»Longevity« – was verlängert unser Leben wirklich?

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Thüringer Gesundheitsministerium (TMSGAF), Thüringer Bildungsministerium (TMBWK), Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. (AGETHUR) und Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) vereinbaren Zusammenarbeit
Erfurt/Köln, 8. Oktober 2026. Mit einer Auftaktveranstaltung an der Staatlichen Regelschule „An der Geraaue“ in Erfurt ist heute „LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt“ dauerhaft in Thüringen gestartet. Das Präventionsprojekt vermittelt auf interaktive Weise Wissen, Kommunikations- und Handlungskompetenzen rund um sexuelle Gesundheit und stärkt einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema im Schulalltag.
Es richtet sich an Jugendliche in weiterführenden Schulen und unterstützt Lehr- und Fachkräfte dabei, Themen wie HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI), Schutz und Safer Sex, Freundschaft und Beziehung, Körper und Gefühle, Vielfalt und Respekt sowie Sexualität und Medien altersgerecht und handlungsorientiert zu vermitteln.
Bisher wurde das Projekt in Thüringen ausschließlich punktuell als Parcours mit den zuvor genannten Themenmodulen in den Turnhallen und Aulen einzelner Schulen durch ein Projektteam des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit umgesetzt. Mit der Vereinbarung zur Zusammenarbeit wird das Projekt in Thüringen fest verankert und die Projektinhalte mittels eines Multiplikatorenkonzeptes dauerhaft in die Thüringer Klassenzimmer gebracht.
Im Zuge dessen wird die Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Präventionsfachkräften ausgebaut. Zur Umsetzung werden spezielle Fortbildungen für Lehr- und Fachkräfte durchgeführt.
Dafür wurden 21 landeseigene Trainerinnen und Trainer aus zehn Gesundheitsämtern, einer Aids-Hilfe, zwei Schwangerschaftsberatungsstellen, einem Jugendamt und der AGETHUR ausgebildet. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit stattet in Kooperation mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) die Trainerinnen und Trainer sowie teilnehmende Schulen mit einem Material- und Methodenkoffer aus, der im Unterricht und im Rahmen von Projekten eingesetzt wird.
Gesundheitsstaatsekretärin Tina Rudolph betont: „Wirksame Infektionsprävention funktioniert nicht durch das Schüren von Ängsten, Stigmatisierung oder das Erzeugen von Scham. Sie gelingt vor allem durch die Vermittlung von verlässlichem Wissen, eine zielgruppengerechte Ansprache, die Stärkung von Handlungskompetenzen und Befähigung zu einem gesundheitsförderlichen Verhalten bei Jugendlichen. ‚LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt‘ ist als zielgruppenspezifische Präventionsmaßnahme eine wertvolle Ergänzung zu den bereits bestehenden Präventionsangeboten im Freistaat.“
Bildungsminister Christian Tischner erklärt: „Schule vermittelt jungen Menschen nicht nur Wissen, sondern zeigt auch, wie sie selbstbestimmt und verantwortungsvoll handeln können. Bei Fragen zum eigenen Körper, zur Sexualität und zum respektvollen Miteinander ist dies besonders wichtig. ‚LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt‘ behandelt diese Themen altersgerecht, sachlich und umsichtig und unterstützt unsere Schulen mit erprobten Materialien und Methoden. Zugleich stärkt es die Zusammenarbeit mit qualifizierten Fachkräften außerhalb der Schule und ermutigt unsere Lehrkräfte, auch Themen mit sensiblem Inhalt im Unterricht aufzugreifen.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Sexuelle Gesundheit nachhaltig zu fördern und Jugendliche in ihrer Handlungskompetenz zu stärken, ist eine gemeinsame Aufgabe. Mit ‚LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt‘ bringen wir Schule, Gesundheits- und Bildungswesen sowie Beratungs- und weitere Fachstellen zusammen. Eine offene, wertschätzende und respektvolle Haltung ist dabei eine wichtige Grundlage. Wir freuen uns sehr über das Engagement Thüringens und darüber, dass mit ‚LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt‘ nachhaltig Strukturen für die Förderung sexueller Gesundheit von Jugendlichen und die Prävention von HIV und anderen STI im Land ausgebaut werden.“
Dr. Florian Reuther, Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung: „Als PKV-Verband engagieren wir uns gezielt dort, wo Prävention für junge Menschen wirkt. Die Lebenswelt Schule, spielt dabei eine besonders wichtige Rolle, weil dort viele junge Menschen erreicht und frühzeitig gestärkt werden können. Gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ermöglichen wir mit ‚LIEBESLEBEN - Das Mitmach-Projekt‘ bereits seit Jahren an Schulen in ganz Deutschland eine altersgerechte Förderung sexueller Gesundheit sowie Aufklärung über HIV und sexuell übertragbare Infektionen. Wir freuen uns sehr, dass mit dem Beitritt Thüringens dieses Netzwerk nun um ein weiteres Bundesland wächst.“
Uta Maercker, Geschäftsführerin der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. ergänzt: „Wir als AGETHUR übernehmen eine zentrale koordinierende Rolle. Als landesweite Schnittstelle verbinden wir die beteiligten Ministerien, das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, die Schulen sowie die qualifizierten Trainerinnen und Trainer miteinander. Dabei unterstützen wir bewährte Präventionsansätze und bestehende Strukturen der Gesundheitsförderung und Prävention in Thüringen. Unser Ziel ist es, Schulen verlässliche Unterstützung an die Seite zu stellen und jungen Menschen einen altersgerechten, respektvollen und handlungsorientierten Zugang zu sexueller Gesundheit zu ermöglichen.“
Das Thüringer Gesundheitsministerium trägt die Kosten für die Qualifizierung der Trainerinnen und Trainer. Erste Qualifizierungsschulungen haben im Juni 2026 stattgefunden.
Hintergrund
„LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt“ ist ein Kooperationsprojekt des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband). Einige Länder, etwa Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen setzen das Projekt bereits mit dem zuvor geschilderten Multiplikatorenkonzept um. Mit Thüringen folgt nun ein weiteres Bundesland.
Es handelt sich dabei um ein interaktives und kostenfreies Angebot für Schulen zur Förderung sexueller Gesundheit und zur Prävention vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Das Projekt basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz und berücksichtigt unterschiedliche Bildungs-, Teilhabe- und Entwicklungshintergründe junger Menschen. Es vermittelt Wissen, stärkt Handlungskompetenzen und unterstützt Jugendliche dabei, grenzachtend, selbstbestimmt und verantwortungsvoll zu handeln.
Informationen zu „LIEBESLEBEN – Das Mitmach-Projekt“:
www.liebesleben.de/das-mitmachprojekt
Pressekontakt:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Maarweg 149-161, 50825 Köln
Tel. 0221 8992-332
E-Mail: pressestelle(at)bioeg.de
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland
Köln/Berlin, 3. September 2026. Immer weniger Jugendliche und junge Erwachsene trinken Alkohol und das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol ist gestiegen – das zeigen die Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit heute veröffentlicht. Besonders auffällig: Im Vergleich zur vorherigen Befragung in 2023 konsumierten weniger junge Frauen Alkohol, auch beim Rauschtrinken gab es bei ihnen einen signifikanten Rückgang. Bei Jugendlichen und jungen Männern blieb das Rauschtrinken aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
Ausgewählte Daten der Drogenaffinitätsstudie
Immer weniger 12- bis 17-Jährige probieren Alkohol aus:
Weniger 12- bis 17-jährige Jugendliche und weniger junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren konsumieren aktuell Alkohol. Die Anteile derer, die innerhalb der letzten 30-Tage Alkohol konsumiert haben, ist zurückgegangen:
Rauschtrinken, also der Konsum größerer Mengen Alkohol bei einer Gelegenheit, geht nur bei jungen Frauen zurück:
Rauschtrinken ist für junge Menschen besonders riskant, weil sich Gehirn und Körper noch entwickeln. Alkohol kann diese Prozesse stören und erhöht zugleich das Risiko für Unfälle, Verletzungen und riskantes Verhalten. Denn das Gehirn ist mit 18 noch nicht ausgereift: Bis mindestens Anfang 20 finden wichtige Entwicklungsprozesse statt, die Alkohol beeinträchtigen kann.
Wöchentlicher Alkoholkonsum geht in allen Gruppen weiter zurück:
Die aktuellen Studiendaten zeigen auch, dass der Einstieg in den Alkoholkonsum heute später als noch vor 20 Jahren erfolgt: So hat sich das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol von 14,1 Jahren in 2004 auf 15,1 Jahre im Jahr 2025 erhöht.
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Die Entwicklung geht in die richtige Richtung. Junge Menschen trinken heute seltener, sie beginnen später mit Alkohol, und der regelmäßige Konsum liegt auf einem historischen Tiefstand. Das ist ermutigend. Es wäre aber falsch, daraus Entwarnung abzuleiten. Gerade beim Rauschtrinken sehen wir, dass riskanter Alkoholkonsum unter Jugendlichen und jungen Männern weiterhin weit verbreitet ist.
Alkohol trifft junge Menschen in einer Lebensphase, in der sich Gehirn und Körper noch entwickeln. Deshalb müssen unsere Regeln zu dem passen, was wir heute über diese Risiken wissen. Die Abschaffung des begleiteten Trinkens ab 14 Jahren ist daher ein längst überfälliger Schritt. Das ist für mich nicht mehr zeitgemäß. Jugendschutz muss dort besonders klar sein, wo gesundheitliche Risiken besonders groß sind.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die Daten zeigen, dass Prävention wirkt – aber nicht alle jungen Menschen gleichermaßen erreicht. Besonders der Rückgang des Rauschtrinkens bei jungen Frauen ist erfreulich. Bei Jugendlichen und jungen Männern bleibt riskanter Alkoholkonsum dagegen weiterhin ein Thema. Deshalb setzen wir früh an: Mit ‚Klar bleiben‘ erreichen wir Schulklassen direkt, über unsere digitalen Angebote informieren wir verständlich über Risiken und unterstützen junge Menschen dabei, gute Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig helfen wir Kommunen mit Vortiv, Alkoholprävention vor Ort wirksam umzusetzen.“
BIÖG-Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025“
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, ehemals BZgA) untersucht seit 1973 mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum April bis Juli 2025 befragt.
Ein Infoblatt mit ausgewählten Ergebnissen der Drogenaffinitätsstudie zum Alkoholkonsum der 12- bis 25-Jährigen in Deutschland ist im Pressebereich zum Download hinterlegt: www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention
Der Bericht „Die Drogenaffinität Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2025. Teilband Alkohol.“ ist ebenfalls als Download verfügbar: www.bioeg.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention/
Aufruf zur Teilnahme am „Oktober ohne Alkohol“
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ruft zur Teilnahme am „Oktober ohne Alkohol“ auf: Ziel ist es, den eigenen Alkoholkonsum zu reflektieren, neue Gewohnheiten auszuprobieren und die positiven Effekte einer Alkoholpause – etwa auf Schlaf, Wohlbefinden oder Leistungsfähigkeit – selbst zu erleben.
Mit praktischen Tipps (als Newsletter oder bei WhatsApp) motiviert und unterstützt das BIÖG dabei, den Verzicht im Alltag erfolgreich umzusetzen: www.kenn-dein-limit.de/oktober
Informationsangebote des BIÖG zur Alkoholprävention
www.kenn-dein-limit.de für Erwachsene und Fachkräfte
www.alkoholfrei-sport-geniessen.de für Sportvereine
www.instagram.com/nullalkoholvollpower/
www.instagram.com/alkohol_kenndeinlimit/
www.tiktok.com/@alkohol_kenndeinlimit
www.youtube.com/alkoholkenndeinlimit
www.facebook.com/alkoholkenndeinlimit
Schulklassenwettbewerb: www.klar-bleiben.de
Broschüren und Flyer des BIÖG
als Printmedien bestellbar oder zum Download:
shop.bioeg.de/alle-kategorien/suchtvorbeugung/alkoholpraevention/
Telefonische Beratung zur Suchtvorbeugung:
Unter der Telefonnummer 0221 - 89 20 31. Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr zum Preis entsprechend der Preisliste des Telefonanbieters für Gespräche in das deutsche Festnetz.
Das BIÖG kooperiert bei vielen Angebote zur Alkoholprävention mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung e. V.
Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, 50819 Köln
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen
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Fax 030 18441-4960
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Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit nimmt verbreitete Mythen unter die Lupe und erklärt, was wissenschaftlich belegt ist
Köln, 01. September 2026. Sexuelle Gesundheit geht alle an: Zum Welttag der sexuellen Gesundheit am 4. September 2026 macht das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf die Bedeutung des Themas für ein gesundes Leben aufmerksam. Mit seiner Initiative LIEBESLEBEN informiert das Bundesinstitut regelmäßig zu Safer Sex, HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie zum Schutz vor Konversionsbehandlungen.
Wie wichtig Aufklärung und Prävention weiterhin sind, zeigt die LIEBESLEBEN-Studie 2023/2024: So kennen zwar 89 Prozent der Befragten „HIV/AIDS“, 83 Prozent „Gonorrhö“ und 82 Prozent „Syphilis“. „Chlamydien“ sind jedoch nur für 60 Prozent ein Begriff. 73 Prozent der Menschen in festen Beziehungen haben vor dem ersten gemeinsamen Sex nicht über sexuell übertragbare Infektionen (STI) gesprochen. Gleichzeitig geben 62 Prozent derjenigen, die auf Kondome verzichten, an, dass sie davon ausgehen, dass weder sie selbst noch ihr Gegenüber eine sexuell übertragbare Infektion haben. Doch der Schein kann trügen: Einige STI, darunter Chlamydien, verursachen oft keine oder nur leichte Beschwerden und bleiben deshalb häufig unbemerkt. Der Faktencheck greift diese und weitere Annahmen über Safer Sex auf und erklärt, was daran stimmt – und wie sich Menschen wirksam vor HIV und anderen STI schützen können.
Mythos 1: „Man sieht oder merkt, ob jemand eine STI hat.“
Fakt: STI können alle betreffen, die Sex haben. Weder das Aussehen noch der allgemeine Gesundheitszustand lassen erkennen, ob eine STI vorliegt. Denn viele Infektionen verursachen zumindest zeitweise keine auffälligen Beschwerden und können deshalb unbemerkt weitergegeben werden. Eine Übersicht der häufigsten STI findet sich hier.
Mythos 2 „Safer Sex bedeutet immer Kondom.“
Fakt: Kondome sind eine wichtige Schutzmöglichkeit, aber nicht die einzige. Zu Safer Sex gehören je nach Situation auch andere Möglichkeiten, wie etwa Impfungen, die HIV-Präexpositionsprophylaxe – kurz PrEP – und Lecktücher. Außerdem sind offene Gespräche über Schutz und sexuelle Gesundheit wichtig. Der Safer-Sex-Check von LIEBESLEBEN gibt Empfehlungen, die auf die individuelle Situation zugeschnitten sind.
Mythos 3: „Man kann sich immer nur einmal mit einer STI anstecken.“
Fakt: Nur bei ganz wenigen STI, zum Beispiel bei Hepatitis B, ist man nach der ersten Erkrankung in der Regel immun und kann sich nicht mehr anstecken. Bei vielen anderen STI ist das jedoch nicht der Fall und es kann zu mehrfachen Infektionen kommen.
Mythos 4: „In einer festen Beziehung muss man sich keine Gedanken über STI machen.“
Fakt: Auch in festen Beziehungen ist es sinnvoll, über sexuelle Gesundheit und Schutzmöglichkeiten zu sprechen. Vertrauen ist wichtig, ersetzt aber keine gemeinsame, informierte Entscheidung.
Mythos 5: „Oralsex ist praktisch risikofrei.“
Fakt: Auch beim Oralverkehr können STI wie Gonorrhö, Syphilis, Herpes oder HPV übertragen werden. Das Übertragungsrisiko ist je nach Infektion und Sexualpraktik unterschiedlich und meist eher gering, aber nicht null.
Mythos 6: „Wenn ich keine Beschwerden habe, habe ich auch keine STI.“
Fakt: Viele STI verlaufen zunächst ohne Symptome oder verursachen nur leichte Beschwerden. Ob eine Infektion vorliegt, kann häufig nur durch einen gezielten Test festgestellt werden. Die wichtigsten Anzeichen für eine STI finden sich hier.
Mythos 7: „Syphilis spielt heute keine Rolle mehr.“
Fakt: Syphilis kommt weiterhin vor – so meldete das Robert Koch-Institut für das Jahr 2024 bundesweit rund 9500 Erkrankungen, ein neuer Höchststand. Die Infektion kann beim Sex übertragen werden und verläuft zeitweise ohne oder nur mit schwachen Beschwerden. Unbehandelt kann sie schwere gesundheitliche Folgen haben. Syphilis lässt sich jedoch mit Antibiotika behandeln und heilen. Nach einer Behandlung ist eine erneute Ansteckung möglich.
Mythos 8: „Ein HIV-Test reicht aus.“
Fakt: Ein HIV-Test gibt ausschließlich Auskunft über eine mögliche HIV-Infektion. Andere STI, wie Chlamydien, Gonorrhö oder Syphilis, werden mit eigenen Untersuchungen festgestellt. Ob und welche Tests sinnvoll sind, hängt unter anderem von den Sexualkontakten und dem Zeitpunkt einer möglichen Infektion ab.
Mythos 9: „Wer HIV hat, kann das Virus beim Sex immer übertragen.“
Fakt: Menschen mit HIV, die eine wirksame Therapie erhalten und deren Viruslast dauerhaft unter der Nachweisgrenze liegt, übertragen HIV beim Sex nicht. Dafür steht die Formel „nicht nachweisbar = nicht übertragbar“, international auch „U = U“ genannt.
Mythos 10: „Gegen HIV gibt es eine Impfung.“
Fakt: Bis heute gibt es keine zugelassene Impfung gegen HIV. Gegen einige andere sexuell übertragbare Infektionen stehen jedoch wirksame Impfungen zur Verfügung – etwa gegen Mpox sowie Hepatitis A und B.
LIEBESLEBEN bietet Information, Beratung und Orientierung
Zum Angebot von LIEBESLEBEN gehören das Informationsportal www.liebesleben.de, Social-Media-Aktivitäten, Informationsmaterialien sowie spezielle Angebote für Fachkräfte und eine persönliche Telefon- und Onlineberatung. Ziel ist es, Menschen zu befähigen, informierte Entscheidungen für ihre sexuelle Gesundheit zu treffen und gleichzeitig Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen.
Mehr zur LIEBESLEBEN-Studie unter www.liebesleben.de/foerderung-sexueller-gesundheit-infomationen-fuer-fachkraefte/studien-standard-qualitaetssicherung/liebesleben-studie/
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ motivierte mehr als 19.000 Menschen zum Rauchstopp
Rückblick zum Weltlungenkrebstag: Mehr als 3.200 Teilnehmende blieben den gesamten Mai rauchfrei
Köln, 30. Juli 2026. Jeder Rauchstopp zählt: Diese Botschaft steht auch am Weltlungenkrebstag am 1. August im Mittelpunkt. Denn Rauchen ist nach wie vor der wichtigste vermeidbare Risikofaktor für Lungenkrebs. Wie viele Menschen aufhören wollen, zeigt die hohe Beteiligung am Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“: Über 19.000 Menschen haben dieses Jahr gemeinsam den ersten Schritt in ein rauchfreies Leben gemacht.
Nach Abschluss der Aktion ziehen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und die Deutsche Krebshilfe eine positive Bilanz: Von den 5.077 Teilnehmenden, die sich bislang zurückgemeldet haben, gaben 3.279 an, den gesamten Mai über rauchfrei geblieben zu sein. Damit haben knapp 17 Prozent aller Teilnehmenden den Ausstieg im Aktionsmonat geschafft.
Ein starkes Ergebnis, denn mit dem Rauchen aufzuhören, ist nicht leicht. Zum Vergleich: Bei Rauchstoppversuchen ohne Unterstützung bleiben Studien zufolge nur etwa drei bis fünf Prozent dauerhaft rauchfrei. Angebote wie „Rauchfrei im Mai“ können die Erfolgschancen deutlich steigern.
Gemeinschaft und attraktive Preise motivierten zusätzlich
Das Gefühl, den Rauchstopp gemeinsam mit zahlreichen anderen Menschen anzugehen, stärkte die Motivation – ebenso wie die Aussicht auf einen attraktiven Gewinn. Unter allen, die im Aktionsmonat rauchfrei geblieben waren, wurden insgesamt 17 Geldpreise verlost. Den Hauptgewinn in Höhe von 1.000 Euro gewann ein Teilnehmer aus Köln. Um einen Preis zu erhalten, mussten die Gewinnerinnen und Gewinner mit einem ärztlich begleiteten Test nachweisen, dass sie tatsächlich nicht mehr geraucht hatten.
Auch die Unterstützung aus dem persönlichen Umfeld wurde gewürdigt: Wer eine nahestehende Person beim Rauchstopp begleitet hatte, konnte einen von zehn Geldpreisen in Höhe von jeweils 150 Euro gewinnen. Insgesamt nahmen 1.474 der Unterstützerinnen und Unterstützer am Gewinnspiel teil.
Und auch nach dem Mitmachmonat lohnt sich ein Rauchstopp: Wer mit dem Rauchen aufhört, schützt seine Gesundheit und senkt sein Krebsrisiko deutlich. Noch immer ist Rauchen die Hauptursache für Lungenkrebs und verursacht viele weitere Erkrankungen. Jedes Jahr sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.
Nach dem Rauchstopp: Positive Effekte schnell spürbar
Wer mit dem Rauchen aufhört, spürt die ersten gesundheitlichen Verbesserungen schon nach kurzer Zeit: Das Herzinfarktrisiko sinkt bereits innerhalb eines Tages und auch die Sauerstoffversorgung im Körper verbessert sich schnell. Nach einigen Wochen lassen häufig auch Beschwerden wie Husten und Kurzatmigkeit nach. Langfristig verringert sich das Risiko für zahlreiche schwere Erkrankungen – darunter Krebs, Herz-Kreislauf-Leiden und chronische Atemwegserkrankungen.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit der richtigen Unterstützung kann ein Rauchstopp gelingen. Die vielen Teilnehmenden von ‚Rauchfrei im Mai‘, die dieses Jahr den Absprung vom Nikotin geschafft haben und in ein gesünderes und freieres Leben gestartet sind, zeigen dies deutlich. Und auch wenn es diesmal nicht geklappt hat, bleiben Sie optimistisch und bleiben Sie dran. Das BIÖG unterstützt Sie das ganze Jahr über mit Rauchstopp-Angeboten auf Ihrem Weg zur Rauchfreiheit.“
Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe: „Tabakkonsum ist mit Abstand der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor: Fast 20 Prozent aller Krebsfälle in Deutschland gehen auf das Rauchen zurück – bei den Lungenkrebsfällen sind es sogar rund 90 Prozent. ‚Rauchfrei im Mai‘ bietet vielen Menschen eine Möglichkeit, mit dem Rauchen aufzuhören und damit die eigene Gesundheit nachhaltig zu verbessern.“
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung: „In den letzten Jahren ist die Anzahl ernsthafter Rauchstoppversuche gesunken. Mit ‚Rauchfrei im Mai‘ möchten wir diesem Trend etwas entgegensetzen, indem wir Menschen zum Rauchstopp motivieren und beim Start in ein nikotinfreies Leben begleiten. Die stolzen Gewinnerinnen und Gewinner sind Vorbild und Ansporn für andere: Jeder kann es schaffen, rauchfrei zu werden.“
Die Aktion „Rauchfrei im Mai“ wurde bereits zum dritten Mal vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und der Deutschen Krebshilfe gefördert. Die Organisation übernahm wieder das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel.
Ein Rauchstopp lohnt immer. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit unterstützt dabei mit zahlreichen Angeboten:
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Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums in Hamburg erhält Hauptpreis von 1.000 Euro
Berlin/Köln, 1. Juli 2026. Die Entscheidung gegen Alkoholkonsum hat sich für die Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums in Hamburg wortwörtlich ausgezahlt: Die Jugendlichen haben den mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis der aktuellen Wettbewerbsrunde gewonnen. Das Besondere der diesjährigen Ziehung: Mit Prof. Dr. Hendrik Streeck konnte das Projekt einen neuen prominenten Schirmherrn gewinnen. Der Beauftragte für Sucht- und Drogenfragen der Bundesregierung gratuliert den Schülerinnen und Schülern zu ihrem Erfolg und ihrem konsequenten Verzicht auf Alkohol.
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Ich gratuliere der Klasse 9b des Walddörfer-Gymnasiums herzlich zu diesem Preis. Zugleich müssen wir ehrlich sagen: Dass wir junge Jugendliche überhaupt dafür auszeichnen, keinen Alkohol zu trinken, zeigt, wie tief Alkohol in unserem Alltag verankert ist.
Alkohol wirkt toxisch. Für junge Menschen, deren Körper und Gehirn sich noch entwickeln, ist er besonders riskant. In diesem Alter sollte Alkohol keine Rolle spielen. Deshalb werden wir auch das sogenannte begleitete Trinken abschaffen. Ein 14-Jähriger braucht kein Bier oder Wein unter Aufsicht, sondern Erwachsene, die klare Grenzen dagegen setzen.
Leider ist die Realität eine andere. Alkohol wird in Deutschland viel zu oft verharmlost. Genau deshalb sind Projekte wie ‚klar bleiben‘ wichtig: Sie stärken Jugendliche früh, bevor Alkohol selbstverständlich wird. Die Klasse 9b zeigt, dass man dazugehören, gemeinsam etwas schaffen und trotzdem klar bleiben kann.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit ‚klar bleiben‘ wollen wir Jugendliche darin bestärken, Alkohol kritisch zu sehen und bewusst eigene Entscheidungen zu treffen. Das bleibt wichtig: Zwar trinken Jugendliche heute deutlich seltener regelmäßig Alkohol als noch vor 20 Jahren. Aber dieser positive Trend stagniert seit einiger Zeit. Deshalb müssen wir dranbleiben und weiter über den Konsum von Alkohol aufklären. Mit Prävention, die junge Menschen erreicht, sie ernst nimmt und ihnen im Alltag hilft.“
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), das den Wettbewerb entwickelt hat und organisiert: „Der Gewinnerklasse gratuliere ich herzlich zu ihrem verdienten Preisgeld. Ein ebenso großer Dank gebührt den Lehrkräften und den Schulsozialarbeitenden: Trotz der Belastungen im Schulalltag haben sie eindrucksvoll bewiesen, wie moderne Gesundheitsförderung gelingt.“
„Klar bleiben“ ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Alkoholprävention an Schulen. Über sechs Wochen verpflichtet sich eine Klasse gemeinsam, komplett auf Alkohol oder besonders riskanten Konsum wie Rauschtrinken zu verzichten. Dieser gemeinschaftliche Ansatz macht einen verantwortungsbewussten Umgang zur sozialen Norm in der Gruppe. Das Projekt unterstützt Lehrkräfte und die Schulsozialarbeit dabei, Gesundheitsförderung interaktiv und lebensnah in den Schulalltag zu integrieren.
Mehr Informationen und Anmeldung zum Wettbewerb „Klar bleiben“:
www.klar-bleiben.de
www.klar-bleiben.de/gewinnziehung
Medien des BIÖG zur Suchtprävention für Lehrkräfte:
https://shop.bioeg.de/themen/suchtvorbeugung/?schwerpunkt=49
Informationen zum Alkoholkonsum für Jugendliche und Erwachsene:
www.kenn-dein-limit.de
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Online-Bestellsystem: https://shop.bioeg.de /
E-Mail: bestellung(at)bioeg.de
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen
Friedrichstraße 108, 10117 Berlin
Tel. 030 18441-1445
Fax 030 18441-4960
E-Mail: presse-drogenbeauftragter(at)bmg.bund.de
www.bundesdrogenbeauftragter.de
Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Konsum illegaler Drogen bei jungen Menschen in Deutschland
Berlin/Köln, 24. Juni 2026. Immer mehr junge Erwachsene konsumieren Kokain: Das belegen aktuelle Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltdrogentags 2026 am 26. Juni erstmals veröffentlicht. Bei Jugendlichen bleibt der Konsum illegaler Drogen auf einem insgesamt niedrigen Niveau.
Insgesamt 2,5 Prozent der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen gaben an, bereits Erfahrungen mit mindestens einer illegalen Droge zu haben. Zwischen Jungen und Mädchen zeigten sich dabei keine Unterschiede.
Bei den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen lag dieser Anteil mit 18,7 Prozent deutlich höher. Dabei hatten nahezu doppelt so viele junge Männer wie Frauen Erfahrungen mit illegalen Drogen (23,8 % gegenüber 12,9 %).
Auffällig ist die Entwicklung beim Kokainkonsum: Im Zehnjahresvergleich stieg der Konsum bei Männern und Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren von 1,2 auf 4,1 Prozent.
Gaben 2015 noch 1,8 Prozent der jungen Männer an, in den zwölf Monaten vor der Befragung (mindestens einmal) Kokain konsumiert zu haben, lag dieser Anteil im Jahr 2025 bei 5,7 Prozent.
Bei den jungen Frauen stieg der Anteil innerhalb von zehn Jahren von 0,5 auf 2,4 Prozent.
Abwasseranalysen im Auftrag der Drogenagentur der Europäischen Union (EUDA) in deutschen Städten deuten ebenfalls auf eine Zunahme des Kokainkonsums in den letzten Jahren hin.
Bei den Jugendlichen zeigten sich über den gleichen Zeitraum keine bedeutsamen Veränderungen beim Kokainkonsum.
Insgesamt am häufigsten genannt wurden in beiden Altersgruppen Erfahrungen mit Lachgas. 1,3 Prozent der Jugendlichen sowie 8,0 Prozent der jungen Erwachsenen gaben an, in ihrem Leben schon (mindestens) einmal Lachgas konsumiert zu haben.
Erst nach der Erhebung der Studiendaten traten am 12. April 2026 Änderungen des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes in Kraft. Unter anderem ist seitdem der Verkauf von Lachgas an Minderjährige sowie über den Versandhandel und über Automaten verboten. Damit soll insbesondere der Missbrauch durch Jugendliche unter 18 Jahren eingeschränkt werden.
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Sucht ist immer ein Spiegel unserer Gesellschaft und zeigt auch unsere Verletzlichkeit. Deshalb bin ich besorgt, wie hoch der Konsum unter jungen Menschen ist und wie schnell sich der Drogenmarkt gerade verändert. Junge Menschen kommen leichter an immer potentere Substanzen. Digitale Kanäle beschleunigen diesen Zugang und verharmlosen Risiken, die real und oft lebensgefährlich sind. Besonders der Anstieg des Kokainkonsums bei jungen Erwachsenen alarmiert mich. Kokain gilt vielen noch immer und wieder mehr als Party- oder Leistungsdroge. Das ist eine gefährliche Täuschung. Aus ärztlicher Sicht ist eindeutig: Kokain kann schnell abhängig machen und schwere Schäden an Herz, Gehirn und Psyche verursachen. Kokain zerstört aber auch weit über den einzelnen Konsum hinaus. Jede Linie finanziert kriminelle Netzwerke, die von Gewalt, Menschenhandel und Korruption leben. Wir brauchen deshalb eine ehrliche Prävention, die junge Menschen früher und auf Augenhöhe erreicht, auch im digitalen Raum. Und wir brauchen verlässliche Beratung und Hilfe. Gerade in schwierigen Haushaltszeiten entscheidet sich, ob wir Sucht verhindern oder ihre Folgen später teuer bezahlen.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die meisten jungen Menschen nehmen keine illegalen Drogen – das ist die gute Nachricht. Aber wir sehen auch: Junge Erwachsene greifen heute deutlich häufiger zu Kokain als noch vor zehn Jahren. Genau hier müssen wir früh ansetzen, Risiken klar benennen und junge Menschen dort erreichen, wo sie Informationen suchen. Mit drugcom.de bieten wir dafür ein kostenfreies Angebot, mit dem sich im vergangenen Jahr knapp sechs Millionen Menschen informiert haben – besonders oft zu Kokain und Amphetaminen.“
Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, ehemals BZgA, untersucht seit 1973 mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum junger Menschen in Deutschland. Die aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 baut auf den früheren Erhebungen auf und analysiert längerfristige Veränderungen im Konsum legaler und illegaler Drogen unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 25 Jahren. Dafür wurden im Zeitraum April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Personen dieser Altersgruppe befragt.
Ein Infoblatt mit ausgewählten Grafiken zum Thema finden Sie hier:
www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/
Der Bundesdrogenbeauftragte hat die Schirmherrschaft für die Sucht- und Drogen-Hotline des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit übernommen.
Die Hotline, Telefonnummer 01806 313031, bietet telefonische Beratung, Hilfe und Informationen durch erfahrene Fachkräfte aus der Drogen- und Suchthilfe (erreichbar Mo. – So. von 8 bis 24 Uhr, kostenpflichtig, 0,20 € pro Anruf aus dem Festnetz und aus dem Mobilfunknetz)
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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14.000 Menschen fanden bereits Hilfe beim Online-Angebot zum Cannabis-Ausstieg
Beraterinnen und Berater blicken zurück auf prägende Gespräche und besondere Momente aus 20 Jahren Online-Beratung
Köln, 16. Juni 2026. Weniger kiffen, den Konsum besser kontrollieren oder ganz aufhören: Viele Cannabis-Konsumenten nehmen sich genau das vor und merken dann, wie groß die Herausforderung im Alltag ist. Seit zwei Jahrzehnten kooperiert das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit einem Netzwerk kommunaler Suchtberatungseinrichtungen bei „Quit the Shit“. Mehr als 14.000 Menschen haben das Angebot seit dem Start der Kooperation im Jahr 2006 genutzt.
Seit April 2024 ist Cannabis in Deutschland für Erwachsene unter bestimmten Bedingungen legal. Neben Alkohol und Tabak ist es die am häufigsten konsumierte Droge in Deutschland. Rund acht Prozent der 12- bis 17-Jährigen und fast die Hälfte der jungen Erwachsenen haben bereits Cannabis konsumiert, zeigt die Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Die meisten nutzen Cannabis nur gelegentlich oder stellen den Konsum nach einer Weile wieder komplett ein. Doch bei knapp elf Prozent der Jugendlichen und 13 Prozent der jungen Erwachsenen, die Cannabis konsumieren, entwickelt sich ein problematisches Verhalten: Sie konsumieren weiter, obwohl sie bereits negative Folgen erleben, etwa Konflikte mit nahestehenden Menschen oder nachlassende Leistungen in Schule, Studium oder Beruf.
Für Menschen, die ihren Konsum verändern wollen, bietet „Quit the Shit“ niedrigschwellige Unterstützung. Das kostenlose Online-Programm ist Teil des Suchtpräventionsangebots www.drugcom.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Bundesweit unterstützen derzeit zehn Suchtberatungseinrichtungen das Netzwerk. Jedes Mitglied der multiprofessionellen Beratungsteams verfügt über eine psychotherapeutische oder Beratungsausbildung sowie Erfahrungen in der Online-Beratung.
Zum Angebot gehören ein digitales Konsumtagebuch, wöchentliche Rückmeldungen durch eine Beratungsperson sowie ein Einstiegs- und Abschlussgespräch per Chat. Die regelmäßige Dokumentation – auch konsumfreier Tage – soll helfen, Konsummuster zu erkennen und Veränderungen sichtbar zu machen.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Viele Ratsuchende haben mit Hilfe von ‚Quit the Shit‘ ihren Cannabiskonsum deutlich reduzieren oder sogar ganz stoppen können. Das Programm wirkt – das zeigen auch mehrere wissenschaftliche Studien. Besonderen Anteil am Erfolg haben die Beraterinnen und Berater, die sich mit viel Empathie individuell auf die Belange jedes und jeder Ratsuchenden einstellen. Ich danke allen Beteiligten für ihr großes Engagement.“
Ilka Andersen, psychologische Psychotherapeutin, seit 2006 bei „Quit the Shit“ tätig: „Manche Teilnehmende melden sich selbst nach längerer Zeit noch einmal bei mir und erzählen, dass sie wieder mit dem Laufen angefangen und sogar einen Marathon geschafft haben. Andere schreiben, dass sie ihr Studium oder ihre Berufsausbildung abgeschlossen haben. Das zeigt mir immer: Da ist eine persönliche Verbindung entstanden – auch wenn das Programm nur online stattfindet. Und wenn die Teilnehmenden stolz erzählen, was sie erreicht haben, berührt mich das sehr. Wenn der Konsum nach und nach weniger Raum einnimmt, entsteht wieder Platz für andere Dinge: für Hobbys, Beziehungen, Interessen und das eigene Leben. Zu sehen, wie dadurch wieder mehr Energie, Lebensfreude und Lebensqualität entstehen, ist toll.“
Laura Eißler, Sozialarbeiterin und Suchttherapeutin, seit 2024 bei „Quit the Shit“ tätig: „Was ich an ‚Quit the Shit‘ ganz toll finde, ist, dass das Programm sehr eigenverantwortlich ist. Es gibt nicht die eine Zielvorgabe, die alle erreichen müssen. Man muss nichts Bestimmtes erfüllen, sondern kann genau an den Themen oder Zielen arbeiten, die das eigene Leben besser machen. Das kann bedeuten, für sich eine andere Form des Konsums zu finden. Es kann natürlich auch Abstinenz sein. Entscheidend ist, dass am Ende ein Umgang entsteht, der für die jeweilige Person persönlich zu einem besseren Leben beiträgt."
Andreas Schön, Sozialpädagoge und Suchttherapeut: „Ich bin seit 20 Jahren als Berater tätig. ‚Quit the Shit‘ bedeutet für mich den Einstieg in den Ausstieg. Ich bin nach wie vor fasziniert darüber, wie viel Veränderung innerhalb eines doch relativ überschaubaren Zeitraums möglich ist.“
Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von „Quit the Shit“ haben Beraterinnen und Berater kurze Videos aufgenommen, in denen sie persönliche Erinnerungen und Erfahrungen aus ihrer Arbeit teilen. Die Beiträge sind auf dem Instagram-Kanal des Bundesinstituts zu sehen.
Beratungs- und Unterstützungsangebote des Bundesinstitus für Öffentliche Gesundheit für Anliegen rund um Sucht und Drogen:
Alle BIÖG-Informationsangebote zur Cannabisprävention auf einen Blick (PDF):
Social-Media-Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene:
Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte:
www.cannabis-kompakt.de/
Fortbildung zur Durchführung von Cannabis-Elternabenden:
www.cannabiselternabend.de/
Online-Kurs „Cannabispraevention - Wissen, verstehen, handeln“:
www.zpg-bayern.de/online-kurs-cannabispraevention.html
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Rauchverhalten und Nikotinkonsum von jungen Menschen in Deutschland
Der Anteil rauchender und vapender Jugendlicher ist in den vergangenen Jahren wieder gestiegen. Vor allem der Konsum neuartiger Nikotinprodukte wie Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel nimmt deutlich zu und das obwohl sie extrem ungesund sind und schnell nikotinabhängig machen. Das zeigen repräsentative Daten der Drogenaffinitätsstudie 2025 zum Rauchverhalten junger Menschen, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Weltnichtrauchertags 2026 (31. Mai) erstmals veröffentlicht.
Demnach rauchte 2025 fast jeder Zehnte der 12- bis 17-Jährigen (9,6 %). 2021 waren es noch 6,1 Prozent. Damit zeigt sich bei Jugendlichen eine gegenläufige Entwicklung zum langfristigen Rückgang des Rauchens bei jungen Erwachsenen. Besonders auffällig: Vor allem Mädchen rauchen deutlich mehr als noch vor fünf Jahren.
In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen sank der Anteil Rauchender von 29,8 Prozent im Jahr 2021 auf 26,3 Prozent im Jahr 2025.
Weiter auf dem Vormarsch ist bei jungen Menschen das Vapen: Der Konsum von Mehrweg-E-Zigaretten nimmt deutlich zu. Bei Jugendlichen stieg der Anteil der Konsumierenden seit 2021 von 2,9 auf 6,7 Prozent bei männlichen Jugendlichen und von 1,8 auf 7,8 Prozent bei weiblichen Jugendlichen. Auch bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren hat sich der Konsum erhöht. Bei den jungen Männern nahm der Anteil der Konsumenten von 6,9 Prozent (2021) auf 13,3 Prozent (2025) zu. Bei den jungen Frauen stieg er von 4,7 auf 11,9 Prozent.
Neun von zehn Konsumierenden nutzen in den Mehrweg-E-Zigaretten nikotinhaltige Liquids, die oft mit süßen Aromen und jugendaffinem Design vermarktet werden.
Auch Nikotinbeutel gewinnen an Bedeutung und das, obwohl der Verkauf in Deutschland untersagt ist. 2025 gaben 5,5 Prozent der Jugendlichen und 18,9 Prozent der jungen Erwachsenen an, diese Produkte bereits ausprobiert zu haben. 2023 waren es noch 4,1 Prozent der Jugendlichen und 14,8 Prozent der jungen Erwachsenen.
Die Daten zeigen insgesamt eine Verschiebung im Konsumverhalten junger Menschen: Während der Konsum von Wasserpfeifen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist und auch der von Einweg-E-Zigaretten, gewinnen andere neue Nikotinprodukte an Bedeutung. Vor allem Mehrweg-E-Zigaretten, aromatisierte Liquids und Nikotinbeutel können für junge Menschen attraktiv wirken, obwohl sie gesundheitliche Risiken bergen und Nikotinabhängigkeit fördern können.
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „Die Drogenaffinitätsstudie ist ein klares Warnsignal. Jugendliche rauchen und vapen wieder häufiger, und Nikotinprodukte sind für junge Menschen heute leichter sichtbar, leichter verfügbar und oft gezielt attraktiv gemacht. Hier dürfen wir nicht einfach nur zusehen. E-Zigaretten und Nikotinbeutel sind nicht harmlos. Nikotin macht abhängig, belastet Herz und Kreislauf und kann junge Menschen früh an dauerhaften Konsum binden. Bei E-Zigaretten werden zusätzliche Stoffe inhaliert, die in Mund, Rachen und Lunge gelangen. Bei Nikotinbeuteln wird Nikotin direkt über die Mundschleimhaut aufgenommen. Das ist kein Lifestyleprodukt, sondern ein Gesundheitsrisiko. Besonders verantwortungslos ist die Aufmachung vieler Produkte. Wenn Nikotin nach Cola, Kiwi, Kaugummi oder Menthol schmeckt und in bunten Verpackungen daherkommt, dann ist das keine zufällige Produktgestaltung. Das senkt die Hemmschwelle und macht Nikotin für junge Menschen attraktiv. Zum Teil sind diese Zusatzstoffe gesundheitsschädlich oder krebserregend und gehören nicht in die Lungen – erst recht nicht in die Lunge von Jugendlichen. Deshalb brauchen wir klare Regeln für Inhaltsstoffe, Aromen, Werbung und Verpackung. Gesundheitsschädliche und jugendaffine Aromen gehören verboten. Nikotin darf nicht über Geschmack und Design bei jungen Menschen landen. Nikotinbeutel dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Zigaretten und E-Zigaretten gehören nicht in Jugendhände – an unter 18-Jährige dürfen sie nicht verkauft werden, aber das muss auch durchgesetzt werden.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Die meisten Jugendlichen leben rauchfrei, das ist erst einmal eine gute Nachricht. Gleichzeitig rauchen wieder mehr Jugendliche und auch Mehrweg-E-Zigaretten und Nikotinbeutel werden häufiger konsumiert. Das bereitet uns Sorge, denn Nikotin macht schnell abhängig und kann den Einstieg ins Rauchen erleichtern. Deshalb klären wir früh auf, unterstützen beim Ausstieg und setzen uns für klare Regeln ein, die junge Menschen schützen.“
Ein Faktenblatt mit ausgewählten Grafiken und weiteren Ergebnissen der Repräsentativbefragung steht hier zum Download bereit:
www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/
Der Teilband „Tabak und andere nikotinhaltige Produkte“ der Drogenaffinitätsstudie 2025 findet sich hier:
www.bioeg.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention/drogenaffinitaetsstudie-2025/
Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit:
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit untersucht regelmäßig mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2025 wurden 7.001 junge Menschen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum April bis Juni 2025 befragt.
Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
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Bundesweite Mitmach-Initiative zur Suchtprävention eröffnet beim Kulturvolksfest auf dem Grünen Hügel
Recklinghausen/Köln, 28. April 2026. Die Initiative „Kinder stark machen“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) geht wieder auf Tour: Ab Mai 2026 macht das interaktive „Erlebnisland“ Station auf Familien- und Sportveranstaltungen in ganz Deutschland. Ziel ist es, Kinder zu stärken, damit sie im Jugendalter weniger suchtgefährdet sind. Schirmherr der Initiative ist der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck. Los geht es am 1. Mai beim Kulturvolksfest in Recklinghausen.
Im „Erlebnisland“ können Kinder vielfältige Bewegungs- und Mitmachangebote ausprobieren – vom Klettergarten über den Vertrauensparcours bis zur Spielbühne. Im Spiel sammeln sie Erfolgserlebnisse, überwinden Herausforderungen und stärken ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie in andere. Gleichzeitig erhalten Eltern und Bezugspersonen Ideen, wie sie Kinder im Alltag unterstützen können – durch Anerkennung, Freiräume und eine aktive Begleitung ihrer Entwicklung.
Ein besonderes Highlight ist der Besuch von „Kinder stark machen“-Botschafterin und KiKA-Moderatorin Singa Gätgens, die Kinder zum Mitsingen und Tanzen einlädt.
Ergänzend bietet ein Beratungszelt fundierte Informationen rund um das gesunde Aufwachsen von Kindern. Vor Ort ist zudem die Drogenhilfe Recklinghausen und Ostvest e.V. (DROB), die ihre regionalen Unterstützungsangebote vorstellen.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Kinder, die früh ihre eigenen Stärken und Schwächen kennenlernen, können später leichter Nein zu Drogen wie Alkohol oder Tabak sagen. Genau hier setzt unsere Mitmach-Initiative an: Die Kinder erleben spielerisch Erfolge und lernen gleichzeitig, mit Rückschlägen umzugehen. Und Eltern erfahren, wie sie ihren Kindern solche ‚starkmachenden‘ Erlebnisse auch im Alltag ermöglichen können.“
Insgesamt besucht das „Kinder stark machen“-Erlebnisland in diesem Jahr 18 Städte bundesweit und lädt Familien zum Mitmachen ein. Weitere Informationen zur Initiative, zu allen Tour-Stationen 2026 sowie zu Teilnahmemöglichkeiten finden Sie unter: www.kinderstarkmachen.de.
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Bundesdrogenbeauftragter und Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rufen zum Rauchstopp auf mit Fachleuten und prominenten Gästen
Berlin/Köln, 24. April 2026. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung zum Aktionsmonat „Rauchfrei im Mai“ am 27. April 2026 rufen der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung und das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit Partnern aus dem Gesundheitssystem zum gemeinsamen Rauchstopp auf. Die online übertragene Veranstaltung im Bundesministerium für Gesundheit rückt noch einmal das Ziel der bundesweiten Mitmachaktion in den Fokus: 31 Tage im Mai rauchfrei bleiben – und so den Einstieg in ein dauerhaft rauchfreies Leben schaffen.
Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stehen Gespräche mit Expertinnen und Experten aus Medizin und Prävention und persönliche Erfahrungsberichte. So berichtet unter anderem Entertainer Hugo Egon Balder über seinen Rauchstopp nach mehr als 60 Jahren. Ergänzt wird das Programm durch Talkrunden zu gesundheitlichen Folgen des Rauchens sowie kurze „Spotlights“, die erfolgreiche Wege aus der Nikotinabhängigkeit aufzeigen. Vor und nach der Veranstaltung lädt zudem ein „Markt der Möglichkeiten“ dazu ein, sich über konkrete Angebote zur Unterstützung beim Rauchstopp zu informieren.
Mit dem bundesweiten Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ setzen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, die Deutsche Krebshilfe und das IFT-Nord ein starkes Zeichen für Prävention und Gesundheit. Die Schirmherrschaft übernimmt der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck.
Wer sich bis zum 30. April auf der Website www.rauchfrei-im-mai.de anmeldet und den Monat erfolgreich ohne Nikotin durchhält, hat die Chance auf einen Geldpreis von bis zu 1.000 Euro. Teilnehmende profitieren von täglichen Tipps und Motivationsnachrichten. Der Mitmachmonat setzt bewusst auf den positiven Gruppeneffekt, um die oft schwierige Anfangsphase des Rauchstopps zu erleichtern. Studien zeigen: Wer sich professionelle Unterstützung sucht, erhöht seine Chancen deutlich, dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören.
Bundesdrogenbeauftragter Prof. Dr. Hendrik Streeck: „Als Arzt sehe ich jeden Tag, welche Folgen Rauchen hat – von Atemnot bis Krebs. Die gute Nachricht ist: Wer aufhört, gewinnt Gesundheit zurück. Genau dafür steht ‚Rauchfrei im Mai‘ – ein klarer Moment, um neu anzufangen. Jeder Rauchstopp ist ein Gewinn: für die eigene Gesundheit und für ein längeres Leben.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Wir wissen sehr genau, wie schädlich Rauchen ist, und trotzdem fällt vielen der Ausstieg schwer. Deshalb brauchen wir leicht zugängliche, motivierende Angebote wie ‚Rauchfrei im Mai‘. Wenn im Mai bundesweit zehntausende Menschen gemeinsam Zigaretten, Tabak und Nikotin hinter sich lassen, entsteht eine starke Bewegung. Werden Sie Teil davon und starten Sie jetzt in Ihr rauchfreies Leben.“
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, IFT-Nord: „Der Rauchstopp kann gelingen und ist immer ein Gewinn. Initiativen wie ‚Rauchfrei im Mai‘ geben Menschen Orientierung, Motivation und konkrete Unterstützung; genau das macht den Unterschied.“
Rauchen ist nach wie vor das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jedes Jahr sterben rund 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Neben klassischen Zigaretten werden zunehmend auch E-Zigaretten und Vapes konsumiert – insbesondere von jungen Menschen. Der Aktionsmonat richtet sich daher an alle, die ihren Konsum überdenken und verändern wollen. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 21.000 Menschen an der Aktion teil.
Mehr Informationen zu „Rauchfrei im Mai“ und Möglichkeiten zum Mitmachen unter: www.rauchfrei-im-mai.de
Hinweis für Redaktionen:
Termin: Montag, 27. April 2026, 11.00–12.00 Uhr (Einlass ab 10.00 Uhr)
Ort: Bundesministerium für Gesundheit, Konferenzzentrum
Mauerstraße 27, 10117 Berlin
Akkreditierung: Anmeldung erforderlich unter: rauchfrei(at)neueshandeln.de
Bitte gültiges Ausweisdokument mitbringen.
Livestream: https://youtube.com/live/PS8sst6bvm4?feature=share
Start des Streams ist 11.00 Uhr.
Im Anschluss stehen Gesprächspartner für Interviews zur Verfügung.
Die Veranstaltung wird live auf YouTube übertragen. Mit der Teilnahme erklären Sie sich mit Foto- und Videoaufnahmen einverstanden.
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Bundesweiter Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ startet – Anmeldung bis 30. April möglich
Köln, 11. März 2026. Viele Raucherinnen und Raucher möchten aufhören – doch oft fehlt der konkrete Anlass. Der bundesweite Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ bietet genau diesen Startpunkt. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, der Bundesdrogenbeauftragte, die Deutsche Krebshilfe und das IFT-Nord rufen auch 2026 wieder dazu auf, gemeinsam den Rauchstopp zu wagen.
Das Ziel ist klar: Im Mai 31 Tage rauchfrei bleiben und so den Grundstein legen für ein rauchfreies Leben. Wer sich anmeldet, erhält motivierende Nachrichten, praktische Tipps und Unterstützung auf dem Weg in ein rauchfreies Leben. Unter allen erfolgreichen Teilnehmenden werden Geldpreise von bis zu 1.000 Euro verlost. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind bis zum 30. April 2026 unter www.rauchfrei-im-mai.de möglich. Der bundesweite Auftakt der Aktion fand heute mit den Kölner Verkehrs-Betrieben als Partner statt.
Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland: Jedes Jahr sterben etwa 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, rund 90 Prozent der Lungenkrebsfälle entstehen durch das Rauchen. Wer aufhört, senkt sein Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und chronische Atemwegserkrankungen deutlich.
Positive Effekte zeigen sich schneller, als viele denken: Schon nach wenigen Wochen verbessert sich die Lungenfunktion, nach einem Jahr sinkt das Risiko für Herzkrankheiten erheblich. Gleichzeitig schützt ein Rauchstopp auch Familie, Freundeskreis und Kolleginnen und Kollegen vor den Gefahren des Passivrauchens.
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Bundesdrogenbeauftragter: „Rauchen bleibt eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland. Als Arzt sehe ich, wie viel Krankheit dadurch entsteht. Gleichzeitig wissen wir, wie viel Gesundheit Menschen zurückgewinnen können, wenn sie aufhören. Schon wenige Wochen ohne Zigaretten machen einen Unterschied. ‚Rauchfrei im Mai‘ gibt vielen den richtigen Moment, diesen Schritt zu gehen. Wer mit dem Rauchen aufhört, schützt seine Gesundheit und bewahrt wertvolle Lebenszeit.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Jeder Tag ist ein guter Tag, um aufzuhören. Jeder rauchfreie Tag stärkt Ihre Gesundheit. Wenn im Mai bundesweit zehntausende Menschen gemeinsam Zigaretten, Tabak und Nikotin hinter sich lassen, entsteht eine starke Bewegung. Werden Sie Teil davon und starten Sie jetzt in Ihr rauchfreies Leben.“
Gerd Nettekoven, Vorstand der Deutschen Krebshilfe: „Rauchen ist der größte vermeidbare Krebsrisikofaktor: Etwa 20 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland gehen auf das Rauchen zurück. Mit ‚Rauchfrei im Mai‘ haben in den letzten beiden Jahren tausende Menschen den Rauchstopp geschafft – und damit ihr persönliches Krebsrisiko gesenkt.“
Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung: „Wir freuen uns über jeden, der im Mai wieder richtig durchatmen möchte und sich anmeldet. Das Mitmachen ist kostenlos und ganz einfach. Online anmelden und im Mai unterstützende Nachrichten erhalten. Am Ende winkt auch noch die Chance, bis zu 1.000 Euro zu gewinnen – ein zusätzliches Argument für den Start in die Rauchfreiheit.“
Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit zum Aktionsmonat unter www.rauchfrei-im-mai.de.
Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:
Bestellung der kostenlosen Materialien des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter:
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Stiftung Deutsche Krebshilfe
Buschstraße 32, 53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228 72990-96
presse(at)krebshilfe.de
www.krebshilfe.de
IFT-Nord Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung gGmbH
Harmsstraße 2, 24114 Kiel
Tel: +49 (0)431 570 29 0
rauchfrei-im-mai(at)ift-nord.de
www.ift-nord.de
Köln, 29. Dezember 2025. Mehr Bewegung, bewusster Medienkonsum, weniger Alkohol, mit dem Rauchen aufhören– gute Vorsätze, die bei vielen zum Jahreswechsel auf der To-Do-Liste stehen. Damit es auch klappt mit der Umsetzung, hat das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ein paar Tipps für Sie.
1. Mehr Bewegung
Bewegung und Sport sind entscheidend für ein gesundes Leben. Sie können Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit vorbeugen, Stress abbauen, das Immunsystem stärken und die psychische Gesundheit verbessern.
Sie möchten mehr in Bewegung kommen und etwas für Ihre Gesundheit tun? Aber Sie wissen noch nicht, wie Sie anfangen sollen?
Weitere Informationen zum Thema: https://shop.bioeg.de/themen/bewegung/
2. Medienkonsum reduzieren
Ein hoher Medienkonsum kann Körper, Psyche und soziale Beziehungen belasten: Bewegung kommt zu kurz, der Schlaf leidet und die Konzentration nimmt ab.
Sie sind viel online? Kein Problem – wenn Sie es im Griff haben. Probieren Sie für den Anfang unsere Challenge 7 Tage Digital Detox aus:
Tag 1: Bildschirmzeit tracken
Tag 2: Push Notifications abschalten
Tag 3: Essen ohne Smartphone
Tag 4: Ein Nachmittag nur für Dich (Smartphone im Flugmodus)
Tag 5: Ein Abend ohne Social Media
Tag 6: Ein halber Tag ohne Smartphone
Tag 7: Ein ganzer Tag ohne Smartphone
Mehr Informationen und Beratung, insbesondere für Jugendliche und Eltern, unter: www.ins-netz-gehen.de
3. Weniger Alkohol trinken
Alkohol wirkt im Körper wie ein Gift. Er kann Zellen zerstören, Organe schädigen und das Gehirn beeinträchtigen. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, erhöht sein Risiko für zahlreiche Krankheiten, zum Beispiel Erkrankungen der Leber und verschiedene Krebsarten.
Sie möchten weniger Alkohol trinken?
Weitere Tipps für einen reduzierten Alkoholkonsum finden Sie hier: www.kenn-dein-limit.de/alkoholverzicht/weniger-alkohol-trinken/
4. Mit dem Rauchen aufhören
Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Jährlich sterben hierzulande circa 130.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.
Sie planen im neuen Jahr einen Rauchstopp?
Hilfe beim Rauchstopp bietet das kostenlose Ausstiegsprogramm des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: www.rauchfrei-info.de/unterstuetzung/ausstiegsprogramm/
Mehr Tipps und Infos gibt es unter: www.rauchfrei-info.de
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und PKV bieten kostenlose Online-Schulung für gelingendes Networking an
Köln, 16. Dezember 2025. „VORTIV – Vor Ort Aktiv“, ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) für kommunale Suchtprävention, bietet Kommunen ab sofort umfangreiche Unterstützung bei der suchtpräventiven Netzwerkarbeit an.
Im Mittelpunkt steht die neue Online-Schulung auf der Lernplattform vortiv.gesundheit-gestalten.de. Das Weiterbildungsangebot richtet sich an alle Akteure der kommunalen Suchtprävention und fördert sowohl den Aufbau neuer als auch die Weiterentwicklung bestehender Netzwerke.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Mit unserem Angebot VORTIV wollen wir die Kommunen bei der Suchtprävention unterstützen und stärken. Funktionierende Netzwerke sind dabei unerlässlich. Mit der neuen digitalen Schulung und der Möglichkeit zur individuellen Beratung bieten wir interessierten Akteuren jetzt eine niedrigschwellige Form der Weiterbildung an.“
Dr. Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands: „Wirksame Suchtprävention muss junge Menschen in ihren Lebenswelten erreichen – also dort, wo sie ihren Alltag verbringen, lernen und ihre Freizeit gestalten. Nur durch die enge Zusammenarbeit aller Akteure vor Ort können wir präventive Strukturen schaffen, die nachhaltig wirken. Genau dabei möchten wir Kommunen mit dem neuen Angebot unterstützen.“
Die Serviceplattform für kommunale Suchtprävention
VORTIV unterstützt Kommunen bei der Planung und Umsetzung suchtpräventiver Maßnahmen für Jugendliche und junge Erwachsene. Das neue Angebot zum Netzwerkmanagement erweitert das bestehende Portfolio von VORTIV für Fachkräfte sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Suchtprävention um das erste digitale Schulungsangebot.
In acht Modulen lernen Teilnehmende, wie erfolgreiche Netzwerkarbeit aufgebaut und gestaltet werden kann – von grundlegenden Netzwerkkenntnissen über gemeinsame Zielfindung und die Gewinnung relevanter Akteure bis hin zu Koordination und nachhaltiger Sicherung eines Netzwerkes. Ergänzend stehen persönliche Beratungen sowie digitale Sprechstunden mit Expertinnen und Experten zur Verfügung. Die gemeinsam mit dem Netzwerkexperten Prof. Dr. Herbert Schubert entwickelte Schulung wird über eine Lernplattform zur Verfügung gestellt, die Teil von "Gesundheit gestalten" ist – eine vom PKV-Verband entwickelte Infrastruktur für Beratung, Schulung sowie Vernetzung in der lebensweltorientierten Prävention.
Alle Informationen zum Netzwerkmanagement, den weiteren Angeboten von VORTIV und Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier:
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Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
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Telefon: 030 20 45 89 – 44
E-Mail: Presse(at)pkv.de
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Pressemitteilung als barrierefreies PDF
Mit dem Online-Portal drugcom.de bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit seit über 20 Jahren unabhängige und anonyme Beratung
Köln, 4. Dezember 2025. Was tun, wenn man merkt, dass jemand im Freundeskreis Kokain konsumiert? Macht Lachgas abhängig? Und was kann ich bei einer Opiat-Überdosis tun? Wissen schützt – denn wer informiert ist, kann Risiken deutlich senken. Deshalb bietet das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit www.drugcom.de ein kostenfreies Online-Angebot, das seit 24 Jahren über legale und illegale Drogen aufklärt. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Website fast sechs Millionen Besucherinnen und Besucher – pro Tag knapp 16.000. Die meisten Nutzerinnen und Nutzer suchten nach Informationen zu Amphetaminen und Kokain.
Über Drogen aufklären: Nicht erst, wenn eine Sucht entsteht
Seit 2001 bietet das Online-Portal Ratsuchenden eine unkomplizierte Möglichkeit, professionelle Beratung zu erhalten – anonym, vertraulich und ohne erhobenen moralischen Zeigefinger. Geschulte Beraterinnen und Berater sind über Telefon, E-Mail und Chat erreichbar und stehen für Fragen zur Verfügung. Im Jahr 2024 standen vor allem Fragen zu Abhängigkeit und Therapieoptionen im Fokus. Auch Angehörige, die sich um eine betroffene Person sorgen, griffen verstärkt auf das Beratungsangebot zurück. In den meisten Fällen drehten sich die Beratungen um den Konsum von Cannabis. Einen Anstieg der Anfragen nach der Einführung des neuen Cannabisgesetzes (CanG) ist bislang nicht zu erkennen.
Stephanie Eckhardt, Leiterin Referat Suchtprävention im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): „Jugendliche und junge Erwachsene begegnen Drogen in Filmen, Musiktexten, auf dem Schulhof, im Nachtleben oder über Social Media und oft bleiben Fragen unbeantwortet. Viele suchen ihre Antworten im Internet. Doch ausgerechnet dort finden sich oft irreführende oder gefährliche Falschdarstellungen über Drogen. Das Online-Portal drugcom.de bietet Interessierten deshalb verlässliche, wissenschaftlich fundierte Informationen, die dabei helfen, Mythen zu hinterfragen, Risiken realistisch einzuschätzen und frühzeitig zu lernen, wie Gefahren und Schäden minimiert werden können – idealerweise bevor eine Sucht überhaupt entsteht.“
Beratungs- und Unterstützungsangebote für Anliegen rund um Sucht und Drogen:
Informationsangebote für Fachkräfte und Ratsuchende:
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
„Short of Breath, Think COPD“, auf Deutsch: „Denken Sie bei Kurzatmigkeit an COPD“ – so lautet das Motto des diesjährigen Welt-COPD-Tages am 19. November. Kurzatmigkeit ist eines der häufigsten Symptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. In Deutschland leiden knapp sieben Prozent der über 40-Jährigen an COPD – viele, ohne es zu wissen.
Risikofaktor Nr. 1 ist das Rauchen: Mehr als acht von zehn COPD-Erkrankungen gehen darauf zurück. Um das Risiko zu minimieren, empfehlen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und der Bundesdrogenbeauftragte daher den Rauchstopp.
Wenn die Luft knapp wird: Warnsignale ernst nehmen
Eine COPD (engl. chronic obstructive pulmonary disease) entwickelt sich schleichend und wird deshalb im frühen Erkrankungsstadium oftmals übersehen oder als „Raucherhusten“ verharmlost. Typische Symptome einer COPD sind Atemnot, Husten und Auswurf: die sogenannten AHA-Symptome. Im späteren Verlauf einer COPD drohen lebensbedrohliche Krankheitsschübe.
Prof. Dr. Hendrik Streeck, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen: „COPD ist eine chronische Krankheit – und doch in den meisten Fällen vermeidbar. Hauptursache bleibt das Rauchen.
Jede nicht gerauchte Zigarette schützt Lunge, Herz und Leben. Sie senkt nicht nur das persönliche Krankheitsrisiko – Rauchen verursacht auch jedes Jahr volkswirtschaftliche Schäden von rund 100 Milliarden Euro. Kosten, die am Ende wir alle tragen. Wir müssen als Gesellschaft und Politik den Mut haben, Prävention endlich zur Priorität zu machen – und das Rauchen als das zu benennen, was es ist: schädlich für die Gesundheit, schädlich für die Wirtschaft, schädlich für die Gesellschaft. Als Arzt kann ich nur raten: Ein Rauchstopp verbessert nachweislich die Lungenfunktion und senkt das Risiko schwerer Folgeerkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wir sollten jeden Hebel nutzen, um mehr Menschen beim Rauchstopp zu unterstützen – für ihre Gesundheit und für unsere Gesellschaft.“
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Eine gesunde Lunge ist ein echtes Kraftwerk für den Körper: Sie versorgt uns mit Sauerstoff, schützt vor Krankheitserregern und transportiert Kohlendioxid wieder ab. Rauchen bringt dieses System aus dem Gleichgewicht. Die Schadstoffe im Tabakrauch dringen tief in die Atemwege ein und schädigen das empfindliche Lungengewebe. Mit der Zeit entstehen chronische Entzündungen und Veränderungen. Die gute Nachricht: Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt das Risiko für COPD und Lungenkrebs deutlich. Wir unterstützen Sie mit unseren Angeboten gern dabei.“
Übersicht der Unterstützungsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit für den Rauchstopp:
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Globale Erfolge im Einsatz gegen HIV ausbauen, statt sie zu gefährden
Köln/Bonn/Berlin, 10. November 2025. „Gemeinsam. Gerade jetzt.“ – unter diesem Motto startet heute die Kampagne zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember 2025. Die Veranstalter – das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), die Deutsche AIDS-Stiftung (DAS) und die Deutsche Aidshilfe (DAH) – wollen damit ein deutliches Zeichen gegen das zunehmend polarisierte gesellschaftliche Klima zeigen und fordern zum entschlossenen Handeln auf.
Weltweit leben knapp 41 Millionen Menschen mit HIV. Rund zwei Drittel aller HIV-Therapien hängen von den USA ab. Das Land hat bisher auch die höchsten Beiträge zum Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria gezahlt. Seit Anfang des Jahres haben die USA ihr Engagement deutlich zurückgefahren, vor allem durch die Auflösung der Entwicklungshilfeagentur USAID. Nach Schätzungen von UNAIDS werden bei anhaltenden Kürzungen bis 2029 rund vier Millionen Menschen an Aids sterben, knapp sieben Millionen zusätzlich sich neu mit HIV infizieren.
In Deutschland lebten Ende 2023 nach Schätzung des Robert Koch-Instituts knapp 97.000 Menschen mit HIV.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): „HIV-positive Menschen haben ein Recht auf medizinische Versorgung und ein Leben ohne Stigmatisierung und Diskriminierung. Dafür setzen wir uns gemeinsam mit dieser Kampagne ein. Wir dürfen außerdem nicht vergessen: Viren kennen keine Grenzen. Wenn die Zahl von HIV-Infektionen und Aids-Erkrankungen wieder zunimmt, wird sich das auch in Deutschland zeigen. Deshalb muss der globale Einsatz gegen HIV bestehen bleiben.“
Stefan Miller vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe: „Dieser Welt-Aids-Tag ist etwas Besonderes: Es geht darum, eine neuerliche Katastrophe zu verhindern. Wir können nicht zulassen, dass Aids in großem Ausmaß zurückkehrt! Menschen mit HIV dürfen wir nicht alleine lassen. Über Jahrzehnte aufgebaute Versorgungsstrukturen müssen erhalten bleiben – sonst wird sich das weltweit bitter rächen. Auch Deutschland muss verstärkt dazu beitragen. Aber auch hierzulande sind Prävention, Beratung und Testangebote zunehmend gefährdet. Zugleich nehmen Diskriminierung und Stigma wieder zu. Das ist eine fatale Entwicklung. Einer Welt, in der Spaltung und Ausgrenzung zunehmen, rufen wir zu: ,Gemeinsam. Gerade jetzt.‘“
Anne von Fallois, Vorstandsvorsitzende der Deutschen AIDS-Stiftung: „Angesichts der aktuellen Bedrohung von Leben und Gesundheit vieler Menschen stellen wir die ursprüngliche Kernbotschaft des Welt-Aids-Tages in den Vordergrund: Solidarität. Die Welt könnte Aids bis 2030 beenden – wir haben das Wissen und die Mittel dafür. Jetzt aber müssen wir wieder für das Nötigste kämpfen. Dazu tragen wir an vielen Orten ganz konkret bei. Aber am Ende trifft die Politik die Entscheidungen über Gelingen oder Scheitern der globalen Maßnahmen gegen HIV.“
Menschen, um die es geht
„Stell dir vor, eine Pandemie bedroht die Welt und die Welt schaut weg“, steht auf einem der fünf Kampagnenplakate. Die anderen regen dazu an, sich in die Lage derer zu versetzen, deren Versorgung in Gefahr ist oder die unter Diskriminierung leiden:
In Interviews erzählen Vine aus Berlin und Lillian aus Saarbrücken über die Situation in ihren Herkunftsländern. Vine hat in Kambodscha ihren Mann und ihren Sohn an Aids verloren und dann eine Hilfsorganisation aufgebaut – der nun das Geld entzogen wird. Lillian floh aus Uganda nach Deutschland und wurde im letzten Moment durch HIV-Medikamente gerettet. Sie weiß: Andere werden es nun nicht schaffen.
Immer noch Diskriminierung
HIV ist heute eine gut behandelbare Infektion. Unter Therapie ist HIV auch beim Sex nicht übertragbar, im Alltag ohnehin nicht. Eine repräsentative Umfrage im Jahr 2020 hat jedoch gezeigt, dass es noch immer viele irrationale Berührungsängste gegenüber Menschen mit HIV gibt, etwa bei der gemeinsamen Benutzung von Geschirr oder Toiletten sowie engem Körperkontakt.
Diskriminierung gehört nach wie vor zum Alltag von HIV-positiven Menschen: In der Studie „positive stimmen 2.0“ gaben 95 Prozent der befragten Menschen mit HIV an, sie hätten im Jahr zuvor mindestens eine diskriminierende Erfahrung gemacht.
Welt-Aids-Tag am 1. Dezember
Der Welt-Aids-Tag ist der Tag der Solidarität mit HIV-positiven Menschen und des Gedenkens an die an Aids Verstorbenen. Er wird seit 1988 jedes Jahr am 1. Dezember begangen. Die wichtigsten Ziele sind ein diskriminierungsfreier Umgang und Zugang zu medizinischer Versorgung für alle Menschen weltweit.
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Seit dem 13. Februar 2025 ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.
Deutsche AIDS-Stiftung
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Cannabiskonsum bei Jugendlichen seit zehn Jahren kaum verändert, Konsum bei jungen Männern steigt
Köln, 23. September 2025. Die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen konsumiert heute deutlich häufiger Cannabis als noch vor zehn Jahren. Laut Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) stieg der Anteil junger Männer, die innerhalb des letzten Jahres Cannabis konsumierten, von 20,6 Prozent (2015) auf 31,6 Prozent im Jahr 2025. Bei jungen Frauen gab es im gleichen Zeitraum einen Anstieg von 9,7 auf 18,8 Prozent. Im Jahr 2023 gaben 26,9 Prozent der jungen Männer an, in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Bei den Frauen in dieser Altersgruppe lag der Anteil bei 19,4 Prozent.
Bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren hingegen hat sich der Cannabiskonsum in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert: 4,6 Prozent der Mädchen und 7,2 Prozent der Jungen gaben in diesem Jahr an, in den vergangenen zwölf Monaten Cannabis konsumiert zu haben. Das sind etwas weniger als 2015, damals waren es 6,3 Prozent der Mädchen und 8,1 Prozent der Jungen. Im Jahr 2023 lagen die Werte in einem ähnlichen Bereich. So gaben im Jahr 2023 insgesamt 6,1 Prozent der Mädchen und 7,4 Prozent der Jungen an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Unsere Daten zeigen: Bei Jugendlichen hat sich der Konsum nicht erhöht. Bei jungen Erwachsenen hingegen ist der Konsum leicht angestiegen, insbesondere bei Männern zwischen 18 und 25 Jahren. Wir müssen diese Entwicklung sehr aufmerksam beobachten. Denn für junge Menschen ist Cannabis besonders gesundheitsschädlich: Der Konsum kann die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigen, zu Konzentrations- und Gedächtnisproblemen führen und die Gesundheit langfristig gefährden. Deshalb bleibt es unsere Aufgabe, junge Menschen umfassend über die Risiken aufzuklären und ihnen niedrigschwellige Hilfsangebote zu machen. Prävention und Beratung sind entscheidend, damit Jugendliche und junge Erwachsene eine bewusste und gesunde Entscheidung treffen können.“
Weitere Ergebnisse im Überblick:
Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2025“: Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, ehemals BZgA, untersucht seit 1973 mit wiederholt durchgeführten Repräsentativbefragungen den Substanzkonsum junger Menschen in Deutschland. Die aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 baut auf den früheren Erhebungen auf und analysiert längerfristige Veränderungen im Cannabiskonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 25 Jahren. Dafür wurden im Zeitraum April bis Juli 2025 insgesamt 7.001 Personen dieser Altersgruppe befragt.
Erste Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie zum Cannabiskonsum sind publiziert unter: www.bioeg.de/forschung/studien/abgeschlossene-studien/studien-ab-1997/suchtpraevention/
Ein Infoblatt mit ausgewählten Grafiken zum Thema finden Sie hier: www.bioeg.de/presse/daten-und-fakten/suchtpraevention/
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Alle BIÖG-Informationsangebote zur Cannabisprävention auf einen Blick (PDF):
Social-Media-Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene
Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte: „Cannabis Kompakt“ www.cannabis-kompakt.de/
Fortbildung zur Durchführung von Cannabis-Elternabenden: www.cannabiselternabend.de/
Online-Kurs „Cannabispraevention - Wissen, verstehen, handeln“: www.zpg-bayern.de/online-kurs-cannabispraevention.html
BIÖG-Unterstützungsangebote zur Konsumreduktion:
Mit dem Online-Selbsttest „Cannabis-Check“ kann der eigene Konsum überprüft werden: www.drugcom.de/tests/selbsttests/cannabis-check
Das qualitätsgesicherte Online-Verhaltensänderungsprogramm „Quit the Shit“ unterstützt individuell und persönlich bei der Konsumreduzierung bzw. dem Konsumstopp. Es kann kostenfrei und anonym genutzt werden: www.quit-the-shit.net
Das BIÖG-Beratungstelefon zur Suchtvorbeugung, Telefonnummer 0221 89 20 31, bietet persönliche Beratung und informiert über Hilfs- und Beratungsangebote vor Ort (erreichbar Mo. – Do. von 10 bis 22 Uhr und Fr. – So. von 10 bis 18 Uhr, Preis für Gespräche in das Kölner Ortsnetz)
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Kinderrechte im Fokus – gemeinsam für gesundes Aufwachsen
Köln, 18. September 2025. Spiel, Spaß und starke Botschaften: Am 21. September verwandelt sich der Kölner Rheinauhafen in ein buntes Fest zum Weltkindertag. Mit einer eigenen Bühne am Schokoladenmuseum, bunten Ständen, Mitmachaktionen und Informationsangeboten lädt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit Kinder und Familien zum Feiern ein. KiKA-Moderatorin Singa Gätgens führt als Botschafterin der Initiative „Kinder stark machen“ durch das Bühnenprogramm. Außerdem dabei sind die Maus aus der „Sendung mit der Maus“, die Kölner Band Cat Ballou sowie die UNICEF-Botschafter Jana Ina und Giovanni Zarrella. Der Weltkindertag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“. Zahlreiche Organisationen, Verbände und Initiativen nutzen den Tag, um gemeinsam auf die Bedeutung von Kinderrechten aufmerksam zu machen.
Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit: „Alle Kinder haben das Recht darauf, gesund aufwachsen zu können. Sie brauchen dafür Vertrauen, Aufmerksamkeit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig müssen wir Erwachsenen Kindern Freiräume schaffen, in denen sie sich selbst ausprobieren und aus Fehlern lernen können. Auch die Möglichkeit mitentscheiden zu dürfen, stärkt Kinder in ihrem Selbstwertgefühl. Die Mitmach-Initiative ‚Kinder stark machen‘ fördert diese wichtigen Eigenschaften als Grundlage für ein suchtfreies Leben.“
Die Bühne des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit befindet sich an der Spitze des Kölner Rheinauhafens neben dem Schokoladenmuseum. KiKA-Moderatorin Singa Gätgens und das „Kinder stark machen“-Team gestalten von 12 bis 18 Uhr ein unterhaltsames Bühnenprogramm mit Musik, Spielen und Mitmachaktionen für die ganze Familie. Die Maus lädt Kinder und Eltern zum Tanzen ein, während eine drehende Kletterscheibe neben der Bühne sportliche Herausforderungen bietet. Wer zwischendurch zur Ruhe kommen möchte, findet im Beratungszelt des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit Informationsangebote für Erziehende rund um das gesunde Aufwachsen von Kindern.
Das Programm auf der BIÖG-Bühne:
12:00 Uhr: Begrüßung mit Singa Gätgens
12:15 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
12:45 Uhr: Offizielle Eröffnung des Festes zum Weltkindertag mit Bürgermeister Dr. Ralf Heinen, Isabella Neven Dumont, Cat Ballou und weiteren Gästen
13:00 Uhr: „Maus-Show“
13:30 Uhr: Singas Mitmach-Show
14:00 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
14.30 Uhr: Auszeichnung der Kita Hunoldstraße durch das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
14:45 Uhr: „Maus-Show“
15:15 Uhr: Singas Mitmach-Show mit den UNICEF-Botschaftern Jana Ina und Giovanni Zarrella
15:45 Uhr: Tanzgruppe der Offenen Ganztagesschule Forststraße mit Fug & Janina, Katholische Jugendagentur Köln
16:00 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
16:30 Uhr: Die Rampenlichter – Artistinnen und Artisten des Kölner Spielecircus
17:00 Uhr: „Singas Mitmach-Show“
17:30 Uhr: „Kinder stark machen“-Show
18:00 Uhr: Finale
Informationen zur Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“: www.kinderstarkmachen.de
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Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit gibt Tipps für einen ausgewogenen Medienkonsum bei Kindern
Köln, 12. September 2025. Pünktlich zum Beginn des Schuljahres rückt die Diskussion um ein Handyverbot an Schulen wieder in den Fokus: Einige Bundesländer haben klare Regelungen getroffen, andere überlassen es den Schulen selbst, wie sie mit der Handynutzung auf dem Schulgelände umgehen. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit setzt mit seiner Präventionskampagne Ins Netz gehen vor allem auf Aufklärung. Im Zentrum stehen die Fragen: Wie erkenne ich eine problematische Mediennutzung bei meinem Kind – und was kann ich dagegen tun?
Anzeichen für eine exzessive Nutzung
Eine zeitweise intensive Beschäftigung mit dem Smartphone führt nicht immer zwingend in eine Abhängigkeit – die Übergänge sind allerdings fließend. Hinweise auf eine beginnende Sucht können sein:
Wie können Eltern vorbeugen?
Eltern haben es in der Hand, den Umgang mit dem Smartphone von Anfang an zu begleiten:
Weitere Informationen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit
www.ins-netz-gehen.de
www.kindergesundheit-info.de/themen/medien/
Themendossier „Tipps für einen gesunden Umgang mit digitalen Medien“: www.bioeg.de/presse/themendossiers/
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