren können Tumore im Mund- und Rachenraum sowie im Analbereich oder an den Genitalien verursachen. Deshalb ist die HPV-Impfung auch für Jungen wichtig. Sie können sich ebenfalls mit HPV anstecken und an HPV-bedingten Krebsarten erkranken. Weitergegeben werden die Humanen Papillomviren meist von Mensch zu Mensch über winzige Haut- oder Schleimhautrisse, über die die Viren in den Körper eindringen können. Oft bleibt die Infektion jahrelang unbemerkt, da sie weder Schmerzen noch Symptome verursacht – bis sich erst Jahrzehnte später krankhafte Zellveränderungen zeigen können.

Ein wirksamer Schutzschild ist eine frühe Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Kinder im Alter von neun bis 14 Jahren. Trotz der klaren Studienlage ist die Impfquote in Deutschland noch niedrig: Laut Robert Koch-Institut hatten im Jahr 2024 nur gut die Hälfte der fünfzehnjährigen Mädchen (55 %) und gut ein Drittel der fünfzehnjährigen Jungen (36 %) einen vollständigen Impfschutz.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Eltern möchten ihren Kindern das Beste für die Zukunft mitgeben, dazu gehört auch ein wirksamer Schutz vor vermeidbaren Krankheiten. Die HPV-Impfung ist eine dieser sicheren Vorsorgemaßnahmen, die nachweislich vor Krebs schützen. Wer seine Kinder zwischen neun und 14 Jahren impfen lässt, nutzt den optimalen Zeitpunkt und schafft eine wichtige Basis für deren langfristige Gesundheit. Denn manchmal braucht es nur wenig, um eine große Gefahr zu bannen.“

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bietet auf www.infektionsschutz.de leicht verständliche Informationen rund um die HPV-Impfung – mit einem speziellen Fokus auf die Altersgruppe der Kinder. Zudem klärt das Bundesinstitut mit der Kampagne „Schützen, was wertvoll ist“ gezielt über Mythen über die HPV-Impfung auf und beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema.

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15. Oktober: Welttag des Händewaschens – kleine Handlung mit großer Wirkung

„Wo waren deine Hände heute?“: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit sensibilisiert für bessere Handhygiene

Köln, 14. Oktober 2025. Jeden Tag berühren unsere Hände unzählige Gegenstände – vom Ampeltaster bis zum Zuckerstreuer im Café. Doch wie oft denken wir an die Krankheitserreger, die daran haften können? Gründliches Händewaschen schützt wirksam vor Infektionen – und ist eine einfache Maßnahme, um sich selbst und andere gesund zu halten. Darauf macht das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) zum Welthändewaschtag am 15. Oktober mit seiner Kampagne „Wo waren deine Hände heute?“ aufmerksam.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Händewaschen klingt selbstverständlich, aber es ist eines der wichtigsten kleinen Dinge, die wir täglich tun können, um gesund zu bleiben. Viele Viren und Bakterien übertragen sich über die Hände, ohne dass wir es merken. Wer regelmäßig und richtig Hände wäscht, kann das Risiko einer Ansteckung deutlich verringern.“

Warum Händewaschen so wichtig ist
Viele Infektionskrankheiten wie Erkältungen, Grippe oder Magen-Darm-Erkrankungen werden über die Hände übertragen. Oft reicht ein Griff ins Gesicht, um Erreger über Mund, Nase oder Augen aufzunehmen. Gerade in Zeiten erhöhter Infektionsrisiken – etwa in der kalten Jahreszeit – kann gründliches Händewaschen helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

So geht richtiges Händewaschen:

  1. Die Hände unter fließendem Wasser nass machen. Gut zu wissen: Die Wassertemperatur spielt für den Wascherfolg kaum eine Rolle!
  2. Hände einseifen - Handflächen und Handrücken, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen gründlich einschäumen. Seife löst Schmutz und Keime deutlich besser als Wasser allein.
  3. Mindestens 20 bis 30 Sekunden einseifen – und zwar nicht nur, wenn die Hände sichtbar verschmutzt sind.
  4. Seifenreste unter fließendem Wasser abwaschen.
  5. Anschließend die Hände mit einem sauberen Tuch sorgfältig abtrocknen, denn in feuchter Umgebung fühlen sich Keime besonders wohl.

Pressemotive der Kampagne „Wo waren deine Hände heute?“ sind unter www.bioeg.de/presse/pressemotive/impfaufklaerung-und-hygiene/ abrufbar.

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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Atemwegserkrankungen: Jetzt impfen und gesund durch Herbst und Winter

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit startet Kampagne „Zusammen geschützt“ gegen Grippe, COVID-19, RSV und Pneumokokken

Köln, 29. September 2025. Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter, sondern auch ein erhöhtes Risiko für Grippe, COVID-19 und andere Atemwegsinfekte. Besonders Menschen ab 60 Jahren und Risikogruppen sind gefährdet. Mit der Kampagne „Zusammen geschützt“ rufen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und das Robert Koch-Institut (RKI) deshalb zum rechtzeitigen Impfen gegen saisonale Grippe, COVID-19, RSV und Pneumokokken auf.

Ab Ende September ist die Botschaft der Kampagne bundesweit auf Großplakaten und in verschiedenen Medien zu sehen. Auf der Webseite www.infektionsschutz.de/atemwegserkrankungen finden sich umfassende Informationen zu den Erregern und zum Impfschutz.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Gerade für ältere Menschen können Atemwegsinfektionen schnell gefährlich werden. Eine Impfung wirkt wie ein Schutzschild: Sie senkt das Risiko schwerer Verläufe deutlich und kann so im Ernstfall Leben retten. Deshalb ist es jetzt im Herbst besonders wichtig, den eigenen Impfstatus zu prüfen und die empfohlenen saisonalen Impfungen regelmäßig aufzufrischen.“

In der kalten Jahreszeit zirkulieren Grippeviren, das Coronavirus SARS-CoV-2, RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) und Pneumokokken besonders stark. Auf den ersten Blick ähneln sich die Symptome, doch die Folgen können sehr unterschiedlich und für gefährdete Gruppen schwerwiegend sein. Erreger, die akute Atemwegserkrankungen auslösen, haben in dieser Zeit besonders günstige Bedingungen: Viele Menschen halten sich in geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen auf, die Luft ist trocken – so können sich Erreger leichter verbreiten und die Ansteckungsgefahr steigt deutlich.

Mit der Kampagne „Zusammen geschützt“ informiert das BIÖG deshalb bundesweit über den Nutzen der Impfungen. Unter www.infektionsschutz.de/impfchecks stehen digitale Impfchecks des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit bereit: Mit wenigen Klicks erhalten Sie eine individuelle Impfempfehlung – basierend auf den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Den besten Schutz vor schweren Krankheitsverläufen bieten gezielte Impfungen. Zusätzlich helfen einfache Maßnahmen, das Risiko einer Ansteckung zu senken – etwa gründliches Händewaschen, regelmäßiges Lüften und Abstandhalten bei Krankheit.

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit stellt zudem kostenlose Informationsmaterialien bereit – von Plakaten bis zu zielgruppenspezifischen Flyern. Die Materialien stehen zum Download bereit und sind kostenfrei bestellbar unter https://shop.bioeg.de/schutz-vor-atemwegsinfektionen/.

Das RKI stellt auf seiner Internetseite www.rki.de/impfungen-a-z Informationen für die Fachöffentlichkeit bereit, darunter Faktenblätter und FAQ.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

 

Entscheidungshilfe Raumlufthygiene

11. August 2025 um 13:53
Entscheidungshilfe Raumlufthygiene

Entscheidungshilfe Raumlufthygiene v2

Vertiefen Sie Ihr Wissen zum Thema Raumlufthygiene und finden Sie mit unserer interaktiven Entscheidungshilfe heraus, welche Lüftungstechnik die richtige für Ihr Projekt ist.

Können technische Systeme nachgerüstet werden?

Können technische Systeme nachgerüstet werden?

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Können technische Systeme nachgerüstet werden?

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Empfehlung

Eine einfache und sofort umsetzbare Maßnahme für Räume mit Fensterlüftung: CO₂-Ampeln unterstützen bedarfsgerechtes Stoß- und Querlüften und helfen dabei, Luftqualität und Infektionsschutz im Alltag besser zu steuern.

Empfehlung

Fensterlüftung im Gesundheitswesen: In Arztpraxen und Krankenhäusern braucht Fensterlüftung klare Abläufe. Kurze Lüftungsintervalle zwischen Nutzungen, gezielte Luftführung und besondere hygienische Anforderungen stehen hier im Vordergrund.

Empfehlung

Organisatorische Maßnahmen bei fehlender Lüftung: Wenn keine oder nur unzureichende Lüftung vorhanden ist, können organisatorische Maßnahmen kurzfristig entlasten, etwa durch geringere Belegung, kürzere Aufenthaltszeiten und angepasste Nutzungsabläufe.

Empfehlung

Mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt auch bei hoher Nutzung für verlässliche Luftqualität und verbindet CO₂-geführte Regelung, angepasste Volumenströme und Energieeffizienz in einem System.

Empfehlung

Hybridlüftung: Hybridlüftung kombiniert Fensteröffnung und technische Anlage. Entscheidend ist das abgestimmte Zusammenspiel beider Systeme, damit Luftqualität verbessert und Fehlbetrieb vermieden wird.

Empfehlung

Wenn die Ausgangssituation unklar ist, bietet eine CO₂-Messung über ein bis zwei Wochen einen guten Einstieg. So lässt sich die Luftqualität bewerten und der weitere Handlungsbedarf besser ableiten.

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Eine gute Innenraumlufthygiene schützt – aber wie gelingt das energieeffizient?

23. Juni 2025 um 12:46
Eine gute Innenraumlufthygiene schützt – aber wie gelingt das energieeffizient?

Eine gute Innenraumlufthygiene schützt – aber wie gelingt das energieeffizient?

Energieeffizienter Infektionsschutz für Innenräume

Wie lassen sich Infektionsschutzmaßnahmen in Innenräumen wirksam gestalten – ohne den Energieverbrauch unnötig zu erhöhen? Im Forschungsprojekt „MinInfekt“ wurden praxistaugliche Handlungsempfehlungen entwickelt, die zeigen, wie eine gute Raumluftqualität erhalten und zugleich Energie effizient eingesetzt werden kann. Die Ergebnisse bieten eine fundierte Grundlage für eine integrierte Planung und Nutzung von Räumen, in denen Gesundheitsschutz und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen.

Abbildung 1: Energieeffizienter Infektionsschutz soll sichergestellt werden.

Energieeffizienter Infektionsschutz: Wie geht das zusammen?

Viele Maßnahmen zur Infektionsprävention in Gebäuden verursachen zusätzlichen Energiebedarf – etwa durch den Einsatz von raumlufttechnischen Anlagen, Luftreinigern oder durch häufiges Lüften im Winter. Gerade in energetisch sanierten oder modernen, luftdichten Gebäuden wird das bewusste Lüften zur Herausforderung. Ziel des Forschungsprojekts „MinInfekt“ war es daher, technische Strategien zu entwickeln und zu bewerten, die sowohl eine Reduktion des Infektionsrisikos durch Aerosole als auch einen effizienten Energieeinsatz ermöglichen. Dies ist besonders relevant für Einrichtungen mit hoher Personendichte und sensiblem Nutzungskontext, etwa Schulen, Pflegeeinrichtungen oder medizinische Versorgungszentren.

 

Bewertungsansatz: Welche Kriterien zählen?

Zur systematischen Bewertung der Maßnahmen wurden verschiedene Lüftungssysteme – natürlich, mechanisch und hybrid – unter realitätsnahen Bedingungen betrachtet. Bewertet wurden insbesondere:

  • CO₂-Konzentration
  • Expositionszeit gegenüber potenziell infektiösen Partikeln
  • lufthygienische Wirksamkeit (Verdünnung, Abtransport)

Die Simulationen und Messungen orientierten sich an praxisnahen Raumszenarien und verdeutlichen, wie stark das Infektionsrisiko mit den eingesetzten Lüftungsstrategien variiert. Ein zentrales Ziel war es, Handlungsempfehlungen für typische Raumtypen und Nutzungsszenarien (z. B. Unterrichtsraum, Wartebereich, Pflegeeinrichtung) abzuleiten, die sich sowohl technisch als auch organisatorisch umsetzen lassen.

 

 

Abbildung 2: Das Optimum zwischen Energieeinsatz und Infektionsschutz muss gefunden werden.

Empfehlungen im Überblick

Das Ergebnis ist eine strukturierte Sammlung konkreter Empfehlungen:

  • Generelle Empfehlungen: z. B. CO₂-Konzentration möglichst unter 1000 ppm halten; bei erhöhtem Infektionsgeschehen < 800 ppm
  • Außenluftzufuhr: möglichst gleichmäßig und aufenthaltsnah einbringen
  • Lüftungswirksamkeit: Vermeidung von Kurzschlüssen, Berücksichtigung der Aufenthaltszone
  • Energetische Aspekte: Einsatz effizienter Wärmerückgewinnung, Bedarfslüftung statt Dauerbetrieb
  • Monitoring: Einsatz von CO₂-Sensoren zur Steuerung und Erfolgskontrolle

Diese Empfehlungen richten sich an Verantwortliche für Planung, Betrieb und Ausstattung von Innenräumen in unterschiedlichen Nutzungskontexten.

 

Fazit und Ausblick

Die Studie zeigt: Infektionsschutz und Energieeffizienz müssen kein Widerspruch sein. Entscheidend ist eine differenzierte Planung, die Lufthygiene, Nutzerverhalten und energetische Zielwerte gemeinsam denkt. Durch eine Kombination aus technischer Ausstattung, angepasstem Nutzerverhalten und kontinuierlicher Überprüfung der Luftqualität lassen sich belastbare Konzepte entwickeln, die auch bei zukünftigen Herausforderungen tragfähig sind. Die Studie zeigt: Infektionsschutz und Energieeffizienz müssen kein Widerspruch sein. Entscheidend ist eine differenzierte Planung, die Lufthygiene, Nutzerverhalten und energetische Zielwerte gemeinsam denkt. Durch eine Kombination aus technischer Ausstattung, angepasstem Nutzerverhalten und kontinuierlicher Überprüfung der Luftqualität lassen sich belastbare Konzepte entwickeln, die auch bei zukünftigen Herausforderungen tragfähig sind.

Die Ergebnisse können als Grundlage für weitere Projekte, Richtlinien oder Planungsprozesse genutzt werden – insbesondere mit Blick auf aktuelle Fragestellungen wie Empfehlungen zum Krankenhausbau, zu Büro- und Verwaltungsgebäuden oder zur Kohortierung.

Weitere Infos und Download der ausführlichen Empfehlungen:
Energieeffizienter Infektionsschutz – Handlungsempfehlungen aus MinInfekt

Abbildung 3: Kurzschlussströmung

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