Normale Ansicht

Ältere BeiträgeHaupt-Feeds

Nährstoffbilanzierung bleibt aus Sicht der Wasserwirtschaft unverzichtbar

22. Mai 2026 um 09:25

Anlässlich der Verhandlungen zur Novellierung des Düngegesetzes im Agrarausschuss des Bundesrates hat Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser Martin Weyand die Bedeutung einer verbindlichen betrieblichen Nährstoffbilanzierung betont. Aus Sicht der Wasserwirtschaft sei sie weiterhin notwendig, um Stickstoffüberschüsse verursachergerecht zu erfassen und gezielt zu reduzieren.

Wirkungsmonitoring ersetzt keine flächendeckende Bilanzierung

Das geplante Wirkungsmonitoring umfasse zwar zusätzliche Datenzugänge, Modellregionen und Auswertungen, könne jedoch keine systematische und flächendeckende Erfassung der Nährstoffflüsse ersetzen. Ohne einen Ersatz der bisherigen Stoffstrombilanz durch ein vergleichbares verbindliches Instrument würden die Anforderungen an eine nachvollziehbare Nährstoffbilanzierung nicht erfüllt.

Mit Blick auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei nun eine rechtssichere und zugleich praxistaugliche Umsetzung der Vorgaben erforderlich. Nach Ansicht der Wasserwirtschaft braucht es zeitnah klare Lösungen für die bestehende Rechtslage, insbesondere im Zusammenhang mit den sogenannten roten Gebieten. Die rechtssichere Ausweisung dieser Gebiete im Sinne der europäischen Nitratrichtlinie sei dringend notwendig.

Warnung vor Folgen bei unzureichender Umsetzung

Nach Einschätzung des Verbandes könnten bei einer unzureichenden Umsetzung der Nitratrichtlinie nicht nur die Nitratbelastungen weiter bestehen bleiben. Zudem drohe eine Wiederaufnahme des Vertragsverletzungsverfahrens durch die EU-Kommission. Offen sei außerdem weiterhin, wie ein wirksames nationales Nitrat-Aktionsprogramm umgesetzt werden solle. Erfolgreich könne ein solches Programm nur sein, wenn damit eine tatsächliche Verringerung der Nitrateinträge erreicht werde.


Quelle: Bdew

The post Nährstoffbilanzierung bleibt aus Sicht der Wasserwirtschaft unverzichtbar appeared first on gwf-wasser.de.

Nachruf: Berthold Bleser mit 69 Jahren verstorben

21. Mai 2026 um 14:58

Mit Berthold Bleser verliert die SITW eine Persönlichkeit, die den Verband über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat. Von September 2015 bis Oktober 2023 stand er der Fachvereinigung als 1. Vorsitzender vor und setzte sich mit großem persönlichem Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und klarer Haltung für die Weiterentwicklung, Öffnung und stärkere Wahrnehmung der SITW innerhalb der Branche ein. Er gestaltete die konstruktive Arbeit in zahlreichen Gremien aktiv mit und trug mit seinem Sachverstand, seiner Verlässlichkeit und seiner integrativen Persönlichkeit wesentlich zur positiven Entwicklung des Verbandes bei.

Einsatz für Qualität und technische Standards

Sein Ziel war es stets, den Stellenwert der qualitätsgesicherten Instandsetzung von Trinkwasserbehältern zu stärken und das Bewusstsein für die hohen technischen und hygienischen Anforderungen in diesem sensiblen Bereich der Wasserversorgung weiter zu schärfen.

Seine hohe fachliche Expertise gründete dabei auch auf seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Geschäftsführer der GFB Gesellschaft für Bauwerksanierung und Instandsetzung mbH. Die Entwicklung dieses Unternehmens zu einem anerkannten Spezialunternehmen der Bauwerkssanierung gestaltete er maßgeblich mit. Während seiner Amtszeit entwickelte sich die SITW zu einer anerkannten Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Wissenschaft, Planung und ausführenden Unternehmen. Berthold Bleser war überzeugt davon, dass der langfristige Schutz und die sachgerechte Instandsetzung von Trinkwasserbehältern nur durch fundiertes Fachwissen, hohe Qualitätsstandards und die konsequente Anwendung anerkannter Regeln der Technik gewährleistet werden können. Diese Überzeugung prägte sein Wirken im Verband nachhaltig.

Fachlicher Austausch im Mittelpunkt

Die Förderung qualifizierter Ausführung, die Bedeutung von Hygieneanforderungen sowie die Zertifizierung nach den Vorgaben des DVGW waren ihm daher ein besonderes Anliegen. Mit seinem Wirken trug er maßgeblich dazu bei, die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung in Deutschland dauerhaft zu sichern.

Die Mitglieder der SITW schätzten Berthold Bleser nicht nur als erfahrenen Fachmann und verlässlichen Vorsitzenden, sondern ebenso als integrative und menschlich zugewandte Persönlichkeit. Mit seiner ruhigen Art, seiner Verlässlichkeit und seinem hohen Anspruch an Qualität und Verantwortung war er für viele ein geschätzter Wegbegleiter und Impulsgeber.

Würdigung eines prägenden Wegbegleiters

Die SITW wird Berthold Bleser ein ehrendes Andenken bewahren. Sein Engagement für die Fachvereinigung, für Qualität in der Trinkwasserversorgung und für den offenen fachlichen Austausch innerhalb der Branche bleibt auch künftig Maßstab und Verpflichtung zugleich.


Quelle: SITW

The post Nachruf: Berthold Bleser mit 69 Jahren verstorben appeared first on gwf-wasser.de.

Bau der Klärschlammverwertungsanlage in Hürth schreitet voran

21. Mai 2026 um 12:57

Die Arbeiten an der Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage der Klärschlamm-Verwertung Rheinland GmbH (KVR) in Hürth-Knapsack schreiten weiter voran. Der Massivbau der Ofenhalle ist inzwischen abgeschlossen, gleichzeitig hat der Ausbau der technischen Anlagen begonnen. Bereits montiert wurden erste Bauteile des Ofens für die Wirbelschichtverbrennung sowie Komponenten des Kessels.

Bei einer Baustellenbesichtigung am 19. Mai 2026 informierten sich Vertreterinnen und Vertreter der Aufsichtsgremien und Vorstände von Erftverband, Wasserverband Eifel-Rur (WVER) und RWE Power gemeinsam mit Hürths Bürgermeister Dirk Breuer über den aktuellen Stand des Projekts. Die drei Partner hatten 2024 das Tochterunternehmen KVR gegründet, um die Anlage gemeinsam zu errichten und künftig zu betreiben.

„Die Arbeiten gehen sichtbar voran und wir sind auf Kurs. Die Fertigstellung der Anlage ist für das Jahr 2028 vorgesehen“, betonten die KVR-Geschäftsführer Stefan Ruchay und Peter Lindemann während des Termins.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Partner in der KVR GmbH, die mit dem Projekt befasst sind.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der drei Partner in der KVR GmbH, die mit dem Projekt befasst sind. Quelle:KVR GmbH

 

Langfristige Entsorgungslösung für Klärschlamm

Mit dem Projekt wollen der Erftverband und der Wasserverband Eifel-Rur die Entsorgung ihrer Klärschlämme langfristig absichern. Ab 2029 sollen jährlich bis zu 148.000 Tonnen entwässerter Klärschlamm aus den Kläranlagen der beiden Wasserverbände nach Hürth-Knapsack geliefert werden. RWE Power übernimmt zusätzlich die Logistik für weitere Mengen bis zur Gesamtkapazität der Anlage von 180.000 Tonnen.

Der Klärschlamm wird dort künftig thermisch verwertet. Die Monoverbrennung gilt zugleich als wichtige Voraussetzung für die ab 2029 gesetzlich vorgeschriebene Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm.

Erftverbandsvorstand Prof. Heinrich Schäfer erklärte dazu: „Eine nachhaltige Wasserwirtschaft braucht verlässliche Entsorgung und Ressourcenschonung. Die Monoverbrennung schafft die Voraussetzung, Phosphor ab 2029 gezielt zurückzugewinnen – ein wichtiger Schritt im Interesse unserer Verbandsmitglieder.“

Weitere Anlagenteile sollen 2026 folgen

Im weiteren Verlauf des Jahres sind zusätzliche Baufortschritte vorgesehen. Bis zum Sommer soll der Klärschlammbunker fertiggestellt werden, der als Zwischenspeicher vor der eigentlichen Verbrennungsanlage dient. Für den Herbst ist der Einhub der beiden Trockner geplant. Diese senken den Wassergehalt des mechanisch entwässerten Klärschlamms auf rund 60 Prozent und gehören gemeinsam mit Ofen und Dampferzeuger zu den zentralen Komponenten der Anlage.

WVER-Vorstand Joachim Reichert betonte: „Mit der gemeinsamen Anlage setzen wir die Vorgaben der Klärschlammverordnung um und schaffen Planungssicherheit. Das Projekt verbindet Umweltziele mit einer langfristig wirtschaftlichen Lösung für die Menschen in der Region.“

Auch RWE Power sieht in dem Vorhaben einen wichtigen Baustein für die zukünftige Entwicklung des Standorts Knapsack.

Dr. Lars Kulik, Vorstandsmitglied von RWE Power, sagte: „Der Bau der neuen Anlagen und die Partnerschaft mit den Wasserverbänden sind wichtige Schritte für die Zukunft des Knapsacker Hügels nach dem Kohleausstieg. Künftig wird der Schwerpunkt auf Kreislaufwirtschaft, Entsorgungssicherheit und nachhaltiger Energieerzeugung liegen.“


Quelle:KVR GmbH

The post Bau der Klärschlammverwertungsanlage in Hürth schreitet voran appeared first on gwf-wasser.de.

25 Jahre sichere Trinkwasserversorgung an der Ruhr

21. Mai 2026 um 08:19

Strukturwandel als Ausgangspunkt

Die Wasserwerke Westfalen GmbH (WWW) wurde im Jahr 2001 von der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) und der Gelsenwasser AG gegründet. Hintergrund war der deutlich gesunkene Wasserverbrauch im Ruhrgebiet infolge des Strukturwandels. Durch die Schließung vieler Betriebe aus Kohle-, Stahl- und Brauindustrie entstanden Überkapazitäten in den bestehenden Wasserwerken. Ziel der neuen Gesellschaft war es deshalb, die Trinkwasserproduktion effizienter zu organisieren und die vorhandenen Anlagen besser auszulasten.

Zum Start wurden acht Wasserwerke und rund 175 Mitarbeitende in der neuen Gesellschaft zusammengeführt. Aufgabe der WWW ist seitdem die Gewinnung, Aufbereitung und Förderung von Trinkwasser für die Gesellschafter. Im Laufe der Jahre wurde die Anzahl der Wasserwerke schrittweise reduziert. Mit der Stilllegung des Werks Villigst Ende vergangenen Jahres ist dieses Ziel nun erreicht. Heute sichern fünf modernisierte Wasserwerke mit weitergehender Aufbereitungstechnik die Versorgung großer Teile Westfalens.

Fokus auf Klimawandel und Versorgungssicherheit

Der Klimawandel gehört zu den zentralen Herausforderungen für die WWW. Besonders die trockenen und heißen Jahre zwischen 2018 und 2020 machten deutlich, dass neue Strategien für Niedrigwasserphasen notwendig sind. Gemeinsam mit weiteren Wasserwerken entlang der Ruhr setzte sich die WWW deshalb für eine Anpassung der gesetzlichen Regelungen zur Wasserbewirtschaftung ein. Seit 2025 kann der Ruhrverband flexibler auf Trockenperioden reagieren und die Wasserabgabe aus den Talsperren vorausschauender steuern.

Gleichzeitig rückte auch das Thema Hochwasserschutz stärker in den Fokus. Das Jahrhunderthochwasser im Sommer 2021 verursachte erhebliche Schäden an Wassergewinnungsanlagen und Wehren entlang der Ruhr. Trotz der extremen Wetterlage blieb die Trinkwasserversorgung jederzeit stabil. Seitdem investiert die WWW verstärkt in die Anpassung der Infrastruktur an höhere Pegelstände und häufigere Extremwetterereignisse.

Ausbau regenerativer Energien

Neben der Trinkwasserproduktion setzt die WWW zunehmend auf regenerative Energiegewinnung. Bereits heute erzeugt das Unternehmen mit Wasserkraft-, Photovoltaik- und Windkraftanlagen einen großen Teil des benötigten Stroms selbst. Neue Photovoltaikanlagen auf den Dächern der weitergehenden Aufbereitungsanlagen sowie zusätzliche Freiflächenanlagen sollen die Eigenstromversorgung weiter erhöhen.

Ergänzend dazu bezieht die WWW seit Anfang des Jahres zusätzlichen Grünstrom aus regionalen Windkraftanlagen über sogenannte Power-Purchase-Verträge. Die Nutzung regenerativer Energien verbessert nicht nur die CO₂-Bilanz der Trinkwasserproduktion, sondern stärkt auch die Versorgungssicherheit bei möglichen Stromausfällen. Wie wichtig diese Maßnahmen sind, zeigte sich zuletzt im Wasserwerk Echthausen, das mehrere längere Stromausfälle ohne Einschränkungen der Versorgung überbrücken konnte.

Zukunftssichere Infrastruktur und resiliente Systeme

Neben technischen Investitionen spielen auch Digitalisierung, Sicherheitsmaßnahmen und Personalentwicklung eine wichtige Rolle für die Zukunft des Unternehmens. Dazu gehören unter anderem Schutzmaßnahmen gegen Cyberangriffe, moderne Sicherheitskonzepte für die Anlagen sowie die kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeitenden.

Darüber hinaus arbeitet die WWW gemeinsam mit ihren Gesellschaftern am weiteren Ausbau regionaler Versorgungsverbünde. Ziel ist es, die Trinkwasserversorgung langfristig zuverlässig, effizient und qualitativ hochwertig sicherzustellen – auch unter sich verändernden klimatischen und gesellschaftlichen Bedingungen.

The post 25 Jahre sichere Trinkwasserversorgung an der Ruhr appeared first on gwf-wasser.de.

Neue KI soll Extremwetter besser vorhersagen

20. Mai 2026 um 07:41

Extreme Wetterereignisse wie Stürme oder Dürren entstehen durch komplexe Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Landoberfläche und Wasserkreislauf. Forschende aus dem ETH-Bereich haben nun ein neues KI-Modell entwickelt, das diese Zusammenhänge eigenständig analysieren kann. Das sogenannte Earth System Foundation Model (ESFM) verarbeitet dabei unterschiedlichste Umwelt- und Wetterdaten gemeinsam und kann sogar fehlende Informationen ergänzen. Ziel ist es, Wetter- und Klimaprozesse präziser zu verstehen und langfristig bessere Vorhersagen zu ermöglichen.

Supertaifun Doksuri als Praxistest

Die Folgen waren gravierend: In kürzester Zeit verstärkte sich der Tropensturm Doksuri im Juli 2023 zu einem Supertaifun. Aussergewöhnlich starke Winde rissen entlang der Küsten Chinas und der Philippinen Dächer von Häusern, entwurzelten Bäume, und sintflutartige Regenfälle überfluteten Strassen und Wohngebiete. Vielerorts kam das öffentliche Leben vorübergehend zum Erliegen.

Extreme Ereignisse wie der Supertaifun Doksuri sind für Wetter- und Klimamodelle besonders schwer vorherzusagen, da sie aus komplexen Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Landoberfläche und Wasserkreislauf entstehen. Forschende aus dem ETH-Bereich haben nun ein neues Modell der künstlichen Intelligenz (KI) vorgestellt, das genau diese Rückkopplungen selbstständig – und ohne menschliche Anleitung – erlernt hat und im Vergleich zu bisherigen KI-Modellen präziser versteht, wie Luft, Land und Wasser auf der Erde zusammenspielen.

Die Forschenden testeten ihr Modell am Beispiel des Supertaifuns Doksuri. Dieser war nicht Teil der Trainingsdaten. Dennoch sagte ESFM die Windstärke über mehrere Tage hinweg mit bemerkenswerter Genauigkeit voraus und bildete zugleich realistisch ab, wo sich der Sturm jeweils befand, wie schnell er sich bewegte und wie er sich räumlich ausdehnte. Dabei zeigte sich, wie gut das neue Modell sehr grosse, komplexe und heterogene Datensätze gemeinsam verarbeiten kann.

KI verknüpft Luft, Land und Wasser

Das neue Earth System Foundation Model (ESFM) behandelt atmosphärische und hydrologische, also wasserbezogene Prozesse nicht isoliert, sondern bildet sie als Teil des vernetzten Systems der Erde ab.

«Bisherige KI-Wettermodelle konzentrieren sich oft stark auf die Atmosphäre. Unser Modell dagegen verknüpft gezielt atmosphärische Wetterdaten mit hydrologischen und landbezogenen Daten. Auf dieser Grundlage erkennt die KI zentrale Muster, Trends und Zusammenhänge im Wettergeschehen auf der Erde – und erstellt darauf basierend Prognosen, selbst wenn wichtige Daten fehlen», erklärt Fanny Lehmann.

Sie ist Mathematikerin, ETH AI Center Postdoctoral Fellow und Mitglied des Teams, das das neue Modell entwickelt hat.

«Die eigentliche Stärke unseres Modells liegt darin, dass es die für das Wetter entscheidenden Wechselwirkungen aus verschiedenen Datenquellen erlernt. Dadurch kann das ESFM sehr unterschiedliche und schwer vergleichbare Datentypen zusammenführen und erstmals gemeinsam auswerten.»

Umgang mit unterschiedlichen und fehlenden Daten

Der integrative Ansatz des ESFM entspricht einem Bedarf in den Klima- und Umweltwissenschaften. In der Forschungspraxis sind Daten oft sehr unterschiedlich: Manche stammen aus Satellitenbildern, andere aus Wetterballons, Bodenstationen oder weiteren Sensoren. Entsprechend reichen sie von hochaufgelösten, kurzfristigen Messungen bis hin zu grossräumigen, langfristigen Beobachtungen. Auch die Datentypen unterscheiden sich stark: Während Satellitenbilder und Klimamodelle ihre Daten in Form grossflächiger Rasterkarten liefern, erfassen Bodenstationen oder Messbrunnen typische Grössen wie Temperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit oder Wasserstand punktuell an bestimmten Orten und zu definierten Zeitpunkten.

Um diese unterschiedlichen Umweltdaten zusammenzuführen, verfolgt das ESFM einen integrativen, mehrstufigen Ansatz: Statt alle Daten von Beginn an in ein einheitliches Format zu zwingen, behandelt es sie zunächst je nach Typ getrennt – ob es Satelliten- oder Stationsdaten sind – und versieht sie mit Angaben dazu, wann und wo sie gemessen wurden. So lassen sich sehr unterschiedliche Daten in einem gemeinsamen räumlichen und zeitlichen Rahmen zusammenführen, ohne dass die datenspezifische Information dabei verloren geht. Auf dieser Grundlage erlernt das Modell die typischen, wiederkehrenden Prozessketten und die grundlegenden Wirkungszusammenhänge zwischen Land, Luft und Wasser.

Präzisere Vorhersagen trotz Datenlücken

«Frühere KI-Modelle für Wettervorhersagen wurden – anders als ESFM – oft nur mit einem einzelnen Datentyp oder wenigen, ähnlich aufgebauten Datensätzen trainiert», erklärt Firat Ozdemir, leitender Entwickler des ESFM-Teams und Senior Data Scientist am gemeinsamen Swiss Data Science Center von ETH Zürich und EPFL. «Sie verlieren oft an Leistungsfähigkeit, wenn sie mit sehr heterogenen oder unvollständigen Daten arbeiten müssen. ESFM hingegen integriert Daten aus mehreren Quellen und schliesst Datenlücken deutlich effizienter.»

«Das ESFM ist weder ein klassisches Klimamodell noch ein reines Wettervorhersage- oder spezielles Sturmwarnmodell, sondern es gehört zu einer eigenen Modellkategorie, die als flexible Basis für verschiedene Aufgaben in der Klima- und Wetterforschung dienen kann», sagt der Atmosphärenwissenschaftler Sebastian Schemm, Professor an der University of Cambridge und zuvor an der ETH Zürich. «Sein Vorteil liegt in einem erlernten Systemverständnis, dank dem es in vielen Fällen auch bei unvollständigen oder lückenhaften Daten plausible Vorhersagen liefern kann.»

Das ESFM hingegen ist nun gezielt darauf ausgelegt, mit fehlenden Daten umzugehen und unvollständige Beobachtungen intern zu rekonstruieren – etwa lückenhafte Satellitenbilder. Nach dem Training gelingt es dem Modell sogar selbst bei Satellitendaten, bei denen nur rund drei Prozent der Bildpunkte verfügbar sind, zuverlässige Vorhersagen zu liefern.

Die Forschenden, zu denen auch Benedikt Soja, Professor für Weltraumgeodäsie an der ETH Zürich, zählt, konnten sowohl für Wetterdaten aus Bodenstationen als auch für den langfristigen globalen ERA5-Datensatz zeigen, dass ihr Modell Datenlücken zuverlässig schliesst. Darauf aufbauend kann das Modell plausible Vorhersagen zum Wettergeschehen erstellen.

Flexible Einsatzmöglichkeiten des Modells

«Durch das Training mit sehr unterschiedlichen Datentypen erwerben Modelle wie das ESFM eine Art Grundwissen und können flexibel vielfältige Aufgaben lösen. In der KI-Forschung gelten sie daher als Basismodelle – oder auf Englisch: Foundation Models», sagt Torsten Hoefler, Informatikprofessor an der ETH Zürich, der am Supercomputing-Zentrum CSCS in Lugano federführend an neuen KI-Ansätzen mitwirkt.

Wie alle Basismodelle lässt sich das ESFM für verschiedene Aufgaben einsetzen und zudem gezielt an konkrete Anwendungen anpassen – in einem Prozess, der als Fine-Tuning bezeichnet wird. Das Team konnte zeigen, dass das ESFM grundlegende physikalische Gesetzmässigkeiten konsistent und zuverlässig anwendet – auch bei neuen Fällen oder Messgrössen, für die es nicht speziell trainiert wurde. Künftig können das ESFM oder gezielt feinjustierte Versionen somit zuverlässige Vorhersagen von Wetter- und Wasserprozessen liefern. «Wir wollen die Stärke des Modells für Bereiche wie Landwirtschaft, Biodiversität und Hydrologie erschliessen», sagt Mathieu Salzmann, Senior Scientist an der EPFL und stellvertretender Chief Data Scientist am Swiss Data Science Center (SDSC).

———————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————-Originalpublikation: Ozdemir F, Cheng Y, Mohebi S, Lehmann F, Adamov S, Trentini L, Huang L, Lingsch L, Zhang Z, Fuhrer O, Soja B, Mishra S, Hoefler T, Schemm S, Salzmann M: ESFM – A foundation model framework for heterogeneous data integration. EGU General Assembly 2026, Wien, 3. –8. Mai 2026, EGU26-18011. DOI: 10.5194/egusphere-egu26-18011

The post Neue KI soll Extremwetter besser vorhersagen appeared first on gwf-wasser.de.

Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze

19. Mai 2026 um 07:31

 

Ausreichend große und clever angelegt Solarparks könnten das Wetter in küstennahen Wüstengebieten so beeinflussen, dass es regnet. Ein ähnlicher Effekt lässt sich voraussichtlich auch durch künstliche Dünen mit mehreren 100 Meter Höhe erreichen. So lauten die Einschätzung eines Forschungsteams der Universität Hohenheim. Ihre These wollen sie jetzt in der Wüste der arabischen Halbinsel erhärten. Geplant sind intensive 3-D-Wetter-Analysen und hochauflösende Computer-Simulation. Möglich macht dies ein hochdotierter Forschungspreis der Vereinigten Arabischen Emirate: Das sogenannte UAEREP-Programm schreibt jedes Jahr 5 Millionen US-Dollar aus, um internationale Spitzenforschung für verstärkten Regen in Wüsten und Halbwüsten zu verwirklichen. In diesem Jahr erhielten insgesamt drei Forschungsteams die Spitzenförderung – aus weltweit insgesamt 120 Einreichungen. Die Universität Hohenheim ist bereits zum zweiten Mal darunter.

Forschung zu Wetterprozessen in der Wüste

Das Wetter in Wüsten studieren sie bereits seit über zehn Jahren. Und auch mit den Wüsten der arabischen Halbinsel sind sie bereits gut vertraut: Dr. Oliver Branch und Prof. Dr. Volker Wulfmeyer von der Universität Hohenheim. Nun glauben die Erdsystem-Wissenschaftler, einen neuen Ansatz gefunden zu haben, um Regen in die Trockenregion zu bringen.

Die Forschung von Dr. Branch und seinem Team vom Institut für Physik und Meteorologie könnte dazu führen, das Landschaftsbild in küstennahen Wüstenregionen einmal radikal verändern. Ihre Vision: eine Kulturlandschaft, in der riesige Solarparks schwarz in der Sonne glitzern. Dazwischen bauen großflächige Felder mit Ölfrüchten wie Jojoba oder Jatropha neuen Boden auf. Aus dieser Ebene ragen pyramidenförmige Dünen auf – aufgeschüttet von Menschenhand und mehrere 100 Meter hoch.

Wie Solarparks Regen fördern könnten

In dieser Zukunft treibt ein Bruchteil des Solarstroms die Pumpen an, die die Pflanzungen mit Grundwasser aus Zisternen bewässern. Die Pflanzen kühlen die heiße Luft herunter, was den Wirkungsgrad der Solarmodule erhöht. Vom nahen Meer strömen Winde heran. Im Sommer bilden sich an günstigen Tagen Wolken, die sich mit Regen entladen. Den Effekt, den die Forscher nutzen wollen: Schon jetzt erwärmt sich die Luft über schwarzen Solarmodulen stärker als in der Umgebung. Vom Meer strömen feuchte Winde nach. Die warme Luft steigt auf und Turbulenz entsteht.

„Unser Kalkül: Sobald künftige Solarparks eine bestimmte Größe überschreiten, würden sie der warmen Luft genug Auftrieb geben, dass diese Atmosphärenschichten erreicht, in denen sich Wolken bilden können. Dort kondensierte das Wasser. Es entstehen Regen und Gewitter“, erklärt Dr. Branch.

Eine ähnliche Wirkung könnten auch große künstliche Dünen haben. „Aus der Forschung wissen wir, dass zum Beispiel Bergkuppen Windströmungen so umleiten, dass sie aufeinanderprallen, aufsteigen, Wolken formen und abregnen“, ergänzt der Institutsleiter, Prof. Dr. Volker Wulfmeyer.

Komplexe Analysen und Wettermodelle

So einfach die Theorie erscheinen mag, so komplex ist der Forschungsbedarf: „Die Grundprinzipien sind bekannt, für ein solches Projekt kommt es auf die Details an. Dazu müssen wir die Prozesse vor Ort ganz genau studieren“, so Dr. Branch.

Für diese Messungen setzt das Team der Universität Hohenheim auf Hochleistung-Lasersysteme, die sie neben bestehende Solarparks aufstellen: sogenannte LiDARs.

„Mit diesen LiDARs können wir die Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und Windbewegungen dreidimensional vermessen: vom Solarpark bis zur Küste und senkrecht hoch bis in die Luftschichten, in denen Wolken entstehen.“

Dabei hilft, dass in den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits einige der größten Solaranlagen der Welt stehen. Darunter der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Solar Park nahe Dubai als weltgrößter Standort. Mit diesen Messdaten entwickelt die Arbeitsgruppe der Universität Hohenheim ein hochauflösendes Computermodell, das die Prozesse genau simuliert.

„Im ersten Schritt trainieren wir das Modell mit den Messdaten, bis es die realen Prozesse genau abbildet. In einem zweiten Schritt können wir dann Vorhersagen machen: Wie wirkt es sich aus, wenn wir den Solarpark vergrößern oder Form und Größe einer künstlichen Düne verändern? Auf diese Weise können wir dann den optimalen Standort, das optimale Ausmaß und passende Design von Solarparks und Kunstdünen ermitteln.“

Bis auf 100 Meter genau soll das Computermodell die Wettervorgänge darstellen. Möglich ist dies nur im Verbund mit den Hochleistungsrechnern „Hunter“ und „HoreKa“ an der Universität Stuttgart und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Forschungspreis und Herausforderungen vor Ort

Mit diesem Ansatz überzeugte der Wissenschaftler der Universität Hohenheim auch die Fachgremien des Research Programm für Rain Enhancement Sciences. In diesem Programm schreibt die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) jährlich weltweit 5 Millionen US-Dollar für internationale Spitzenforschung aus. Das Ziel sind wissenschaftlich fundierte Methoden, um die Regenbildung über Wüsten und Halbwüsten zu verstärken. Jedes Jahr sollen maximal fünf Forschungsprojekte für jeweils drei Jahre finanziert werden.

Verliehen wurde die Forschungsförderung in Form eines Preises bei einem Gala-Abend am 22. Januar in Abu Dhabi (VAE). Neben dem Projekt von Dr. Branch wurden noch je ein Team aus Österreich und aus den USA ausgezeichnet. Für Prof. Dr. Wulfmeyer war es bereits das zweite Mal, dass er sich bei diesem Event unter den Gästen befand: 2015 gehörte er selbst zu den ersten drei Preisträgern des Programms. Damals als junger Postdoc in seinem Team: Dr. Branch, der diesmal als Projektleiter geehrt wurde.

Auf ihre damaligen Arbeiten kann Dr. Branch nun zurückgreifen – und weiter in Richtung Praxisreife entwickeln.

Damals betraten die Meteorologen auch technisches Neuland in der Wüste: „Selbst in Europa müssen wir unsere Laser kühlen. Die Wüstentemperaturen waren für diese Klimaanlagen eine besondere Herausforderung, denn ohne zusätzliche Kühlung hätte es leicht passieren können, dass die Elektronik heiß läuft oder die Optik sich verbiegt“, so Prof. Dr. Wulfmeyer.

Ein weiteres Problem, das die Wissenschaftler im Auge behalten müssen: freilaufende Kamele.

„Wir wurden gewarnt, dass die Tiere nachts gern mal Kabel durchknabbern“, berichtet Dr. Branch.

Doch auch dafür werden er und sein Team noch eine Lösung finden.

Weitere Informationen

———————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————-Quelle: Strom & Regen: Solar-Parks und Kunst-Dünen sollen Regen in Wüsten auslösen

 

The post Regen für die Wüste: Hohenheimer Forschung untersucht neue Ansätze appeared first on gwf-wasser.de.

Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau

18. Mai 2026 um 10:46

Emscher-Gebiet. Hochwasserschutz, Klimafolgenanpassung und die ökologische Verbesserung der Gewässer gehören weiterhin zu den zentralen Aufgaben der Emschergenossenschaft. Bei einer Sitzung des Genossenschaftsrates in der Bochumer EBZ Business School informierte der Wasserwirtschaftsverband über den aktuellen Stand verschiedener Projekte in der Region. Insgesamt plant die Emschergenossenschaft jährliche Investitionen von rund 300 Millionen Euro.

„Ein wirksamer Hochwasserschutz ist für unsere Region von zentraler Bedeutung – er schützt Menschen, Infrastruktur und damit auch die Lebensqualität in der gesamten Region. Gerade in einer dicht besiedelten Industrieregion wie dem Emscher-Gebiet sind vorausschauende Maßnahmen dringend geboten, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Mit Blick auf die zunehmenden Extremwetterereignisse gewinnen Investitionen in den Hochwasserschutz und in die ökologische Verbesserung der Gewässer zusätzlich an Bedeutung“, sagt Dr. Frank Dudda, Vorsitzender des Genossenschaftsrates der Emschergenossenschaft und Oberbürgermeister der Stadt Herne.

Der Genossenschaftsrat der Emschergenossenschaft ist das Aufsichtsgremium des Wasserwirtschaftsverbandes. Die Mitglieder werden alle fünf Jahre demokratisch gewählt. Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Mitgliedskommunen sowie weiterer institutioneller Mitglieder zusammen.

Deichertüchtigung entlang der Emscher

Mit dem Deichertüchtigungsprogramm hat die Emschergenossenschaft nach dem Emscher-Umbau ein weiteres langfristig angelegtes Infrastrukturprojekt gestartet. In Oberhausen-Eisenheim erfolgte in diesem Frühjahr der Baustart des ersten Bauabschnitts. Dieser gilt als Pilotprojekt für weitere Maßnahmen entlang der Emscher.

Auf Höhe des Gasometers wird der Deich derzeit auf einer Länge von 300 Metern saniert, um die Anlage langfristig widerstandsfähiger zu machen. Hintergrund der Maßnahmen sind unter anderem das zunehmende Alter der Emscher-Deiche sowie häufiger auftretende Extremwetterereignisse. Die Emschergenossenschaft berücksichtigt dabei einen Klimawandelfolgenzuschlag von 20 Zentimetern bei der Erhöhung der Anlagen. Die Arbeiten in Oberhausen-Eisenheim sollen voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen werden. Das Gesamtprojekt ist Teil der „Roadmap Krisenhochwasser“, mit der die Emschergenossenschaft und der Lippeverband den Hochwasserschutz in der Region weiter ausbauen wollen.

Renaturierung des Hörder Bachs

Auch die ökologische Verbesserung des Hörder Bachs in Dortmund-Hörde wird aktuell weiter vorangetrieben. Gemeinsam mit der Stadt Dortmund arbeitet die Emschergenossenschaft an der Umgestaltung des letzten rund 600 Meter langen Abschnitts. Dabei werden Betonsohlschalen zurückgebaut und naturnahe Uferbereiche geschaffen.

Neben dem Hörder Bach wird auch ein Abschnitt des städtischen Marksbachs in die Maßnahmen einbezogen. Beide Gewässer werden dadurch an das bereits renaturierte Emscher-System angebunden. Für die blaugrüne Bachrevitalisierung investieren die Emschergenossenschaft und die Stadt Dortmund insgesamt rund 850.000 Euro. 70 Prozent der Kosten übernimmt die Emschergenossenschaft, 30 Prozent entfallen auf die Stadt Dortmund. Zusätzlich werden Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Förderrichtlinie „Hochwasserrisikomanagement und Wasserrahmenrichtlinie“ eingesetzt. Die Emschergenossenschaft erhält dabei eine Förderung von 70 Prozent ihres Anteils, die Stadt Dortmund eine Förderung von 80 Prozent.

Arbeiten an der Aspelflötte in Bottrop

In Bottrop laufen parallel die Arbeiten zur ökologischen Verbesserung der Aspelflötte. Das Projekt ist Teil des interkommunalen Stadtentwicklungsprojektes „Freiheit Emscher“. Auf einer Länge von rund 930 Metern werden bestehende Betonsohlschalen entfernt und das Gewässer naturnah umgestaltet. Zusätzlich wird die Aspelflötte auf weiteren rund 1265 Metern komplett neu angelegt und modelliert.

Insgesamt investiert die Emschergenossenschaft 24,1 Millionen Euro in das Vorhaben. Rund 16,3 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln des Just Transition Fonds (JTF) des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Die Stadt Bottrop sowie die RAG beteiligen sich jeweils mit rund 2,7 Millionen Euro, die Emschergenossenschaft übernimmt rund 2,4 Millionen Euro. Die Emschergenossenschaft wurde am 14. Dezember 1899 gegründet und ist gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband heute Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Zu den Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens zählen die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.

Bekanntestes Projekt war der Emscher-Umbau, der zwischen 1992 und 2021 umgesetzt wurde. Dabei entstanden 436 Kilometer neue unterirdische Abwasserkanäle und vier Großkläranlagen. Insgesamt werden rund 340 Kilometer Gewässer renaturiert. Darüber hinaus entstanden gemeinsam mit kommunalen Partnern mehr als 360 Kilometer Rad- und Fußwege entlang der Emscher und ihrer Nebenläufe.

———————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————-

Quelle:EGLV

The post Emschergenossenschaft investiert in Hochwasserschutz und Gewässerumbau appeared first on gwf-wasser.de.

Wasserwirtschaft im Fokus wachsender Cyberrisiken

29. April 2026 um 14:01

Die Wasserwirtschaft befindet sich mitten in einem grundlegenden Wandel. Unter dem Schlagwort „Wasser 4.0“ werden Prozesse zunehmend digitalisiert und automatisiert. Intelligente Mess-, Steuer- und Regelsysteme ersetzen klassische, manuelle Abläufe. Sensoren erfassen Daten in Echtzeit, Anlagen reagieren automatisiert auf Veränderungen, und komplexe Systeme lassen sich zentral überwachen und steuern.

Diese Entwicklung bringt klare Vorteile: Betriebsabläufe werden effizienter, Ressourcen können gezielter eingesetzt werden, und Entscheidungen basieren auf einer deutlich besseren Datengrundlage. Gleichzeitig verändert sich jedoch die technische Struktur der gesamten Infrastruktur. Systeme werden enger miteinander vernetzt, Schnittstellen nehmen zu, und die Abhängigkeit von digitaler Technik wächst kontinuierlich.

Mit dieser Entwicklung steigt auch die Verwundbarkeit. Wo zuvor physische Anlagen dominierten, entstehen nun digitale Angriffspunkte. Jede zusätzliche Schnittstelle, jedes vernetzte System und jede externe Verbindung erhöht potenziell das Risiko für Störungen oder gezielte Angriffe.

Steigende Angriffsflächen in kritischen Systemen

Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung gehören zu den zentralen kritischen Infrastrukturen. Ein stabiler Betrieb ist essenziell für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Entsprechend gravierend können Störungen oder Ausfälle sein.

Durch die fortschreitende Digitalisierung entstehen neue Angriffsflächen, die in der bisherigen Entwicklung nicht immer ausreichend berücksichtigt wurden.

„Wir beobachten, dass die Anfälligkeit der digitalen Systeme sowohl für gezielte Sabotage und Cyberangriffe als auch für menschliches und technisches Versagen in der Fachdebatte zu Wasser 4.0 nicht hinreichend berücksichtigt wird,“ sagt Martin Zimmermann vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung.

Neben gezielten Angriffen spielen auch Fehlbedienungen, technische Defekte oder unzureichend gesicherte Systeme eine Rolle. Die zunehmende Komplexität macht es schwieriger, alle Risiken vollständig zu kontrollieren.

Verwundbarkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die Risiken betreffen nicht nur einzelne Anlagen, sondern die gesamte Siedlungswasserwirtschaft. Von der Rohwassergewinnung über die Aufbereitung bis hin zur Verteilung und Abwasserbehandlung entstehen potenzielle Angriffspunkte.

„In all diesen Bereichen der Siedlungswasserwirtschaft sind Manipulationsversuche grundsätzlich möglich“, sagt Martin Zimmermann.

Ein Eingriff in die Rohwassergewinnung kann die Qualität oder Verfügbarkeit beeinflussen. Störungen in Wasserwerken können die Aufbereitung beeinträchtigen. Auch zentrale technische Komponenten wie Pumpen oder Steuerungseinheiten lassen sich gezielt manipulieren oder außer Betrieb setzen. Darüber hinaus sind auch regionale oder punktuelle Angriffe denkbar, die gezielt bestimmte Gebiete oder Anlagen betreffen. Die Auswirkungen hängen stark vom jeweiligen Szenario ab, können jedoch weitreichend sein.

Strukturelle Herausforderungen für viele Betreiber

Ein zentrales Problem liegt in der Struktur der Wasserwirtschaft. In Deutschland ist sie stark kommunal organisiert. Neben großen Versorgern gibt es zahlreiche kleinere und mittlere Unternehmen, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten. Gerade diese Unternehmen stehen vor besonderen Herausforderungen. Die Umsetzung umfassender IT-Sicherheitsmaßnahmen erfordert Fachwissen, Personal und finanzielle Mittel, die nicht überall in ausreichendem Umfang vorhanden sind.

Gleichzeitig orientieren sich viele bestehende Regelungen und Sicherheitskonzepte primär an großen Anlagen und Versorgungsstrukturen. Das führt dazu, dass kleinere Betreiber nicht immer angemessen berücksichtigt werden.

„Die verantwortlichen Behörden haben sich lange fatalerweise auf die großen Anlagen und Einzugsgebiete konzentriert. Da aber gerade in Deutschland die Siedlungswasserwirtschaft sehr stark kommunal organisiert ist, müssen Regularien zum Schutz der Kritischen Infrastrukturen künftig unbedingt auch den Bedarf der kleineren und mittleren Unternehmen berücksichtigen“, ist sich Martin Zimmermann sicher.

Cybersicherheit wird zur zentralen Aufgabe

Die zunehmende Digitalisierung macht IT-Sicherheit zu einem entscheidenden Faktor für die Stabilität der gesamten Infrastruktur. Technische Schutzmaßnahmen, organisatorische Konzepte und eine enge Zusammenarbeit zwischen den Akteuren gewinnen an Bedeutung. Ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen können selbst einzelne Schwachstellen große Auswirkungen haben. Die Vernetzung führt dazu, dass Störungen sich schneller ausbreiten und mehrere Systeme gleichzeitig betreffen können.

Mögliche Folgen reichen von Störungen bis zum Totalausfall

Die Bandbreite möglicher Auswirkungen ist groß. Sie reicht von temporären Funktionsstörungen einzelner Komponenten bis hin zu umfassenden Ausfällen der Versorgung.

„Insgesamt betrachtet, sind die Bedrohungslagen für Gesellschaft und Natur vielfältig“, sagt Martin Zimmermann. „Für beide können sich je nach Szenario – vorübergehende Funktionsstörung einzelner Komponenten bis hin zum Totalausfall der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung – sehr unterschiedliche Reichweiten und Gefährdungslagen ergeben.“

Damit wird deutlich: Die Risiken betreffen nicht nur technische Systeme, sondern haben direkte Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Eine stabile und sichere Wasserversorgung hängt zunehmend davon ab, wie gut digitale Systeme geschützt sind.

———————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————-Originalpublikation: idw

The post Wasserwirtschaft im Fokus wachsender Cyberrisiken appeared first on gwf-wasser.de.

23. Würzburger Kunststoffrohr-Tagung

29. April 2026 um 07:43

Die Kunststoffrohr-Industrie hat sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts dynamisch entwickelt und ist heute in nahezu allen Anwendungsbereichen etabliert. Hohe Qualitätsstandards, leistungsfähige Werkstoffe und ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis tragen zur breiten Akzeptanz bei.

Praxisnahe Themen und breite Perspektiven

An diese Entwicklung knüpft die Würzburger Kunststoffrohr-Tagung an: Das Programm greift aktuelle Fragestellungen auf und deckt ein breites Spektrum praxisrelevanter Themen ab – ganz im Sinne des Mottos „Die Welt der Kunststoffrohre“. Die Tagung findet am 16. und 17. Juni 2026 in der SKZ Modellfabrik in Würzburg statt: Am ersten Tag von 9:30 bis 17:00 Uhr mit anschließender Abendveranstaltung, am zweiten Tag von 8:30 bis 12:10 Uhr.

Anerkennung und Austausch

Die Inhalte sind so konzipiert, dass bei Teilnahme am Gesamtprogramm eine Verlängerung gemäß DVGW GW 331 möglich ist (bei gültigem Prüfausweis). Gleichzeitig bietet die Tagung Raum für fachlichen Austausch und persönliche Begegnungen vor Ort.

Zur Anmeldung

The post 23. Würzburger Kunststoffrohr-Tagung appeared first on gwf-wasser.de.

Dresdner Abwassertagung 2026 setzt Impulse

28. April 2026 um 15:55

Die Dresdner Abwassertagung (DAT) hat sich auch 2026 eindrucksvoll als eines der wichtigsten Branchentreffen der deutschen Wasser- und Abwasserwirtschaft bestätigt. Mit einem neuen Teilnehmerrekord, hochaktuellen fachpolitischen Debatten und einem vielfältigen Begleitprogramm setzte die Tagung in Dresden deutliche Akzente für die kommenden Jahre.

Rund 925 Fach- und Führungskräfte aus Kommunen, Ministerien, Forschungseinrichtungen, Ingenieurbüros sowie der Industrie kamen am 21. und 22. April im Internationalen Congress Center Dresden zusammen. Bereits zum Auftakt standen zwei zentrale Themen der Branche in den beiden Praxisforen im Mittelpunkt – die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) mit besonderem Fokus auf neuen Grenzwerten bei der Nährstoffelimination sowie Sicherheit und Resilienz in der Wasserwirtschaft, was angesichts von zunehmenden Bedrohungen im digitalen wie physischen Raum immer mehr Bedeutung gewinnt und mit dem KRITIS-Dachgesetz und NIS2-Umsetzungsgesetz bereits gesetzlich adressiert wurde.

KARL und vierte Reinigungsstufe im Fokus

Besonders die Umsetzung von KARL war ein zentrales Schwerpunktthema der Fachtagung. Hierbei war insbesondere die vierte Reinigungsstufe Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen. Hierbei ging es um die Frage nach Priorisierungen beim Ausbau, um Auftragsstaus zu vermeiden, um die Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung, um Bürokratieabbau durch standardisierte Genehmigungsverfahren bei der begrenzten Technologieauswahl und vieles mehr.

All dies sei „Aufgabe der Politik, geeignete Lösungen zu finden. Dies kann aber nur gemeinsam mit den Betreibern sowie den Anlagen- und Komponentenherstellern gelingen. Zudem braucht es eine konstruktive Beteiligung der Verursacherindustrien.“, so Gunda Röstel (Vizepräsidentin Wasser/Abwasser BDEW, kaufm. Geschäftsführerin Stadtentwässerung Dresden GmbH).

Praxis, Exkursion und Fachausstellung

Praxisnah zeigte sich die DAT auch abseits der Vortragsräume. Große Resonanz fand die Exkursion zur Stadtentwässerung Dresden, bei der unter anderem das Potenzial der Klärschlammbehandlung und der Energiegewinnung vorgestellt wurde. Die markanten Faultürme an der Autobahn A4 stehen dabei sinnbildlich für moderne, ressourcenschonende Abwasserbehandlung.

Ein fester Bestandteil der Dresdner Abwassertagung ist zudem die begleitende Fachausstellung. Über 100 Unternehmen präsentierten ihre Produkte und Lösungen – von innovativer Verfahrenstechnik bis zu digitalen Anwendungen. Die Eröffnung der Ausstellung setzte auch 2026 bewusst auf einen ungewöhnlichen Akzent: Ein Showauftritt des Fußballjongleurs Sebastian Landauer verband Unterhaltung mit dem Gedanken an Präzision, Technik und Training.

Blick in die Zukunft der Wasserwirtschaft

Den inhaltlichen Abschluss der Tagung bildete ein Blick über den technischen Tellerrand hinaus. Zukunftsforscher und Autor Erik Händeler stellte in seinem Abschlussvortrag den Menschen in den Mittelpunkt technologischer Entwicklung und machte deutlich, dass nachhaltiger Fortschritt nicht allein durch Technik, sondern durch Zusammenarbeit, Wissen und Vertrauen entsteht.

Die Veranstalter zeigten sich hochzufrieden mit Verlauf und Resonanz der Tagung. Die steigenden Teilnehmerzahlen und die positive Rückmeldung der Aussteller unterstreichen die Bedeutung der DAT als zentrale Dialogplattform der Branche – nicht nur für den fachlichen Austausch, sondern auch für die kontinuierliche Zusammenarbeit im Alltag.

Die nächste Dresdner Abwassertagung ist bereits terminiert: Sie findet am 20. und 21. April 2027 erneut in Dresden statt.

The post Dresdner Abwassertagung 2026 setzt Impulse appeared first on gwf-wasser.de.

Berlin-Brandenburger Brunnentage 2026: Grundwasser im Fokus

27. April 2026 um 08:31

Im Rahmen der Berlin-Brandenburger Brunnentage werden aktuelle Themen aus dem Bereich Grundwasser und Brunnenbau behandelt. Fachbeiträge aus Praxis und Wissenschaft greifen unterschiedliche Aspekte der Wassergewinnung, Brunnenplanung und -bewirtschaftung auf. Dabei werden sowohl technische als auch fachliche Fragestellungen vorgestellt und diskutiert. Die Beiträge geben Einblicke in konkrete Projekte, Erfahrungen und Entwicklungen aus dem Bereich der Brunnen- und Wasserwirtschaft.

Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft

Die Veranstaltung dient dem fachlichen Austausch zwischen Teilnehmenden und Referierenden. Im Mittelpunkt stehen Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen sowie der direkte Dialog über praktische Erfahrungen und Herausforderungen im Arbeitsalltag. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und den Austausch innerhalb der Fachcommunity zu fördern.

Die Berlin-Brandenburger Brunnentage finden am 18. und 19. Mai 2026 im Hotel Müggelseeperle in Berlin statt. Die Anmeldung erfolgt über ein Formular auf der Website des Veranstalters, die Teilnahme ist kostenpflichtig.

Zur Anmeldung

The post Berlin-Brandenburger Brunnentage 2026: Grundwasser im Fokus appeared first on gwf-wasser.de.

MSR-Spezialmesse Bochum: Lösungen für die digitale Prozessindustrie

24. April 2026 um 08:19

Im Zentrum der Messe stehen Lösungen zur Erfassung und Überwachung industrieller Prozesse. Dazu zählen unter anderem Sensorik für Druck, Temperatur, Durchfluss und Füllstand sowie analytische Messtechnik. Ergänzend werden Systeme zur Prozessleittechnik, speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) und Automatisierungslösungen vorgestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Integration einzelner Komponenten in übergeordnete Systeme, um Prozesse effizienter zu steuern und zu überwachen. Auch Aspekte wie die Digitalisierung und Vernetzung industrieller Anlagen werden aufgegriffen, insbesondere im Hinblick auf eine kontinuierliche Datenerfassung und -auswertung im laufenden Betrieb.

Anwendungen, Komponenten und Engineering

Neben klassischen Komponenten wie Regelventilen, Antrieben und Frequenzumrichtern werden auch Lösungen für unterschiedliche Industriezweige präsentiert, etwa für die Chemie-, Pharma- oder Wasserbranche. Im Fokus stehen dabei sowohl einzelne Produkte als auch komplette Systemlösungen für spezifische Anforderungen in der Prozessindustrie. Darüber hinaus spielen Softwarelösungen für Planung, Simulation und Monitoring eine wichtige Rolle, etwa zur Optimierung von Anlagen oder zur vorausschauenden Wartung. Fachvorträge geben Einblicke in konkrete Anwendungen, zeigen aktuelle Entwicklungen auf und verdeutlichen, wie sich technische Lösungen unter realen Bedingungen in der Praxis umsetzen lassen.

Die MSR-Spezialmesse findet am 6. Mai 2026 im RuhrCongress Bochum statt und ist von 08:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist für Fachbesucher kostenfrei, eine vorherige Anmeldung beim Veranstalter wird empfohlen.

Zur Anmeldung

The post MSR-Spezialmesse Bochum: Lösungen für die digitale Prozessindustrie appeared first on gwf-wasser.de.

GF und VAG bauen gemeinsam zuverlässige Wassernetze

20. April 2026 um 07:46

GF positioniert sich neu als globaler Anbieter von Flow Solutions für Haustechnik, Industrie und Infrastruktur. Mit der Übernahme der VAG-Group im Oktober 2025 wurde das Portfolio gezielt um international etablierte Ventiltechnologien aus Metall erweitert und das Infrastrukturgeschäft gestärkt.

VAG mit Hauptsitz in Mannheim zählt weltweit zu den führenden Spezialisten für Metallarmaturen in kritischen Infrastrukturen. Ob Absperrschieber, Absperrklappen, Regel- oder Rückschlagventile – VAG-Lösungen kommen in Trinkwassernetzen, Staudämmen, Wasseraufbereitungsanlagen und Kraftwerken zum Einsatz.

In Kombination mit den Kunststoffrohrleitungssystemen und Verbindungstechnologien von GF entsteht ein integriertes Lösungsangebot für die gesamte Wertschöpfungskette. Kunden profitieren von besser aufeinander abgestimmten Komponenten, vereinfachter Beschaffung und langlebigen Lösungen, die Leckagen und Wartungskosten reduzieren. Dabei treffen Systemintegration, Polymerkompetenz und Automatisierung von GF auf das Ventil-Know-how und die Engineering-Expertise von VAG. Für Betreiber bedeutet das mehr Effizienz und Zuverlässigkeit.

Praxisbeispiel

Wie diese Integration funktioniert, zeigt ein Referenzprojekt in Frauenfeld. Die Schlossbadi, ein modernes öffentliches Schwimmbad, stellt hohe Anforderungen an Wasserqualität und Betriebssicherheit. Insgesamt 6.800 Kubikmeter Wasser werden etwa alle 1,5 Stunden umgewälzt.

Im Rahmen von Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen wurde 2024 ein umfassendes Rohrleitungs- und Armaturenkonzept umgesetzt. GF lieferte Industriearmaturen, darunter Kugelhähne, Absperrklappen bis DN 500, Membranventile sowie die passende Antriebstechnik und Zubehör. Neben rund 5,5 Kilometern installierter Rohrleitungen aus Polyethylen mit ecoFIT- und ELGEF-Plus-Komponenten wurde auch eine DN400-Testinstallation der Kunststoff-Absperrklappe 565 Big erfolgreich realisiert.

Im selben System wurden VAG-Absperrschieber integriert, die zentrale Absperrfunktionen übernehmen. Gerade in Schwimmbadanwendungen, in denen es auf die zuverlässige Trennung einzelner Kreisläufe, Wartungsfreundlichkeit und dauerhafte Dichtheit ankommt, spielen Absperrschieber ihre Stärken aus. Ihre robuste Bauweise und die bewährte Dichtungstechnologie ermöglichen einen sicheren Betrieb.

Das Projekt zeigt, wie Polymer- und Metalltechnologien synergetisch zusammenwirken: korrosionsfreie Rohrsysteme auf der einen, hochbelastbare Armaturen auf der anderen Seite – abgestimmt in Planung, Dimensionierung und Installation.

GF & VAG auf der IFAT 2026 in München:

GF Stand: B3.351

VAG Stand: C2.451

Mehr Informationen

Unternehmensprofil

Mit einer reichen Tradition industrieller Innovation seit 1802 gestaltet GF die Zukunft von Flow Solutions und liefert Excellence in Flow durch geschäftskritische Produkte und Lösungen, die den sicheren und nachhaltigen Transport von Wasser und anderen Fluiden für Gebäude, Industrie und Infrastruktur ermöglichen. Mit Hauptsitz in der Schweiz beschäftigt GF rund 13’300 Mitarbeitende in 46 Ländern. Im Jahr 2025 erzielte das Flow-Solutions-Geschäft von GF einen Umsatz von CHF 3 Mrd. GF ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

Unter www.georgfischer.com/aboservice können Sie sich für unseren Abonnement-Service für Journalisten anmelden. Sie erhalten dann automatisch unsere aktuellen Medienmitteilungen.

 

 

 

The post GF und VAG bauen gemeinsam zuverlässige Wassernetze appeared first on gwf-wasser.de.

❌
❌