Normale Ansicht

Heute — 01. September 2026Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Aktuell

Welttag der sexuellen Gesundheit: Zehn Safer-Sex-Mythen im Faktencheck

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit nimmt verbreitete Mythen unter die Lupe und erklärt, was wissenschaftlich belegt ist

Köln, 01. September 2026. Sexuelle Gesundheit geht alle an: Zum Welttag der sexuellen Gesundheit am 4. September 2026 macht das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf die Bedeutung des Themas für ein gesundes Leben aufmerksam. Mit seiner Initiative LIEBESLEBEN informiert das Bundesinstitut regelmäßig zu Safer Sex, HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie zum Schutz vor Konversionsbehandlungen. 

Wie wichtig Aufklärung und Prävention weiterhin sind, zeigt die LIEBESLEBEN-Studie 2023/2024: So kennen zwar 89 Prozent der Befragten „HIV/AIDS“, 83 Prozent „Gonorrhö“ und 82 Prozent „Syphilis“. „Chlamydien“ sind jedoch nur für 60 Prozent ein Begriff. 73 Prozent der Menschen in festen Beziehungen haben vor dem ersten gemeinsamen Sex nicht über sexuell übertragbare Infektionen (STI) gesprochen. Gleichzeitig geben 62 Prozent derjenigen, die auf Kondome verzichten, an, dass sie davon ausgehen, dass weder sie selbst noch ihr Gegenüber eine sexuell übertragbare Infektion haben. Doch der Schein kann trügen: Einige STI, darunter Chlamydien, verursachen oft keine oder nur leichte Beschwerden und bleiben deshalb häufig unbemerkt. Der Faktencheck greift diese und weitere Annahmen über Safer Sex auf und erklärt, was daran stimmt – und wie sich Menschen wirksam vor HIV und anderen STI schützen können.

Mythos 1: „Man sieht oder merkt, ob jemand eine STI hat.“
Fakt: STI können alle betreffen, die Sex haben. Weder das Aussehen noch der allgemeine Gesundheitszustand lassen erkennen, ob eine STI vorliegt. Denn viele Infektionen verursachen zumindest zeitweise keine auffälligen Beschwerden und können deshalb unbemerkt weitergegeben werden. Eine Übersicht der häufigsten STI findet sich hier.

Mythos 2 „Safer Sex bedeutet immer Kondom.“
Fakt: Kondome sind eine wichtige Schutzmöglichkeit, aber nicht die einzige. Zu Safer Sex gehören je nach Situation auch andere Möglichkeiten, wie etwa Impfungen, die HIV-Präexpositionsprophylaxe – kurz PrEP – und Lecktücher. Außerdem sind offene Gespräche über Schutz und sexuelle Gesundheit wichtig. Der Safer-Sex-Check von LIEBESLEBEN gibt Empfehlungen, die auf die individuelle Situation zugeschnitten sind. 

Mythos 3: „Man kann sich immer nur einmal mit einer STI anstecken.“
Fakt: Nur bei ganz wenigen STI, zum Beispiel bei Hepatitis B, ist man nach der ersten Erkrankung in der Regel immun und kann sich nicht mehr anstecken. Bei vielen anderen STI ist das jedoch nicht der Fall und es kann zu mehrfachen Infektionen kommen.

Mythos 4: „In einer festen Beziehung muss man sich keine Gedanken über STI machen.“
Fakt: Auch in festen Beziehungen ist es sinnvoll, über sexuelle Gesundheit und Schutzmöglichkeiten zu sprechen. Vertrauen ist wichtig, ersetzt aber keine gemeinsame, informierte Entscheidung.

Mythos 5: „Oralsex ist praktisch risikofrei.“
Fakt: Auch beim Oralverkehr können STI wie Gonorrhö, Syphilis, Herpes oder HPV übertragen werden. Das Übertragungsrisiko ist je nach Infektion und Sexualpraktik unterschiedlich und meist eher gering, aber nicht null.

Mythos 6: „Wenn ich keine Beschwerden habe, habe ich auch keine STI.“
Fakt: Viele STI verlaufen zunächst ohne Symptome oder verursachen nur leichte Beschwerden. Ob eine Infektion vorliegt, kann häufig nur durch einen gezielten Test festgestellt werden. Die wichtigsten Anzeichen für eine STI finden sich hier.

Mythos 7: „Syphilis spielt heute keine Rolle mehr.“ 
Fakt: Syphilis kommt weiterhin vor – so meldete das Robert Koch-Institut für das Jahr 2024 bundesweit rund 9500 Erkrankungen, ein neuer Höchststand. Die Infektion kann beim Sex übertragen werden und verläuft zeitweise ohne oder nur mit schwachen Beschwerden. Unbehandelt kann sie schwere gesundheitliche Folgen haben. Syphilis lässt sich jedoch mit Antibiotika behandeln und heilen. Nach einer Behandlung ist eine erneute Ansteckung möglich.

Mythos 8: „Ein HIV-Test reicht aus.“
Fakt: Ein HIV-Test gibt ausschließlich Auskunft über eine mögliche HIV-Infektion. Andere STI, wie Chlamydien, Gonorrhö oder Syphilis, werden mit eigenen Untersuchungen festgestellt. Ob und welche Tests sinnvoll sind, hängt unter anderem von den Sexualkontakten und dem Zeitpunkt einer möglichen Infektion ab. 

Mythos 9: „Wer HIV hat, kann das Virus beim Sex immer übertragen.“
Fakt: Menschen mit HIV, die eine wirksame Therapie erhalten und deren Viruslast dauerhaft unter der Nachweisgrenze liegt, übertragen HIV beim Sex nicht. Dafür steht die Formel „nicht nachweisbar = nicht übertragbar“, international auch „U = U“ genannt.

Mythos 10: „Gegen HIV gibt es eine Impfung.“
Fakt: Bis heute gibt es keine zugelassene Impfung gegen HIV. Gegen einige andere sexuell übertragbare Infektionen stehen jedoch wirksame Impfungen zur Verfügung – etwa gegen Mpox sowie Hepatitis A und B. 

LIEBESLEBEN bietet Information, Beratung und Orientierung
Zum Angebot von LIEBESLEBEN gehören das Informationsportal www.liebesleben.de, Social-Media-Aktivitäten, Informationsmaterialien sowie spezielle Angebote für Fachkräfte und eine persönliche Telefon- und Onlineberatung. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, informierte Entscheidungen für ihre sexuelle Gesundheit zu treffen und gleichzeitig Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen.

Mehr zur LIEBESLEBEN-Studie unter www.liebesleben.de/foerderung-sexueller-gesundheit-infomationen-fuer-fachkraefte/studien-standard-qualitaetssicherung/liebesleben-studie/ 

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 

Ältere BeiträgeBundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Aktuell

Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ motivierte mehr als 19.000 Menschen zum Rauchstopp

Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ motivierte mehr als 19.000 Menschen zum Rauchstopp

Rückblick zum Weltlungenkrebstag: Mehr als 3.200 Teilnehmende blieben den gesamten Mai rauchfrei

Köln, 30. Juli 2026. Jeder Rauchstopp zählt: Diese Botschaft steht auch am Weltlungenkrebstag am 1. August im Mittelpunkt. Denn Rauchen ist nach wie vor der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Lungenkrebs. Wie viele Menschen aufhören wollen, zeigt die hohe Beteiligung am Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“: Über 19.000 Menschen haben dieses Jahr gemeinsam den ersten Schritt in ein rauchfreies Leben gemacht. 

Nach Abschluss der Aktion ziehen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und die Deutsche Krebshilfe eine positive Bilanz: Von den 5.077 Teilnehmenden, die sich bislang zurückgemeldet haben, gaben 3.279 an, den gesamten Mai über rauchfrei geblieben zu sein. Damit haben knapp 17 Prozent aller Teilnehmenden den Ausstieg im Aktionsmonat geschafft.

Ein starkes Ergebnis, denn mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht leicht. Zum Vergleich: Bei Rauchstoppversuchen ohne Unterstützung bleiben Studien zufolge nur etwa drei bis fünf Prozent dauerhaft rauchfrei. Angebote wie „Rauchfrei im Mai“ können die Erfolgschancen deutlich steigern. 

Gemeinschaft und attraktive Preise motivierten zusätzlich
Das Gefühl, den Rauchstopp gemeinsam mit zahlreichen anderen Menschen anzugehen, stärkte die Motivation – ebenso wie die Aussicht auf einen attraktiven Gewinn. Unter allen, die im Aktionsmonat rauchfrei geblieben waren, wurden insgesamt 17 Geldpreise verlost. Den Hauptgewinn in Höhe von 1.000 Euro gewann ein Teilnehmer aus Köln. Um einen Preis zu erhalten, mussten die Gewinnerinnen und Gewinner mit einem ärztlich begleiteten Test nachweisen, dass sie tatsächlich nicht mehr geraucht hatten.

Auch die Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld wurde gewürdigt: Wer eine nahestehende Person beim Rauchstopp begleitet hatte, konnte einen von zehn Geldpreisen in Höhe von jeweils 150 Euro gewinnen. Insgesamt nahmen 1.474 der Unterstützerinnen und Unterstützer am Gewinnspiel teil.

Und auch nach dem Mitmachmonat lohnt sich ein Rauchstopp: Wer mit dem Rauchen aufhört, schützt seine Gesundheit und senkt sein Krebsrisiko deutlich. Noch immer ist Rauchen die Hauptursache für Lungenkrebs und verursacht viele weitere Erkrankungen. Jedes Jahr sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

Nach dem Rauchstopp: Positive Effekte schnell spürbar
Wer mit dem Rauchen aufhört, spürt die ersten gesundheitlichen Verbesserungen schon nach kurzer Zeit: Das Herzinfarktrisiko sinkt bereits innerhalb eines Tages und auch die Sauerstoffversorgung im Körper verbessert sich schnell. Nach einigen Wochen lassen häufig auch Beschwerden wie Husten und Kurzatmigkeit nach. Langfristig verringert sich das Risiko für zahlreiche schwere Erkrankungen – darunter Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden und chronische Atemwegserkrankungen.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit der richtigen Unterstützung kann ein Rauchstopp gelingen. Die vielen Teilnehmenden von ‚Rauchfrei im Mai‘, die dieses Jahr den Absprung vom Nikotin geschafft haben und in ein gesünderes und freieres Leben gestartet sind, zeigen dies deutlich. Und auch wenn es diesmal nicht geklappt hat, bleiben Sie optimistisch und bleiben Sie dran. Das BIÖG unterstützt Sie das ganze Jahr über mit Rauchstopp-Angeboten auf Ihrem Weg zur Rauchfreiheit.“

Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe: „Tabakkonsum ist mit Abstand der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor: Fast 20 Prozent aller Krebsfälle in Deutschland gehen auf das Rauchen zurück – bei den Lungenkrebsfällen sind es sogar rund 90 Prozent. ‚Rauchfrei im Mai‘ bietet vielen Menschen eine Möglichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören und damit die eigene Gesundheit nachhaltig zu verbessern.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung: „In den letzten Jahren ist die Anzahl ernsthafter Rauchstoppversuche gesunken. Mit ‚Rauchfrei im Mai‘ möchten wir diesem Trend etwas entgegensetzen, indem wir Menschen zum Rauchstopp motivieren und beim Start in ein nikotinfreies Leben begleiten. Die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner sind Vorbild und Ansporn für andere: Jeder kann es schaffen, rauchfrei zu werden.“

Die Aktion „Rauchfrei im Mai“ wurde bereits zum dritten Mal vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Deutschen Krebshilfe gefördert. Die Organisation übernahm wieder das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel.

Ein Rauchstopp lohnt immer. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützt dabei mit zahlreichen Angeboten:

  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit unterstützender täglicher E-Mail und einem Forum mit Hilfe durch die rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: www.rauchfrei-info.de/unterstuetzung/ausstiegsprogramm/ 
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter: https://shop.bioeg.de /
  • rauchfrei-Instagram-Kanal: Infos und alltagsnahe, praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird: www.instagram.com/rauchfrei_info

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit in den Sozialen Medien:

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn: www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Was tun, wenn es zu heiß ist? So kommen Sie sicher und gesund durch die nächste Hitzewelle

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit informiert zu Hitzeschutz im Alltag und gibt praktische Tipps für extrem heiße Tage

Köln, 10. Juli 2026. Von Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis zum Hitzschlag: Extreme Temperaturen können den Körper stark belasten und im schlimmsten Fall tödlich sein. Das Robert Koch-Institut schätzt, dass bisher etwa 5.100 Menschen infolge der Extremhitze in 2026 in Deutschland starben. Während der letzten Hitzewelle stieg das Thermometer mancherorts auf über 41 Grad Celsius. Durch den Klimawandel werden Hitzewellen, Temperaturrekorde und sogenannte Tropennächte häufiger. Umso wichtiger ist es, sich rechtzeitig zu schützen und besonders gefährdete Personen im Blick zu behalten. 

Um Menschen dabei zu helfen, gut und sicher durch heiße Tage zu kommen, hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit praktische Empfehlungen zum Hitzeschutz zusammengestellt:

1. Besonders gefährdete Personen unterstützen

  • Hitze betrifft uns alle, aber nicht alle gleich. Einige Risikogruppen sind besonders gefährdet. Dazu zählen: 
    • ältere Menschen, Babys und Kleinkinder, Schwangere, chronisch kranke Menschen, alleinlebende oder pflegebedürftige Personen sowie Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und Menschen, die auf der Straße leben. 
  • Angehörige, Nachbarinnen und Nachbarn können helfen, indem sie regelmäßig nachfragen, ob ausreichend getrunken wurde oder Unterstützung anbieten – bei der Versorgung mit Einkäufen, bei der Begleitung von Terminen oder anderen Erledigungen. Ein täglicher Anruf, ein kurzer Besuch oder die Frage „Ist bei Ihnen alles in Ordnung?“ können bereits viel bewirken.

2. Mineralstoffe im Blick behalten

  • Wer stark schwitzt, verliert nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe. Bei starkem Schwitzen können deshalb Brühe, leicht gesalzene Speisen oder elektrolythaltige Getränke sinnvoll sein.
  • Auch kalium- und magnesiumreiche Lebensmittel wie Bananen, Kartoffeln, Gemüse, Nüsse oder Vollkornprodukte können helfen.

3. Den Körper kühlen

  • Den Körper mit kühlen, feuchten Umschlägen, Tüchern oder Waschlappen abkühlen, besonders an Armen, Beinen, Stirn oder Nacken. Auch kühle Fußbäder oder ein Wassernebel aus der Sprühflasche können Erfrischung bringen.
  • Duschen oder Bäder sollten eher kühl bis lauwarm sein – nicht eiskalt, da sehr kaltes Wasser den Kreislauf belasten kann.
  • Leichte, helle, luftige und atmungsaktive Kleidung hilft dem Körper, Wärme abzugeben, gut geeignet sind dünne Baumwolle, Leinen, Seide oder Viskose.

4. Leicht und wasserreich essen

  • An heißen Tagen mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große Mahlzeiten essen.
  • Geeignet sind Mahlzeiten mit wasserreichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Salat oder Suppen.

5. Ausreichend trinken – auch ohne Durstgefühl

  • Erwachsene sollten über den Tag verteilt am besten etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit trinken, bei körperlicher Belastung noch mehr. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Saftschorlen.
  • Sinnvoll ist es, regelmäßig zu trinken, am besten etwa stündlich ein Glas, auch wenn noch kein Durst spürbar ist.
  • Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten die Trinkmenge ärztlich abstimmen.

6. Warnzeichen ernst nehmen und richtig reagieren

  • Hitzebeschwerden können sich unter anderem durch Schwindel, Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Krämpfe, Verwirrtheit oder Kreislaufprobleme bemerkbar machen.
  • Betroffene sollten schnell aus der Hitze gebracht, gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden.
  • Bei schweren Beschwerden oder Verdacht auf Hitzschlag sollte sofort ärztliche Hilfe geholt beziehungsweise der Notruf 112 gewählt werden.

7. Medikamente vor Hitzeperioden prüfen lassen

  • Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vor oder während einer Hitzewelle ärztlich oder in der Apotheke klären, ob Hitze die Wirkung beeinflussen kann. Die Einnahme von Medikamenten sollte nicht eigenständig verändert werden.
  • Lagerungshinweise beachten: Einige Arzneimittel vertragen keine Temperaturen über 25 °C.
  • Medikamente sollten niemals im heißen Auto liegen bleiben.

8. Wohnung und Innenräume kühl halten

  • Möglichst dann lüften, wenn es draußen kühler ist als drinnen, am besten nachts oder früh morgens. Bei spürbar stickiger Luft oder hoher Luftfeuchtigkeit kurz und kräftig stoß- oder querlüften, danach die Fenster wieder schließen.
  • Fenster tagsüber möglichst von außen verschatten, zum Beispiel mit Rollläden, Jalousien, Markisen oder Sonnensegeln.
  • Unbenutzte Elektrogeräte ausschalten, da sie auch im Stand-by-Modus Wärme erzeugen. 

9. Den Tagesablauf anpassen

  • Körperliche Aktivitäten, Sport, Einkäufe, Termine und Erledigungen möglichst in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  • Während der heißesten Tageszeit – etwa zwischen 11 und 17 Uhr – möglichst wenig draußen aufhalten.

10. Direkte Sonne und aufgeheizte Orte meiden

  • Besonders belastend sind pralle Sonne, überhitzte Innenräume sowie große Asphalt- oder Betonflächen.
  • Besser sind schattige Orte, Parks, Gärten oder kühlere Innenräume.
  • Bei stark aufgeheizter Wohnung kann es helfen, täglich einige Stunden an einem kühleren Ort zu verbringen, zum Beispiel in Bibliotheken, Museen, Kirchen oder Einkaufszentren.

Weitere Informationen des BIÖG zum Thema Hitzeschutz

Einen Überblick über die gesundheitlichen Risiken und Tipps bei Extremhitze bietet das Portal www.klima-mensch-gesundheit.de. Es bietet umfassende Informationen zu den Themen Hitze- und UV-Schutz. Ergänzt wird das Angebot durch Erklärvideos aus dem Themenbereich Klimawandel und Gesundheit

Speziell an Eltern, Betreuende und Fachkräfte richtet sich das Portal www.kindergesundheit-info.de mit einer Vielzahl an Gesundheitsthemen, die in den ersten Lebensjahren von Bedeutung sind – darunter auch viele Tipps, wie Babys und Kinder vor Sonne und Hitze geschützt werden können.

Für Menschen mit Diabetes kann Hitze besonders belastend sein und Blutzuckerwerte, Kreislauf und Flüssigkeitshaushalt beeinflussen. Worauf Betroffene achten sollten – von ausreichendem Trinken bis zur richtigen Lagerung von Insulin und Medikamenten – erklärt www.diabinfo.de.


Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de


Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 


Presseinformation als barrierefreies PDF

Sechs Wochen ohne Alkohol: Hamburger Schulklasse gewinnt bundesweiten Wettbewerb „klar bleiben“

Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums in Hamburg erhält Hauptpreis von 1.000 Euro

Berlin/Köln, 1. Juli 2026. Die Entscheidung gegen Alkoholkonsum hat sich für die Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums in Hamburg wortwörtlich ausgezahlt: Die Jugendlichen haben den mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis der aktuellen Wettbewerbsrunde gewonnen. Das Besondere der diesjährigen Ziehung: Mit Prof. Dr. Hendrik Streeck konnte das Projekt einen neuen prominenten Schirmherrn gewinnen. Der Beauftragte für Sucht- und Drogenfragen der Bundesregierung gratuliert den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Erfolg und ihrem konsequenten Verzicht auf Alkohol.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Ich gratuliere der Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums herzlich zu diesem Preis. Zugleich müssen wir ehrlich sagen: Dass wir junge Jugendliche überhaupt dafür auszeichnen, keinen Alkohol zu trinken, zeigt, wie tief Alkohol in unserem Alltag verankert ist.

Alkohol wirkt toxisch. Für junge Menschen, deren Körper und Gehirn sich noch entwickeln, ist er besonders riskant. In diesem Alter sollte Alkohol keine Rolle spielen. Deshalb werden wir auch das sogenannte begleitete Trinken abschaffen. Ein 14-Jähriger braucht kein Bier oder Wein unter Aufsicht, sondern Erwachsene, die klare Grenzen dagegen setzen.

Leider ist die Realität eine andere. Alkohol wird in Deutschland viel zu oft verharmlost. Genau deshalb sind Projekte wie ‚klar bleiben‘ wichtig: Sie stärken Jugendliche früh, bevor Alkohol selbstverständlich wird. Die Klasse 9b zeigt, dass man dazugehören, gemeinsam etwas schaffen und trotzdem klar bleiben kann.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit ‚klar bleiben‘ wollen wir Jugendliche darin bestärken, Alkohol kritisch zu sehen und bewusst eigene Entscheidungen zu treffen. Das bleibt wichtig: Zwar trinken Jugendliche heute deutlich seltener regelmäßig Alkohol als noch vor 20 Jahren. Aber dieser positive Trend stagniert seit einiger Zeit. Deshalb müssen wir dranbleiben und weiter über den Konsum von Alkohol aufklären. Mit Prävention, die junge Menschen erreicht, sie ernst nimmt und ihnen im Alltag hilft.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), das den Wettbewerb entwickelt hat und organisiert: „Der Gewinnerklasse gratuliere ich herzlich zu ihrem verdienten Preisgeld. Ein ebenso großer Dank gebührt den Lehrkräften und den Schulsozialarbeitenden: Trotz der Belastungen im Schulalltag haben sie eindrucksvoll bewiesen, wie moderne Gesundheitsförderung gelingt.“

„Klar bleiben“ ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Alkoholprävention an Schulen. Über sechs Wochen verpflichtet sich eine Klasse gemeinsam, komplett auf Alkohol oder besonders riskanten Konsum wie Rauschtrinken zu verzichten. Dieser gemeinschaftliche Ansatz macht einen verantwortungsbewussten Umgang zur sozialen Norm in der Gruppe. Das Projekt unterstützt Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit dabei, Gesundheitsförderung interaktiv und lebensnah in den Schulalltag zu integrieren.

Mehr Informationen und Anmeldung zum Wettbewerb „Klar bleiben“: 
www.klar-bleiben.de  
www.klar-bleiben.de/gewinnziehung

Medien des BIÖG zur Suchtprävention für Lehrkräfte:
https://shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/?schwerpunkt=49 

Informationen zum Alkoholkonsum für Jugendliche und Erwachsene: 
www.kenn-dein-limit.de 

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de /
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de 


Pressekontakte:

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon:  social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen 
Friedrichstraße 108, 10117 Berlin
Tel. 030 18441-1445
Fax 030 18441-4960
E-Mail: presse-drogenbeauftragter(at)bmg.bund.de
www.bundesdrogenbeauftragter.de


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Weltdrogentag 2026: Kokainkonsum unter jungen Erwachsenen nimmt zu

Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Konsum illegaler Drogen bei jungen Menschen in Deutschland

Berlin/Köln, 24. Juni 2026. Immer mehr junge Erwachsene konsumieren Kokain: Das belegen aktuelle Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltdrogentags 2026 am 26. Juni erstmals veröffentlicht. Bei Jugendlichen bleibt der Konsum illegaler Drogen auf einem insgesamt niedrigen Niveau.

Insgesamt 2,5 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen gaben an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge zu haben. Zwischen Jungen und Mädchen zeigten sich dabei keine Unterschiede.
Bei den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen lag dieser Anteil mit 18,7 Prozent deutlich höher. Dabei hatten nahezu doppelt so viele junge Männer wie Frauen Erfahrungen mit illegalen Drogen (23,8 % gegenüber 12,9 %). 

Auffällig ist die Entwicklung beim Kokainkonsum: Im Zehnjahresvergleich stieg der Konsum bei Männern und Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren von 1,2 auf 4,1 Prozent.
Gaben 2015 noch 1,8 Prozent der jungen Männer an, in den zwölf Monaten vor der Befragung (mindestens einmal) Kokain konsumiert zu haben, lag dieser Anteil im Jahr 2025 bei 5,7 Prozent.
Bei den jungen Frauen stieg der Anteil innerhalb von zehn Jahren von 0,5 auf 2,4 Prozent.
Abwasseranalysen im Auftrag der Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) in deutschen Städten deuten ebenfalls auf eine Zunahme des Kokainkonsums in den letzten Jahren hin.
Bei den Jugendlichen zeigten sich über den gleichen Zeitraum keine bedeutsamen Veränderungen beim Kokainkonsum.

Insgesamt am häufigsten genannt wurden in beiden Altersgruppen Erfahrungen mit Lachgas. 1,3 Prozent der Jugendlichen sowie 8,0 Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, in ihrem Leben schon (mindestens) einmal Lachgas konsumiert zu haben.

Erst nach der Erhebung der Studiendaten traten am 12. April 2026 Änderungen des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes in Kraft. Unter anderem ist seitdem der Verkauf von Lachgas an Minderjährige sowie über den Versandhandel und über Automaten verboten. Damit soll insbesondere der Missbrauch durch Jugendliche unter 18 Jahren eingeschränkt werden. 

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Sucht ist immer ein Spiegel unserer Gesellschaft und zeigt auch unsere Verletzlichkeit. Deshalb bin ich besorgt, wie hoch der Konsum unter jungen Menschen ist und wie schnell sich der Drogenmarkt gerade verändert. Junge Menschen kommen leichter an immer potentere Substanzen. Digitale Kanäle beschleunigen diesen Zugang und verharmlosen Risiken, die real und oft lebensgefährlich sind. Besonders der Anstieg des Kokainkonsums bei jungen Erwachsenen alarmiert mich. Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge. Das ist eine gefährliche Täuschung. Aus ärztlicher Sicht ist eindeutig: Kokain kann schnell abhängig machen und schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche verursachen. Kokain zerstört aber auch weit über den einzelnen Konsum hinaus. Jede Linie finanziert kriminelle Netzwerke, die von Gewalt, Menschenhandel und Korruption leben. Wir brauchen deshalb eine ehrliche Prävention, die junge Menschen früher und auf Augenhöhe erreicht, auch im digitalen Raum. Und wir brauchen verlässliche Beratung und Hilfe. Gerade in schwierigen Haushaltszeiten entscheidet sich, ob wir Sucht verhindern oder ihre Folgen später teuer bezahlen.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die meisten jungen Menschen nehmen keine illegalen Drogen – das ist die gute Nachricht. Aber wir sehen auch: Junge Erwachsene greifen heute deutlich häufiger zu Kokain als noch vor zehn Jahren. Genau hier müssen wir früh ansetzen, Risiken klar benennen und junge Menschen dort erreichen, wo sie Informationen suchen. Mit drugcom.de bieten wir dafür ein kostenfreies Angebot, mit dem sich im vergangenen Jahr knapp sechs Millionen Menschen informiert haben – besonders oft zu Kokain und Amphetaminen.“

Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, ehemals BZgA, untersucht seit 1973 mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum junger Menschen in Deutschland. Die aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 baut auf den früheren Erhebungen auf und analysiert längerfristige Veränderungen im Konsum legaler und illegaler Drogen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 25 Jahren. Dafür wurden im Zeitraum April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Personen dieser Altersgruppe befragt.

Ein Infoblatt mit ausgewählten Grafiken zum Thema finden Sie hier:
www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/ 

Der Bundesdrogenbeauftragte hat die Schirmherrschaft für die Sucht- und Drogen-Hotline des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit übernommen. 
Die Hotline, Telefonnummer 01806 313031, bietet telefonische Beratung, Hilfe und Informationen durch erfahrene Fachkräfte aus der Drogen- und Suchthilfe (erreichbar Mo. – So. von 8 bis 24 Uhr, kostenpflichtig, 0,20 € pro Anruf aus dem Festnetz und aus dem Mobilfunknetz)

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de
https://shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/
E-Mail:bestellung(at)bioeg.de 

Pressekontakte:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon:  social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen 
Friedrichstraße 108, 10117 Berlin
Tel. 030 18441-1445
Fax 030 18441-4960
E-Mail: presse-drogenbeauftragter(at)bmg.bund.de
www.bundesdrogenbeauftragter.de


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Vereinbarte Debatte zur Widerspruchslösung: Organspende verstehen

Kompaktes Hintergrundwissen für Redaktionen: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit beantwortet die wichtigsten Fragen

Köln, 22. Juni. Im Bundestag wird aktuell über die mögliche Einführung einer Widerspruchslösung bei der Organspende beraten. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit beantwortet in einem FAQ die wichtigsten Fragen zur Organspende zu medizinischen Fakten, Abläufen, Voraussetzungen und Altersregelungen. 

Ein Anlass für die Diskussion ist der anhaltende Mangel an Spenderorganen: Aktuell stehen mehr als 8.000 Menschen auf der Warteliste. Demgegenüber gab es im Jahr 2025 bundesweit 953 Organspenderinnen und Organspender. Im europäischen Ländervergleich liegt Deutschland damit im unteren Bereich.

Dabei ist die grundsätzliche Bereitschaft zur Organspende in der Bevölkerung hoch: Laut einer Repräsentativbefragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit aus dem Jahr 2024 sind 75 Prozent der Befragten bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Eine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende hatten jedoch nur 62 Prozent getroffen, dokumentiert hatten sie 45 Prozent. Fehlt jedoch eine dokumentierte Entscheidung, müssen die Angehörigen im Ernstfall eine Entscheidung im Sinne der verstorbenen Person treffen. 

In Deutschland gilt seit 1997 die Entscheidungslösung: Eine Organspende ist nur möglich, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten zugestimmt hat – zum Beispiel im Organspende-Register, auf einem Organspendeausweis, in einer Patientenverfügung oder mündlich gegenüber Angehörigen. Ist keine Entscheidung bekannt, werden die Angehörigen nach dem mutmaßlichen Willen der verstorbenen Person gefragt. Bei der Entscheidungslösung gibt es zudem einen gesetzlichen Auftrag zur Aufklärung, damit Bürgerinnen und Bürger über ihre Entscheidungsmöglichkeiten ergebnisoffen informiert werden. Diesen Auftrag erfüllt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit.

Die gesetzlichen Bestimmungen zur Organspende sind in Europa unterschiedlich geregelt. Im Fall eines Todes gilt grundsätzlich das Recht des jeweiligen Aufenthaltslandes, unabhängig von der Nationalität der verstorbenen Person. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät Reisenden deshalb dazu, ihre Entscheidung auf einem gültigen Organspendeausweis in der jeweiligen Landessprache festzuhalten und immer dabei zu haben. Dafür gibt es kostenlose Vorlagen in 29 Sprachen zum Download. Sobald er ausgefüllt und unterschrieben ist, ist der Organspendeausweis gültig.

In anderen europäischen Ländern gelten andere gesetzliche Vorschriften: Die Widerspruchslösung gilt unter anderem in Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien und Ungarn. Dort ist eine Organentnahme grundsätzlich möglich, wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat.

Dokumentation der eigenen Entscheidung im Organspende-Register oder im Organspendeausweis: 

Das Organspende-Register ist ein zentrales Online-Verzeichnis, in dem Erklärungen für oder gegen eine Organ- und Gewebespende festgehalten werden können. Es bietet – neben dem bekannten Organspendeausweis oder einer Patientenverfügung – eine digitale Möglichkeit, die eigene Entscheidung rechtlich verbindlich und verlässlich auffindbar zu dokumentieren. Der Eintrag ist freiwillig und kostenlos. Er kann jederzeit von der erklärenden Person geändert oder widerrufen werden.

Wer Fragen zur Organ- und Gewebespende hat und diese gerne persönlich besprechen möchte, kann unser gebührenfreies Infotelefon Organspende unter der Rufnummer 0800 90 40 400 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr nutzen.

Weitere Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zur Organ- und Gewebespende unter: 
www.organspende-info.de

Gesetzliche Regelungen in Europa:
www.organspende-info.de/infothek/gesetze/europa-regelungen 

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

20 Jahre regionales Netzwerk „Quit the Shit“:

14.000 Menschen fanden bereits Hilfe beim Online-Angebot zum Cannabis-Ausstieg 

Beraterinnen und Berater blicken zurück auf prägende Gespräche und besondere Momente aus 20 Jahren Online-Beratung

Köln, 16. Juni 2026. Weniger kiffen, den Konsum besser kontrollieren oder ganz aufhören: Viele Cannabis-Konsumenten nehmen sich genau das vor und merken dann, wie groß die Herausforderung im Alltag ist. Seit zwei Jahrzehnten kooperiert das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit einem Netzwerk kommunaler Suchtberatungseinrichtungen bei „Quit the Shit“. Mehr als 14.000 Menschen haben das Angebot seit dem Start der Kooperation im Jahr 2006 genutzt. 

Seit April 2024 ist Cannabis in Deutschland für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Neben Alkohol und Tabak ist es die am häufigsten konsumierte Droge in Deutschland. Rund acht Prozent der 12- bis 17-Jährigen und fast die Hälfte der jungen Erwachsenen haben bereits Cannabis konsumiert, zeigt die Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die meisten nutzen Cannabis nur gelegentlich oder stellen den Konsum nach einer Weile wieder komplett ein. Doch bei knapp elf Prozent der Jugendlichen und 13 Prozent der jungen Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, entwickelt sich ein problematisches Verhalten: Sie konsumieren weiter, obwohl sie bereits negative Folgen erleben, etwa Konflikte mit nahestehenden Menschen oder nachlassende Leistungen in Schule, Studium oder Beruf. 

Für Menschen, die ihren Konsum verändern wollen, bietet „Quit the Shit“ niedrigschwellige Unterstützung. Das kostenlose Online-Programm ist Teil des Suchtpräventionsangebots www.drugcom.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Bundesweit unterstützen derzeit zehn Suchtberatungseinrichtungen das Netzwerk. Jedes Mitglied der multiprofessionellen Beratungsteams verfügt über eine psychotherapeutische oder Beratungsausbildung sowie Erfahrungen in der Online-Beratung.
Zum Angebot gehören ein digitales Konsumtagebuch, wöchentliche Rückmeldungen durch eine Beratungsperson sowie ein Einstiegs- und Abschlussgespräch per Chat. Die regelmäßige Dokumentation – auch konsumfreier Tage – soll helfen, Konsummuster zu erkennen und Veränderungen sichtbar zu machen. 

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Viele Ratsuchende haben mit Hilfe von ‚Quit the Shit‘ ihren Cannabiskonsum deutlich reduzieren oder sogar ganz stoppen können. Das Programm wirkt – das zeigen auch mehrere wissenschaftliche Studien. Besonderen Anteil am Erfolg haben die Beraterinnen und Berater, die sich mit viel Empathie individuell auf die Belange jedes und jeder Ratsuchenden einstellen. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement.“

Ilka Andersen, psychologische Psychotherapeutin, seit 2006 bei „Quit the Shit“ tätig: „Manche Teilnehmende melden sich selbst nach längerer Zeit noch einmal bei mir und erzählen, dass sie wieder mit dem Laufen angefangen und sogar einen Marathon geschafft haben. Andere schreiben, dass sie ihr Studium oder ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Das zeigt mir immer: Da ist eine persönliche Verbindung entstanden – auch wenn das Programm nur online stattfindet. Und wenn die Teilnehmenden stolz erzählen, was sie erreicht haben, berührt mich das sehr. Wenn der Konsum nach und nach weniger Raum einnimmt, entsteht wieder Platz für andere Dinge: für Hobbys, Beziehungen, Interessen und das eigene Leben. Zu sehen, wie dadurch wieder mehr Energie, Lebensfreude und Lebensqualität entstehen, ist toll.“

Laura Eißler, Sozialarbeiterin und Suchttherapeutin, seit 2024 bei „Quit the Shit“ tätig: „Was ich an ‚Quit the Shit‘ ganz toll finde, ist, dass das Programm sehr eigenverantwortlich ist. Es gibt nicht die eine Zielvorgabe, die alle erreichen müssen. Man muss nichts Bestimmtes erfüllen, sondern kann genau an den Themen oder Zielen arbeiten, die das eigene Leben besser machen. Das kann bedeuten, für sich eine andere Form des Konsums zu finden. Es kann natürlich auch Abstinenz sein. Entscheidend ist, dass am Ende ein Umgang entsteht, der für die jeweilige Person persönlich zu einem besseren Leben beiträgt."

Andreas Schön, Sozialpädagoge und Suchttherapeut: „Ich bin seit 20 Jahren als Berater tätig. ‚Quit the Shit‘ bedeutet für mich den Einstieg in den Ausstieg. Ich bin nach wie vor fasziniert darüber, wie viel Veränderung innerhalb eines doch relativ überschaubaren Zeitraums möglich ist.“ 

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von „Quit the Shit“ haben Beraterinnen und Berater kurze Videos aufgenommen, in denen sie persönliche Erinnerungen und Erfahrungen aus ihrer Arbeit teilen. Die Beiträge sind auf dem Instagram-Kanal des Bundesinstituts zu sehen.

Beratungs- und Unterstützungsangebote des Bundesinstitus für Öffentliche Gesundheit für Anliegen rund um Sucht und Drogen:

  • Das kostenlose und anonyme Online-Beratungsangebot Quit the Shit richtet sich an alle Menschen, die ihren Cannabiskonsum reduzieren oder ganz beenden möchten. Die Teilnahme erfolgt über eine Online-Anmeldung. Nach der Registrierung werden die Teilnehmenden persönlich beraten und während des Programms unter anderem durch ein Konsum-Tagebuch begleitet.
  • Mit dem Online-Selbsttest „Cannabis-Check“ kann der individuelle Cannabis-Konsum überprüft werden.
  • Anonyme Chat-Beratung (Montag, Dienstag, Donnerstag: 15:00 - 17:00 Uhr und Mittwoch, Freitag: 13:00 - 15:00 Uhr)
  • Anonyme E-Mail-Beratung für Ratsuchende
  • Übersicht von Beratungsstellen sowie weiterführende Hilfe- und Therapieangebote
  • Das BIÖG-Beratungstelefon zur Suchtvorbeugung, Tel. 0221 89 20 31, bietet persönliche Beratung und informiert über Hilfs- und Beratungsangebote vor Ort (erreichbar Mo. – Do. von 10 bis 22 Uhr und Fr. – So. von 10 bis 18 Uhr, Preis für Gespräche in das Kölner Ortsnetz)

Alle BIÖG-Informationsangebote zur Cannabisprävention auf einen Blick (PDF):

Social-Media-Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene:

Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte:
www.cannabis-kompakt.de/

Fortbildung zur Durchführung von Cannabis-Elternabenden
www.cannabiselternabend.de/

Online-Kurs „Cannabispraevention - Wissen, verstehen, handeln“:
www.zpg-bayern.de/online-kurs-cannabispraevention.html

Bestellung von kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de
www.drugcom.de/materialien/ 
www.shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/illegale-drogen/ 


Pressekontakt
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn: www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de/
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Blut spenden und damit Leben retten – auch im Sommer unverzichtbar

Gemeinsamer Appell zum Weltblutspendetag am 14. Juni

Köln, 11. Juni 2026. Blutspenden retten Leben. Doch vor allem in den Sommermonaten brechen die Spendezahlen immer wieder ein – es ist Urlaubszeit, Menschen verreisen, andere verschieben die Blutspende wegen der hohen Temperaturen auf einen späteren Zeitpunkt. Für die medizinische Versorgung vieler Patientinnen und Patienten sind Blutspenden jedoch unverzichtbar: Täglich werden sie bei Operationen, in der Notfallmedizin oder der Krebstherapie benötigt. 

Zum Weltblutspendetag am 14. Juni ruft das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) daher gemeinsam mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Stephan Schwartze, dazu auf, auch vor und während der Sommerferien Blut oder Plasma zu spenden. 

Nina Warken, Bundesgesundheitsministerin: „Blutspenden retten Leben: Der Aufwand ist überschaubar, die Wirkung unbezahlbar. Der Bedarf an Blutkonserven ist unverändert hoch. 80 Prozent aller Menschen in Deutschland sind im Laufe ihres Lebens auf Blutpräparate angewiesen – nicht einmal fünf Prozent spenden regelmäßig Blut. Während viele langjährige Spenderinnen und Spender altersbedingt ausscheiden, geht die Spendebereitschaft zurück – insbesondere bei jungen Menschen. Nutzen Sie die Möglichkeit zur Blutspende und motivieren Sie in Ihrem Umfeld. Jede Spende zählt.“ 

Stefan Schwartze, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten: „Wer nach einem Unfall auf der Intensivstation liegt, eine Krebsbehandlung erhält oder während einer Operation Blut benötigt, ist auf die Solidarität anderer angewiesen. Blutkonserven können nicht hergestellt werden und sind nur verfügbar, wenn es genügend Spenden gibt.
Hinter jeder Blutspende steht ein Mensch, der einem anderen Menschen hilft und oft wertvolle Lebenszeit schenkt. Deshalb mein Appell zum Weltblutspendetag: Werden Sie Blutspenderin oder Blutspender. Blut wird jeden Tag benötigt. Ihre Spende zählt.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Blut spenden heißt: füreinander da sein, wenn es zählt. Wer gesund ist, kann mit einer einzigen Blut- oder Plasmaspende ganz konkret helfen – schnell, unkompliziert und oft lebensrettend. Gerade im Sommer brauchen wir Menschen, die nicht aufschieben, sondern losgehen und spenden. Jede Spende kann für andere alles bedeuten. Deshalb: Blut spenden. Einfach machen!“

Der gemeinsame Appell richtet sich auch an Jüngere: Mit der bundesweiten Kampagne „Blut spenden. Einfach machen.“ will das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit vor allem junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren sensibilisieren. 

Auch die diesjährige Kampagne der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt den Aspekt der Solidarität in den Mittelpunkt: Das Motto „One Drop of Humanity. Give Blood. Save Lives.“ („Ein Tropfen Menschlichkeit. Spende Blut. Rette Leben.“) zeigt, dass eine Spende mehr ist als eine medizinische Handlung – sie ist Ausdruck von gemeinsamer Verantwortung und Mitgefühl. 

Weitere Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Thema Blut- und Plasmaspende bietet die Website www.blutspenden.de. Hier ist auch die Suche nach einem Spendedienst in der Nähe möglich.

Auch in den sozialen Medien ist die Kampagne präsent:
Facebook: www.facebook.com/Blutspenden.bioeg
Instagram: www.instagram.com/blutspenden.bioeg/

Weiterführende Informationen bietet das Themendossier Blutspende:
www.bioeg.de/fileadmin/user_upload/PDF/medienservice/Themendossier_Blutspende_2025_BIOEG.pdf 

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakte:

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon:  social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten 
Linda Pfleger (Pressereferentin)
Bundesministerium für Gesundheit
11055 Berlin
Tel. 030 18441-4492
E-Mail: patientenrechte(at)bmg.bund.de


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Tag der Organspende: Zeit, Zeichen zu setzen

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit regt zu frühzeitiger Auseinandersetzung mit dem Thema Organ- und Gewebespende an

Köln, 2. Juni 2026. „Zeit, Zeichen zu setzen.“: Anlässlich des bundesweiten Tags der Organspende am 6. Juni macht das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) deutlich, wie wichtig die persönliche Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende ist. Im vergangenen Jahr haben in Deutschland 985 Menschen nach ihrem Tod ein Organ gespendet, auf der Warteliste für ein Organ stehen aktuell rund 8.000 Menschen. Gemeinsam mit Selbsthilfe- und Patientenverbänden und der Deutschen Stiftung Organtransplantation informiert das BIÖG bei der zentralen Veranstaltung auf dem Leipziger Stadtfest umfassend über das Thema Organspende.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die Entscheidung für oder gegen eine Organ- und Gewebespende ist sehr persönlich. Wer sich bereits zu Lebzeiten mit dem Thema beschäftigt, erspart seinen Angehörigen, im Ernstfall unter großer emotionaler Belastung entscheiden zu müssen. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen und den eigenen Willen zu dokumentieren – am besten im Organspende-Register. Eine dort festgehaltene Entscheidung sorgt für Klarheit und Sicherheit. Im Gegensatz zum Organspendeausweis, der unter Umständen nicht auffindbar sein kann, ist das Organspende-Register immer verfügbar.“ 

Das Organspende-Register ist ein zentrales Online-Verzeichnis, in dem Erklärungen für oder gegen eine Organ- und Gewebespende festgehalten werden können. Es bietet – neben dem bekannten Organspendeausweis oder einer Patientenverfügung – eine digitale Möglichkeit, die eigene Entscheidung rechtlich verbindlich und verlässlich auffindbar zu dokumentieren. Der Eintrag ist freiwillig und kostenlos. Er kann jederzeit von der erklärenden Person geändert oder widerrufen werden.

Weitere Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zur Organ- und Gewebespende unter:
www.organspende-info.de

Dokumentation der eigenen Entscheidung im Organspende-Register oder im Organspendeausweis: 

Wer Fragen zur Organ- und Gewebespende hat und diese gerne persönlich besprechen möchte, kann unser gebührenfreies Infotelefon Organspende unter der Rufnummer 0800 90 40 400 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr nutzen.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon:  social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

BIÖG und ABDA starten digitale Fortbildungsreihe ‚Town Halls‘ für Apothekenteams zur Prävention

Köln/Berlin, 27. Mai 2026. „Hitze und Arzneimittel – Sicher beraten im Sommer“ – so lautet das Thema der ersten Veranstaltung der neuen Online-Fortbildungsreihe ‚Town Halls‘ für Apothekenteams, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände – am 27. Mai 2026 startet.

Das neue Format richtet sich an Apothekerinnen und Apotheker sowie weiteres pharmazeutisches Fachpersonal und knüpft an die Town Halls an, die das BIÖG für Mitarbeitende des Öffentlichen Gesundheitsdienstes anbietet. Ziel ist es, aktuelles Wissen zur Prävention und Gesundheitsförderung praxisnah zu vermitteln. Gleichzeitig bietet die Reihe Gelegenheit für Austausch und Vernetzung und macht mit den vielfältigen Materialien und Angeboten von BIÖG und ABDA vertraut, die gezielt an Patientinnen und Patienten weitergegeben werden können. 

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des BIÖG: „Apotheken sind für Menschen jeden Alters – insbesondere für ältere – eine vertraute Anlaufstelle. Hier geht es um mehr als nur Medikamente: um persönliche Beratung, Vertrauen und das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Mit den Town Halls für Apotheken bringen wir wichtige Akteure der Gesundheitsförderung zusammen, stärken den Austausch und sorgen dafür, dass neues Wissen schnell in den Apotheken vor Ort ankommt. So profitieren Patientinnen und Patienten unmittelbar davon.“ 

Thomas Preis, Präsident der ABDA: „In der Apotheke wissen wir: Gute Beratung lebt von aktuellem Wissen und anwendungsorientierten Hilfen. Die neue Online-Fortbildungsreihe bietet Apothekenteams die Chance, sich gezielt über neue Entwicklungen und Erkenntnisse der Gesundheitsförderung zu informieren und das Erlernte direkt im Beratungsgespräch anzuwenden. Die vielfältigen Informationsmaterialien und Angebote von ABDA und BIÖG zur Qualitätssicherung der Beratung und zur Information von Kunden und Patienten helfen, Beratungsgespräche noch effektiver zu gestalten.“

Themen und Format
Die Town Halls greifen aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsförderung und Prävention auf: Nach dem Auftakt sind für dieses Jahr weitere Online-Termine geplant. Jede Veranstaltung dauert etwa 60 Minuten und findet digital per Webex statt. 

Zum Einstieg geben Institutionen wie das Robert Koch-Institut (RKI) einen kompakten Überblick über relevante Daten und Entwicklungen. Darauf aufbauend vertiefen Expertinnen und Experten das jeweilige Thema in kurzen, praxisorientierten Impulsen. Ergänzend werden die Informations- und Unterstützungsangebote von BIÖG und ABDA vorgestellt.

Die Teilnehmenden erhalten so konkrete Anregungen, wie sie das Erlernte in ihrer täglichen Beratungspraxis anwenden und Patientinnen und Patienten auf die Angebote von BIÖG und ABDA aufmerksam machen können. Alle Veranstaltungen werden aufgezeichnet und stehen im Anschluss zur Verfügung. Die Akkreditierung als Fortbildungsmaßnahme ist bei der Bundesapothekerkammer beantragt.

Materialien der ABDA sind digital verfügbar unter www.apothekenkampagne.de 

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de


Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das BIÖG ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 

ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Tel. 030-40004 132
E-Mail: presse(at)abda.de
www.abda.de 

Instagram: www.instagram.com/abda.berlin/
Facebook:  www.facebook.com/abdaberlin
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/abda-bundesvereinigung-deutscher-apothekerverbaende-e-v/
X:             https://x.com/ABDA_Berlin
YouTube:   www.youtube.com/(at)rotaufweissemgrund


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Weltnichtrauchertag 2026: Vapen bei Jugendlichen auf dem Vormarsch

Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Rauchverhalten und Nikotinkonsum von jungen Menschen in Deutschland 

Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind und schnell nikotinabhängig machen. Das zeigen repräsentative Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltnichtrauchertags 2026 (31. Mai) erstmals veröffentlicht.

Demnach rauchte 2025 fast jeder Zehnte der 12- bis 17-Jährigen (9,6 %). 2021 waren es noch 6,1 Prozent. Damit zeigt sich bei Jugendlichen eine gegenläufige Entwicklung zum langfristigen Rückgang des Rauchens bei jungen Erwachsenen. Besonders auffällig: Vor allem Mädchen rauchen deutlich mehr als noch vor fünf Jahren.

In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen sank der Anteil Rauchender von 29,8 Prozent im Jahr 2021 auf 26,3 Prozent im Jahr 2025

Weiter auf dem Vormarsch ist bei jungen Menschen das Vapen: Der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten nimmt deutlich zu. Bei Jugendlichen stieg der Anteil der Konsumierenden seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei männlichen Jugendlichen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hat sich der Konsum erhöht. Bei den jungen Männern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent

Neun von zehn Konsumierenden nutzen in den Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids, die oft mit süßen Aromen und jugendaffinem Design vermarktet werden. 

Auch Nikotinbeutel gewinnen an Bedeutung und das, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist. 2025 gaben 5,5 Prozent der Jugendlichen und 18,9 Prozent der jungen Erwachsenen an, diese Produkte bereits ausprobiert zu haben. 2023 waren es noch 4,1 Prozent der Jugendlichen und 14,8 Prozent der jungen Erwachsenen.

Die Daten zeigen insgesamt eine Verschiebung im Konsumverhalten junger Menschen: Während der Konsum von Wasserpfeifen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist und auch der von Einweg-E-Zigaretten, gewinnen andere neue Nikotinprodukte an Bedeutung. Vor allem Mehrweg-E-Zigaretten, aromatisierte Liquids und Nikotinbeutel können für junge Menschen attraktiv wirken, obwohl sie gesundheitliche Risiken bergen und Nikotinabhängigkeit fördern können.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Die Drogenaffinitätsstudie ist ein klares Warnsignal. Jugendliche rauchen und vapen wieder häufiger, und Nikotinprodukte sind für junge Menschen heute leichter sichtbar, leichter verfügbar und oft gezielt attraktiv gemacht. Hier dürfen wir nicht einfach nur zusehen. E-Zigaretten und Nikotinbeutel sind nicht harmlos. Nikotin macht abhängig, belastet Herz und Kreislauf und kann junge Menschen früh an dauerhaften Konsum binden. Bei E-Zigaretten werden zusätzliche Stoffe inhaliert, die in Mund, Rachen und Lunge gelangen. Bei Nikotinbeuteln wird Nikotin direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen. Das ist kein Lifestyleprodukt, sondern ein Gesundheitsrisiko. Besonders verantwortungslos ist die Aufmachung vieler Produkte. Wenn Nikotin nach Cola, Kiwi, Kaugummi oder Menthol schmeckt und in bunten Verpackungen daherkommt, dann ist das keine zufällige Produktgestaltung. Das senkt die Hemmschwelle und macht Nikotin für junge Menschen attraktiv. Zum Teil sind diese Zusatzstoffe gesundheitsschädlich oder krebserregend und gehören nicht in die Lungen – erst recht nicht in die Lunge von Jugendlichen. Deshalb brauchen wir klare Regeln für Inhaltsstoffe, Aromen, Werbung und Verpackung. Gesundheitsschädliche und jugendaffine Aromen gehören verboten. Nikotin darf nicht über Geschmack und Design bei jungen Menschen landen. Nikotinbeutel dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Zigaretten und E-Zigaretten gehören nicht in Jugendhände – an unter 18-Jährige dürfen sie nicht verkauft werden, aber das muss auch durchgesetzt werden.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die meisten Jugendlichen leben rauchfrei, das ist erst einmal eine gute Nachricht. Gleichzeitig rauchen wieder mehr Jugendliche und auch Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel werden häufiger konsumiert. Das bereitet uns Sorge, denn Nikotin macht schnell abhängig und kann den Einstieg ins Rauchen erleichtern. Deshalb klären wir früh auf, unterstützen beim Ausstieg und setzen uns für klare Regeln ein, die junge Menschen schützen.“

Ein Faktenblatt mit ausgewählten Grafiken und weiteren Ergebnissen der Repräsentativbefragung steht hier zum Download bereit: 
www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/

Der Teilband „Tabak und andere nikotinhaltige Produkte“ der Drogenaffinitätsstudie 2025 findet sich hier:
www.bioeg.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention/drogenaffinitaetsstudie-2025/

Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit:
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit untersucht regelmäßig mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum April bis Juni 2025 befragt.

Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:

  • Kostenfreie Informationsmaterialien, u. a. zu neuartigen Nikotinprodukten: https://shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/foerderung-des-nichtrauchens/
  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit Forum und persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: www.rauchfrei-info.de/mein-rauchstopp/
  • rauchfrei-Chat: Unter Leitung einer Fachperson tauschen sich Gleichgesinnte über ihre Erfahrungen mit dem Rauchstopp aus, an jedem Dienstag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter: https://shop.bioeg.de/ 
  • rauchfrei-Kanäle auf Instagram und TikTok:
    www.instagram.com/rauchfrei_info 
    www.tiktok.com/@rauchfrei_crew

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter: 
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook:  www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon:  social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen 
Friedrichstraße 108, 10117 Berlin
Tel. 030 18441-1445
Fax 030 18441-4960
E-Mail: presse-drogenbeauftragter(at)bmg.bund.de
www.bundesdrogenbeauftragter.de


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

„Kinder stark machen“-Tour 2026 startet am 1. Mai in Recklinghausen

Bundesweite Mitmach-Initiative zur Suchtprävention eröffnet beim Kulturvolksfest auf dem Grünen Hügel

Recklinghausen/Köln, 28. April 2026. Die Initiative „Kinder stark machen“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) geht wieder auf Tour: Ab Mai 2026 macht das interaktive „Erlebnisland“ Station auf Familien- und Sportveranstaltungen in ganz Deutschland. Ziel ist es, Kinder zu stärken, damit sie im Jugendalter weniger suchtgefährdet sind. Schirmherr der Initiative ist der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr.  Hendrik Streeck. Los geht es am 1. Mai beim Kulturvolksfest in Recklinghausen.

Im „Erlebnisland“ können Kinder vielfältige Bewegungs- und Mitmachangebote ausprobieren – vom Klettergarten über den Vertrauensparcours bis zur Spielbühne. Im Spiel sammeln sie Erfolgserlebnisse, überwinden Herausforderungen und stärken ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie in andere. Gleichzeitig erhalten Eltern und Bezugspersonen Ideen, wie sie Kinder im Alltag unterstützen können – durch Anerkennung, Freiräume und eine aktive Begleitung ihrer Entwicklung.

Ein besonderes Highlight ist der Besuch von „Kinder stark machen“-Botschafterin und KiKA-Moderatorin Singa Gätgens, die Kinder zum Mitsingen und Tanzen einlädt.

Ergänzend bietet ein Beratungszelt fundierte Informationen rund um das gesunde Aufwachsen von Kindern. Vor Ort ist zudem die Drogenhilfe Recklinghausen und Ostvest e.V. (DROB), die ihre regionalen Unterstützungsangebote vorstellen.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Kinder, die früh ihre eigenen Stärken und Schwächen kennenlernen, können später leichter Nein zu Drogen wie Alkohol oder Tabak sagen. Genau hier setzt unsere Mitmach-Initiative an: Die Kinder erleben spielerisch Erfolge und lernen gleichzeitig, mit Rückschlägen umzugehen. Und Eltern erfahren, wie sie ihren Kindern solche ‚starkmachenden‘ Erlebnisse auch im Alltag ermöglichen können.“

Insgesamt besucht das „Kinder stark machen“-Erlebnisland in diesem Jahr 18 Städte bundesweit und lädt Familien zum Mitmachen ein. Weitere Informationen zur Initiative, zu allen Tour-Stationen 2026 sowie zu Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter: www.kinderstarkmachen.de.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de


Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ startet – jetzt noch anmelden

Bundesdrogenbeauftragter und Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rufen zum Rauchstopp auf mit Fachleuten und prominenten Gästen

Berlin/Köln, 24. April 2026. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung zum Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ am 27. April 2026 rufen der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit Partnern aus dem Gesundheitssystem zum gemeinsamen Rauchstopp auf. Die online übertragene Veranstaltung im Bundesministerium für Gesundheit rückt noch einmal das Ziel der bundesweiten Mitmachaktion in den Fokus: 31 Tage im Mai rauchfrei bleiben – und so den Einstieg in ein dauerhaft rauchfreies Leben schaffen.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stehen Gespräche mit Expertinnen und Experten aus Medizin und Prävention und persönliche Erfahrungsberichte. So berichtet unter anderem Entertainer Hugo Egon Balder über seinen Rauchstopp nach mehr als 60 Jahren. Ergänzt wird das Programm durch Talkrunden zu gesundheitlichen Folgen des Rauchens sowie kurze „Spotlights“, die erfolgreiche Wege aus der Nikotinabhängigkeit aufzeigen. Vor und nach der Veranstaltung lädt zudem ein „Markt der Möglichkeiten“ dazu ein, sich über konkrete Angebote zur Unterstützung beim Rauchstopp zu informieren.

Mit dem bundesweiten Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ setzen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, die Deutsche Krebshilfe und das IFT-Nord ein starkes Zeichen für Prävention und Gesundheit. Die Schirmherrschaft übernimmt der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck.

Wer sich bis zum 30. April auf der Website www.rauchfrei-im-mai.de anmeldet und den Monat erfolgreich ohne Nikotin durchhält, hat die Chance auf einen Geldpreis von bis zu 1.000 Euro. Teilnehmende profitieren von täglichen Tipps und Motivationsnachrichten. Der Mitmachmonat setzt bewusst auf den positiven Gruppeneffekt, um die oft schwierige Anfangsphase des Rauchstopps zu erleichtern. Studien zeigen: Wer sich professionelle Unterstützung sucht, erhöht seine Chancen deutlich, dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören.

Bundesdrogenbeauftragter Prof. Dr. Hendrik Streeck: „Als Arzt sehe ich jeden Tag, welche Folgen Rauchen hat – von Atemnot bis Krebs. Die gute Nachricht ist: Wer aufhört, gewinnt Gesundheit zurück. Genau dafür steht ‚Rauchfrei im Mai‘ – ein klarer Moment, um neu anzufangen. Jeder Rauchstopp ist ein Gewinn: für die eigene Gesundheit und für ein längeres Leben.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Wir wissen sehr genau, wie schädlich Rauchen ist, und trotzdem fällt vielen der Ausstieg schwer. Deshalb brauchen wir leicht zugängliche, motivierende Angebote wie ‚Rauchfrei im Mai‘. Wenn im Mai bundesweit zehntausende Menschen gemeinsam Zigaretten, Tabak und Nikotin hinter sich lassen, entsteht eine starke Bewegung. Werden Sie Teil davon und starten Sie jetzt in Ihr rauchfreies Leben.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, IFT-Nord: „Der Rauchstopp kann gelingen und ist immer ein Gewinn. Initiativen wie ‚Rauchfrei im Mai‘ geben Menschen Orientierung, Motivation und konkrete Unterstützung; genau das macht den Unterschied.“

Rauchen ist nach wie vor das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jedes Jahr sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Neben klassischen Zigaretten werden zunehmend auch E-Zigaretten und Vapes konsumiert – insbesondere von jungen Menschen. Der Aktionsmonat richtet sich daher an alle, die ihren Konsum überdenken und verändern wollen. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 21.000 Menschen an der Aktion teil.

Mehr Informationen zu „Rauchfrei im Mai“ und Möglichkeiten zum Mitmachen unter: www.rauchfrei-im-mai.de

Hinweis für Redaktionen:
Termin: Montag, 27. April 2026, 11.00–12.00 Uhr (Einlass ab 10.00 Uhr)
Ort:      Bundesministerium für Gesundheit, Konferenzzentrum
             Mauerstraße 27, 10117 Berlin
Akkreditierung: Anmeldung erforderlich unter: rauchfrei(at)neueshandeln.de
Bitte gültiges Ausweisdokument mitbringen.

Livestream: https://youtube.com/live/PS8sst6bvm4?feature=share
Start des Streams ist 11.00 Uhr.

Im Anschluss stehen Gesprächspartner für Interviews zur Verfügung.
Die Veranstaltung wird live auf YouTube übertragen. Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden.

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Neue NZFH-Studien zeigen: Willkommensbesuche helfen Familien von Anfang an

Eltern erleben das Angebot der Frühen Hilfen als wertschätzend, informativ und hilfreich

Köln, 21. April 2026. Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen kommen gut an: Mehr als 90 Prozent der befragten Eltern, die einen Willkommensbesuch ihrer Kommune in Anspruch genommen haben, waren sehr zufrieden oder zufrieden damit. Das ergab eine aktuelle Befragung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

Die Besuche unterstützen Eltern kurz nach der Geburt ihres Kindes. Sie erhalten Informationen über Angebote vor Ort, erfahren, an wen sie sich mit Fragen wenden können, und fühlen sich willkommen. 84,3 Prozent der befragten Eltern sagen, dass sie durch den Besuch einen guten Überblick über lokale Angebote und Anlaufstellen bekommen haben. 70,6 Prozent hatten dadurch das Gefühl, dass Familien und Kinder in ihrer Kommune willkommen sind.

Willkommensbesuche sind ein freiwilliges Angebot der Kommunen für Eltern mit neugeborenen Kindern. Eine Auswertung der NZFH-Kommunalbefragungen ergab, dass in rund 60 Prozent aller befragten 564 Kommunen Willkommensbesuche als Angebot der Frühen Hilfen umgesetzt werden. Die Eltern erhalten bei dem Besuch meist ein Willkommenspaket mit Informationsmaterialien zu kommunalen Angeboten für Familien und einem kleinen Geschenk. Vor allem aber geht es um das persönliche Gespräch: Die Eltern können Fragen stellen, erhalten Hinweise auf passende Angebote und werden bei Bedarf an weitere Hilfen vermittelt.

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Durch Willkommensbesuche erhalten Familien einen besonders frühen und niedrigschwelligen Zugang zu weiteren Angeboten der Frühen Hilfen. Die Besuchenden informieren über Unterstützung vor Ort und vermitteln bei Bedarf dorthin. Die Erkenntnisse aus den Erhebungen des NZFH zeigen deutlich, wie wichtig Willkommensbesuche für einen guten Start ins Familienleben sind, wenn sie in ein kommunales Netzwerk Frühe Hilfen eingebettet sind.“

Zentrale Ergebnisse im Überblick:

  • Willkommensbesuche sind weit verbreitet: 2024 gehörten sie in rund 60 Prozent der 564 befragten Kommunen zum Angebot der Frühen Hilfen. Deutschlandweit wurden im Jahr 2024 pro Kommune, die Willkommensbesuche anbietet, im Durchschnitt 934 Familien kontaktiert und davon 518 anschließend besucht. Die durchschnittliche Anzahl der kontaktierten und besuchten Familien ist in Großstädten drei- bis fünfmal höher als in den anderen Kreistypen.
  • Eltern bewerten die Besuche sehr positiv: Über 90 Prozent der befragten Eltern waren zufrieden oder sehr zufrieden. Zwei Drittel würden den Besuch ganz bestimmt weiterempfehlen.
  • Die Besuche vermitteln Information und Orientierung: 84,3 Prozent der Eltern sagten, dass sie durch den Besuch einen guten Überblick über Angebote, Anlaufstellen und Ansprechpersonen erhalten haben. Eltern mit Besuch fühlten sich außerdem besser über lokale Unterstützungsangebote informiert als Eltern ohne Besuch.
  • Die Besuche stärken das Gefühl, willkommen zu sein: 70,6 Prozent der befragten Eltern hatten nach dem Besuch das deutliche Gefühl, dass Familien und Kinder ihrer Kommune am Herzen liegen.
  • Die Besuche erleichtern den Zugang zu Hilfen: 82,5 Prozent der Eltern stimmten voll zu, dass der Besuch vermittelt hat, dass es in Ordnung ist, als Eltern Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
  • Die Besuche informieren gut über konkrete Angebote vor Ort: Informiert wird bei den Besuchen vor allem über niedrigschwellige Angebote in Familien- oder Stadtteilzentren (66 %), Eltern-Kind-Gruppen (70 %) sowie Kurse für Eltern und Beratungsangebote (45 %).
  • Willkommensgeschenke erhöhen die Teilnahme: 42 Prozent der Eltern nahmen das Angebot unter anderem auch deshalb in Anspruch, weil sie das Begrüßungspaket und das Willkommensgeschenk erhalten wollten.
  • Die Art der Einladung ist entscheidend: Besonders viele Familien nehmen teil, wenn sie automatisch einen konkreten Terminvorschlag erhalten und nur absagen müssen, wenn sie den Besuch nicht wünschen. Mit dieser sogenannten Widerspruchslösung kommen in den untersuchten Kommunen bis zu 90 Prozent der Besuche zustande. Müssen Eltern selbst aktiv einen Besuch anfragen, liegt die Quote nur bei 15 Prozent.
  • Die Besuche sind unterschiedlich gestaltet: Durchgeführt werden die Besuche am häufigsten von Sozial- oder Diplom-Pädagoginnen und -Pädagogen, seltener auch von Personen aus Gesundheitsfachberufen. In 26,6 Prozent der Kommunen kommen auch Freiwillige zum Einsatz.

Die Ergebnisse hat das NZFH in drei Faktenblättern veröffentlicht. Zwei Faktenblätter fassen die Ergebnisse der bundesweiten Evaluation der Willkommensbesuche zusammen: Faktenblatt 1 zur Evaluation: Hintergrund, Studiendesign, Modelle und Faktenblatt 2 zur Evaluation: Perspektiven von Familien. Ein weiteres wertet Daten aus den Kommunalbefragungen des NZFH für die Jahre 2012 bis 2024 zu den Willkommensbesuchen aus: Faktenblatt zu Willkommensbesuchen in den Frühen Hilfen.

Mehr Informationen zu den Willkommensbesuchen finden Sie unter: www.fruehehilfen.de/willkommensbesuche   

Nationales Zentrum Frühe Hilfen
Träger des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) ist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e. V. (DJI). Das NZFH wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Es unterstützt seit 2007 die Fachpraxis dabei, familiäre Belastungen und Ressourcen frühzeitig zu erkennen, qualitätsgesicherte bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern.
www.fruehehilfen.de
www.elternsein.info  

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel.: +49 (0)221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg 

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Demenz ist kein unausweichliches Schicksal

8. Bundeskonferenz des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit rückt Demenzprävention in den Fokus

Köln, 14. April 2026. Rund 1,84 Millionen Menschen mit Demenz leben derzeit in Deutschland – Tendenz steigend. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass bis zu 45 Prozent der Demenzfälle durch gezielte Prävention verhindert oder deutlich hinausgezögert werden könnten. Dieses Potenzial stärker zu nutzen, ist Ziel der 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) am 22. April in Köln veranstaltet.

Die Konferenz unter dem Motto „Demenzprävention im Dialog – Aufklärung verbessern, Strukturen stärken, Risiken reduzieren“ bringt Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik zusammen, um aktuelle Erkenntnisse, erfolgreiche Praxisbeispiele und strategische Ansätze der Prävention zu diskutieren. Denn das Wissen über wirksame Möglichkeiten der Demenzprävention ist in der Bevölkerung, und teilweise auch bei Fachkräften, noch nicht ausreichend verbreitet.

Nina Warken, Bundesministerin für Gesundheit: „In Deutschland erkranken jedes Jahr über 400.000 Menschen an Demenz. Eine Krankheit, die mit großen Herausforderungen für Betroffene und für deren Angehörige verbunden ist. Rund die Hälfte der Demenzfälle könnte durch Prävention vermieden oder zumindest verzögert werden. Wir alle können aktiv Vorsorge treffen: durch gesunde Ernährung, Bewegung und Sport, Rauchverzicht und die Wahrnehmung von Früherkennungsangeboten.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Demenz ist kein unausweichliches Schicksal. Sie zeigt sich meist erst im Alter, doch das Risiko wächst über viele Jahre hinweg. Entscheidend ist deshalb, wie wir leben und welche Möglichkeiten wir dafür haben. Wir müssen Gesundheit von Anfang an mitdenken und den Alltag so gestalten, dass Menschen gut für sich sorgen können.“

Renommierte Expertinnen und Experten werden aktuelle wissenschaftliche Impulse zu Lebensgewohnheiten, individueller Risikoerkennung, Früherkennung und personalisierten Präventionsansätzen geben – darunter Prof. Dr. Daniela Berg (Direktorin der Klinik für Neurologie Kiel, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie), Prof. Dr. Frank Jessen (Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie; Uniklinik Köln) und Prof. Dr. René Thyrian (Leiter der AG interventionelle Versorgungsforschung mit Schwerpunkt neurodegenerative Erkrankungen am Deutschen Zentrum für neurogenerative Erkrankungen).

Die Konferenz richtet sich an Fachkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Bereich Demenz und Gesundheitsförderung. Die Anmeldung für eine Teilnahme vor Ort im Hotel Hilton Köln ist weiterhin hier möglich.

Hier finden Sie das Programm der 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden": www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/fachinformationen/unsere-bundeskonferenzen/aktuelle-bioeg-bundeskonferenz/programm/

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel.: +49 (0)221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bundesinstitut_gesundheit/
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg 

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Zecken überall: Warum der Schutz vor FSME und Borreliose nicht nur in Risikogebieten wichtig ist

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit informiert über Risiken, neue FSME-Gebiete und wirksamen Zeckenschutz

Köln, 09. April 2026. Mit steigenden Temperaturen zieht es viele Menschen wieder nach draußen – in Parks, Wälder oder in den Urlaub. Damit beginnt auch die Zeckensaison. Zeckenstiche sind nicht nur lästig, sie können auch Krankheiten übertragen. Dazu gehören auch die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine Virusinfektion, sowie die Lyme-Borreliose, eine bakterielle Erkrankung.

Warum ist FSME so gefährlich?
FSME wird durch Viren verursacht und kann schwere Krankheitsverläufe auslösen – etwa Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks. Eine gezielte Behandlung gegen das Virus gibt es nicht, eine Impfung kann schützen.

Wer sollte sich gegen FSME impfen lassen?
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung allen Personen, die in FSME-Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten und Zeckenstichen ausgesetzt sein können. Dazu zählen auch Menschen, die beruflich gefährdet sind, zum Beispiel in der Forst- und Landwirtschaft oder im Labor. Auch für Reisende in FSME-Risikogebiete im In- und Ausland (z. B. Österreich) wird die Impfung empfohlen. Orientierung bietet der digitale Impfcheck des Bundesinstituts: www.infektionsschutz.de/impfchecks/fsme-impfcheck/

Lohnt sich die Impfung jetzt noch?
Ja, auch zum Start der Zeckensaison ist eine Impfung sinnvoll: Bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht bei den meisten Geimpften ein Schutz, der für die laufende Saison zunächst ausreichend ist. Für eine länger anhaltende Schutzwirkung ist die dritte Impfung erforderlich.

Können Kinder gegen FSME geimpft werden?
Ja, Kinder können ab dem ersten Lebensjahr gegen FSME geimpft werden. Eltern sollten sich dazu bei ihrer Kinderärztin oder ihrem Kinderarzt beraten lassen.

Wo liegen die Risikogebiete?
In Deutschland sind vor allem Baden-Württemberg, Bayern, das südliche Hessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen und das südöstliche Brandenburg Risikogebiete. Darüber hinaus sind einzelne Kreise in fünf weiteren Bundesländern betroffen und die Zahl der Risikogebiete wächst weiter. Neu hinzugekommen sind 2026:

  •  Sachsen: Landkreis Nordsachsen
  •  Sachsen-Anhalt: Stadtkreis Halle (Saale)

Grundsätzlich gilt: Zecken kommen in ganz Deutschland vor und ein Stich ist auch außerhalb ausgewiesener Risikogebiete möglich.

Wie kann ich mich vor Zeckenstichen schützen?
Einfache Maßnahmen können das Risiko deutlich senken:

  • Geschlossene Kleidung tragen (lange Hosen und Ärmel, feste Schuhe, Hosenbeine in die Strümpfe stecken)
  • Helle Kleidung wählen, um Zecken schneller zu entdecken
  • Zeckenabweisende Mittel auf Haut und Kleidung auftragen (wirken nur einige Stunden)
  • Nach dem Aufenthalt im Freien, Körper und Kleidung gründlich absuchen

Wichtig: Zecken sitzen meist in Gras, Gebüsch oder Unterholz – sie fallen nicht von Bäumen.

Wie entfernt man eine Zecke richtig?
Zecken sollten möglichst schnell entfernt werden, da sie Krankheitserreger übertragen können. Dafür eignet sich eine Pinzette oder eine Zeckenkarte: Die Zecke nah an der Haut greifen und langsam herausziehen. Da Borreliose-Erreger oft erst nach mehreren Stunden übertragen werden, kann schnelles Entfernen das Risiko verringern. Bei FSME gilt das jedoch nicht: Die Viren können bereits zu Beginn des Stichs übertragen werden.

Wer sich schützt und seinen Impfschutz rechtzeitig überprüft, kann die Zeit im Freien genießen. Weitere Hintergrundinformationen und Gesundheitstipps zum Thema finden Sie hier:

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel.: +49 (0)221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bioeg
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg 

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


Presseinformation als barrierefreies PDF

Zwei Drittel der jungen Menschen haben digitale sexualisierte Gewalt, sexuelle Beleidigungen oder Belästigung erlebt

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit veröffentlicht Sonderauswertung der Studie Jugendsexualität mit aktuellen Daten zu Erfahrungen junger Menschen mit sexualisierter Gewalt

Köln, 27. März 2026.  Viele junge Menschen in Deutschland machen Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt: Rund zwei Drittel (64 %) der 5.855 befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben mindestens eine Form sexualisierter Gewalt ohne Körperkontakt erlebt, knapp ein Drittel (29 %) berichtet zudem von mindestens einer Erfahrung mit sexualisierter Gewalt mit Körperkontakt. Das zeigt eine aktuelle Sonderauswertung der 10. Welle der Jugendsexualitätsstudie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Zu den Formen ohne Körperkontakt zählen z. B. das gezielte Anbahnen sexueller Kontakte mit Minderjährigen im Internet (Cybergrooming), sexualisierte Beleidigungen oder das Zusenden sexueller Bilder oder Filme. Zu den Formen mit Körperkontakt zählen ungewollte bzw. erzwungene körperliche Berührungen oder sexuelle Handlungen. Junge Frauen sind davon doppelt so häufig betroffen wie junge Männer.

Die Daten zeigen außerdem, dass Jugendliche sexualisierte Gewalt häufig durch Gleichaltrige erfahren (sexualisierte Peer-Gewalt) − und dies nicht selten in Anwesenheit oder mit Kenntnis anderer Gleichaltriger. Die meisten Betroffenen vertrauen sich nach der ersten körperlichen Gewalterfahrung mindestens einer anderen Person an. Hier spielen vor allem Freundinnen und Freunde eine wichtige Rolle (51 %), doch auch die Eltern sind relevante Vertrauenspersonen (33 %).

Insgesamt bestätigen die Ergebnisse der 10. Trendwelle der Jugendsexualitätsstudie in weiten Teilen nationale und internationale Untersuchungen. Demnach sind Jugendliche in verschiedenster Form mit sexualisierter Gewalt konfrontiert: Sie sind häufig betroffen, sie können aber auch selbst die übergriffige und gewaltausübende Person sein. Des Weiteren sind junge Menschen auch sogenannte Bystander, das heißt, sie sind in der Situation anwesend, mitwissend oder werden im Nachgang von anderen Gleichaltrigen ins Vertrauen gezogen. Die Befunde belegen, dass das Jugendalter eine Phase erhöhten Risikos für sexualisierte Gewalt (unter Gleichaltrigen) ist und Beobachtende und Mitwissende sowohl vor, während als auch nach Situationen sexualisierter Gewalt eine wichtige Rolle spielen. Maßnahmen zur Prävention von sexualisierter Gewalt sollten daher sowohl die Perspektive der Betroffenen, der Bedrängenden als auch derjenigen Jugendlichen, die bei Übergriffen dabei sind oder davon erfahren, berücksichtigen.

Mechthild Paul, Abteilungsleiterin Sexualaufklärung, Verhütung, Familienplanung und stellvertretende Leiterin des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Unsere Jugendsexualitätsstudie zeigt sehr klar: Viele junge Menschen erleben sexualisierte Gewalt unter Gleichaltrigen, online genauso wie offline. Deshalb ist es wichtig, dass sie lernen, Übergriffe zu erkennen und klar zu benennen. Gleichzeitig müssen wir sie darin bestärken, in riskanten Situationen sich und andere zu schützen sowie Betroffenen zur Seite zu stehen. Dafür brauchen junge Menschen sexuelle Bildung in Schule und Elternhaus sowie kompetente Ansprechpersonen in ihrem direkten Lebensumfeld. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Strukturen gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit seit Anfang 2026 den gesetzlichen Auftrag, Prävention und Schutz bundesweit auszubauen. Daran arbeiten wir jetzt: Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse werden wir zielgruppenspezifische Maßnahmen zur Prävention sexualisierter Gewalt entwickeln, die an den Lebensrealitäten der jungen Menschen ansetzen.“

Die Ergebnisse im Überblick:

Sexualisierte Gewalt ohne Körperkontakt

  • Insgesamt berichten 64 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, mindestens einmal eine Form sexualisierter Gewalt ohne Körperkontakt erlebt zu haben (68 % der jungen Erwachsenen gegenüber 54 % der Jugendlichen).

Sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt

  • Sexualisierte Gewalt mit Körperkontakt hat knapp ein Drittel (29 %) der Befragten mindestens einmal im Leben erfahren (Jugendliche: 12 %, junge Erwachsene: 37 %).
  • Weibliche Personen sind doppelt so häufig betroffen wie männliche Personen (40 % ggü. 18 %).
  • Bei den Gewalt ausübenden Personen handelt es sich häufiger um Jugendliche (45 %) als um Erwachsene (34 %).
  • 71 Prozent der Gewalt ausübenden Personen sind männlich.

Versenden und Erhalten von intimen Fotos oder Videos gegen den Willen

  • Fast jede vierte Person (24 %) hat sexualisierte Gewalt durch den Einsatz von intimem Bild- und Videomaterial (z. B. Nacktaufnahmen/ pornografische Aufnahmen) erfahren, insbesondere dadurch, dass sie intime Fotos bzw. Videos gegen ihren Willen erhalten haben oder das Zusenden von ihnen verlangt wurde.
  • Davon sind eher Mädchen und Frauen betroffen (25 %) als Jungen und Männer (11 %).

Sexualisierte Gewalt im Beisein bzw. mit Kenntnis von anderen Personen (Bystander)

  • 38 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben schon einmal mitbekommen, dass andere Personen zu sexuellen Handlungen gedrängt oder gezwungen wurden. Etwa ein Drittel (31 %) der ersten Gewalterfahrungen mit Körperkontakt geschah im Beisein bzw. mit Kenntnis von Dritten.
  • 69 Prozent der Betroffenen vertrauen sich nach der ersten körperlichen Gewalterfahrung mindestens einer anderen Person an. Hier spielen vor allem Gleichaltrige eine große Rolle (51 %). Doch auch die Eltern sind wichtige Ansprechpersonen (33 %).

Weitere Studienergebnisse und Informationen zur Studie finden Sie hier:
Dinger, L., Schäfer-Pels, A., Scharmanski, S. Sexualisierte Gewalterfahrungen, Bystander­-Perspektiven und Disclosure junger Menschen – Ergebnisse aus der 10. Welle der Jugendsexualitätsstudie. Bundesgesundheitsblatt (2026). https://doi.org/10.1007/s00103-026-04212-y

Informationen zur Studie:
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, ehemals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) führt regelmäßig die repräsentative Wiederholungsbefragung „Jugendsexualität“ durch. Die aktuelle Studie ist die zehnte Befragungswelle und schließt methodisch an die Vorgängerstudien von 1980 bis 2019 an. Datengrundlage sind 5.855 bundesweit geführte Interviews. Der Erhebungszeitraum lag zwischen Februar und Juli 2025. Befragt wurden 3.514 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren und 2.341 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren. Für die Studie werden seit 1998 auch Daten zu Erfahrungen sexualisierter Gewalt erhoben, ein Zeitvergleich ist jedoch aufgrund methodischer Anpassungen nicht möglich.

Hilfsangebot für betroffene Personen von sexualisierter Gewalt, Angehörige, Fachkräfte und alle Interessierten:
Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch (0800 22 55 530)

Datenbank für Fortbildungsangebote zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend:
www.fortbildungsnetz-sg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel.: +49 (0)221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bioeg
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg 

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
 

Pressemitteilung als barrierefreies PDF
 

Studie: Lebensentwürfe in Sachsen verändern sich – Frauen planen seltener fest mit Kindern

Fachtagung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit stellt neue Erkenntnisse der Studie „frauen leben 4“ zu reproduktiver Gesundheit in Sachsen vor

Köln/Dresden, 19. März 2026.  Kinder zu bekommen ist für mehr als die Hälfte der Frauen in Sachsen (57 %) fester Teil ihres Lebensentwurfs. Zwölf Jahre zuvor sah das noch anders aus: 2014 waren Kinder für die große Mehrheit der Frauen in Sachsen (83 %) selbstverständlich. Als Gründe, keine Kinder zu bekommen, werden von den Frauen etwa gleich häufig Sorgen wegen der aktuellen Krisen (31 %), finanzielle Unsicherheit (30 %) und das Fehlen einer passenden Partnerschaft (30 %) genannt. Das sind Ergebnisse der Befragungsstudie „frauen leben 4. Familienplanung im Lebenslauf“, die heute bei einer Fachtagung des Sächsischen Sozialministeriums vorgestellt werden.

Die Tagung, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gemeinsam mit dem Sächsischen Sozialministerium veranstaltet, präsentiert zentrale Ergebnisse der neuen Studie für das Bundesland Sachsen. Sie zeigen, wie Frauen im reproduktiven Alter leben und wie stark ihre Entscheidungen zur Familienplanung von gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Die länderspezifische Auswertung beruht auf einer repräsentativen Befragung von 1.773 Frauen zwischen 20 und 44 Jahren zu Aspekten der Familienplanung wie Kinderwunsch, Schwangerschaften, Partnerschaft und Verhütung. Durchgeführt wurde sie vom Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut zu Geschlechterfragen Freiburg (SOFFI F).

Mechthild Paul, stellvertretende Leiterin des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die Ergebnisse von ‚frauen leben 4‘ zeigen, wie unterschiedlich Frauen heute ihr Leben planen – mit oder ohne Kinder. Fest steht: Die Entscheidung für Kinder hängt stärker als früher davon ab, ob die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn wir besser verstehen, was Frauen bewegt, können wir unsere Angebote gezielter an ihren Lebensrealitäten ausrichten. Deshalb freuen wir uns, diese Daten jetzt auch für Sachsen vorzustellen und gemeinsam mit den Ländern zu schauen, was vor Ort gebraucht wird – und daraus konkrete Angebote zu entwickeln.“

Zentrale Ergebnisse für Sachsen im Überblick: 

  • Eine stabile Partnerschaft spielt für die Familiengründung eine wichtige Rolle, eine Heirat ist weniger wichtig: Bei der Geburt ihres ersten Kindes sind weniger als die Hälfte (44 %) der Frauen in Sachsen verheiratet. Dennoch sind mehrjährige Partnerschaften bei der ersten Geburt mit einem Anteil von 79 Prozent die Regel. Die Hälfte der Frauen (50 %) leben mindestens fünf Jahre in einer Beziehung, wenn sie ihr erstes Kind bekommen.
  • Die Erwerbstätigkeit von Müttern wird in Sachsen als Selbstverständlichkeit angesehen: 92 Prozent möchten arbeiten, wenn das jüngste Kind drei Jahre alt ist. Bei Kindern im Grundschulalter sind es nahezu alle Frauen, wovon 45 Prozent eine Vollzeittätigkeit bevorzugen.
  • Das Alter der Frauen bei ihrer ersten Geburt ist zwischen 2012 und 2024 um 1,3 Jahre auf 29,5 Jahre gestiegen. Ein Grund für diese Entwicklung ist der zunehmende Anteil von Hochschulabsolventinnen unter den 25- bis 34-jährigen Frauen, der im gleichen Zeitraum von 20 Prozent auf 38 Prozent gestiegen ist.
  • Alle Ergebnisse im Überblick

Neben Sachsen auch Baden-Württemberg, Berlin und Niedersachsen im Fokus

Die Befragungsstudie wurde im Juni und Juli 2024 zeitgleich in Baden-Württemberg, Berlin und Niedersachsen durchgeführt. Auch dort zeigt sich: Lebensentwürfe, Kinderwunsch und Familiengründung werden maßgeblich durch Bildung, ökonomische Sicherheit und gesellschaftlichen Wandel geprägt. Der Vergleich der Ergebnisse zwischen verschiedenen Bundesländern ermöglicht fundierte regionale Einschätzungen für Wissenschaft, Praxis und Politik. Die nächste Phase von „frauen leben 4“ betrachtet das Familienplanungsgeschehen in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz; Ergebnisse werden in 2027 erwartet.

Die Studien im Überblick finden Sie hier: www.sexualaufklaerung.de/familienplanung-im-lebenslauf/

Pressemitteilung zu den Ergebnissen aus Berlin: Studie „frauen leben 4“ zeigt: Was Berlinerinnen bei ihrer Familienplanung wichtig ist

Pressemitteilung zu den Ergebnissen aus Niedersachsen: Studie „frauen leben 4“ zeigt: Entscheidung für Kinder hängt stärker als früher von den passenden Rahmenbedingungen ab

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel.: +49 (0)221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bioeg
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg 


Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

„Gesundheit ist politisch!“ – Kongress Armut und Gesundheit setzt neue Impulse für gerechtere Gesundheitschancen

„Gesundheit ist politisch!“ – Kongress Armut und Gesundheit setzt neue Impulse für gerechtere Gesundheitschancen

Berlin/Köln, 16. März 2026.  Armut ist nach wie vor eines der größten Gesundheitsrisiken in unserer Gesellschaft. Der diesjährige Public-Health-Kongress „Armut und Gesundheit“ am 16. und 17. März in Berlin stellt daher die Frage: „Gesundheit ist politisch – was ist uns Chancengerechtigkeit als Gesellschaft wert?“

Dazu treffen sich Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin zum Kongress „Armut und Gesundheit“. In über 100 Veranstaltungen mit ca. 1.400 Teilnehmenden wird diskutiert, welchen Einfluss der Sozialstatus auf die Gesundheit hat und wie sozial bedingte Ungleichheiten bei den Gesundheitschancen nachhaltig verringert werden können.

Schwerpunkte des Kongresses
Im Mittelpunkt stehen verschiedene Themen rund um soziale Determinanten von Gesundheit, gesundheitliche Ungleichheit, Umweltgerechtigkeit und Public Health in Deutschland. Dazu gehören unter anderem aktuelle Daten zur gesundheitlichen Ungleichheit in Deutschland, Klima und Gesundheit, psychosoziale Gesundheit, Wohnungslosigkeit, Gesundheit im Alter und Pflege, Geflüchtete, Nicht-Versicherte sowie Frühe Hilfen.

Ausgerichtet wird der seit 1995 stattfindende Kongress von Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V., Mitveranstalter sind neben der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH) e. V. und der Berlin School of Public Health (BSPH) auch die Freie Universität Berlin und das Umweltbundesamt. Zahlreiche Partner*innen unterstützen den Kongress Armut und Gesundheit. Hauptförderer des Kongresses ist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).

Prof. Dr. Verena Blechinger-Talcott, Erste Vizepräsidentin der Freien Universität Berlin, begrüßt die Teilnehmenden im Henry-Ford-Bau und nimmt dabei Bezug zum diesjährigen Kongressmotto: „Armut und Gesundheit sind eng miteinander verknüpft – gesundheitliche Chancen sind kein Zufall, sondern Ergebnis politischer Entscheidungen. Als Universität ist es unsere Aufgabe, diese Zusammenhänge wissenschaftlich sichtbar zu machen und den Dialog darüber zu ermöglichen.“

Antje von Broock, Abteilungsleiterin für Kreislaufwirtschaft, Immissionsschutz und Chemikaliensicherheit, Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, stellt insbesondere den Umweltaspekt zentral: „Eine gesunde Umwelt ist das Fundament, auf dem eine gesunde Gesellschaft steht. Dem Zugang aller Menschen zu sauberer Luft, sicherem Wasser und gesunden Lebensräumen kommt daher eine große Bedeutung zu. Gemeinsam werden wir Wege diskutieren, wie jeder Mensch, unabhängig von Herkunft oder Einkommen, in einer Umgebung leben kann, die Gesundheit fördert und Armut mindert. Im Bundesumweltministerium setzen wir uns tagtäglich für eine gesündere, gerechte Zukunft ein.“

Prof. Dr. Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamtes zielt ebenfalls auf den Zusammenhang zwischen Umwelt, Klima und Gesundheit ab. „Umweltschutz ist nachhaltige Gesundheitsvorsorge. In Zeiten knapper Kassen dürfen wir nicht zulassen, dass Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit gegeneinander ausgespielt werden. Stabile Ökosysteme und der sorgsame Umgang mit Naturressourcen sind Voraussetzungen für die Schaffung gesundheitlicher Chancengleichheit. Mit unserer wissenschaftsbasierten Politikberatung leisten wir einen Beitrag für eine zukunftsfähige, lebenswerte und sozial gerechte Gesellschaft.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, regt an, Gesundheit als gesamtgesellschaftlichen Prozess zu begreifen: „Gesundheit darf nicht vom sozialen Status, vom Einkommen oder von Bildung abhängen. Wenn wir das ändern wollen, müssen wir Gesundheit in allen Lebensbereichen mitdenken: In Bildung und Arbeit, Wohnen, Stadtentwicklung und Klima. Dafür brauchen wir klare Entscheidungen, verständliche Kommunikation und transparente Prozesse. Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft müssen von Anfang an gemeinsam handeln. Als Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit setzen wir uns dafür engagiert ein.“

Prof. Dr. Dagmar Starke, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH), hebt insbesondere den Aspekt der Demokratieförderung hervor: „Gesundheitliche Gerechtigkeit ist eine essenzielle Grundlage für ein demokratisches Miteinander. Politik und Gesellschaft müssen Rahmenbedingungen schaffen, damit alle Menschen befähigt werden können, sich selbstbestimmt um ihre gesundheitlichen Belange zu kümmern. Zu diesen Rahmenbedingungen zählen faire und gleiche Lebensbedingungen, soziale Gerechtigkeit und eine Umwelt, in der sich Menschen entfalten können.“

Maren Janella, Projektleiterin des Kongresses Armut und Gesundheit, beschließt mit den Worten: „Beteiligung ist ein wesentlicher Aspekt von Gesundheitsförderung. Das ist handlungsleitend für den Kongress Armut und Gesundheit, der von der Stärke seiner Community lebt. Deshalb gilt mein Dank allen Teilnehmenden aus Public Health, Praxis, Forschung und Zivilgesellschaft – und besonders dem Gremium der Menschen mit Armutserfahrung, deren Perspektiven unverzichtbar sind. Sie alle machen sichtbar, was unser Motto betont: Gesundheit ist politisch – und sie liegt in gemeinsamer Verantwortung.“

Eine Anmeldung zum Kongress ist weiterhin möglich! Der Kongress Armut und Gesundheit ist presseöffentlich. Medienvertreter*innen sind herzlich eingeladen.  

Pressekontakte und Akkreditierung:
Marion Amler | amler(at)gesundheitbb.de | Tel. (030) 44 31 90 72

Die Dokumentation der Veranstaltung findet sich in Kürze auf der Website www.armut-und-gesundheit.de.

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bioeg
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg 

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

Einsteigen in den Ausstieg: Jetzt rauchfrei werden und gesunde Lebensjahre gewinnen

Bundesweiter Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ startet – Anmeldung bis 30. April möglich

Köln, 11. März 2026. Viele Raucherinnen und Raucher möchten aufhören – doch oft fehlt der konkrete Anlass. Der bundesweite Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ bietet genau diesen Startpunkt. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, der Bundesdrogenbeauftragte, die Deutsche Krebshilfe und das IFT-Nord rufen auch 2026 wieder dazu auf, gemeinsam den Rauchstopp zu wagen.

Das Ziel ist klar: Im Mai 31 Tage rauchfrei bleiben und so den Grundstein legen für ein rauchfreies Leben. Wer sich anmeldet, erhält motivierende Nachrichten, praktische Tipps und Unterstützung auf dem Weg in ein rauchfreies Leben. Unter allen erfolgreichen Teilnehmenden werden Geldpreise von bis zu 1.000 Euro verlost. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind bis zum 30. April 2026 unter www.rauchfrei-im-mai.de möglich. Der bundesweite Auftakt der Aktion fand heute mit den Kölner Verkehrs-Betrieben als Partner statt.

Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland: Jedes Jahr sterben etwa 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, rund 90 Prozent der Lungenkrebsfälle entstehen durch das Rauchen. Wer aufhört, senkt sein Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Atemwegserkrankungen deutlich.

Positive Effekte zeigen sich schneller, als viele denken: Schon nach wenigen Wochen verbessert sich die Lungenfunktion, nach einem Jahr sinkt das Risiko für Herzkrankheiten erheblich. Gleichzeitig schützt ein Rauchstopp auch Familie, Freundeskreis und Kolleginnen und Kollegen vor den Gefahren des Passivrauchens.

Prof. Dr. Hendrik Streeck, Bundesdrogenbeauftragter: „Rauchen bleibt eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland. Als Arzt sehe ich, wie viel Krankheit dadurch entsteht. Gleichzeitig wissen wir, wie viel Gesundheit Menschen zurückgewinnen können, wenn sie aufhören. Schon wenige Wochen ohne Zigaretten machen einen Unterschied. ‚Rauchfrei im Mai‘ gibt vielen den richtigen Moment, diesen Schritt zu gehen. Wer mit dem Rauchen aufhört, schützt seine Gesundheit und bewahrt wertvolle Lebenszeit.“

Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Jeder Tag ist ein guter Tag, um aufzuhören. Jeder rauchfreie Tag stärkt Ihre Gesundheit. Wenn im Mai bundesweit zehntausende Menschen gemeinsam Zigaretten, Tabak und Nikotin hinter sich lassen, entsteht eine starke Bewegung. Werden Sie Teil davon und starten Sie jetzt in Ihr rauchfreies Leben.“

Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe: „Rauchen ist der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor: Etwa 20 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland gehen auf das Rauchen zurück. Mit ‚Rauchfrei im Mai‘ haben in den letzten beiden Jahren tausende Menschen den Rauchstopp geschafft – und damit ihr persönliches Krebsrisiko gesenkt.“

Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung: „Wir freuen uns über jeden, der im Mai wieder richtig durchatmen möchte und sich anmeldet. Das Mitmachen ist kostenlos und ganz einfach. Online anmelden und im Mai unterstützende Nachrichten erhalten. Am Ende winkt auch noch die Chance, bis zu 1.000 Euro zu gewinnen – ein zusätzliches Argument für den Start in die Rauchfreiheit.“

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit zum Aktionsmonat unter www.rauchfrei-im-mai.de.

Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:

  • Online-Ausstiegsprogramm: Infos und Tipps rund um die Themen Rauchen und Nichtrauchen mit Forum, unterstützender täglicher E-Mail und persönlichen rauchfrei-Lotsinnen und Lotsen unter: https://rauchfrei-info.de/aufhoeren/das-rauchfrei-ausstiegsprogramm/
  • Telefonische Beratung zur Rauchentwöhnung: Kostenlose Rufnummer 0 800 8 31 31 31 – erreichbar montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr und freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr
  • Kostenfrei bestellbare Informationsbroschüren: „Ja, ich werde rauchfrei“ und „Rauchfrei in der Schwangerschaft und nach der Geburt“. Die Broschüren können bestellt oder direkt heruntergeladen werden im Shop unter: https://shop.bioeg.de/  
  • rauchfrei-Instagram-Kanal: Infos und alltagsnahe, praktische Tipps, damit aus guten Vorsätzen ein dauerhafter Rauchstopp wird: www.instagram.com/rauchfrei_info

Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de/
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de

Pressekontakte:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel.: +49 (0)221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
www.bioeg.de

Instagram: www.instagram.com/bioeg
LinkedIn:   www.linkedin.com/company/bioeg/
Facebook: www.facebook.com/bioeg.de
Mastodon: social.bund.de/@bioeg 

Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. 

Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstraße 32, 53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228 72990-96
presse(at)krebshilfe.de
www.krebshilfe.de

IFT-Nord Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung gGmbH
Harmsstraße 2, 24114 Kiel
Tel: +49 (0)431 570 29 0
rauchfrei-im-mai(at)ift-nord.de
www.ift-nord.de 


Pressemitteilung als barrierefreies PDF

❌
❌