Weltbevölkerungstag: Die Weltbevölkerung wächst – wie lange noch?

© georgeclerk / Getty Images / iStock

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Obdach- und Wohnungslose sind durch Hitze besonders gefährdet, da sie sich die meiste Zeit im Freien aufhalten und keinen sicheren und geschützten Rückzugsort haben. Zu den Symptomen, die bei obdachlosen Menschen beobachtet werden, gehören u. a. Flüssigkeitsmangel, Schwindel, Kreislaufzusammenbruch, Sonnenbrand und Infektionen. Durchgeschwitzte Kleidung erschwert die Heilung offener Wunden.
Um obdach- und wohnungslose Menschen besser vor Hitze zu schützen, haben Sie folgende Handlungsmöglichkeiten:
Die Berliner Hitzehilfe unterstützt obdachlose Menschen zwischen Juni und August bei extremer Hitze durch mobile Versorgung (Busse, Trinkwasser, Sonnenschutz), kühle Tagesräume mit Ausstattung (Dusche, Essen, Beratung), Notrufnummern, medizinische Hilfe sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Die praktische Arbeitshilfe Hitzekonzept – Obdach- und Wohnungslose bei Hitzewellen schützen (PDF, 0.1 MB, nicht barrierefrei) der Stadt Bochum gibt Hinweise auf Angebote für wohnungslose Menschen während Hitzeperioden.
sorgt für Kühlung und höhere Aufenthaltsqualität
Sprühnebelduschen, perforierte Schläuche u. ä.
Ein Großteil der Menschen über 85 Jahre lebt ohne Partner*in und überwiegend im eigenen Haushalt. Daraus ergibt sich eine große Personengruppe hochaltriger, alleinlebender Menschen, die aufgrund ihres Alters und weitere Co-Risikofaktoren besonders von hitzebedingten Gesundheitsgefahren betroffen sind.
Oftmals ist es dieser Personengruppe nicht möglich, Maßnahmen des Hitzeschutzes umzusetzen. Sei es die Wohnung durch Lüftung und Verschattung kühl zu halten, sich angemessen luftig zu kleiden, ausreichend zu trinken oder auch eine ggf. überhitze Wohnung zu verlassen und den Körper an kühlen Orten der nahen Umgebung von der Hitze zu entlasten. Auch besteht oftmals eine eingeschränkte Risikowahrnehmung und erste Anzeichen von Hitzeerkrankungen können nicht rechtzeitig wahrgenommen werden.
Ärzt*innen, Praxismitarbeitende und Pflegepersonal gelten als wichtiger Zugangsweg zur Erreichung hitzevulnerabler Personengruppen im häuslichen Umfeld durch Hausbesuche oder ambulante Dienste.
Informieren Sie diese Berufsgruppen in Ihrer Kommune über die Notwendigkeit und Bedeutung von Hausbesuchen im Akutfall von Hitzeereignissen und unterstützen Sie wenn nötig mit ehrenamtlichen Organisationen Ihrer Kommune.
Die Deutsche Akademie für Prävention und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter e.V. bietet in Kooperation mit der Landesärztekammer Hessen den Qualifizierungslehrgang „Klimawandel und Gesundheit“ für interessierte MFA aus allen Arztpraxen an.
KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e. V. stellt kostenlose Schulungsmaterialien für Ärzt*innen und ärztliche Praxen bereit.
Der Foliensatz ist als Fortbildung für Hausärzt*innen zur Prävention gesundheitlicher Hitzeschäden (PDF, 0.7 MB, nicht barrierefrei) angelegt und stellt Handlungsmöglichkeiten dar, wie ältere Menschen bei Hitze geschützt werden können.
Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München stellt kostenlose Broschüren und Materialien für Gesundheits- und Pflegeberufe bereit.
Menschen mit Behinderung sind durch Hitze besonders gefährdet, da sie häufig auf Unterstützung angewiesen sind und ihre Selbstschutzmöglichkeiten eingeschränkt sein können. Einschränkungen in der Mobilität, bei der Kommunikation oder beim Erkennen von Gefahrensignalen erschweren es, rechtzeitig auf Hitze zu reagieren. Besonders gefährdet sind Menschen, die auf Hilfsmittel oder die Unterstützung anderer angewiesen sind, Medikamente einnehmen müssen oder in Einrichtungen leben, die nicht ausreichend auf Hitze vorbereitet sind.
Um Menschen mit Behinderung besser vor Hitze zu schützen, haben Sie folgende Handlungsmöglichkeiten:
Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.8 MB, nicht barrierefrei) von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet Informationen zur Gefährdung von Menschen mit Behinderung durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, diese Risikogruppe zu erreichen und für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.
Das Projekt „Klimawandel und Selbsthilfearbeit“ der BAG SELBSTHILFE unterstützt Selbsthilfeorganisationen von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen dabei, klimafreundlich und gesundheitsorientiert zu agieren. Es bietet praxisnahe Arbeits- und Informationsmaterialien – etwa zur Hitze, psychischen Belastung oder klimafreundlicher Verbandsarbeit – sowie begleitende Workshops an.
systematische Hitzevorsorge in sensiblen Einrichtungen
Hitzeschutz von pflegebedürftigen Menschen
Hitzeschutz von vulnerablen Gruppen
Risikoinformationen und Verhaltensempfehlungen
Pflegebedürftige und hochaltrige Menschen zählen zur Hochrisikogruppe für hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle. Meist vereinen sich hier unterschiedliche Risikofaktoren wie beispielsweise eine Einschränkung in der Selbstversorgung, chronische Erkrankungen oder auch Medikamenteneinnahme. Aber auch die Beschäftigten von Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und ambulanten Diensten sind aufgrund ihrer Tätigkeit sowie des Tragens von Berufskleidung besonders durch Hitze belastet.
Durch das Einführen von Hitzeschutzplänen in Senior*innen- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern sowie bei ambulanten Diensten können Sie den Hitzeschutz der Bewohner*innen, Patient*innen und Beschäftigten maßgeblich erhöhen.
Ein Hitzeschutzplan sollte kurz-, mittel- und langfristige Hitzeschutzmaßnahmen enthalten:
Das Bundesministerium für Gesundheit hat gemeinsam mit verantwortlichen Akteuren eine Bundesempfehlung „Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser“ (PDF, 1.9 MB, barrierefrei/barrierearm) erarbeitet. Diese steht als unverbindliche Unterstützung für die Kliniken zur Verfügung.
Das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München hat einen Hitzemaßnahmenplan für stationäre Einrichtungen (PDF, 2.4 MB, nicht barrierefrei) der Altenpflege entwickelt und stellt Informations- und Schulungsmaterial zur Verfügung.
Das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin stellt Vorlagen für Hitzeschutzpläne für Krankenhäuser, ambulante Praxen, stationäre Pflege, ambulante Pflege, Einrichtungen zur med. Versorgung von obdach- bzw. wohnungslosen Menschen sowie Apotheken zur Verfügung.
Das Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen hat Arbeitshilfen für den Hitzeschutz in Krankenhäusern sowie in stationären Pflege- und Wohneinrichtungen erstellt. Sie enthalten eine Checkliste für den Schnelleinstieg, verschiedene Grundlagendokumente sowie detaillierte Handlungsinformationen inklusive einzelner Materialien zur direkten Nutzung.
Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.5 MB, nicht barrierefrei) von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet allgemeine Informationen zur Gefährdung von pflegebedürftigen Menschen durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, pflegebedürftige Menschen und Beschäftigte für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.
Schutz von pflegebedürftigen Personen während akuter Hitzeperioden
Hitzeschutz von pflegebedürftigen Menschen
zum Schutz der Patient*innen und Bewohner*innen während Hitzeperioden
insbesondere Kindertagesstätten, Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
Pflegebedürftige Menschen zählen zur Hochrisikogruppe für hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle. Meist vereinen sich hier unterschiedliche Risikofaktoren wie beispielsweise ein hohes Alter, chronische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme. Um den durch Hitze steigenden Herausforderungen in der Pflege besser gerecht zu werden, sollten während extremer Hitzewellen die Pflege- bzw. Betreuungsschlüssel in stationären Pflegeeinrichtungen erhöht bzw. entsprechend angepasst werden. Auf diese Weise ist es möglich, der intensiveren Betreuung der Bewohner*innen während einer Hitzeperiode gerecht zu werden.
Vor dem Hintergrund einer angespannten Personalsituation im Pflegebereich ist dies kein leichtes Unterfangen. Durch die Aktivierung von Ehrenamtlichen und Angehörigen können Kapazitäten für die Pflegekräfte geschaffen werden.
Beispielhafte Unterstützungsmöglichkeiten durch Ehrenamtliche:
systematische Hitzevorsorge in sensiblen Einrichtungen
Hitzeschutz von pflegebedürftigen Menschen
zum Schutz der Patient*innen und Bewohner*innen während Hitzeperioden
Pflegebedürftige Menschen zählen zur Hochrisikogruppe für hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle. Meist vereinen sich hier unterschiedliche Risikofaktoren wie beispielsweise ein hohes Alter, chronische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme. Das Personal in Pflegeeinrichtungen sollte auf das besondere gesundheitliche Risiko der Bewohner*innen vorbereitet sein, aber auch Maßnahmen des Selbstschutzes bei Hitze kennen.
Etablieren Sie in den Pflegeeinrichtungen in Ihrer Kommune mit Hilfe der jeweiligen Träger die Schulung des Personals.
Hilfreiche Tipps:
Der Hitzemaßnahmenplan der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU Klinikum) (PDF, 2.4 MB, nicht barrierefrei) des Klinikums der LMU beinhaltet Informationen für alle Berufsgruppen der Einrichtung sowie Kopiervorlagen von Informationsschreiben für Einrichtungsinterne sowie -externe.
Der Kommunikationsleitfaden (PDF, 0.5 MB, nicht barrierefrei) von KLUG und ecolo wurde im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt und bietet allgemeine Informationen zur Gefährdung von pflegebedürftigen Menschen durch Hitze sowie eine praktische Übersicht über verschiedene Möglichkeiten, pflegebedürftige Menschen und Beschäftigte für das Thema Hitze und Hitzeschutz zu sensibilisieren.
Die Online-Schulung für pflegende Angehörige und beruflich Pflegende vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit liegt als Kurzfassung (1-2 Stunden) und als Langfassung (4-5 Stunden) vor.
cool pflegen bündelt Wissen, praxistaugliche Maßnahmen, Hitzeschutzkonzepte sowie Schulungs- und Beratungsangebote, um Pflegekräfte und pflegebedürftige Menschen besser vor Hitze zu schützen. Die Website entstand im Rahmen des vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten Projekts „Hitzeschutz – Pflege in Bayern (Hitzeprävention von Pflegekräften stärken)”.
systematische Hitzevorsorge in sensiblen Einrichtungen
Schutz von pflegebedürftigen Personen während akuter Hitzeperioden
Hitzeschutz von vulnerablen Gruppen
zum Schutz der Patient*innen und Bewohner*innen während Hitzeperioden